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Losing your heart to a cannibal : sympathy transfer, and the monstrous double in NBC's Hannibal
Film und TV haben eine langjährige Expertise im Kreieren von Charakteren, welche Sympathie- und Identifikationsmöglichkeiten für die Zuschauer:innen bieten. In den letzten Jahren allerdings, erlebten moralisch verwerfliche Charaktere in Form des ‚rough hero‘ einen Aufschwung. Diesen Charakteren dieselbe Sympathie entgegenzubringen wie moralisch integren, widerstrebt der sozial festgelegten Moralvorstellung westlicher Kulturen und verlangt daher spezielle Strategien. Der Fokus dieser Masterarbeit ist es, diese Strategien in der NBC-Serie Hannibal (2013-2015) zu finden und untersuchen. Dazu wird zuerst eine kurze Analyse der Hannibal-Fan-Community auf Reddit durchgeführt, um herauszufinden, von welchen Themen der Charakter Hannibal Lecter profitiert. Dann wird das Rollenbild von Serienmördern in US-amerikanischer Kultur untersucht. Weiters wird eine Analyse der Serie Hannibal durchgeführt, deren namensgebender Charakter seit seiner Ersterscheinung im Buch Roter Drache (1981) seine Fans entzückt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das von mir entwickelte Konzept ‚Sympathie-Transfer‘, auf der Basis der narrativen Empathie, und auf René Girards ‚monströsen Doppelgänger‘ gelegt, welcher in der Masterarbeit als eine Erweiterung des Sympathie-Transfers fungiert. Auch untersucht werden die Bedeutung von Ästhetik und Kultiviertheit. Die Arbeit zeigt, dass Hannibal Lecter durch ästhetisch beeindruckende, obwohl makabre, Mise-en-scène, bewundernswerte Charakterzüge sowie der Auslassung von Szenen, welche ihn in ein schlechtes Licht rücken würden, einen Nutzen zieht. Der Sympathie-Transfer und der monströse Doppelgänger zeigen jedoch, dass besonders seine Beziehung zum Protagonisten Will Graham lukrativ wirkt. Dieser moralisch integre Charakter, erbeutet leicht Sympathiepunkte, von denen auch Hannibal profitiert. Zusammenfassend kann man sagen, dass die verwendeten Strategien es ermöglichen, moralisch verwerfliche Charaktere trotz tief verwurzelter kultureller Moralvorstellungen zu (romantischen) Helden zu erheben. Dies spiegelt sich auch in der wachsenden Beliebtheit des umstrittenen True-Crime-Genres wider. Eine Forschung über dessen Kontroversen könnte weitere Einblicke in die fragwürdige Anerkennung des Serienmörder-Genres geben.Movies and TV have mastered the art of creating characters which draw sympathy and identification from the audience. In recent years, morally despicable characters in the form of the ‘rough hero’ have received a boost in the media. To sympathize with these characters despite the deep-rooted moral concepts of Westerns society, demands special strategies. This master thesis aims to find and investigate these strategies in NBC’s Hannibal (2013-2015). In order to do this, a short analysis of Hannibal fanart on Reddit will be performed to find out which recurring themes are profitable for Hannibal Lecter’s likeability. This is followed by an investigation of the role of the serial killer in US society. Furthermore, I will analyze the show Hannibal and its titular character, who has delighted fans since his first appearance in the novel Red Dragon in 1981. Special attention will be directed to the concept of ‘sympathy transfer’, which I developed based on narrative empathy. Besides, Rene Girard’s ‘monstrous double’ will serve as an extension of ‘sympathy transfer’ in this paper. Other aspects of interest will be morbid yet beautiful mise-en-scènes, omissions and intertextuality. In this paper, I will demonstrate that intertextuality, aesthetics, and an interplay with the protagonist Will Graham makes it possible for the viewer to sympathize with, and even romanticize, the character Hannibal Lecter. The concepts of sympathy transfer and the monstrous double show that Hannibal’s relationship to Will Graham proves particularly profitable for his likeability. Hannibal piggybacks on the sympathy Will Graham – a morally sound character – garnered. In sum, the applied strategies enable the audience to elevate a morally despicable character to a (romantic) hero, despite deep-rooted moral ideals. This is reflected in the popularity of the contested true crime genre. Research into the controversies surrounding this genre could offer another insight into the questionable acclaim of the serial killer genre.vorgelegt von Victoria Singer, BALiteraturverzeichnis: Blätter 58-62Masterarbeit Universität Graz 202
The guilt interlocutory : the separation of the main hearing in criminal proceedings
Die Institution der Strafe im Allgemeinen, sowie deren Begründung und ihre Zusammensetzung im Bereich der Sanktionszumessung, werden und wurden im österreichischen Strafprozessrecht kontinuierlich nur sehr stiefmütterlich behandelt. Das sogenannte Konstrukt des Schuldinterlokutes soll diesen Umstand, aber auch zusätzliche Missstände des Strafprozesses in Österreich, verbessern oder im Idealfall sogar gänzlich beseitigen. Die Idee des Schuldinterlokutes sieht eine Zweiteilung der Hauptverhandlung vor. Dabei soll ein eigener Teil für die Ermittlung genau dieser, in der Praxis oftmals vernachlässigten, Strafzumessungstatsachen eingeführt werden. Der erste Teil der Hauptverhandlung soll dem Aspekt der Schuld gewidmet werden und erst wenn die Schuld festgestellt wurde, soll ein (vorläufiger) Schuldspruch in Form eines Beschlusses, dem Interlokut, ergehen. In einem zweiten, daran anschließenden Verfahrensteil, sollen über die Strafzumessungsgründe Beweise erhoben und darüber geurteilt werden. Wie eine solche zweigeteilte Hauptverhandlung nun konkret ablaufen kann, wird in dieser Arbeit dargestellt.The institution of punishment in general, as well as its justification and its composition in the area of sentencing, are and have been continuously treated very neglected in Austrian criminal procedure law. The so-called construct of the Guilt Interlocutory is intended to improve or ideally even completely eliminate this circumstance, as well as other shortcomings of criminal proceedings in Austria. The idea of said Guilt Interlocutory envisages a division of the main trial into two parts. A separate part is to be introduced for the investigation of precisely these sentencing facts, which are often neglected in practice. The first part of the main hearing is to be dedicated to the aspect of guilt and only once guilt has been established is a (provisional) guilty verdict to be issued in the form of an interlocutory judgement. In a second, subsequent part of the proceedings, evidence is to be taken on the grounds for sentencing and a judgement made on this. This paper describes how such a two-part trial can actually take place.vorgelegt von Celina Anna WolfDiplomarbeit Universität Graz 202
Validation of a rasch-modeled questionnaire on energy-efficient behavior and its relations to personality traits
In dieser Arbeit wird die Entwicklung und Validierung eines auf dem Rasch-Modell basierenden Fragebogens zur Erhebung von energieeffizientem Verhalten vorgestellt. Der Fragebogen basiert theoretisch auf dem Campbell-Paradigma, ähnlich wie der GEB-50 von Kaiser. Zusätzlich wird untersucht, ob bestimmte Persönlichkeitsdimensionen aus dem Fünf-Faktoren-Modell - insbesondere Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit für neue Erfahrungen - energieeffizientes Verhalten vorhersagen können. Von diesen Dimensionen erwies sich in einer multiplen linearen Regressionsanalyse nur die Offenheit für neue Erfahrungen als signifikanter Prädiktor. Angesichts der geringen Vorhersagekraft von Offenheit wurden explorativ auch demografische Merkmale untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Alter ein signifikanter Prädiktor für energieeffizientes Verhalten ist. Diese Studie trägt zum Verständnis des Einflusses von Persönlichkeitsmerkmalen auf energieeffizientes Verhalten bei und unterstreicht das Potenzial für weitere Forschung zur Untersuchung zusätzlicher demografischer Faktoren.This paper presents the development and validation of a questionnaire based on the Rasch model for the assessment of energy-efficient behavior. The questionnaire is theoretically based on the Campbell paradigm, similar to Kaiser's GEB-50. To validate the ASEC-questionnaire, we investigated whether certain personality dimensions from the five-factor model - in particular agreeableness, conscientiousness and openness to new experiences - can predict energy-efficient behavior. Of these dimensions, only openness to new experiences proved to be a significant predictor in a multiple linear regression analysis. Given the low predictive power of openness, demographic characteristics were also exploratively examined. Age showed to be a significant predictor of energy-efficient behavior. This study contributes to the understanding of the influence of personality traits on energy-efficient behavior and highlights the potential for further research to investigate additional demographic factors.vorgelegt von Julia Baganz, BScMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The legal status of the gift recipient of the donation to the death
Zur erbrechtlichen Vermögensplanung stehen bestimmte Rechtsgeschäfte zur Auswahl. Eines davon ist die Schenkung auf den Todesfall nach § 603 ABGB, die zuletzt durch das ErbRÄG 2015 neu geregelt wurde. Im Unterschied zur gewöhnlichen Schenkung unter Lebenden (§§ 938 ff ABGB) erfolgt die Erfüllung der Schenkung auf den Todesfall erst nach dem Tod des Schenkenden. Anders als eine letztwillige Verfügung (§ 552 ABGB), die ebenfalls erst nach dem Tod des Erblassers vollzogen wird, ist die Schenkung auf den Todesfall bindend. Der Geschenkgeber kann vom Schenkungsvertrag auf den Todesfall nicht mehr einseitig abgehen. Ein Widerruf des Rechtsgeschäfts ist grundsätzlich ausgeschlossen. In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Rechtsstellung des Geschenknehmers auf den Todesfall untersucht. Ziel dieser Arbeit ist daher aufzuzeigen, welche Rechte dem auf den Todesfall Beschenkten bereits zu Lebzeiten des Geschenkgebers zukommen und welche Rechte ihm erst nach dem Tod des Schenkenden zustehen. Neben der Behandlung des Wesens und der Gültigkeitsvoraussetzungen der Schenkung auf den Todesfall wird unter anderem aufgezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, um den Erfüllungsanspruch des Geschenknehmers auf den Todesfall zu sichern. Während dem Meinungsstreit um die Rechtsnatur der Schenkung auf den Todesfall mit dem ErbRÄG 2015 ein Ende gesetzt wurde, werfen andere gesetzliche Anordnungen, die Einfluss auf die rechtliche Stellung des Geschenknehmers auf den Todesfall haben, Fragen auf. Neben diesen wird auch das Verhältnis des auf den Todesfall Beschenkten zu den Verlassenschaftsgläubigern, gesetzlichen Vermächtnisnehmern und den Pflichtteilsberechtigten beleuchtet.Certain legal transactions are available for inheritance planning. One of these is the donation to the death (§ 603 ABGB), which was last amended by the 2015 Inheritance Law Amendment Act (ErbRÄG 2015). In contrast to ordinary gifts inter vivos (§§ 938 ff ABGB), the fulfilment of the donation to the death only takes place after the death of the donor. Unlike a testamentary disposition (§ 552 ABGB), which is also only executed after the death of the testator, thedonation to the death is binding. The donor can no longer withdraw from the gift agreement. Revocation of the legal transaction is generally excluded. This thesis analyses the legal position of the gift recipient of the donation to the death. The aim of this thesis is to show which rights the donee is entitled to during the lifetime of the donor and which rights he is only entitled to after the death of the donor. In addition to dealing with the nature and the validity requirements of the donation to the death, it is also shown, among other things, what possibilities exist tosecure the fulfilment claim of the gift recipient of the donation to the death. While the dispute over the legal nature of the donation to the death was brought to an end by the 2015 Inheritance Law Amendment Act (ErbRÄG 2015), other statutory provisions that affect the legal position of the donee on death raise questions. In addition to these, the relationship of the donee to the creditors of the estate, statutory legatees and the beneficiaries of the compulsory portion will also be examined.vorgelegt von Jennifer BärDiplomarbeit Universität Graz 202
The airport gate assignment optimization problem from passenger, airline and robustness perspective
Das Airport Gate Assignment Problem (AGAP) stellt ein bedeutendes Optimierungsproblem im Bereich des Flughafenmanagement dar. Ziel des AGAP ist es, Flugzeuge effizient den Gates zuzuweisen, wobei sowohl betriebliche als auch kundenorientierte Anforderungen berücksichtigt werden müssen. In dieser Arbeit werden drei verschiedene mathematische Modelle, die das AGAP aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten – passagierorientiert, fluglinienorientiert und robustheitsorientiert – untersucht. Bei dem ersten Modell liegt der Flugpassagier im Fokus. Dieses passagierorientierte Modell möchte mit der Maximierung der Jetway-Nutzung, die Passagiererfahrung durch kürzere Gehzeiten und erhöhten Komfort verbessern. Im Gegensatz zum fluglinienorientierten Modell, wo die Airline im Mittelpunkt steht, versucht man die Gate-Zuweisung unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen der Fluggesellschaften zu optimieren, damit die operationelle Effizienz gesteigert werden kann. Das dritte Modell zielt auf robuste Gate-Zuweisungen ab, denn widerstandsfähige Zuweisung gewährleisten, auch bei unvorhergesehenen Störungen Stabilität. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass jedes dieser Modelle bestimmte Vorteile aufweist, die je nach den Anforderungen eines Flughafens oder einer Fluggesellschaft besonders nützlich sein können. Während das passagierorientierte Modell eine passagierfreundliche Lösung bietet, legt das fluglinienorientierte Modell den Fokus auf die operationelle Effizienz der Fluglinie, und das robustheitsorientierte Modell betont die Wichtigkeit von Stabilität und Flexibilität bei den Gate-Zuweisungen. Die Wahl des optimalen Modells hängt daher stark von den spezifischen Zielen und Prioritäten des jeweiligen Flughafens bzw. Fluggesellschaft ab. Zukünftige Forschungen könnten hybride Modelle entwickeln, die die Stärken der verschiedenen Ansätze kombinieren, um eine umfassendere und anpassungsfähigere Lösung für das AGAP zu bieten.The Airport Gate Assignment Problem (AGAP) is a major optimization problem in the field of airport management. The AGAP aims to efficiently allocate aircraft to gates while taking into account various operational and customer-oriented requirements. In this paper, three different mathematical models that look at the AGAP from different perspectives - passenger-oriented, airline-oriented and robustness-oriented - are examined.The first model prioritizes the needs of passengers. This passenger-oriented approach aims to enhance the overall passenger experience by maximizing jetway usage. As a result, walking times can be minimized, and passenger comfort is more likely to be optimized. In contrast, the airline-centric model focuses on optimizing gate allocation from the airline's perspective, taking into account their operational requirements so that operational efficiency can be increased. The third model focuses on robust gate assignments, ensuring stability even in the face of unforeseen disruptions. The results of this work show that each of these models has certain advantages. While the passenger-oriented model provides a passenger-friendly solution, the airline-oriented model focuses on the operational efficiency of the airline, and the robustness-oriented model emphasizes the importance of stability and flexibility in gate assignments. The choice of the optimal model therefore depends heavily on the specific needs and priorities of the respective airport or airline. Future research could explore the development of hybrid models that combine the strengths of these various approaches, offering a more comprehensive and adaptable solution to AGAP.Paula Franziska SamplMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Narratives and representation of contemporary America : a critical reading of David Foster Wallace
In dieser Dissertation werden die Werke von David Foster Wallace aus der Perspektive des französischen Philosophen Jean Baudrillard untersucht. Im ersten Kapitel wird Wallace' komplexes Verhältnis zu Ironie und Aufrichtigkeit untersucht. Wallace kritisiert die Dominanz von Ironie in der Kultur. Der ironische Modus der Avantgarde sei über die Medien in die Kultur eingedrungen. Er plädiert für eine Rückkehr zur Aufrichtigkeit in der Belletristik. Das Lächerlichmachen von Autoritätsfiguren und Figuren der Aufrichtigkeit müsse ein Ende haben. In „Infinite Jest“ ist die Ironie tödlich. Sie hindert die Anhänger des AA-Entwöhnungsprogramms daran, dessen Vorteile zu nutzen. Dennoch zieht Wallace Metafiktion dem Realismus vor, da diese das vermittelnde Bewusstsein nicht außer Acht lasse. Wallace' Synthese von Aufrichtigkeit und Ironie wird als Neue Aufrichtigkeit bezeichnet, deren Theorie aus einer Untersuchung des Konzepts von Gabe und Aufrichtigkeit bei Wallace und Derridas Methode der Dekonstruktion hervorgeht. Wallace vertritt eine Theorie der Gabe, die auf Lewis Hyde und Derrida zurückgeht. Diese "positive" Gabe wird mit der anthropologischen Gabe bei Baudrillard kontrastiert, die in Beziehungen, die als antagonistischer Austausch charakterisiert werden, nicht nur Liebe, sondern auch Aggression beinhaltet. Hier ist die Veräußerung des "Überschusses" anstelle der Akkumulation charakteristisch für das, was als "symbolischer Austausch" bezeichnet wird. Das zweite Kapitel befasst sich mit seiner Auseinandersetzung mit dem Pragmatismus und Wittgenstein. Wallace wird vom Pragmatismus und dessen Betonung des gesunden Menschenverstands und der gewöhnlichen Sprache angezogen. Eine Schlüsselszene in „Infinite Jest“ (Eschaton-Kampf) wird hier genauer analysiert. Die kartographische Metapher der Szene wird häufig mit Baudrillards Simulationstheorie in Verbindung gebracht, was in der vorliegenden Arbeit hinterfragt wird. Stattdessen wird eine Verbindung der Metapher zum amerikanischen Pragmatismus hergestellt.Im Folgenden wird Wallace' Interesse an Wittgenstein und den therapeutischen Aspekten seiner Arbeit dargestellt. Ich bin der Ansicht, dass Wallace trotz oberflächlicher Unsicherheit und ausgeprägter Skepsis letztlich traditionelle Werte vertritt. Dies stimmt mit seinen pragmatistischen Tendenzen überein, obwohl eine Spannung mit dem skeptischen Erbe Wittgensteins in Wallace bestehen bleibt.Das dritte Kapitel analysiert Wallace durch die Linse von Baudrillards Ordnungen der Simulakren. Die zweite Ordnung der Simulakren ist das Zeitalter der Produktion und dessen Kritik durch Marx. Wallace' moralische Empörung wird auf Marx' Kritik an der Korruption von Wert, Wissen und Liebe zurückgeführt. Baudrillard lehnt die Verwendung moralischer Urteile als Kriterien für die Kritik an der dritten Ordnung der Simulakren, der Simulation, ab. Bei der Erörterung dieser Phase der Zeichen wird Wallace' Verständnis der McLuhanschen Theorie der Simulation von Baudrillard gegenübergestellt. Abschließend wird Wallace' „Infinite Jest“ als eine Metapher der vierten Ordnung (viral) dargestellt. In diesem Stadium werden Simulationen selbstreferentiell und verbreiten sich unkontrolliert. Die rätselhaften Auswirkungen des tödlichen Films in „Infinite Jest“ veranschaulichen dies.Im letzten Kapitel werden die Strategien des Widerstands von Wallace und Baudrillard untersucht. Wallace sucht nach einer Wiederauferstehung der Bedeutung von Kunst, während Baudrillard die Kunst des Verschwindens, angelehnt an Hegel und Baudelaire, betont. Während sich beide über die Aneignung der Ironie (durch die Subjekte) einig sind, sieht Baudrillard in Strategien objektiver Ironie Hoffnungsschimmer.This dissertation investigates the works of David Foster Wallace from the French philosopher’s Jean Baudrillard’s perspective. Its opening chapter explores David Foster Wallace's complex relationship with irony and sincerity. Wallace criticizes irony's dominance in culture and advocates for a return to sincerity in fiction. He argues that the avant-garde’s ironic mode has infused into culture through media. The ridicule of the figures of authority and sincerity need to be rolled back. In “Infinite Jest,” irony is lethal. It stops the educated practitioners of the powerful AA sobriety program from reaping its benefits. Yet, metafiction is still preferrable for Wallace because it does not suspend the mediating consciousness like realism. Based on Wallace’s understanding of gift and sincerity and Derrida’s deconstruction theory, ‘New Sincerity’ presents a synthesis of sincerity and irony. Wallace subscribes to a theory of gift that is traced back to Lewis Hyde and Derrida. This ‘positive’ gift is contrasted with the anthropological gift in Baudrillard which involves not only love but also aggression in relations that are characterized as antagonist exchanges. Here, expending the ‘remainder,’ instead of accumulation, is characteristic of what is called ‘symbolic exchange.’ The second chapter explores his engagement with pragmatism and Wittgenstein. Wallace is drawn to pragmatism's focus on common sense and ordinary language. The analysis then investigates a key scene in “Infinite Jest” (Eschaton fight). Scholars link the scene's cartographic metaphor to Baudrillard's simulation theory. The work, however, emphasizes the metaphor's connection to American pragmatism. The thesis examines Wallace's interest in Wittgenstein and the therapeutic aspects of his work. This aligns with the pragmatist emphasis on overcoming suffering. The work also explores Wallace's engagement with faith, another pragmatist concern. Finally, the thesis investigates Wallace's political views. Despite surface-level uncertainty and prominence of skepticism, Wallace ultimately endorses traditional values. This aligns with his pragmatist leanings, though a tension remains with the skeptic legacy of Wittgenstein in Wallace. The third chapter analyzes Wallace through the lens of Baudrillard's orders of simulacra. A study of the art forms of each order, and the progressive loss of ‘illusion,’ help argue that Wallace’s disapproval of anti-illusionism via a rebirth of sincerity is indeed an argument for a return of faith. The second order of simulacra is the age of production, and its critique in Marx. Wallace’s moral outrage is traced back to Marx’s critique of the corruption of the inalienable, such as value, knowledge, and love. Baudrillard rejects the use of moral judgements as criteria for critique in the third order of simulacra, called simulation. Discussing this phase of signs, Wallace’s understanding of McLuhan’s theory is contrasted with simulation in Baudrillard. Finally, Wallace's “Infinite Jest” is argued to be a conceit of the fourth order (viral). In this stage, simulations become self-referential and spread uncontrollably. The enigmatic effects of the fatal film in Infinite Jest exemplify this. The last chapter explores resistance strategies in Wallace and Baudrillard. Wallace seeks a resurrection of art's meaning, while Baudrillard emphasizes the art of disappearance via Hegel and Baudelaire. Wallace emphasizes resisting apathy, and abstention in politics, Baudrillard focuses on symbolic challenges. While both agree on appropriation of irony (by subjects), Baudrillard finds in strategies of objective irony glimmers of hope.vorgelegt von M.A. Seyedhamed TayebiEnthält Literaturangaben verzeichnis: Seite 438-446Dissertation Universität Graz 202
The duty to inform according to the GDPR
Die vorliegende Diplomarbeit behandelt das Thema der Informationspflicht nach der DSGVOund stellt diese Norm die Basis für die Ausübung der Betroffenenrechte dar. Es handelt sichum ein antragsloses Recht und müssen Verantwortliche von sich aus, ohne von Betroffenen aufgefordert zu werden, tätig werden, damit insbesondere dem Grundsatz der Transparenz entsprochen wird. Informationen müssen in verständlicher Form, aber dennoch präzise, in einer einfachen Sprache, und vor allem leicht zugänglich erfolgen.Daneben kann bei intransparenter Verarbeitung auch der Grundsatz von Treu und Glaubenverletzt sein, sodass die Verarbeitung infolge einer unterlassenen Information mit Rechtswidrigkeit behaftet ist. Unabhängig davon, ist eine Verletzung der Informationspflicht strafbewehrt und kann diese, im Gegensatz zum Auskunftsrecht, auch nicht nachträglich saniert werden. Es gelten die Strafhöhen gem Art 83 von bis zu 20 000 000 bzw bei Unternehmen bis zu 4% des Jahresumsatzes.This diploma thesis deals with the topic of duty to provide information according to the GDPR and this standard represents the basis for the exercise of the rights of data subjects. It is a right without application and controllers must act on their own initiative, without being requested to do so, in order to comply in particular with the principle of transparency. Information must be provided in an intelligible form, but concise, in plain language and, above all, easily accessible.In addition, in the case of intransparent processing, the principle of fairness may also be infringed, so that the processing is unlawful as a result of a failure to provide information. Regardless of this, a breach of the duty to provide information is punishable by law and, in contrast to the right of access, this cannot be remedied retrospectively. Penalties amounts according to Art 83 of up to 20,000,000 or for companies up to 4% of the annual turnover apply.vorgelegt von Caroline LeschanzDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Experimental approaches to improve the resilience of brown trout to predation pressuure in small mountain streams
Heute geht die Verbreitung der Bachforelle aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit weit über das natürliche Verbreitungsgebiet hinaus und sie besiedelt, solange das Temperaturregime passt, beinahe weltweit Flüsse und Bäche. Dennoch sind die Bestände in Österreich rückläufig. Die Bachforelle besitzt eine sehr hohe innerartliche Diversität und viele lokal angepasste Stämme. Diese wurden jedoch durch Fischbesatz in den letzten Jahren zum größten Teil entweder verdrängt oder mit den Besatzfischen vermischt, wodurch diese lokalen Stämme besonders schützenswert sind. Der Druck auf die Bestände ist durch anthropogen strapazierte und überformte Flüsse, Klimaänderungen und fischfressende Prädatoren hoch und hat zum Teil in jüngster Vergangenheit weiter zugenommen. Innerhalb der letzten rund 20 Jahre konnte der Fischotter in Kärnten eine beinahe flächendeckende Wiederbesiedlung durchführen Zudem begünstigen die strukturell verarmten Flüsse unserer Kulturlandschaft die Fischjagd des Fischotters. Es folgen teilweise emotionale Konflikte zwischen dem Schutzinteresse der Wiederkehrer, dem Schutz bedrohter Fischarten und fischereilichen Interessen. Ziel dieser Arbeit ist es, durchführbare Lösungsansätze für den Schutz der autochthonen Bachforellenbestände und für die fischereiliche Bewirtschaftung von Salmonidengewässern aufzuzeigen. Unter Berücksichtigung der Jagdstrategien des Fischotters und der Lebensraum Anforderungen der Bachforelle wurde ein Restrukturierungskonzept gestaltet, um die Lebensraumqualität der Bachforellen für alle Lebensstadien zu erhöhen und bestmögliche Rückzugsorte gegen Prädatoren Angriffe zur Verfügung zu stellen. Im Fokus stehen der Schutz fischereilich relevanter Adultfische und die Durchführbarkeit der Maßnahmen für Gewässerbewirtschafter. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Grundgedanke verfolgt, mit geeigneten Versteckmöglichkeiten und Strukturen in tieferen Gewässerabschnitten die Verfügbarkeit von Bachforellen als Nahrung für den Fischotter zu reduzieren und den Fischotter dadurch zur vermehrten Nutzung alternativer Nahrungsquellen zu bewegen. Gemeinsam mit anderen Bewirtschaftungsformen und den bestehenden Verordnungen der Landesregierungen zur Entnahme von Fischottern soll so die Biomasse von Bachforellen erhöht und eine zufriedenstellende fischerwirtschaftliche Bewirtschaftung von Forellengewässern ermöglicht werden.Today, due to its adaptability, the distribution of the brown trout extends far beyond its natural range, and as long as the temperature regime is suitable, it inhabits rivers and streams almost worldwide. However, populations in Austria are declining. The brown trout has a very high level of intraspecific diversity and many locally adapted strains. However, these local strains have mostly been displaced or mixed with stocked fish in recent years, making them particularly worthy of protection. The pressure on brown trout populations is high due to anthropogenically altered rivers, climate changes, and fish-eating predators, and has partly further increased in recent times. Over the last approximately 20 years, the otter has been able to almost completely recolonize Carinthia, and the structurally impoverished rivers in our cultural landscape facilitate the otter's fish hunting. This has led to partly emotional conflicts between the interest in protecting the predator, the protection of endangered fish species, and fishing interests. The aim of this work is to present feasible solutions for the protection of autochthonous brown trout populations and for the fisheries management of salmonid streams. Taking into account the hunting strategies of the otter and the habitat requirements of the brown trout, a restructuring concept was developed to improve the habitat quality of brown trout for all life stages and to provide the best possible refuges against predator attacks. The focus is on the protection of adult fish relevant for anglers and the feasibility of the measures for fisheries managers. To achieve this goal, the basic idea is to reduce the availability of brown trout as a food source for the otter by providing suitable hiding places and structures in deeper water depths, thereby encouraging the otter to increasingly use alternative food sources. Together with other fisheries management strategies and the existing regulations of the state governments on otter removal, this should increase the biomass of brown trout and enable the economic fisheries management of trout streams.vorgelegt von Alexander PetikMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen in Deusch und Englisc
Evaluation of an inclusive improvisational theatre workshop for the support of social participation of people with disabilities
Menschen mit Beeinträchtigung stehen größeren Herausforderungen gegenüber, in der Gesellschaft sozial partizipieren zu können. Um diese Menschen zu fördern, sind theaterpädagogische Interventionen hilfreich, da sie das Ziel der Gemeinschaftsbildung verfolgen und soziale Fähigkeiten stärken. In dieser Masterarbeit wurde ein inklusiver Improvisationstheater-Workshop erstellt und evaluiert, welcher die soziale Partizipation von Menschen mit Beeinträchtigung fördern soll. Dazu wurden drei Forschungsfragen erstellt: Die erste beschäftigt sich mit der Frage, wie die Teilnehmer:innen mit und ohne Beeinträchtigung ihren Zugang zu sozialer Partizipation innerhalb des Workshops wahrnehmen. Zudem war es das Ziel herauszufinden, welche Methoden und Techniken des Improvisationstheaters als förderlich oder hemmend empfunden wurden, um sozial partizipieren zu können. Zuletzt sollten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob Unterschiede in den Wahrnehmungen der Menschen mit- und ohne Beeinträchtigung festgestellt werden können. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine qualitative Studie durchgeführt, wobei die Teilnehmer:innen mithilfe eines halbstrukturierten Leitfadeninterviews nach den vier Dimensionen der sozialen Partizipation befragt wurden: Freundschaft, Interaktion, Selbstwahrnehmung und soziale Akzeptanz. Die Ergebnisse der qualitativen Studie zeigen, dass die Menschen mit Beeinträchtigung (n = 6) und jene ohne Beeinträchtigung (n = 4) in den vier Bereichen Unterstützung und Förderung erfahren haben. Die besten Förderungsmöglichkeiten entstanden in der Interaktion, da aufgrund der vielfältigen Spiele ein aktiver Austausch von Informationen und Ideen bestand. Die Teilnehmer:innen haben sich chancengleich in der Gruppe einbringen können und dadurch akzeptiert gefühlt. Sie haben sich reflektiert zu ihren eigenen Handlungen, Fähigkeiten und Gefühlen äußern können, die im Workshop ausgelöst wurden. Dabei wurde ein vorwiegend positives Selbstkonzept bei allen Teilnehmer:innen festgestellt. Schließlich konnten auch Tendenzen auf das Schließen von Freundschaften erkannt werden, da Vertrauen aufgebaut und Verbindungsmomente zwischen den Teilnehmer:innen empfunden wurden. Diese Dimension erhielt jedoch am wenigsten Förderung aufgrund der zeitlichen Begrenztheit. Weiters konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass die Übungen und Techniken abhängig von den individuellen Bedürfnissen als förderlich bzw. hemmend empfunden wurden. Es konnten jedoch gewisse Strukturen erkannt werden, in denen Einigkeit bestand. Letztlich konnte in den beiden Fokusgruppen nur ein prägnanter Unterschied erkannt werden. Vor dem Workshop hatten die Menschen mit Beeinträchtigung Bedenken, ob sie Hindernisse erleben würden. Sie fühlten sich jedoch gleichberechtigt und konnten ihre Sorgen abbauen. Die Ergebnisse legen nahe, die Intervention weiterhin anzuwenden und zusätzliche Forschung durchzuführen.People with disabilities face greater challenges when socially participating in society. To support them, theater pedagogical interventions are beneficial as they aim to strengthen community building and social skills. This master thesis introduces and evaluates an inclusive improvisational theater workshop designed to promote the social participation of people with disabilities. Three research questions were formulated. The first one is about how participants with and without disabilities perceive their access to social participation within the workshop. Secondly it was interesting to see, what methods and techniques of improvisational theater were perceived as facilitating or hindering social participation. At least, the aim was to find out whether there are differences in perception between people with and without disabilities, that can be identified. To answer these questions, a qualitative study was conducted, involving participants interviewed using a semi-structured interview based on the four dimensions of social participation: friendship, interaction, self-perception and social acceptance. The results show that both participants with disabilities (n = 6) and without disabilities (n = 4) experienced support in all four