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Room for Rights : the urgent need for minimum living-space requirements under international human rights law
Diese Diplomarbeit widmet sich der Untersuchung von Mindestwohnflächenstandards im Kontext des internationalen Menschenrechts, insbesondere im Spannungsfeld von Überbelegung und sozialer Ungleichheit. Vor dem Hintergrund zunehmender globaler Spaltung und Ungleichheiten in denen luxuriöse Wohnverhältnisse einerseits und prekäre Wohnsituationen andererseits nebeneinander bestehen, gewinnt die Frage nach menschenwürdigem Wohnraum zunehmend an Relevanz. Mindeststandards für Wohnflächen sind dabei nicht lediglich technische Normgrößen, sondern berühren zentrale Aspekte der Menschenwürde sowie die Ausübung weiterer fundamentaler Menschenrechte.Ziel der Arbeit ist es, die rechtliche Verankerung solcher Standards im internationalen Menschenrechtsschutz systematisch zu analysieren und deren Bedeutung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen herauszuarbeiten. Im Zentrum steht die detaillierte Untersuchung dreier spezifischer Gruppen, Inhaftierte, Migrantinnen und Arbeiterinnen, die im Rahmen internationaler Rechtsinstrumente bereits Anspruch auf Mindeststandards hinsichtlich des Wohnraums erlangt haben. Neben der Darstellung einschlägiger rechtlicher Bestimmungen werden auch deren historische Entwicklung sowie die normative und praktische Notwendigkeit dieser Regelungen für die genannten Gruppen beleuchtet. Eine anschließende vergleichende Analyse der strukturellen und rechtlichen Gemeinsamkeiten dieser Gruppen dient der kritischen Reflexion darüber, weshalb gerade sie, und nicht andere Gruppen, bislang in den Genuss solcher Schutzstandards gekommen sind.Darauf aufbauend differenziert die Arbeit zwischen verschiedenen Personengruppen: jenen, die dringend auf Mindestwohnflächen angewiesen sind, da sie ihren Wohnraum nicht frei wählen oder gestalten dürfen; jenen, die aus kulturellen, ökologischen oder politischen Gründen freiwillig in kleineren Wohnverhältnissen leben; sowie vulnerablen Bevölkerungsgruppen, die strukturell von angemessenem Wohnraum ausgeschlossen bleiben, obwohl sie diesen dringend benötigen könnten. Diese Differenzierung erlaubt eine nuancierte Betrachtung der sozialen und rechtlichen Implikationen möglicher Mindeststandards. Methodisch basiert die Arbeit auf einer rechtswissenschaftlichen Analyse internationaler Dokumente und wird durch interdisziplinäre Perspektiven aus Politik-, Wirtschafts-, Gesundheits- und Sozialwissenschaften ergänzt. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen von Überbelegung und unzureichender Wohnfläche auf physische Gesundheit, psychische Stabilität und soziale Teilhabe betrachtet.Im Verlauf der Untersuchung wird die Komplexität einer global konsensfähigen Definition von Mindestwohnflächenstandards deutlich. Die Arbeit plädiert für eine stärkere rechtliche Verankerung solcher Standards im internationalen Menschenrechts-Schutz, wobei die Wahrung der Menschenwürde im Zentrum der Überlegungen stehen muss. Abschließend wird argumentiert, dass eine verbindliche Festlegung nur durch die Einbindung multidisziplinärer Expertise gelingen kann. Eine solche Definition könnte, bei globaler Implementierung, einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Überbelegung leisten und Wohnraum als fundamentales Menschenrecht für alle Menschen wirksam absichern.This thesis explores minimum living space standards within the framework of international law, particularly in the context of human rights, overcrowding and social inequality. Against the backdrop of growing global disparities, where luxurious living conditions coexist with precarious housing situations, the question of dignified housing is gaining increasing relevance. Minimum space standards are not merely technical benchmarks. They touch upon core aspects of human dignity and the exercise of other fundamental human rights.The aim of this study is to systematically analyze the legal anchoring of such standards in international human rights protection and to highlight their significance for disadvantaged population groups. At the heart of the analysis is a detailed examination of three specific groups, prisoners, migrants and workers, who, under international law, have already attained minimum living standards. In addition to outlining relevant legal provisions, the thesis also examines their historical development, as well as the normative and practical necessity of these regulations for the groups in question. A subsequent comparative analysis of the structural and legal commonalities among these groups serves as a critical reflection on why they, and not others, have thus far benefited from such protective standards.Building on this groundwork, the thesis differentiates between various population groups: those who are urgently dependent on minimum living space standards due to the inability to freely choose or shape their living environment; those who voluntarily live in smaller spaces for cultural, ecological, political or other reasons; and vulnerable groups who are structurally excluded from adequate living space standards despite their pressing need. This differentiation allows for a nuanced consideration of the social and legal implications of potential minimum living standards.Methodologically, the thesis is based on a legal analysis of international documents and is enriched by interdisciplinary perspectives from political science, economics, public health, and social sciences. Furthermore, it examines the effects of overcrowding and insufficient living space on physical health, psychological stability, and social participation.Throughout the investigation, the complexity of establishing a globally consensual definition of minimum housing space standards becomes evident. The thesis advocates for a stronger legal embedding of such standards within international human rights protection, with the preservation of human dignity at the core of all considerations. It concludes that a binding definition can only be achieved through the integration of multidisciplinary expertise. If implemented globally, such a definition could make a decisive contribution to combating overcrowding and securing housing as a fundamental human right for all.eingereicht von Larissa LeyDiplomarbeit Universität Graz 202
Tax-based valuation standards for equity holdings from a business valuation perspective
Die Masterarbeit untersucht die steuerrechtlichen Wertmaßstäbe Teilwert, gemeiner Wert und Verkehrswert aus betriebswirtschaftlicher Perspektive und ordnet sie im Rahmen der Beteiligungsbewertung systematisch in die moderne Bewertungslehre ein. In Rechtsprechung und Literatur besteht bislang keine einheitliche Auffassung darüber, wie diese drei Normwerte im Rahmen einer Unternehmensbewertung konkret zu ermitteln sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und inwieweit die etablierten Bewertungsmaßstäbe der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis mit den steuerrechtlichen Vorgaben in Einklang stehen. Zur Klärung werden zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen und die konzeptionelle Herleitung der einzelnen Wertmaßstäbe untersucht. Dabei stehen im Besonderen die Bewertungszwecke bzw. Wertmaßstäbe des aktuell gültigen Fachgutachtens zur Unternehmensbewertung KFS/BW 1 2014 sowie dessen Neufassungsentwurf im Fokus. Es wurde herausgearbeitet, dass der Teilwert ein subjektiv geprägter Gebrauchswert ist, der auf dem Nutzen basiert, den das bilanzierende Unternehmen unter Fortführungsannahme aus dem Wirtschaftsgut zieht. Der gemeine Wert hingegen orientiert sich am objektivierten Tauschwert und zielt auf den potenziellen Marktpreis ab, der bei einer fiktiven Veräußerung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbar wäre. Er entspricht dem betriebswirtschaftlichen Marktwert. Die Arbeit ergibt, dass auch der Verkehrswert als Tauschwert verstanden werden kann, der aus der Perspektive eines abstrakten Bewertungssubjekts zu ermitteln ist. Auch er entspricht somit am ehesten einem betriebswirtschaftlichen Marktwert. Im Ergebnis können alle drei steuerlichen Wertmaßstäbe einem in der Bewertungspraxis etablierten Wertmaßstab zugeordnet werden. Unterschiedliche rechtliche Vorgaben verlangen jedoch die Anpassung gewisser Bewertungsfaktoren abweichend von den in den Fachgutachten vorgesehenen Standardprämissen.This master's thesis examines the tax-based valuation standards Teilwert, gemeiner Wert, and Verkehrswert from a business valuation perspective and systematically integrates them into the modern framework of equity valuation.To date, neither case law nor academic literature provides a consistent view on how these three normative values should be determined within the context of business valuation. Against this background, the thesis explores whether and to what extent established valuation approaches from business economics align with the legal requirements of national tax law. To answer this, the legal framework and the conceptual basis of each valuation standard are analyzed, with a particular focus on the valuation objectives and principles defined in the currently applicable expert opinion KFS/BW 1 2014 and its draft revision.The analysis shows that the Teilwert represents a subjectively influenced value-in-use, based on the benefit the reporting entity derives from the asset under the going-concern assumption. In contrast, the gemeiner Wert is based on an exchange value and reflects the potential market price achievable in a hypothetical arm’s length transaction. It corresponds to the business valuation concept of market value. The thesis further concludes that the Verkehrswert can also be understood as an exchange value, to be determined from the perspective of an abstract market participant. Accordingly, it too aligns most closely with a business valuation market value.In conclusion, all three tax-based valuation standards can be assigned to established valuation concepts within business valuation practice. However, differing legal requirements necessitate adjustments to specific valuation parameters that deviate from the standard assumptions provided in the expert opinions.Maximilian Tischler, BSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 87-92Masterarbeit Universität Graz 202
Trust in the digital sphere : an analysis of patient recruitment for clinical studies via social media and its action and interaction dynamics
Diese Masterarbeit zeigt, wie Vertrauen systematisch aufgebaut werden kann. Auf Basis von drei Gruppendiskussionen, ausgewertet nach der dokumentarischen Methode (Bohnsack, 2021), wird deutlich, dass Vertrauen explizit durch transparente Inhalte, die Reputation öffentlicher Träger und strikt kommunizierte Datenschutzregeln, und implizit durch alltägliche, glaubwürdige Interaktionen sowie authentische Ansprache entsteht. Öffentliche Institutionen gelten als besonders vertrauenswürdig, Pharmaunternehmen werden eher zurückhaltend beurteilt; uneinheitliche Datenschutzbedenken verweisen zudem darauf, dass unpräzise Kommunikation Vertrauen spürbar schwächt. Auch persönlicher Kontakt und räumliche Nähe erhöhen die Bereitschaft zur Teilnahme. Aus den Diskussionen lassen sich sechs Teilnehmertypen ableiten: eine sicherheitsorientierte, auf institutionelle Seriosität fokussierte Gruppe; eine wissenschaftlich interessierte; eine pragmatisch abwägende; eine digital affine; eine gesundheitsmotivierte sowie eine vorsichtig-unbeteiligte Gruppe. Für die Praxis heißt das: Rekrutierungsplattformen sollten explizite und implizite Vertrauensdimensionen zugleich adressieren, etwa durch klare, verständliche Studieninformationen, sichtbare Einbindung vertrauenswürdiger öffentlicher Partner, nachvollziehbare Datenschutz-Workflows, dialogische Formate mit niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeiten und lokal verankerte Angebote. So entsteht ein konsistentes Vertrauensprofil, das die unterschiedlichen Motive der genannten Typen anspricht und Patient:innen wirksam, fair und motivierend für klinische Studien gewinnt.This master’s thesis demonstrates how trust can be built systematically. Based on three group discussions analyzed using the documentary method (Bohnsack, 2021), it becomes clear that trust arises explicitly through transparent content, the reputation of public institutions, and clearly communicated data-protection policies, and implicitly through everyday, credible interactions and authentic communication. Public institutions are seen as particularly trustworthy, while pharmaceutical companies are viewed more cautiously; inconsistent concerns about data protection also indicate that imprecise communication noticeably weakens trust. Personal contact and geographical proximity likewise increase willingness to participate. The discussions yield six participant types: a security-oriented group focused on institutional credibility; a scientifically interested group; a pragmatically weighing group; a digitally savvy group; a health-motivated group; and a cautious, disengaged group. In practical terms, recruitment platforms should address explicit and implicit dimensions of trust in tandem, for example, through clear, comprehensible study information, visible involvement of trusted public partners, traceable data-protection workflows, dialogue-based formats with low-barrier contact options, and locally rooted offerings. In this way, a consistent trust profile emerges that speaks to the different motives of these types and engages patients effectively, fairly, and motivatingly in clinical studies.Clara Lenz, BSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 88-91Masterarbeit Universität Graz 202
Local acceptance of operation EUFOR Althea in Republika Srpska : streotypes, legitimacy, and conflict-management
Die Doktorarbeit untersucht die Wahrnehmung der Peacekeeping Operation der Europäischen Union (EU) in Bosnien und Herzegowina (BiH). Zu diesem Zweck wird die Bewertung der Operation EUFOR Althea in der Republik Srpska (RS) untersucht, einer Entität, die oft als von „antiwestlichen“/„pro-russischen“ Stimmungen geprägt beschrieben wird. Wie verteilt sich die Akzeptanz der EUFOR vor Ort? Warum? Inwieweit beeinflusst die stereotype Rhetorik der „apolitischen Neutralität” diese Akzeptanz? Die Antwort auf diese Fragen hilft dabei, die Legitimität von Friedenssicherungseinsätzen (PKOs) in allen Kontexten zu bewerten, in denen eine Top-down-Struktur und die mangelnde Anerkennung der Belange von Minderheiten den interkommunalen Dialog immer wieder untergraben. Gestützt auf post-positivistische Theorien der Phänomenologie, des institutionellen Wandels und der Ent- bzw. Versicherheitlichung entwickelt die vorliegende Studie einen „konvergenten” methodischen Ansatz. Dieser Entwurf besteht aus einer quantitativen Umfrage, die im Zeitraum vom 18. April bis zum 31. Mai 2022 an eine Stichprobe von N=905 Teilnehmern verteilt wurde, sowie aus N=48 qualitativen Interviews, die von Dezember 2022 bis Dezember 2023 durchgeführt wurden. Die empirischen Ergebnisse zeigen einige indikative Muster – jedoch keine Kausalität – zwischen soziodemografischer Zugehörigkeit und Akzeptanz. Während sich weniger gebildete serbisch-orthodoxe Frauen der Post-Dayton-Generation eher durch Zustimmung auszeichnen, ist regional gesehen die negative Beziehung bei männlichen Probanden unabhängig von ihrem Alter deutlicher zu erkennen: Dies ist in den wichtigsten städtischen Gebieten und unter rechtsextremen Personen im Süden der Fall. Mit Blick auf den künftigen Wiederaufbau des Friedens in der Ukraine lautet das stärkste Argument, dass internationale Friedenssicherungseinsätze wie Althea nur dann legitim sind, wenn sie zur Schaffung eines Bildungsumfelds beitragen, das das Identitätsbewusstsein fördert, eine Bottom-up-Formulierung realer Sicherheitsprobleme ermöglicht und letztlich zur Konfliktbewältigung beiträgt.The doctoral thesis investigates the perception of European Union (EU) peacekeeping practices in Bosnia and Herzegovina (BiH). To this end, it examines the evaluation of Operation EUFOR Althea in Republika Srpska (RS), an entity often described as dominated by ‘anti-western’/‘pro-Russian’ sentiments. How is the degree of EUFOR’s acceptance locally distributed? Why? To what extent does the stereotypical rhetoric based on ‘a-political neutrality’ influence such receptiveness? The answer to these questions helps assess Peace-keeping Operations’ (PKOs) legitimacy in all those contexts where the top-down-, poor recognition of minoritarian concerns keeps undermining the intercommunity dialogue. Supported by the post-positivist theories of phenomenology, institutional change, and (de-)securitisation, the present research develops around a ‘convergent’ methodological approach. This design consists of a quantitative survey, distributed to a sample of N=905 participants in the period 18 April-31 May 2022, and N=48 qualitative interviews, carried out from December 2022 to December 2023. Empirical results show some indicative patterns – but not causation – between socio-demographic belongingness and acceptance. Whereas acquiescence characterises less educated, Serb/Orthodox females belonging to the post-Dayton generations, regionally, the negative relationship is more visible for male subjects, regardless of their age: this occurs in the main urban areas and among far-right extremists in the South. Considering the future reconstruction of peace in Ukraine, the strongest argument advanced here is that international PKOs such as Althea are legitimate only if they contribute to creating an educational environment conducive to identity awareness, a bottom-up formulation of real security issues, and, ultimately, conflict-management.submitted by Lorenzo UgurgieriDissertation Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Rape-revenge reframed : challenging rape myths and genre conventions in Promising young woman (2020)
Die vorliegende Masterarbeit analysiert den Film Promising Young Woman (2020) von Emerald Fennell und untersucht, wie dieser gängige Vergewaltigungsmythen durch die Subversion von Genrekonventionen in Frage stellt. Die Protagonistin Cassie will den Tod ihrer besten Freundin rächen, nachdem diese nach einer Vergewaltigung durch Suizid verstarb. Mithilfe feministischer Filmtheorie und Genretheorie wird analysiert, wie der Film eine gesellschaftliche Verharmlosung und Toleranz gegenüber sexualisierter Gewalt inszeniert und stereotype Vorstellungen von Tätern, Opfern und Rache hinterfragt. Die Analyse legt besonderen Fokus auf filmische Mittel wie Kameraeinstellungen, Mise-en-Scène und Erzählstruktur. Der Film nutzt Romcom-Elemente als Kontrast zu Revenge-Thriller-Konventionen, und bricht dadurch mit der Erwartungshaltung des Publikums. Cassie, die Protagonistin, wird dabei sowohl als typische Romcom-Heldin als auch als Rächerin inszeniert. Darüber hinaus greift der Film auf das „Nice Guy“-Klischee zurück, um gesellschaftliche Vorstellungen von Täterschaft zu hinterfragen. Der Soundtrack kombiniert klassische Thriller-Elemente mit Popsongs und fügt so eine weitere Ebene der Subversion hinzu.This thesis examines the 2020 film Promising Young Woman by Emerald Fennell, analyzing how it challenges rape myths and subverts genre conventions. The film follows Cassie, a woman seeking justice for her best friend who died by suicide after being raped in college. Through an analytical framework that combines feminist film theory and genre theory, this paper explores how the film portrays a rape-complicit society and challenges traditional depictions of perpetrators, victims, and revenge. The close reading of mise-en-scène and cinematographic elements, including setting, camera angles, shot scales, lighting, and editing, alongside the film’s narrative, shows how Promising Young Woman disrupts audience expectations. The film’s use of romantic comedy conventions within a rape-revenge thriller framework highlights society’s complicity in rape culture. Cassie, the protagonist, is characterized as both the romantic comedy lead and the avenger. Additionally, the film uses characterizes “nice guys” as perpetrators to question society’s conceptualization of a perpetrator. The soundtrack combines elements common in thrillers with pop songs, adding another layer of subversion.Laura Königseder, BEd.Enthält Literaturverzeichnis auf Blättern 73-78Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Commission's compass points to update : necessary revision of standardization regulation (EU) 1025/2012
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich umfassend mit der Entwicklung, dem rechtlichen Rahmen und den aktuellen Herausforderungen des europäischen Normungssystems auseinander.Ausgehend von der historischen Entwicklung internationaler Standards wird der Wandel der europäischen Harmonisierungspolitik nachgezeichnet. Dies umfasst das gescheiterte „Alte Konzept“ („Old Approach“), das wegweisende „Neue Konzept“ („New Approach“) von 1985, das erstmals auf eine Aufgabenteilung zwischen Gesetzgebung und Normungsorganisationen sowie die Konkretisierung technischer Details in harmonisierten Normen setzte, und den „Neuen Rechtsrahmen“ („New Legislative Framework“) von 2008. Alle diese Ansätze zielten auf den Abbau von Handelshemmnissen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die Stärkung des Binnenmarktes ab.Der zentrale Fokus der Arbeit liegt auf der Verordnung (EU) 1025/2012 zur europäischen Normung („Normungs-VO“), die seit dem 1. Januar 2013 in Kraft ist und den maßgeblichen Rechtsrahmen für das heutige europäische Normungssystem bildet. Es wird der Entstehungsprozess dieser Verordnung nachgezeichnet, ihre Kernbestimmungen dargelegt, die Rolle der drei europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI) in diesem System erklärt sowie die zentrale Bedeutung von hEN für die Konformitätsvermutung erläutert.Darüber hinaus analysiert die Arbeit die praktische Anwendung der Normungs-VO seit ihrem Inkrafttreten und den sich ergebenden Überarbeitungsbedarf, sowohl in legislativer als auch in nicht-legislativer Hinsicht. Dazu werden verschiedene Berichte der Europäischen Kommission und die Ergebnisse von Konsultationen der Interessenträger des europäischen Normungssystems – das sind beispielsweise die Mitgliedstaaten, Wirtschaftsakteure oder gesellschaftliche Interessenvertreter - dargestellt. Es wird auf die Änderung der Normungs-VO im Zuge der Europäischen Normungsstrategie von 2022 eingegangen, um abschließend einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen zu geben, wie die Konsultation zur Funktionsweise der Normungs-VO 2024 und den „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit 2025“.This diploma thesis takes a comprehensive look at the development, legal framework and current challenges of the European Standardisation System (ESS).Starting with the historical development of international standards, it traces the changes in European harmonisation policy. This includes the failed “Old Approach”, the innovative “New Approach” of 1985, which for the first time focused on a division of tasks between legislation and standardisation organisations and the specification of technical details in harmonised standards, and the “New Legislative Framework” of 2008. All of these approaches were aimed at reducing barriers to trade between the member states of the European Union and strengthening the internal market.The central focus of the work is on Regulation (EU) 1025/2012 on European Standardisation (“Standardisation Regulation”) which has been in force since January1st, 2013 and forms the main legal framework for today's European Standardisation System. It traces the development process of this regulation, outlines its core elements, explains the role of the three European standardisation organisations (CEN, CENELEC, ETSI) in this system and describes the central importance of hEN for the presumption of conformity.In addition, the work analyses the practical application of the Standardisation Regulation since its entry into force and the need for revision or further development, both in legislative and non-legislative terms, resulting from the experience gained in its application. Various reports by the European Commission and the results of consultations with stakeholders in the European standardisation system - such as the Member States, economic players and social interest groups - are presented. The revision of the Standardisation Regulation as part of the European Standardisation Strategy of 2022 is explained in order to conclude with an outlook on future developments, such as the consultation on the functioning of the Standardisation Regulation in 2024 and the “Competitiveness compass 2025”.vorgelegt von Dipl.-Ing. Johannes Terler, BScDiplomarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Grazer Philosophische Studien / Non-Kantianism or Anti-Kantianism? : On the Origins of Brentano’s Hate-Affair with Kant and its Role in Rudolf Haller’s Conception of ‘Austrian Philosophy'
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“And they all have one רוח …” (Eccl 3:19) – The Human-Animal Relation in Ecclesiastes 3:16–22 and its Implications for the Old Testament Understanding of Being Human
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mensch-Tier-Relation in Koh 3,16–22 im Vergleich zur Urgeschichte (Gen 1–9*). Den Ausgangspunkt bildet die Beobachtung, dass Kohelet eine Gleichmachung von Mensch und Tier vornimmt: Beide bestehen aus Staub und beide haben eine רוּחַ. Angesichts dessen untersucht die Arbeit, inwiefern Kohelet Vorstellungen der urgeschichtlichen Mensch-Tier-Relation aufgreift, verändert oder sogar infrage stellt – und welche Implikationen sich daraus für das alttestamentliche Verständnis vom Menschsein entwickeln. Kohelet bestätigt zum einen die im Alten Testament durchgängige Perspektive, wonach sich das Mensch-Sein in Relationen entwickelt – Mensch-Mensch, Mensch-Tier, Mensch-(Um-)Welt, Mensch-Gott. Im Vergleich zur Urgeschichte setzt Kohelet eigene Akzente: Die Mitgeschöpflichkeit von Mensch und Tier wird radikalisiert und eine Funktionalisierung der Tiere abgelehnt. Der Mensch zeichnet sich nur durch seine Erkenntnisfähigkeit aus. Damit erweist sich Kohelets Ansatz als ein Beitrag für die atl. Tierethik und darüber hinaus für gegenwärtige Diskurse – insbesondere im interdisziplinären Forschungsfeld der Human-Animal-Studies.This thesis examines the human-animal relation in Ecclesiastes 3:16–22 in comparison with the Primeval History (Genesis 1–9*). The starting point is the observation that Qohelet equates humans and animals: both are made of dust, and both have a רוּחַ. Against this background, the thesis examines the extent to which Kohelet adopts, transforms, or even questions concepts of the primeval human-animal relation, and what implications this has for the Old Testament understanding of being human. On the one hand, Qohelet affirms the perspective consistent throughout the Old Testament that human existence unfolds in relations – human-human, human-animal, human-(environmental) world, human-God. Compared to the Primeval History, Qohelet places his own emphases: the creatureliness of humans and animals is radicalized, and a functionalization of animals is rejected. Humans are distinguished only by their capacity for knowledge. Thus, Qohelet's approach proves to be a contribution to Old Testament animal ethics and, beyond that, to contemporary discourses – particularly in the interdisciplinary research field of the Human-Animal-Studies.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftDiplomarbeit Universität Graz 202
Dorsolateral prefrontal cortex
Diese interdisziplinäre Studie—unter Einbeziehung von Amerikanistik, Neurobiologie, Soziologie, Psychologie, Geschlechterforschung, Männlichkeitsforschung und Religionswissenschaft—untersucht, wie religiöse Sozialisation mit der neurobiologischen Entwicklung Jugendlicher interagiert, um hegemoniale Männlichkeit bei US-amerikanischen Männern (18–23 Jahre) zu verstärken. Mittels Mixed-Methods-Design (N=84; quantitative Fragebögen und qualitative Interviews) zeige ich: Religiöse Prägung (RIS) sagt signifikant die Verinnerlichung patriarchaler Normen vorher (Varianzaufklärung 25,5%, R²=.255, *p*<.001) und korreliert mit Stressmarkern (*r*=.404) nach Alterskontrollierung. Drei Mechanismen treten hervor: (1) lehrmäßige Binärkonzepte, die Geschlechteressentialismus zementieren, (2) hagiographische Rollenbilder, die männliche Autorität sakralisieren, und (3) somatische Rituale, die emotionale Zurückhaltung verankern. Selbstauskunftsdaten erfassen zwar bewusste Prozesse, belegen jedoch, wie performative Wiederholung religiöser Skripte während der Unreife des dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC) neurologisch eingebettet wird. Entscheidend ist der nicht-deterministische Einfluss der Religion: signifikante Varianz erklärt sich durch Präfrontalcortex-Reifung, mütterliche Gegennarrative und säkulare/kritische Reflexion. Methodische Grenzen umfassen den Abraham-Religionen-Fokus und Selbstauskunftsbias. Ich entwickele ein biosoziales Modell: Religion verstärkt hegemoniale Züge während fenstersensitiver Neuroplastizität, während gleichzeitig neuroplastische Prozesse lebenslange Identitätsrevision ermöglichen.This interdisciplinary study—integrating American cultural studies, neurobiology, sociology, psychology, gender studies, masculinity studies, and religious studies—examines how religious socialization intersects with adolescent neurodevelopment to reinforce hegemonic masculinity in U.S. males aged 18–23. Through a mixed-methods design (N=84; surveys and in-depth interviews), I demonstrate that religious upbringing (RIS) significantly predicts internalization of patriarchal norms (explaining 25.5% of variance, R²=.255, *p*<.001) and correlates with stress markers (*r*=.404) after controlling for age. Three primary mechanisms emerge: (1) doctrinal binaries reinforcing gender essentialism, (2) hagiographic exemplars sanctifying male authority, and (3) somatic practices ritualizing emotional restraint. While self-report data capture conscious engagement, findings reveal how performative rehearsal of religious scripts becomes neurologically ingrained during dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC) immaturity. Crucially, religious influence remains substantial but non-deterministic—significant variance is attributable to prefrontal maturation, maternal counter-narratives, and critical reinterpretation. Limitations include Abrahamic sample predominance and self-report constraints. I advance a biosocial model wherein religion amplifies hegemonic traits during neurodevelopmental plasticity windows, while preserved agency enables lifelong identity renegotiation.vorgelegt von Aryo Agrestis Winterblack B.A.Enthält Literaturverzeichnis auf Blättern [156]-[161]Masterarbeit Universität Graz 202
Integrating Nature into the Art Therapy Setting
Diese Masterarbeit untersucht, welche Wirkung Naturerfahrungen im kunsttherapeutischen Setting entfalten können. In Interviews mit 15 Fachpersonen aus Kunsttherapie und Lebensberatung zeigen, dass Natur nicht nur Kulisse, sondern Mitgestalterin innerer Prozesse ist. Im Zentrum steht die Natur als therapeutischer Raum mit innerem Echo – eine Partnerin in der Selbstbegegnung, die durch Elemente, Farben, Geräusche, Materialien und Rhythmen besondere Tiefe ermöglicht. Emotionen, Sinneseindrücke und Symbolkraft von Naturmaterialien werden mit kunsttherapeutischen Methoden verknüpft. Betont wurden die stärkende, beruhigende und klärende Wirkung dieser natürlichen Materialien sowie ihre Bedeutung für die Förderung von Resilienz, das Erleben von Ressourcen und persönliche Innenschau. Die Ergebnisse verweisen auf das Potenzial von Naturerfahrungen als Resonanzraum für tiefgreifende emotionale Prozesse, kreative Wandlung und innere Orientierung.This thesis explores the impact of nature experiences within art therapy settings. Based on qualitative interviews with 15 experts in art therapy and counseling, nature emerges not merely as a backdrop, but as an active co-creator of inner processes. Natural elements, colors, sounds, and materials are examined in relation to therapeutic methods. Participants emphasized their calming, grounding, and clarifying effects, especially in supporting emotional integration, resilience, and access to inner resources. The findings highlight nature’s potential as a resonance space for healing, creative transformation, and self–awareness.Patricia HellriglMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc