University of Graz

uni≡pub (Univ. Graz)
Not a member yet
    50157 research outputs found

    Difficult to Determine Who Suffered More – Those Who Never Returned or Those Who Came Back: The Handling of Repatriated Soviet Prisoners of War.

    No full text
    Die Masterarbeit untersucht die Wiedereingliederung sowjetischer Kriegsgefangener in die sowjetische Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg und beleuchtet, wie diese Kriegsgefangenen als Opfer sowohl des nationalsozialistischen als auch des sowjetischen Systems lebenslange Konsequenzen erlitten. Aufgrund ihrer Kriegsgefangenschaft in deutschen Lagern, in denen sie unter unmenschlichen Bedingungen als Zwangsarbeiter gehalten wurden, und nach ihrer Rückkehr in die Heimat, wo sie als „Vaterlandsverräter“ stigmatisiert wurden, sah sich diese Gruppe mit einzigartigen sozialen und politischen Herausforderungen konfrontiert. Mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring wurden Briefe ehemaliger Kriegsgefangener untersucht, die im Rahmen eines Projekts des Vereins „Kontakte-Контакты“ gesammelt wurden. Diese Briefe bieten tiefgehende Einblicke in persönliche Erfahrungen und spiegeln die Schwierigkeiten und Erfolge der Wiedereingliederung in die sowjetische Gesellschaft wider.Im methodischen Teil analysiert die Arbeit zwei Hauptkategorien – „Beruf“ und „Herkunft“ – und untersucht, wie diese Aspekte den Wiedereingliederungsprozess beeinflussten. Dabei zeigte sich, dass Berufstätigkeit und sozioökonomische Faktoren entscheidend für die Akzeptanz in der sowjetischen Gesellschaft waren, während die Herkunft (aus Belarus, der Ukraine oder Russland) unterschiedliche Reaktionen und Rehabilitationserfahrungen mit sich brachte. Insbesondere die Rückkehr in die ukrainische Gesellschaft erwies sich als schwierig, während sich die Lebensumstände der Kriegsgefangenen aus Russland und Belarus nach Stalins Tod allmählich verbesserten. Trotz der späten Rehabilitation durch die sowjetischen und deutschen Behörden blieb die soziale Integration für viele Betroffene eine lebenslange Herausforderung. Diese Arbeit trägt durch die Analyse bisher unbeachteter persönlicher Dokumente zur Kriegsfolgenforschung bei und beleuchtet die späte gesellschaftliche Anerkennung und Rehabilitation, die den Betroffenen schließlich ermöglicht wurde.This master’s thesis examines the reintegration of Soviet prisoners of war into Soviet society after World War II, focusing on the lasting consequences these individuals faced as victims of two oppressive systems: the Nazi regime and the Soviet state. Soviet prisoners of war, who had endured inhumane conditions and forced labor in German camps, returned to their homeland only to be stigmatized as "traitors to the motherland." This unique position as dual victims exposed these former soldiers to profound social and political challenges. Using Philipp Mayring’s method of qualitative content analysis, this study examines letters written by former prisoners, collected through a project initiated by the organization “Kontakte-Контакты.” These personal accounts provide critical insights into the struggles and successes encountered in the reintegration process within Soviet society.The methodological approach in this thesis focuses on two key categories - "occupation" and "origin" - to evaluate how these factors influenced the reintegration process. Findings reveal that occupation and socioeconomic factors were pivotal for acceptance within Soviet society, while the region of origin (Belarus, Ukraine, or Russia) shaped different responses and rehabilitation experiences. Particularly, the reintegration process proved more challenging for those returning to Ukrainian society, while former prisoners from Russia and Belarus saw gradual improvements in their living conditions after Stalin's death. Although rehabilitation measures were eventually implemented by both Soviet and German authorities decades later, full social integration remained a lifelong challenge for many affected individuals. This thesis contributes to the study of post-war repercussions by analyzing previously overlooked personal documents, shedding light on the late societal recognition and rehabilitation ultimately afforded to these individuals.vorgelegt von Julian Gabriel FischlMasterarbeit Universität Graz 202

    About the "Commission for the Preparation of a Draft Penal Code" regarding § 129 I b StG

    No full text
    Die Arbeiten der Strafrechtskommission von 1957 bildeten die Grundlage für die Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen zwischen Erwachsenen im Jahre 1971. Auch die mit der Entkriminalisierung der einfachen Homosexualität eingeführten und nach 1974 weiter bestehenden und diskriminierenden Begleitgesetze zum Schutz der Jugend vor homosexuellen Handlungen und zum Werbeverbot gleichgeschlechtlicher Betätigung beruhten auf den Diskussionen der Kommission. Dabei wurden allerdings vorhandene Daten und Forschungsergebnisse nicht vollständig von den beigezogenen Sachverständigen verwertet. Die methodischen Anforderungen an die Forschung wurden somit nicht erfüllt und die Voraussetzungen, die für die Erarbeitung von Strafgesetzen gelten sollten, wurden nicht eingehalten.The work of the Criminal Law Commission of 1957 formed the basis for the decriminalisation of same-sex relationships between adults in 1971. The accompanying discriminatory laws to protect young people from homosexual acts and to ban same-sex applications, which were introduced with the decriminalisation of simple homosexuality and continued to exist after 1974, were also based on the Commission's discussions. However, existing data and research findings were not fully utilised by the experts consulted. The methodological requirements for the research were therefore not fulfilled and the conditions that should apply to the drafting of criminal laws were not met.vorgelegt von Marc Marius KapplDiplomarbeit Universität Graz 202

    Comparison of two models for mapping care effort and the resulting staffing needs in intensive care units

    No full text
    In der aktuellen Diskussion über Pflegequalität und Arbeitsbedingungen wird betont, dass eine präzise Ermittlung des Pflegepersonalbedarfs notwendig ist, um sowohl die Versorgungssicherheit für Patient:innen als auch die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte sicherzustellen. Die komplexe Aufgabe besteht darin, ein Gleichgewicht zu finden, das ausreichendes Personal für eine hochwertige Pflege gewährleistet und gleichzeitig Überlastung und Burnout des Personals vermeidet. Dabei müssen quantitative und qualitative Aspekte der Pflege integriert werden. Ziel ist es, den Pflegeaufwand klar darzustellen, der für die Personalbedarfsermittlung herangezogen wird. Die Untersuchung umfasst eine Analyse bestehender Modelle zur Personalbedarfsermittlung und deren kritische Bewertung zur Erhebung des Pflegeaufwandes. Die Forschung zeigt, dass starre Modelle, die sich nur auf quantitative Daten stützen, oft nicht die Realität des Pflegealltags abbilden. Diese Modelle sind unzureichend, da sie wichtige Faktoren wie Notfälle, spezifische Patientenerkrankungen und institutionelle Besonderheiten nicht berücksichtigen. Studien belegen, dass adaptive Modelle, die quantitative und qualitative Daten integrieren, effektiver sind, da sie flexibler auf dynamische Veränderungen reagieren und eine kontinuierlich hohe Pflegequalität sicherstellen können. Eine transparente Dokumentation der Pflegeleistungen sowie die aktive Einbeziehung des Pflegepersonals in Planungsprozesse führen zu einer präziseren Bestimmung des Pflegepersonalbedarfs und tragen zur Verbesserung der Pflegequalität bei. Zusammengefasst zeigt sich, dass die Entwicklung und Implementierung flexibler, evidenzbasierter Modelle notwendig sind, um die sich wandelnden Anforderungen im Pflegebereich zu erfüllen. Kontinuierliche Weiterbildung und die Einbindung des Pflegepersonals sind entscheidend, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Zukünftig sollten adaptive Ansätze durch fortgesetzte Forschung und Praxisfeedback weiterentwickelt und durch innovative Technologien ergänzt werden, um eine optimale Pflegequalität, den aktuellen Pflegaufwand und den individuellen Pflegepersonalbedarf sicherzustellen.The current discussion on care quality and working conditions emphasizes the need for a precise determination of the nursing staff requirements to ensure both patient care security and manageable workloads for nursing staff. The complex task involves finding a balance that guarantees sufficient personnel for high-quality care while preventing staff overload and burnout. This requires integrating both quantitative and qualitative aspects of nursing. The aim is to clearly represent the care workload used for determining staffing needs. The study includes an analysis of existing models for staff needs assessment and their critical evaluation to determine the actual care workload. Research indicates that rigid models based solely on quantitative data often do not reflect the realities of nursing practice. These models are inadequate because they fail to consider critical factors such as emergencies, specific patient conditions, and institutional specifics. Studies show that adaptive models, which integrate both quantitative and qualitative data, are more effective, as they are more flexible in responding to dynamic changes and can ensure a consistently high quality of care. Transparent documentation of care services, along with the active involvement of nursing staff in planning processes, leads to a more accurate determination of staffing needs and improves care quality. In summary, the development and implementation of flexible, evidence-based models are necessary to meet the evolving demands in the nursing sector. Continuous professional development and the involvement of nursing staff are crucial to ensure quality and safety. In the future, adaptive approaches should be further developed through ongoing research and feedback from practice and supplemented by innovative technologies to ensure optimal care quality, accurate workload measurement, and individualized staffing needs.Ganser Heiko WolfgangMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Religious difference and lived proximity : individual perceptions of Christian-Jewish relations in ego-documents from the 16th to 18th centuries

    No full text
    Abstract Die vorliegende Masterarbeit untersucht jüdisch-christliche Interaktionen in der Frühen Neuzeit anhand von vier Ego-Dokumenten. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Situationen religiöse Faktoren die Begegnungen zwischen jüdischen und christlichen Akteur:innen maßgeblich prägten – und wann andere, nicht-religiöse Faktoren wie wirtschaftliche Kooperation, kulturelle Gemeinsamkeiten oder persönliche Beziehungen stärker wirkten.Als Quellen dienen die Memoiren des protestantischen Kaufmanns Hans Ulrich Krafft, des venezianischen Rabbiners Leone Modena, der jüdischen Kauffrau Glückel von Hameln sowie des jüdischen Philosophen Salomon Maimon. Methodisch basiert die Arbeit auf einem mikrohistorischen Zugang, der es ermöglicht, individuelle Wahrnehmungen und Alltagserfahrungen detailliert und differenziert zu analysieren und so auch die Ambivalenzen interreligiöser Begegnungen sichtbar zu machen.Die Analyse verdeutlicht, dass religiöse Differenzen in der Frühen Neuzeit häufig zu Konflikten, Misstrauen und institutioneller Ausgrenzung führten. Besonders antijüdische Stereotype, kirchliche Machtstrukturen und theologische Abgrenzungen prägten den Alltag und schränkten den Kontakt zwischen Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen ein. Zugleich zeigen die untersuchten Quellen jedoch auch, dass nicht-religiöse Einflussfaktoren oft entscheidender waren. Insbesondere wirtschaftliche Zusammenarbeit, kulturelle Nähe und emotionale Bindungen konnten religiöse Grenzen manchmal in den Hintergrund treten lassen oder sogar überwinden.Hans Ulrich Krafft beschreibt beispielsweise, wie gemeinsame Sprache und Herkunft zu einer persönlichen Verbindung mit dem jüdischen Kaufmann Mayer Winterbach führten, die bestehende religiöse Vorurteile überwinden konnte. Leone Modena wiederum schreibt von christlichen Zuhörer:innen bei seinen Predigten, wodurch deutlich wird, dass sein Ansehen als Gelehrter und Redner konfessionelle Grenzen zeitweise relativierte. Glückel von Hameln schildert intensive wirtschaftliche Verflechtungen mit christlichen Handelspartnern, die auch auf gegenseitigem Vertrauen beruhten. In Krisensituationen kam es bei ihr außerdem zu interreligiöser Solidarität, beispielsweise als christliche Nachbar:innen während eines Unglücks in der Synagoge Hilfe leisteten. Auch Salomon Maimon berichtet von einer engen emotionalen Beziehung zu einem christlichen Diener, der mit seiner jüdischen Familie freiwillig wegzog und dabei persönliche Loyalität über religiöse Differenzen stellte.Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass religiöse und nicht-religiöse Faktoren selten isoliert wirkten. Vielmehr standen sie in ständiger Wechselwirkung miteinander: Religiöse Differenz beeinflusste, wie interreligiöse Begegnungen wahrgenommen wurden, doch konkrete Alltagserfahrungen ermöglichten oft funktionale Nähe oder eine gegenseitige Wertschätzung. Misstrauen und Vertrauen, Konflikt und Kooperation wechselten sich dabei häufig ab, und sogar innerhalb einer einzigen Beziehung oder Situation konnten widersprüchliche Erfahrungen nebeneinander bestehen.Damit bestätigt diese Arbeit neuere Forschungsansätze, die das klassische Narrativ jüdisch-christlicher Beziehungen als primär konfliktgeladen kritisch hinterfragen. Zugleich betont sie aber auch die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung: Nähe und Distanz, Solidarität und Vorurteil waren keine Gegensätze, sondern Ausdruck dafür, wie komplex und widersprüchlich interreligiöse Begegnungen im Alltag waren. Die mikrohistorische Perspektive zeigt dabei, wie wertvoll die Analyse persönlicher Wahrnehmungen und individueller Lebensgeschichten ist, um die Tiefe und Komplexität des frühneuzeitlichen Zusammenlebens zu erfassen.Abstract This master's thesis examines Jewish-Christian interactions in the early modern period through the lens of four ego-documents. The central question is: In which situations did religious factors play a decisive role in shaping encounters between Jewish and Christian individuals – and when did non-religious factors such as economic cooperation, cultural similarities, or personal relationships become more significant?The sources analyzed include the memoirs of the Protestant merchant Hans Ulrich Krafft, the Venetian rabbi Leone Modena, the Jewish businesswoman Glückel of Hameln, and the Jewish philosopher Salomon Maimon. Methodologically, the study is based on a microhistorical approach, which allows for a close examination of individual perceptions and everyday experiences, thereby revealing the complexities of interreligious encounters.The analysis shows that religious difference often led to conflict, mistrust, and exclusion. Antisemitic stereotypes, ecclesiastical power structures, and theological boundaries shaped daily life and restricted interaction between Jews and Christians. At the same time, the ego-documents demonstrate that non-religious factors were frequently more decisive. Economic cooperation, cultural proximity, and emotional bonds often pushed religious boundaries into the background or helped to overcome them.Krafft, for instance, describes how a shared language and regional background created a connection with the Jewish merchant Mayer Winterbach, allowing him to move beyond existing prejudices. Leone Modena writes about Christian listeners attending his sermons, which suggests that his reputation as a scholar sometimes outweighed confessional differences. Glückel of Hameln recalls close business relationships with Christian partners, built on mutual trust. In times of crisis, she also experienced interreligious solidarity, such as when Christian neighbors helped evacuate the synagogue during an emergency. Maimon, in turn, tells of a deep emotional bond with a Christian servant who voluntarily accompanied his Jewish family into exile – an act of personal loyalty that transcended religious divisions.The findings suggest that religious and non-religious factors rarely operated in isolation. Instead, they interacted constantly: religious identity influenced how people interpreted encounters, but everyday life often enabled cooperation and even mutual appreciation. Trust and mistrust, conflict and cooperation frequently coexisted – even within the same relationship or situation.This study supports recent research that questions the traditional narrative of Jewish-Christian relations as defined primarily by conflict. At the same time, it emphasizes the need for a nuanced perspective: closeness and distance, solidarity and prejudice were not opposites, but part of the complex and contradictory reality of everyday interreligious life. The microhistorical perspective highlights the value of personal perception and individual experience in uncovering the depth and complexity of early modern coexistence.vorgelegt von Christina Schaidreiter, BEdMasterarbeit Universität Graz 202

    Consultation work in the area of child welfare - The counseling of high-conflict separations in the context of family, parental or educational counseling according to § 107

    No full text
    Die Masterarbeit befasst sich mit der psychosozialen Beratung bei hochkonflikthaften Trennungen im Kontext der Familien-, Eltern- oder Erziehungsberatung gemäß § 107 AußStrG. Im theoretischen Teil werden neben einer Einführung in die psychosoziale Beratung und deren Anwendungsgebiete, Schwerpunkt auf die Erläuterung von hochkonflikthaften Trennungsfamilien und die Thematik des Kindeswohl gelegt. Ergänzend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards der Pflichtberatung thematisiert, ebenso der Blick auf den Beratenden und dessen Wertehaltungen und Selbstschutzstrategien gelegt. Der empirische Teil basiert auf qualitativen Experteninterviews mit, durch das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend anerkannten Pflichtberatern und untersucht, ob mit der aktuellen Gesetzgebung das Kindeswohl gesichert werden kann. Auch wird untersucht,  wie der Pflichtberater sich zu schützen vermag, in diesem hoch toxischen Spannungsfeld.This Master’s thesis deals with psychosocial counseling in cases of high-conflict separations within the context of family, parental, or educational counseling pursuant to § 107 of the Non-Contentious Proceedings Act (AußStrG). The theoretical section includes an introduction to psychosocial counseling and its areas of application, with a particular focus on explaining high-conflict separated families and the issue of the child’s best interests. Additionally, the legal framework and quality standards of mandatory counseling are addressed, along with an examination of the counselor’s values and self-protection strategies. The empirical part is based on qualitative expert interviews with statutory counsellors approved by the Federal Ministry of Labour, Family and Youth and examines whether the current legislation can be used to ensure the child’s well-being. It is also being investigated how the compulsory consultant can protect himself in this highly toxic field of tension.Anna Friederike DoppelMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Psychological stress of nursing staff in intensive care units : challenges, effects and strategies forpromoting resilience

    No full text
    Die psychische Belastung von Pflegepersonen auf Intensivstationen stellt ein wachsendes Problem dar, das sowohl die Gesundheit der Betroffenen als auch die Qualität der Patient:innenversorgung gefährdet. Angesichts des bestehenden Pflegemangels, steigender Anforderungen im Klinikalltag und einer alternden Bevölkerung wird die Erhaltung der psychischen Gesundheit im Pflegeberuf zunehmend zentral. In dieser Arbeit wurde untersucht, mit welchen psychischen Belastungen diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal auf Intensivstationen konfrontiert sind, welche Folgen sich daraus ergeben und welche Maßnahmen zur langfristigen Stabilisierung und Förderung ihrer psychischen Gesundheit beitragen können. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt. Elf Expert:inneninterviews mit Intensivpflegekräften lieferten Einblicke in subjektive institutionelle Belastungserfahrungen, wahrgenommene Auswirkungen der Belastungen und individuelle sowie institutionelle Bewältigungsstrategien. Die Ergebnisse zeigen, dass Belastungen insbesondere durch strukturelle Rahmenbedingungen, emotionale Anforderungen im Umgang mit schwerkranken Patient:innen und Angehörigen, sowie durch arbeitsorganisatorische Faktoren entstehen. Viele der befragten Pflegepersonen beschrieben Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder psychosomatische Beschwerden. Als langfristige Folgen wurden Burnout, emotionale Distanzierung und Berufsausstieg benannt.Viele Pflegende sehen ihre zukünftigen Bewältigungsstrategien als unzureichend und würden sich zukünftig gezielte und verbindliche Unterstützung durch die Organisation wünschen, etwa durch verpflichtende Supervisionen, psychologische Begleitung oder bessere Dienstplanung. Die Ergebnisse unterstreichen den Handlungsbedarf auf institutioneller Ebene, um Pflegepersonen nicht nur kurzfristig zu entlasten, sondern ihre psychische Gesundheit langfristig zu sichern.The mental stress of nursing staff in intensive care units is a growing problem that jeopardizes both the health of those affected and the quality of patient care. In view of the existing nursing shortage, increasing demands in everyday clinical practice and an ageing population, maintaining mental health in the nursing profession is becoming increasingly important. This thesis is dedicated to the question of the mental stress that qualified healthcare and nursing staff in intensive care units are confronted with, what consequences result from this and what measures can contribute to the long-term stabilization and promotion of their mental health. A qualitative research strategy was chosen to answer this question. Eleven expert interviews with intensive care nurses provided insight into subjective institutional stress experiences, perceived effects and individual and institutional coping strategies. The results show that stress is caused in particular by structural framework condi-tions, emotional demands in dealing with seriously ill patient and relatives and work organization factors. Many of the nursing staff surveyed described symptoms such as exhaustion, sleep disorders, irritability or psychosomatic complaints. Burnout, emo-tional distancing and leaving the profession were named as long-term risks. The cur-rent personal coping strategies used by nursing staff in intensive care units to deal with stress include sports such as yoga, walks in nature, consciously switching off after work, talking to friends, family members or colleagues. Many carers consider their future coping strategies to be limited and would like target-ed and binding support from their organization in the future, such as mandatory su-pervision, psychological support or better shift planning. The results underline the need for action at an institutional level to not only relieve caregivers in the short term, but also to secure their mental health in the long term.Marie-Christine TrefferMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Neighborhood and social cohesion : a spatial sociological perspective on the "Herz-Jesu-Viertel" in Graz

    No full text
    Das grundlegende Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, ein tiefergreifendes Verständnis für das soziale Phänomen Nachbarschaft zu generieren. Im Fokus der Arbeit stand dazu die Frage, wie territoriale Gegebenheiten und soziale Mechanismen auf ein nachbarschaftliches Gefüge einwirken und inwieweit ein sozialer Zusammenhalt im „Mikrokosmos“ Nachbarschaft entstehen kann. Aus einer raumsoziologischen Perspektive wurde dafür ein spezifisches Untersuchungsgebiet, das sogenannte „Herz-Jesu-Viertel“ in Graz betrachtet und folgende Forschungsfrage gestellt: „Wie wird Nachbarschaft im Grazer Herz-Jesu-Viertel durch räumliche Bedingungen hergestellt sowie durch alltägliche Praktiken und soziale Mechanismen gelebt, und welchen Beitrag leisten diese Prozesse zur sozialen Kohäsion?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde im Anschluss an eine theoretische Einordnung der soziologischen Begrifflichkeiten Raum, Nachbarschaft und sozialer Kohäsion sowie eine Charakterisierung des spezifischen Untersuchungsfeldes eine qualitative Studie durchgeführt. Als Grundlage dafür dienten leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten Akteur*innen sowie sieben Bewohner*innen des Herz-Jesu-Viertels. Als zentrales Ergebnis der Untersuchung hat sich herauskristallisiert, dass das Grazer Herz-Jesu-Viertel als eigenständiges Quartier mit dörflicher Infrastruktur wahrgenommen wird, das soziale Begegnungen fördert. Nachbarschaft entsteht entsprechend der Untersuchungsergebnisse durch informelle Netzwerke und die Balance aus Nähe und Distanz. Eine starke Ausprägung sozialer Kohäsion konnte bei einer gleichzeitigen geringen sozialen Durchmischung unter den interviewten Bewohner*innen in dem bürgerlich geprägten Viertel festgestellt werden.The underlying aim of this study is to generate a deeper understanding of the social phenomenon of neighborhood. The focus was on how territorial conditions as well as social mechanisms do affect neighborhood structures and as well, to what extent social cohesion can emerge within the "microcosm" of a neighborhood. From a spatial sociology perspective, the following study examined a specific research area, the so-called "Herz-Jesu-Viertel" in Graz, posing the following research question: "How is neighborhood in the Graz Herz-Jesu-Viertel shaped by spatial conditions, lived through everyday practices and social mechanisms, and what do these processes contribute to social cohesion?" To answer this certain question, a detailed theoretical discussion of the sociological concepts of space, neighborhood, and social cohesion was followed by an empirical, qualitative study based on semi-structured interviews with certain key actors as well as with seven diverse residents of the Herz-Jesu-Viertel. The empirical part of the study aimed to explore both subjective perceptions and shared routines that shape neighborhood life. The central finding of the study is that, according to the interview results, the Herz-Jesu-Viertel in Graz is perceived as an independent quarter with a “village-like” infrastructure that fosters social interactions. As the interviews with the residents show, neighborhood in the Herz-Jesu-Viertel seems to be formed through informal networks and a balance between closeness and distance. A strong level of social cohesion was observed within the interviewed residents of the certain research area, despite low social diversity in this predominantly middle-class district.Unterholzer, Antonia Katharina, BAEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 90-93Masterarbeit Universität Graz 202

    Liability privileges in the digital services act : an analysis of the new legal situation on selected case law

    No full text
    Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den Haftungsprivilegierungen, die der Digital Services Act (DSA) seit 17.02.2024 neu regelt. Im Vordergrund stehen die Haftungsbefreiungen jener Anbieter, die die reine Durchleitung, Caching oder Hosting als Dienst erbringen. Zunächst wird der Anwendungsbereich des DSA und das DSA-Begleitgesetz, mit dem unter anderem die Vorgängerbestimmung im E-Commerce-Gesetz aufgehoben wurden, erläutert. In dem anschließenden Kapitel werden die drei Haftungsbefreiungen im Detail bearbeitet. Am Beginn ist die reine Durchleitung gemäß Art 4 DSA zu finden, wonach der Provider den Nutzern Informationen über ein Kommunikationsnetz übermittelt oder den Zugang zu einem solchen verschafft. Caching gemäß Art 5 DSA ist jener Dienst, bei dem der Anbieter zusätzlich zur Übermittlung der Informationen auch eine automatische kurzzeitige Zwischenspeicherung vornimmt. Hosting-Provider nehmen gemäß Art 6 DSA eine Speicherung der von Nutzer eingegebenen Informationen vor. Danach werden die Art 7 und 8 DSA dargestellt, die zum einen freiwillige Überwachungsmaßnahmen und zum anderen das Verbot der allgemeinen Überwachungspflicht zum Inhalt haben. Anschließend beschäftigt sich das nächste Kapitel mit der österreichischen Rechtslage vor dem DSA, den §§ 13, 15 und 16 ECG aF, näher und vergleicht den DSA mit dem ECG aF. Abschließend wird anhand von OGH-Entscheidungen zu den Vorgängerbestimmungen des ECG analysiert, inwiefern sich die neue Rechtslage des DSA auf den jeweiligen konkreten Sachverhalt ausgewirkt hätte.This diploma thesis deals with the liability privileges that have been newly regulated by the Digital Services Act (DSA) since February 17th, 2024. The focus is on the liability exemptions of those providers who provide mere conduit, caching or hosting as a service. Firstly, the scope of the DSA and the DSA-Begleitgesetz, which, among other things, repealed the predecessor provision in the E-Commerce Act, are explained. In the following chapter, the three exemptions from liability are analysed in detail. Firstly, there is mere conduit in accordance with Art 4 DSA, according to which the provider transmits information provided by users via a communications network or provides access to such a network. Caching in accordance with Art 5 DSA is the service where the provider, in addition to transmitting the information, also carries out automatic, intermediate and temporary storage of that information. Hosting providers store the information provided by users in accordance with Art. 6 DSA. This is followed by a description of Articles 7 and 8 of the DSA, which deal with Voluntary own-initiative investigations on the one hand and the prohibition of the general monitoring obligation on the other. The next chapter then takes a closer look at the Austrian legal situation prior to the DSA, §§ 13, 15 and 16 ECG (old version), and puts the DSA and the ECG (old version) in comparison. Finally, Judgment of the OGH on the predecessor provisions of the ECG are used to analyse the extent to which the new legal situation of the DSA would have affected the specific facts of each case.vorgelegt von Sophie WeiglDiplomarbeit Universität Graz 202

    UNIVERSITAS. Fachmagazin für Dolmetschen und Übersetzen; Suppl.: Aus der Wissenschaft / KI im Kontext von Future Skills für TILLT und translationsorientierter Schreibkompetenz (TOSK)

    No full text
    Dieser Beitrag ist das Ergebnis einer seit vielen Jahren bestehenden akademischen Freundschaft zwischen den beiden Autor:innen, basierend auf ihrem langjährigen Engagement in der Arbeitsgruppe Sprach- und Translationsdidaktik am Grazer ITAT. Der in solchen oder ähnlichen Arbeitsgruppen stattfindende regelmäßige, sprachenübergreifende Austausch über translationsorientierte akademische Sprachlehre und über hochschuldidaktische Übersetzungs- und Dolmetschlehre fördert im Idealfall das Zusammengehörigkeitsgefühl im Lehrenden- Team und das Zugehörigkeitsgefühl zum Institut. Zudem stärkt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Lehre, oft unter curricular bedingtem Adaptionsbedarf, die gemeinschaftliche Verantwortung für die Gestaltung zukunftsorientierter Hochschullehre. So wird am ITAT der BA „Transkulturelle Kommunikation“ ab dem Studienjahr 2025/26 vom BA „Mehrsprachigkeit, Translation und digitale Kommunikation“ abgelöst. Das bedeutet, dass neu eingeführte Lehrveranstaltungen zu konzipieren sind und die Lehre auf die neuen Gegebenheiten rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) reagieren mussVersion of recor

    0

    full texts

    50,157

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    uni≡pub (Univ. Graz)
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