dimensions. The most effective promotion occurred during interaction, where divers games facilitated active exchange of information and ideas, enabling participants to contribute equally and feel accepted. They could reflect on their actions, abilities and emotions triggered by the workshop, resulting in predominantly positive self-concepts among all participants. Furthermore, tendencies towards forming friendship were observed as trust was built, though this dimension received the least promotion due to time constraints. Additionally, the study revealed that exercises and techniques were perceived as either facilitating or inhibiting depending on individual needs, with certain structures of agreement identified. Ultimately, only one significant difference was observed between the two focus groups: participants with disabilities had concerns about encountering obstacles before the workshop but ultimately felt equal and could alleviate their worries. The findings suggest continuing the intervention and conducting further research.Autorin: Linda Engelmann, BAMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Seizure and forfeiture of vehicles from a constitutional perspective Legal analysis of §§ 99a - 99d StVO
Mit der 34. StVO-Novelle kam es zu einer großen Änderung im österreichischen Straßenverkehrsrecht. Durch die §§ 99a – 99d StVO ist es nunmehr möglich, bei einer entsprechend hohen Geschwindigkeitsübertretung, das Fahrzeug des Lenkers unter bestimmten Voraussetzungen zu beschlagnahmen und in weiterer Folge sogar für verfallen zu erklären. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit muss dabei grundsätzlich um mehr als 80 km/h im Ortsgebiet und 90 km/h außerhalb überschritten worden sein. Für Wiederholungstäter, denen innerhalb der letzten vier Jahre bereits der Führerschein entzogen worden ist, verringern sich diese Werte auf 60 km/h im Ortsgebiet und 70 km/h außerhalb. Für den Fall, dass zwar grundsätzlich eine solch hohe Überschreitung vorliegt, aber es sich beim Lenker des Fahrzeuges nicht gleichzeitig auch um den diesbezüglichen Eigentümer handelt, sieht § 99d Abs 2 StVO ein Lenkverbot für das entsprechende Fahrzeug vor. Damit einhergehend äußerten etliche Ämter der Landesregierungen sowie zahlreiche renommierte Universitätsprofessoren in diversen Stellungnahmen ihre Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit der neuen Bestimmungen. Insbesondere das Legalitätsprinzip nach Art 18 B-VG mitsamt dem daraus entspringenden Determinierungsgebot sowie die Grundrechte der Eigentumsfreiheit nach Art 5 StGG und des Gleichheitssatzes nach Art 2 StGG als auch Art 7 B-VG werden des Öfteren als verletzt angesehen. Das gesamte Regelungskonstrukt der 34. StVO-Novelle und die dazu aufgeworfenen verfassungsrechtlichen Bedenken werden in dieser Arbeit entsprechend analysiert und geklärt. Dabei wird die Neuregelung mit den bereits etablierten ähnlichen Regelungen in den Nachbarländern Deutschland, Schweiz und Italien verglichen und deren Unterschiede aufgezeigt. Ein potenzieller Rechtsmittelweg skizziert den obligatorischen Ablauf, um die neuen Bestimmungen einer rechtlichen Kontrolle durch den Verfassungsgerichtshof zu unterziehen.The 34th amendment to the Austrian Road Traffic Act brought a major change in Austrian road traffic law. §§ 99a - 99d StVO now make it possible, under certain conditions, to confiscate the driver's vehicle in the event of a correspondingly high speeding offense and subsequently even declare it forfeited. The speed limit must have been exceeded by more than 80 km/h in the local area and 90 km/h outside. For repeat offenders who have already had their driving license revoked within the last four years, these values are reduced to 60 km/h in the local area and 70 km/h outside. In the event that such a high speed limit is exceeded, but the driver of the vehicle is not also the owner, § 99d Abs 2 StVO provides a driving ban for the vehicle in question. As a result, a number of offices of the provincial governments and numerous renowned university professors expressed their concerns regarding the constitutionality of the new provisions in various statements. In particular, the principle of legality pursuant to Art 18 B-VG, together with the requirement of determinacy, as well as the fundamental rights of freedom of ownership pursuant to Art 5 StGG and the principle of equality pursuant to Art 2 StGG and Art 7 B-VG are often considered to be violated. The entire regulatory construct of the 34th amendment to the StVO and the raised constitutional concerns are analyzed and clarified accordingly in this work. The new regulation is compared with the similar regulations already established in the neighboring countries Germany, Switzerland and Italy and their differences are highlighted. A potential avenue of legal remedy outlines the mandatory procedure for subjecting the new provisions to legal review by the Constitutional Court.vorgelegt von Constantin FruhmannDiplomarbeit Universität Graz 202