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Limina / Frieden – eine unbedingte Zusage : Über die Bedingungslosigkeit des Friedens nach Lk 10,5
Die Aussendung der 72 Jünger ist eine besondere Textpassage im Lukasevangelium, die die aktive Rolle Jesu bei der Bestimmung und Sendung der Boten betont. Ein zentraler Aspekt ist die Verkündigung des Friedens („Schalom“), der als unbedingtes Angebot Gottes an alle Menschen verstanden wird. Der Friedensgruß ist nicht an Bedingungen oder Vorleistungen geknüpft, sondern wird als Gabe Gottes an die Menschen verstanden. Dabei reflektiert die Verwendung der Begriffe (šālôm) und εἰρήνη (eirēnē) eine Entwicklung von einer materiellen Vorstellung von Wohlergehen hin zu einem umfassenden inneren und äußeren Heil. Lukas differenziert bewusst zwischen den 72 und den zwölf Aposteln, stellt jedoch heraus, dass beide Gruppen denselben Auftrag haben: die Verkündigung des Reiches Gottes und die Heilung der Kranken. Die Sendung erfolgt zu zweit, um glaubwürdige Zeugenschaft zu gewährleisten, während die Metaphern der Ernte und der Schafe unter den Wölfen die Dringlichkeit und Gefahr der Mission unterstreichen. Die Anweisungen zur Bedürfnislosigkeit und Gastfreundschaft spiegeln die Abhängigkeit der Boten von Gott wider und betonen die vollkommene Hingabe an die Sendung des Friedens. Der Frieden, den die Jünger bringen, bleibt auch dann bestehen, wenn er nicht angenommen wird, was seine unbedingte Gültigkeit und Unveräußerlichkeit unterstreicht.The sending of the 72 disciples is a special passage in the Gospel of Luke that emphasises the active role Jesus took in the selection and sending of the messengers. A central aspect in this narrative is the proclamation of peace (“shalom”) as an unconditional offer to all people by God. This peace greeting (and wishing) is given freely without condition or expectation – it is God’s gift to humanity. The expressions (šālôm) and εἰρήνη (eirēnē) reflect a shift from material dimensions of wellbeing to a comprehensive concept of internal and external salvation. Lukas deliberately distinguishes between the 72 and the 12 disciples but highlights their common mission: to proclaim the kingdom of God and to heal the sick. The messengers are sent out in pairs of witnesses to ensure credibility, while the metaphors of the harvest and the sheep among wolves point to the urgency and perilousness of their mission. The instructions to undertake their journey with humility and hospitality symbolise the messenger’s dependency on God and their complete commitment to spreading peace. A peace that remains and exists even when met with rejection – a peace that is unconditional and inalienable
Österr. Religionspädagogisches Forum / Rezension zu: Golde, Wissner: Glaube in der Krise. Die Bedeutung krisenhafter Erfahrungen für die religiöse Entwicklung junger Menschen. Eine religionspädagogische und religionspsychologische Studie, Münster / New York: Waxmann 2024 (Glaube – Wertebildung – Interreligiosität 31).
