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Is health-promoting Leadership meaningful? : The effect of meaningful work and health-promoting leadership on work engagement, recovery and strain
In der heutigen Arbeitswelt, geprägt von steigendem Zeitdruck und Arbeitsüberlastung, gewinnen psychische Gesundheit, Arbeitsengagement oder erlebte Sinnhaftigkeit in der Arbeit zunehmend an Bedeutung. Sinnhaftigkeit kann zu mehr Engagement, Gesundheit und Zufriedenheit führen. Da es kaum Studien zum Zusammenhang von erlebter Sinnhaftigkeit und gesundheitsförderlicher Führung gibt, untersucht die vorliegende Studie den moderierenden Einfluss von gesundheitsförderlicher Führung auf den Zusammenhang zwischen Sinnerleben in der Arbeit, Arbeitsengagement, Erholung und Beanspruchung von Mitarbeiter:innen. Im Mai 2024 wurden im Rahmen einer Onlinestudie 182 Personen aus Österreich befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass erlebte Sinnhaftigkeit der Arbeit positiv mit Arbeitsengagement und Erholung und negativ mit Beanspruchung zusammenhängt. Gesundheitsförderliche Führung moderiert den Zusammenhang zwischen erlebter Sinnhaftigkeit und der Beanspruchung, wobei die Ergebnisse dieser Untersuchung darauf hindeuten, dass gesundheitsförderliche Führung als Art Puffer gegen Beanspruchung dient, wenn Mitarbeiter:innen wenig Sinnerleben verspüren. Ebenfalls moderierte gesundheitsförderliche Führung den Zusammenhang zwischen Zugehörigkeit, einer Facette von erlebter Sinnhaftigkeit, und dem Arbeitsengagement. Dies deutet darauf hin, dass bei gesunder Führung Mitarbeiter:innen das soziale Setting, in dem sie sich befinden, mehr wahrnehmen und dadurch mehr Engagement in ihrer Arbeit zeigen. Gesundheitsförderliche Führung moderierte hingegeben den Effekt auf Erholung nicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass gesundheitsförderliche Führung einen positiven Einfluss auf das Sinnerleben der Mitarbeiter:innen hat, indem es einen Rahmen schafft, der die Wahrnehmung von Sinnhaftigkeit in der Arbeit fördert.In today’s working world, characterized by increasing time pressure and workloads, mental health, work engagement, and meaningful work are becoming increasingly important. Meaningful work can enhance employee commitment, health, and satisfaction. This study investigates the moderating influence of health-promoting leadership on the relationship between meaningful work and employees’ work engagement, recovery, and strain. An online survey of 182 employees in Austria was conducted in May 2024. Results showed that meaningful work was positively associated with work engagement and recovery and negatively with strain. Health-promoting leadership also moderated the relationship between perceived meaningfulness and strain. The results indicate that health-promoting leadership serves as a kind of buffer against stress, when employees feel little sense of meaning. Health-promoting leadership also moderated the relationship between belonging, a facet of perceived meaning at work, and work engagement. This indicates that with health promoting leadership, employees are more aware of their social setting and thus show more commitment to their work. However, it did not moderate the relationship between meaningful work and recovery. In summary, health-promoting leadership positively influences employees’ experience of meaningful work by creating a supportive framework for perceiving meaning.vorgelegt von: Thomas Kohlbacher, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Chatbot or employee - does it matter? Exploring the impact of empathy on customer participation in service recovery
Künstliche Intelligenz (KI) schreitet voran und entwickelt immer komplexere Fähigkeiten wie künstliche Empathie. Menschliche und künstliche Empathie umfassen das Erkennen, Ableiten und Reagieren auf die affektiven und inneren Zustände einer anderen Person. Ein prominentes Beispiel für die Anwendung von KI im Dienstleistungskontext sind Chatbots, die im Bereich des Kundensupports weit verbreitet sind. Vor dem Hintergrund, dass menschliche Empathie als grundlegender Aspekt in sozialen Interaktionen gilt, wurde künstliche Empathie zu einem wichtigen Merkmal in der Entwicklung von KI als auch in Interaktionen zwischen Menschen und Maschinen. Aufgrund ihres interaktiven Charakters und ihrer Komplexität sind Services wie Kundensupport jedoch fehleranfällig, beinhalten emotionale Situationen und erfordern nach wie vor menschliche Mitarbeiter:innen. Insbesondere bei Versagen von Services können Empathie als auch Kundenbeteiligung an Service Recovery zu Kundenzufriedenheit und -loyalität führen. Da Empathie auf Fürsorge und Besorgnis schließen lässt und zu reziproken Handlungen führt, stellt sich die Frage, inwieweit Empathie die Kundenbeteiligung in Service Recovery fördern kann. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Frage, welche Rolle die Identität von Service Mitarbeiter:innen in dieser Beziehung spielt und ob sich Unterschiede ergeben, wenn Empathie von einem Menschen oder einem Chatbot demonstriert wird. Ein 2x2 (hohe Empathie vs. geringe Empathie x menschliche vs. künstliche Identität) szenario-basiertes Experiment wurde durchgeführt, um diese Beziehung näher zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Korrelation zwischen Empathie und Kundenbeteiligung und unterstreichen demnach die Bedeutung von Empathie in der untersuchten Beziehung. Darüber hinaus zeigten die Ergebnisse, dass Vertrauen und die menschliche Identität der Servicemitarbeiter:innen relevant für Kundenbeteiligung in Service Recovery sind.Artificial Intelligence (AI) is on the rise and developing increasingly sophisticated capabilities such as artificial empathy. Like human empathy, it encompasses the recognition, inference and response to another person’s affective and internal states. A prominent example for the application of AI in a services context are chatbots, which are widely used in the domain of customer support. Against the backdrop of human empathy being considered a fundamental cornerstone in social interactions, artificial empathy emerged as an important design feature in the development of human-like AI agents and human-computer interactions. However, drawing from its interactive nature and complexity, high-touch services such as customer support are prone to error, often entail emotionally charged situations and are still considered to require human employees to be involved. In particular regarding service failures, the human distinctive of empathy as well as customer participation in service recovery measures yield positive outcomes such as customer satisfaction and loyalty. As empathy can indicate caring and concern leading to reciprocal actions, the question emerges to what extent a demonstration of empathy can foster customer value co-creation behavior in service recovery. A further aspect of interest was the role of a service representatives’ identity in this relationship and if differences emerge between empathy being demonstrated by a human employee or by an AI-driven chatbot. A 2x2 (high empathy vs low empathy x human vs artificial identity) between subject scenario-based experiment was conducted to investigate this relationship. Results showed a high correlation between empathy and value co-creation behaviors highlighting its importance in the investigated relationship. Furthermore, findings revealed that trust and service representative identity are relevant antecedents for customer participation behavior in service recovery.Cornelia Stephanie Laserer, BSc. MSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 65-78Masterarbeit Universität Graz 202
Music and language : the potential of music in an English language classroom
Die Einbindung musikbasierter Übungen in den Englischunterricht kann die Lernergebnisse und das Klassenklima auf vielfältige Weise beeinflussen. Während Schön et al. (2008) eine Verbesserung der Merkfähigkeit feststellen und Rainey und Larson (2002) eine gesteigerte Abrufbarkeit des Gelernten beobachten, dokumentieren andere wie Racette and Peretz (2007, S. 242-253) negative Auswirkungen der Methode. Um herauszufinden, wie musikbasiertes Sprachenlernen auf jugendliche Schüler wirkt und ob die Einbindung ähnlicher Aufgaben sinnvoll ist, wurden zwei Unterrichtseinheiten mit einem musikbezogenen Ansatz durchgeführt. Während die eine Unterrichtseinheit die Verbesserung der Grammatik (Zeiten) zum Ziel hat, konzentriert sich die zweite auf den Wortschatzerwerb. Ein am Ende der Unterrichtseinheiten vorgelegter Fragebogen soll die Frage beantworten, ob musikbasierter Sprachunterricht regelmäßig in den Unterricht integriert werden sollte.Die Ergebnisse zeigten überwiegend positive Rückmeldungen und deuteten darauf hin, dass viele Teilnehmer große Vorteile in der Methode sahen. Einige Lernende äußerten jedoch ihre Abneigung gegenüber dem musikbasierten Sprachenlernen und gaben an, dass sie nur wenige oder keine Lernvorteile festgestellt hätten. Daher empfiehlt die Studie, eine zu häufige Einbindung solcher Aufgaben zu vermeiden. Es lässt sich zudem nicht mit Sicherheit feststellen, ob das musikbasierte Sprachenlernen, wie es in dieser Studie angewandt wurde, zu langfristigen Verbesserungen führt, da nur zwei Unterrichtseinheiten innerhalb einer Woche analysiert wurden. Die durchweg positiven Ergebnisse in Bezug auf die Motivation der Schüler und deren Veränderung von Lerngewohnheiten deuten jedoch darauf hin, dass langfristige Verbesserungen im Sprachenlernen wahrscheinlich sind. Um diese Annahme zu überprüfen, ist eine Langzeitstudie erforderlich.Die Ergebnisse stehen insgesamt im Einklang mit der im theoretischen Teil der Arbeit diskutierten Literatur, die im Kapitel „Ergebnisse“ ausführlich behandelt wird. Neben der Untermauerung bestehender Literatur verfolgt die Studie das Ziel, Sprachlehrer bei der Anwendung der Methode zu unterstützen, indem sie zwei einfache, aber effektive Unterrichtspläne bereitstellt.Incorporating music-based exercises in an English language classroom can affect the learning outcome and the classroom environment in a plethora of different ways. While Schön et al. (2008) claims an improvement in memorization and Rainey and Larson (2002) observed enhanced recall of what has been learned, others such as Racette and Peretz (2007, pp. 242-253) have recorded negative influence of the method. In order to conclude how music-based language learning affects adolescent students and whether an incorporation of similar tasks is beneficial, two lessons using a music-related language learning approach have been conducted. While one lesson has its main goal in the improvement of grammar (tenses), the second lesson focuses on vocabulary acquisition. A questionnaire, which was presented at the end of the lessons aims to answer the question if music-based language lessons should be incorporated on a more regular basis. The results showed rather positive results and suggested that many observed great benefits from the method. However, some learners expressed their dislike about music-based language learning and added that there was very little or no learning benefit. Therefore, the study recommends that a too frequent incorporation of such tasks is not advisable. It is also not possible to conclude with certainty whether music-based language learning as presented in this study leads to any long-term improvements, as only two lessons within a week were analyzed. However, the overly positive results the lessons have scored concerning to students’ motivational levels and their changes of habits suggest that long-term language improvements are likely. In order to prove this claim, a longitudinal study is needed. The results overall align with literature discussed in the theory part of the thesis which is discussed in great detail in the chapter ‘results’. Besides underlining existing literature, the aim of the study is to support language teachers to apply the method by providing two lesson plans, which are simple yet effective.vorgelegt von Thomas ThurnerLiteraturverzeichnis: Blätter [88-94]Masterarbeit Universität Graz 202
The freudo-lacanian field of psychoanalysis and the ideology of transhumanism
Transhumanistische Diskurse streben die Überwindung biologischer, kognitiver undexistenzieller Grenzen des Menschen durch moderne Technologien wie Biotechnologie undGehirn-Computer-Schnittstellen an. Ziel ist es, Krankheit, Altern und Tod zu überwinden undeine technologisch optimierte Existenzform zu schaffen, die den bisherigen Menschentranszendiert. Der Mensch wird dabei als veränderbares und optimierbares Objekt statt alsSubjekt begriffen. Diese Arbeit analysiert den Transhumanismus ideologiekritisch, untersuchtdas veränderte Verhältnis von Subjekt und Objekt, sowie die dahinterliegenden ideologischenMechanismen.Die zentrale Hypothese lautet, dass der Transhumanismus das Reale im psychoanalytischenSinne verdrängt und den Menschen zunehmend als Objekt konzipiert. Ausgehend von derfreudo-lacanschen Psychoanalyse wird gezeigt, wie das Subjekt im transhumanistischenDenken durch die Vorstellung radikaler Optimierbarkeit verdrängt wird. Zentral ist dabeiLacans Konzept des Realen, das als unkontrollierbares Moment jeder vollständigenRationalisierung und Technologisierung erscheint. Während die Psychoanalyse das Reale alsWiderstand gegen die Totalisierung des Subjekts anerkennt, versucht der Transhumanismus,diese Unkontrollierbarkeit auszublenden.Obwohl der Transhumanismus bereits aus theologischer, politischer oder ethisch-moralischerPerspektive analysiert wurde, ist meines Wissens eine philosophisch-psychoanalytischeAnalyse nicht vorhanden. Diese Arbeit versucht einen Beitrag zur Erforschung desTranshumanismus zu leisten, indem sie erörtert, inwiefern das freudo-lacansche Feld dieIdeologie des Transhumanismus bezüglich des Subjekts beleuchten kann. Sie hinterfragt, wiemoderne Technologien den Menschen objektivieren und welche Aspekte des Menschlichendabei verdrängt werden und plädiert dafür, den Menschen als bewusstes, fühlendes undkomplexes Subjekt zu begreifen.Transhumanist discourses aim at overcoming the biological, cognitive, and existential limitsof humanity through modern technologies such as biotechnology and brain-computerinterfaces. The goal is to overcome illness, aging, and death, and to create a technologicallyoptimized form of existence that transcends the current human being. In this perspective,humans are regarded as modifiable and optimizable objects rather than as subjects.This work analyzes transhumanism from an ideological-critical perspective, examining thealtered relationship between subject and object as well as the underlying ideologicalmechanisms. The central hypothesis is that transhumanism displaces the Real in thepsychoanalytic sense and increasingly conceptualizes humans as objects. Based on Freudo-Lacanian psychoanalysis, it is shown how the subject is displaced in transhumanist thought bythe idea of radical optimizability. Central to this is Lacan;s concept of the Real, which appearsas an uncontrollable moment of complete rationalization and technologization. Whilepsychoanalysis recognizes the Real as a resistance against the totalization of the subject,transhumanism attempts to obscure this uncontrollability.Although transhumanism has already been analyzed from theological, political, or moral-ethical perspectives, to my knowledge a philosophical-psychoanalytic analysis does not exist.This work seeks to contribute to the exploration of transhumanism by examining to whatextent the Freudo-Lacanian field can shed light on transhumanisms ideology regarding thesubject. It questions how modern technologies objectify humans, which aspects of humanityare displaced in the process, and advocates for understanding humans as conscious, feeling,and complex beings – as subjects.vorgelegt von Yigitcan Toker (BA)Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
“Nutritional behavior that improves health” as a subject at higher schools for economic professions with a focus on “nutrition” in Austria : a semester plan from a competence-oriented perspective using the example of green pedagogy for the 7th semester
Problemstellung: Die Ernährungskompetenz der österreichischen Bevölkerung weist einen Rücklauf vor. Die Zahlen, der an Adipositas leidenden Personen, steigt und trotz dem erkannten Potential der Wissensvermittlung in Bildungseinrichtungen fehlen oft die Ressourcen, in Form einer Bereitstellung von mehr Stunden im Lernfeld Ernährung, sowie eine Umstrukturierung des Unterrichts und ggf. eine Anpassung des Lehrplans, mit Einflüssen durch die „Grünen Pädagogik“. Diese Erwartung besteht vor allem an den höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe in Österreich. Die Arbeit soll durch eine Erprobung eines erarbeiteten Semesterplans an der HLW/FW Deutschlandsberg, im Ernährungs- und Gesundheitslehre Unterricht, die Relevanz dahingehend aufzeigen. Methodik: Es wurde eine umfassende Literaturrecherche, die Erarbeitung und Planung eines Semesters inklusive Unterrichtsmaterialien erstellt und eine Fragebogenevaluierung durchgeführt. Um die Notwendigkeit eines anderen methodischen Schwerpunkts im Lernfeld Ernährung und den Bedarf an mehr Stunden, sowohl im theoretischen Unterricht, als auch für die praktische Anwendung der Inhalte, zu untersuchen. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Evaluierung heben die Notwendigkeit einer Erweiterung des Lernfelds Ernährung und der „Grünen Pädagogik“ hervor. Die Einflüsse durch die Sozialen Medien stellen zugleich eine Herausforderung und ein Potential zur Wissensvermittlung dar. Zu betonen ist, dass eine erhöhte Anzahl an Stunden in Theorie und Praxis eine Möglichkeit bieten Inhalte nachhaltiger zu lernen. Der Bildungsort Schule ist für die Erhöhung der Ernährungskompetenz der Schülerinnen und Schüler entscheidend. Schlussfolgerung: Eine zukünftige Erweiterung der Stunden im Lernfeld Ernährung und der Einbau der Grundsätze der „Grünen Pädagogik“ an höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe in Österreich versprechen eine Steigerung der Ernährungskompetenz der Schülerinnen und Schüler. Sie könnten folglich Einfluss auf deren Gesundheit haben. Die genannten Ergebnisse lassen Parallelen zur Relevanz im gesamten Schulsystem in Österreich erkennen.Problem: The nutritional competence of the Austrian population is decreasing and there are many people suffering from obesity. Despite the recognized potential of knowledge transfer in educational institutions, there are often no resources for more teaching hours for learning in the field of nutrition. As well as a restructuring of teaching and the curriculum, with influences from “green pedagogy”. This expectation exists above all at the secondary schools for economic professions in Austria. The work is intended to demonstrate the relevance of this, by testing a developed semester plan at the HLW/FW Deutschlandsberg in nutrition and health teaching. Methods: A comprehensive literature research and the preparation besides planning of a semester, including teaching materials and a questionnaire evaluation, were devel-oped. This research aimed to explore the requirement for a revised methodological ap-proach in the field of nutrition education. To examine the need for a different methodological focus in the learning field of nutrition and the need for more teaching hours, both in theoretical lessons and for the practical application of the content.Results: The results of the evaluation highlight the need to expand the learning field of nutrition and “green pedagogy”. The influences of social media represent both a challenge and a potential for knowledge transfer. The results show that more hours in theory and practice offer an opportunity to learn content more sustainably. School as a place of education is crucial for increasing pupils' nutritional competence. Conclusion: A future expansion of lessons in the field of nutrition and the incorporation of the principles of “green pedagogy” at secondary schools for business professions in Austria promise to increase pupils' nutritional competence. They could therefore have an impact on their health. The results mentioned show parallels to the relevance in the entire school system in Austria.Kathrin Strametz, BEdMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Experiment design of a household-mobility-budget with gamification in rural areas
Der österreichische Verkehrssektor ist eine der Hauptquellen von Treibhausgasen. Im Jahr 2022 sind die Emissionen aus dem Personenverkehr im Vergleich zum Referenzjahr 1990 weiter an und tragen nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zum Klimawandel. Der Modal Split in Österreich zeigt auch eine übermäßige Nutzung des motorisierten Individualverkehrs, insbesondere in ländlichen Regionen. Daher sind dringend Maßnahmen erforderlich, um die nationalen und bundesweiten Klimaziele zu erreichen. Dies erfordert bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Förderung der Suffizienz, insbesondere in ländlichen Regionen, wo es keine ausreichenden Alternativen gibt. Zudem klafft eine Lücke zwischen dem Bewusstsein für den Klimawandel und seine Auswirkungen und dem tatsächlichen Verhalten der Menschen, was dazu führt, dass sich die Mobilitätsmuster nicht entsprechend ändern. Sogenannte Mobilitätsbudgets haben sich als vielversprechende Instrumente erwiesen, um das Bewusstsein zu schärfen und zu versuchen diese Lücke zu schließen. Das Konzept eines Mobilitätsbudget besteht darin, die Daten aller Verkehrswege personalisiert zu erfassen, monetär zu bewerten und den Nutzer:innen als Mobilitätsbudget auszuweisen. Gepaart mit individualisierten Reduktionszielen für die Nutzer:innen und Gamification auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer:innen, kann die intrinsische Motivation der Teilnehmer:innen ausgelöst werden und dazu führen, nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch deren Mobilitätsverhalten zu verändern. Diese Arbeit schlägt ein experimentelles Design für ein Mobilitätsbudget auf Haushaltsebene vor, welches Mobilitätsverhalten ganzer Haushalte erfasst, die damit verbundenen sozialen Kosten identifiziert und Anreize für langfristige Verhaltensänderungen durch Gamification schafft. Sozioökonomische als auch räumliche Faktoren werden berücksichtigt, um faire und realistische Reduktionsziele und damit angepasste Mobilitätsbudgets zu erstellen. Erfahrungswerte und Theorien zur Verhaltensänderung werden von Expert:innen in Interviews bewertet. Abschließend wird ein Versuchsplan vorgestellt, der sich mit der Umsetzung und Erprobung eines Haushalts-Mobilitätsbudgets in ländlichen Regionen und die Möglichkeit einer langfristigen Verhaltensänderung befasst.The Austrian transport sector is one of the main sources of greenhouse gases. In 2022, emissions from passenger transport were still increasing compared to the reference year 1990 and still play a major role in contributing to climate change. Austria’s modal split also indicates an excessive use of motorised private transport, especially in rural regions. Therefore urgent measures are needed to achieve the national and federal climate targets. This requires awareness-raising measures to promote sufficiency, especially in rural regions where there are insufficient alternatives. Additionally there is a gap between awareness of climate change and its effects and people’s actual behaviour, which means that mobility patterns are not changing accordingly. So-called mobility budgets have proven as promising instruments in order to raise awareness and attempt to close this gap. The concept of a mobility budget is to record the data of all transport routes in a personalised manner which further is evaluated in monetary terms and then mapped out for users as a mobility budget. Paired with individualized reduction targets for users and tailored gamification to the individual needs of users, intrinsic motivation of participants can be triggered and lead to saving not only costs but also changing participants mobility behaviour. This thesis proposes an experimental design of a mobility budget on household level, that records the mobility patterns of whole households, identifies the associated social costs and creates incentives for long-term behavioural changes through gamification. Both socio-economic as well as spatial factors are taken into account in order to create fair and realistic reduction targets and therefore adapted mobility budgets. The factors to be considered in the development of a household mobility budget, empirical values and theories on behavioural change are evaluated by experts in interviews. Finally, an experimental design is presented that deals with the implementation and testing of a household mobility budget in rural regions and the possibility of long-term behavioural change.Julia Paar, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Sprachkulturen / Braese, Stephan ; Waldschmidt, Christine / Mehrsprachigkeit in der Ghettoliteratur
Der Beitrag widmet sich verschiedenen Formen textinterner Mehrsprachigkeit in ausgewählten Beispielen der Ghettoliteratur. Im Unterschied zur bisherigen Forschung gilt der Fokus dabei der Frage nach den selbstreferenziellen und metapoetischen Implikationen literarischer Multilingualität. Es wird der These nachgegangen, dass sich die spezifische Literarisierung von Mehrsprachigkeit auch als implizite Reflexion auf die den Texten immanenten Konzeptionen ‚jüdischer‘ Literatur erweist.The article deals with various forms of multilingualism in selected examples of ghetto literature. In contrast to previous research, the focus lies on the self-referential and metapoetic implications of literary multilingualism. The article pursues the thesis that the specific literarization of multilingualism presents an implicit reflection on the conceptions of ‘Jewish’ literature inherent in the texts.Version of recor