Imaginationen künstlicher Menschen : Interdisziplinäre Perspektiven auf zeitgenössische Romane und Filme / von Anne-Kathrin, Reulecke / Rekursionen : Künstliche Menschen im wissenschaftsgeschichtlichen Kontext des 19. Jahrhunderts (Babbage, Lovelace)
Der Beitrag analysiert Martina Clavadetschers Roman Die Erfindung des Ungehorsams (2021), der nicht nur von künstlichen Menschen handelt, sondern sich selbst als von einer Maschine produzierten Text inszeniert. Die Vision der Mathematikerin Ada Lovelace von einer sich selbst durch Sprache ermächtigenden Maschine erfüllt sich auf unerwartete Weise: Verschachtelte Erzählebenen führen von Ada im 18. Jahrhundert zum 20. Jahrhundert, in dem die chinesische Fabrikarbeiterin Ling eine lebendige Sexpuppe programmiert, die sich in der ersten Erzählerin Iris reinkarniert. Der Roman reflektiert als Phänomenologie seiner selbst seine eigene Künstlichkeit und erzeugt metatextuell neue mediengeschichtliche wie wissenschaftstheoretische Semiosen. Die anthropologische Grundfrage, was der Mensch sei, wird weder durch den Roman noch die nachfolgende Analyse beantwortet, sondern neu und vertieft gestellt.This article analyses Martina Clavadetscher's novel Die Erfindung des Ungehorsams (2021), which is not only about artificial humans, but also stages itself as a text produced by a machine. Mathematician Ada Lovelace's vision of a machine that empowers itself through language is realised in an unexpected way: Nested narrative levels lead from Ada in the 18th century to the 20th century, in which the Chinese factory worker Ling programmes a living sex doll that reincarnates in the first narrator Iris. As a phenomenology of itself, the novel reflects on its own artificiality and metatextually generates new semioses in terms of media history and scientific theory. The basic anthropological question of what a human being is is neither answered by the novel nor by the subsequent analysis, but is posed anew and in greater depth
ElFo - Elementarpädagogische Forschungsbeiträge / Der Einsatz lernunterstützender Fragearten in dyadischen Fachkraft-Kind-Interaktionen in der Kita in Abhängigkeit vom gewählten Regelspiel.
Zur Förderung kindlicher Kompetenzen (z. B. Geduld, Problemlösekompetenzen, Kommunikations-fähigkeit etc.) in der Kita eignen sich insbesondere Regelspiele, die in Fachkraft-Kind-Interaktionen gespielt werden. Es zeigt sich, dass gerade Spiele mit einer Problemstellung eine vertiefte kognitive Auseinandersetzung aufseiten des Kindes ermöglichen, bei der es Informationen vernetzt sowie kritisch, problemlösend und reflektierend denkt. Diese komplexen Denkprozesse können insbesondere durch von der Fachkraft an das Kind gerichtete Fragen ausgelöst werden und somit lernunterstützend wirken. Es wird daher in 19 Fachkraft-Kind-Interaktionen überprüft, inwiefern sich der Einsatz potenziell lernunterstützender Fragen in Abhängigkeit vom gewählten Regelspiel unterscheidet: Fachkräfte stellen in Regelspielen mit inhärenter Problemstellung signifikant mehr Fragen insgesamt sowie z. B. mehr Erklärungsfragen als in einem Glücksspiel, für dessen Gewinnen die Anwendung einer Strategie nicht zwingend erforderlich ist. Folglich scheint sich der Einsatz problembasierter Regelspiele zur lernunterstützenden Interaktionsgestaltung in Kitas zu eignen.To promote children's skills (e. g. patience, problem-solving skills, communication skills etc.) in ECEC, rule-based games played by a professional with children are suitable. It has been shown that games involving problem-solving in particular enable children to engage in deeper cognitive thinking by connecting information and thinking critically, reflectively, and in a problem-solving manner. Questions posed by the professional can stimulate complex thought processes in children, prompting them to make connections or form assumptions and thereby support learning. Therefore, 19 professional-child interactions are examined to determine the extent to which the use of potentially learning-supportive questions differs depending on the chosen rule-based game: Professionals ask significantly more questions overall in problem-based games and, for example, more explanatory questions than in competitive games of chance. Consequently, the use of problem-based games seems to be recommendable for learning-supportive interactions in ECEC
Studia linguistica romanica / A vuestra disposición – en torno al uso pragmático del posesivo vuestro en eldiscurso corporativo hispanoamericano
Previous research has evidenced the current use of the possessive vuestro as part of the paradigms of usted and ustedes in Argentina (Fontanella de Weinberg 1995-1996), Chile (Wagner 1996-1997), Uruguay (Bertolotti 2007, 2020) and Peru (Dankel & Gutiérrez Maté 2020, 2021). This paper starts from the hypothesis that vuestro serves as an alternative to the polysemic su in formal contexts. The study examines written business communication in Spanish American countries with the aim of checking the use of vuestro. A systematic search in company websites yielded more than seven hundred examples. The results show a strategic use of vuestro with both singular and plural referents in six countries and a progressively greater presence towards the Southern Cone
The relationship between the leadership style of the management in an early childhood education Institution and the team’s vision
Diese Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Führungsstil der Leitung in elementarpädagogischen Einrichtungen und Visionen im Team, mit dem Fokus auf den transformationalen und den transaktionalen Führungsstil. Der transformationale Führungsstil beeinflusst durch Inspiration, Motivation, Vorbildwirkung und Idealvorstellungen die Eigeninitiative und Innovationsbereitschaft der Teammitglieder, während der transaktionale Führungsstil auf Austauschprozesse mit klaren Zielvorgaben und Belohnungssystemen beruht (Ballaschk und Anders, 2015; Hoch et al., 2009). Eine quantitative Online-Befragung mit N = 702 Mitarbeitenden aus elementarpädagogischen Einrichtungen in Österreich, wobei Leitungskräfte ausgenommen waren, diente als Datengrundlage. Die Daten wurden auf Basis des Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ) zur Erhebung der Führungsstile (Felfe und Goihl, 2002) und des Teamklimainventars (TKI) zur Messung von Visionen im Team (Brodbeck et al., 2000), mittels Korrelations- und Regressionsanalysen, ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass nur der transformationale Führungsstil signifikant positiv mit Visionen im Team zusammenhängt. Dieser Führungsstil fördert ein positives Teamklima und stärkt die Orientierung an gemeinsamen Zielen (Grimm, 2024; Anders et al., 2021). Für die Praxis wird aufgrund der Ergebnisse die gezielte Förderung transformationaler Führungskompetenzen etwa durch spezialisierte Aus- und Weiterbildungsprogramme empfohlen, um Innovation, Teamzusammenhalt und Zielorientierung nachhaltig zu stärken (Anders und Oppermann, 2024). Abschließend wird zukünftige Forschung angeregt, die den Einfluss weiterer moderner Führungsstile auf die Weiterentwicklung elementarpädagogischer Einrichtungen untersucht.This master's thesis examines the relationship between the leadership styles of the head of an early childhood education centre and vision in the team, with a focus on the transformational and transactional leadership styles. The transformational leadership style strengthens team members' initiative and willingness to innovate through inspirational motivation and idealised influence, while the transactional leadership style is based on exchange processes with clear objectives and reward systems (Ballaschk and Anders, 2015; Hoch et al., 2009). A quantitative online survey with N = 702 employees from early childhood education centres in Austria, excluding leaders, served as the data basis. The data was analysed using correlation and regression analyses based on the Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ) to assess leadership styles (Felfe and Goihl, 2002) and the Team Climate Inventory (TKI) to measure visions in the team (Brodbeck et al., 2000). The results show that only the transformational leadership style is significantly positively related to vision in the team. This leadership style promotes a positive team climate and strengthens orientation towards common goals (Grimm, 2024; Anders et al., 2021). In practice, the targeted promotion of transformational leadership skills, for example through specialised training and further education programmes, is recommended in order to sustainably strengthen innovation, team cohesion and goal orientation (Anders and Oppermann, 2024). Finally, future research is suggested that investigates the influence of different leadership styles on the further development of early childhood education centres.Autorin: Doris AbujaMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
Authentic leadership in the context of generation z: critical analysis and recommendations for practice
Die Generation Z ist die aktuell jüngste Beschäftigten-Generation am österreichischen Arbeitsmarkt. Für Unternehmen gilt es, in Zeiten von demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen, diese für sich zu gewinnen und langfristig zu binden. Im Vergleich zu vorangegangen Generationen vertritt die Generation Z veränderte Werte und Erwartungen, woraus auch neue Ansprüche an die Führung resultieren. Traditionelle Führungskonzepte können diesen Ansprüchen nicht ausreichend gerecht werden, weshalb neue Ansätze für eine erfolgreiche Führung der Generation Z erforderlich sind. Daraus abgeleitet ergibt sich für diese Masterarbeit die Frage, welche Erwartungen die Generation Z an die Mitarbeiter*innenführung hat und wie diese mit authentischer Führung, einem modernen Führungskonzept, erfüllt werden können. Mittels einer umfassenden Literaturanalyse erfolgt zu Beginn eine kritische Auseinandersetzung mit der Generation Z, deren Charakteristika und Ansprüchen an die Arbeitswelt, um darauf aufbauend die zentralen Erwartungen an die Führung darzulegen. Des Weiteren wird das Konzept der authentischen Führung präsentiert. Im Zuge des praktischen und theoretischen Ansatzes jenes Führungskonzeptes werden auch das Authentic Leadership Characteristics Modell und die vier Komponenten authentischer Führung analysiert. Abschließend werden die Erwartungen der Generation Z in Verbindung mit der authentischen Führung gebracht und eruiert, ob, und wenn ja, wie dieses Führungskonzept den Ansprüchen gerecht werden kann. Dabei zeigt sich, dass authentische Führung in der Lage ist, eine Vielzahl der Erwartungen abzudecken und demnach durchaus Potenzial hat, die Generation Z erfolgreich zu führen. Zu beachten sind allerdings eine teilweise fehlende empirische Überprüfbarkeit von authentischer Führung und die Generationenvielfalt in Unternehmen.Generation Z is currently the youngest generation of employees on the Austrian labor market. In times of demographic and social change, it is important for companies to win and retain them in the long term. Compared to previous generations, Generation Z represents different values and expectations, which also results in new demands on leadership. Traditional leadership concepts cannot adequately meet these demands, which is why new approaches are required for the successful leadership of Generation Z. This leads to the question of what expectations Generation Z has of employee leadership and how these can be met with authentic leadership, a modern leadership concept. By means of a comprehensive literature analysis, a critical examination of Generation Z, its characteristics and demands on the world of work, is carried out at the beginning in order to present the central expectations of leadership based on this. Furthermore, the concept of authentic leadership is introduced. As part of the practical and theoretical approach to this leadership concept, the Authentic Leadership Characteristics Model and the four components of authentic leadership are also analyzed. Finally, the expectations of Generation Z are brought into connection with authentic leadership and it is determined whether, and if so, how this leadership concept meets the demands. This shows that authentic leadership is able to cover a wide range of expectations and therefore has the potential to lead Generation Z successfully. However, it is important to take into consideration that the empirical verifiability of authentic leadership is only partially established and that companies are characterized by a significant degree of generational diversity, which also requires attention.Fabian Tobias Eder, BAMasterarbeit Universität Graz 202
Handwritten text recognition and text reuse for digital editions using the example of two 17th century alchemical texts
Handschriftliche Quellen sind zentrale Zeugnisse für die Wissens- und Kulturgeschichte und unverzichtbar für die historischen Wissenschaften. Ihre digitale Erschließung durch Technologien wie die Handwritten Text Recognition (HTR) ermöglicht nicht nur nachhaltige Archivierung, sondern auch neue Forschungsansätze. Diese Arbeit widmet sich zwei Werken aus dem Bereich der Mythoalchemie des Alchemisten Michael Maier (1568/9–1622). Im Zentrum stehen das Manuskript „De Theosophia Aegyptiorum“ (= Theosophia) und das Druckwerk „Arcana Arcanissima“ (= Arcana). Zur Erschließung des Manuskripts wurde mit der Plattform Transkribus ein spezialisiertes HTR-Modell für Maiers Handschrift trainiert, mit dessen Hilfe ein vollständiges Transkript erstellt wurde. Die dabei gewonnenen Best Practices für das Modelltraining wurden mit Erkenntnissen aus der Forschungsliteratur verglichen. Das Transkript wurde als digitale Edition gemäß der Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) kodiert, um die strukturellen und semantischen Besonderheiten des Originals digital verfügbar zu machen. Zudem wurde mittels Text-Reuse-Detection (eine Methode des digitalen Textvergleichs) der Zusammenhang zwischen der Theosophia und den Arcana auf wortwörtlicher Ebene untersucht. Hierzu kamen die Python-Pakete text-matcher sowie CollateX zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen wörtliche Überschneidungen zwischen den Werken, deren Umfang jedoch begrenzt bleibt. Diese Erkenntnis ist erstaunlich, da die Theosophia als weit fortgeschrittener Entwurf der Arcana gilt und inhaltlich offensichtliche Parallelen bestehen. Gleichzeitig stellen die Ergebnisse die Forschung vor neue Fragen, zum Beispiel wie intertextuelle Zusammenhänge in frühneuzeitlichen Texten quantifiziert werden können, wenn es sich nicht um wörtliche Übereinstimmungen handelt. Diese Arbeit liefert mit der ersten digitalen Edition der Theosophia in XML-TEI und dem spezialisierten HTR-Modell eine Grundlage für die weitere Erschließung historischer Handschriften Maiers. Des Weiteren bietet sie methodische Impulse für die halbautomatisierte Transkription und Analyse frühneuzeitlicher Manuskriptentwürfe und intertextuell mit diesen in Verbindung stehenden Druckwerken sowie neue Ansätze zur Erforschung der Mythoalchemie in den Digitalen Geisteswissenschaften.Handwritten sources are central testimonies for the history of science and knowledge and thus indispensable historical records. Making them computer-processable by using technologies such as Handwritten Text Recognition (HTR) not only enables sustainable archiving, but also new research approaches. This thesis is dedicated to two works from the field of mythoalchemy by the early modern alchemist Michael Maier (1568/9-1622). At the centre are the manuscript ‘De Theosophia Aegyptiorum’ (= Theosophia) and the print work ‘Arcana Arcanissima’ (= Arcana). To make the manuscript accessible, a specialised HTR-model for Maier's hand was trained using the Transkribus platform, with the help of which a complete transcript was created. The resulting best practices for model training were compared with findings from the research literature. Furthermore, the transcript was encoded as a digital edition in accordance with the guidelines of the Text Encoding Initiative (TEI) in order to make the structural and semantic features of the original digitally available. In addition, the connection between the Theosophia and Arcana was analysed on a literal level using text reuse detection (a method for digital text comparison). The Python packages text-matcher and CollateX were used for this purpose. The results identify textual overlaps between the works on the word-level, although their scope is less than what one might expect given that the Theosophia is thought to be a late draft of the Arcana. At the same time, the results raise new research questions, such as how intertextual relationships between early modern texts can be quantified when they do not constitute literal matches. With the first digital edition of the Theosophia in XML-TEI and the HTR-model specialised on Maier’s hand, this thesis provides a basis for the further digitalisation of Maier's manuscripts. Furthermore, it offers methodological impulses for semi-automated transcription and analysis of the relationship between early modern handwritten drafts and print works related to them, as well as new approaches to researching mythoalchemy in the Digital Humanities.vorgelegt von Thomas Zangl, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Women as victims and perpetrators in the 19th and 20th centuries. Classic offenses committed on and by women
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich zum einen mit der strafrechtsgeschichtlichen Entwicklung geschlechtsspezifischer Delikte beginnend mit dem Strafgesetzbuch aus dem Jahre 1803 bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts. Dabei wird ein besonderer Fokus auf jene Delikte gelegt, die ausschließlich von Frauen begangen werden oder umgekehrt speziell an Frauen verübt werden.Zum anderen wird das Thema Frauenkriminalität aufgegriffen und verschiedene Erklärungsansätze bezüglich der Ursachen der Kriminalität des weiblichen Geschlechts untersucht, sowie die Frage behandelt, ob Frauen vor den strafrechtlichen Kontrollsystemen eine andere Behandlung erfahren als männliche Straffällige und ob die Anzahl an straffällig gewordenen Frauen tendenziell geringer ausfällt, als die der männlichen Delinquenten.Darüber hinaus wird auch die rechtsgeschichtliche Entwicklung des österreichischen Strafprozessrechts vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis hin zur Entstehung der Strafprozessordnung 1975 zusammenfassend dargestellt.Beendet wird diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem kurzen rechtshistorischen Abriss des Strafvollzugs in Österreich und werden im Speziellen die Besonderheiten des Strafvollzugs an Frauen einer abschließenden Betrachtung unterzogen.This thesis deals, on the one hand, with the legal-historical development of gender-specific offenses, starting with the crimnal law of 1803 and extending to the end of the 20th century. Special focus is placed on offenses, that are either exclusively committed by women or specifically perpetrated against women. On the other hand, the topic of female crime rate is explored, examining various explanatory approaches to the causes of criminal behavior of women, and investigating whether women receive different treatment within the criminal justice systems compared to male offenders, as well as whether the number of female offenders is generally lower than that of male delinquents.Furthermore, the legal-historical development of Austrian criminal procedure law from the early 19th century to the creation of the Code of Criminal Procedure in 1975 is summarized.This scientific discussion concludes with a brief legal-historical overview of the penal system in Austria, with a particular focus on the specific aspects of the penal system as it pertains to women.vorgelegt von Nadine GrünwaldDiplomarbeit Universität Graz 202
Herausforderungen in der multilingualen Sprachentwicklung und dem Spracherwerb
In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Förderung von Mehrsprachigkeit und der Überwindung sprachlicher Barrieren, um eine erfolgreiche Integration von Migranten und Migrantinnen sowie Zuwanderer und Zuwanderinnen zu ermöglichen. Die Vielfalt an Herkunftsländern, Altersgruppen und Bildungsständen stellt besondere Herausforderungen für den Spracherwerb dar. Auch die unterschiedlichen Gründe für die Migration, sei es aufgrund von Kriegen, wirtschaftlicher Not oder anderen Faktoren, beeinflussen die Sprachentwicklung der betroffenen Personen. In Anbetracht dieser Gegebenheiten wird untersucht, welche Methoden und Ansätze effektiv zur Unterstützung der Sprachentwicklung eingesetzt werden können.Die Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Herausforderungen zu identifizieren, mit denen mehrsprachige Lernende konfrontiert sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den spezifischen Bedürfnissen und Strategien, die zur Förderung der Sprachkompetenz entwickelt werden können. Dabei werden wissenschaftliche Perspektiven aus verschiedenen Bereichen – wie Linguistik, Psychologie und Pädagogik – miteinander verbunden, um ein umfassendes Verständnis für den Prozess des Zweitspracherwerbs zu entwickeln.Neben der Analyse von Literatur und theoretischen Konzepten wird durch Experteninterviews mit DeutschtrainerInnen praktische Einblicke in die Realität des Sprachunterrichts und der Sprachförderung gewonnen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen dazu beitragen, die Effizienz von Sprachfördermaßnahmen zu verbessern und die Integration von Migranten und Migrantinnen sowie Zuwanderer und Zuwanderinnen zu erleichtern.This study focuses on promoting multilingualism and overcoming language barriers to support the successful integration of migrants and immigrants. It looks at the challenges that arise from learners' different countries of origin, age groups, and education levels, as well as the various reasons for migration, such as war, work, or other personal situations. These factors have a different impact on language development.The research aims to identify the main difficulties learners face when learning a new language and to find strategies that can help improve their language skills. It brings together insights from different fields, including linguistics, psychology, and education, to better understand how people acquire a second language.In addition to reviewing existing research, the study gathers practical insights through interviews with German language teachers. The goal is to improve methods of language support and make the integration process easier for migrants and immigrants. The findings are expected to offer useful suggestions for better language teaching and learning techniques.Alaa Ibrahim, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc