STANDPUNKT : SOZIAL
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Beteiligungsorientierte Aktionen als Teil eines Forschungsprojekts: Ein Erfahrungsbericht
Dem Beitrag liegt eine gemeinsame Reflexion der Autorinnen zugrunde, die als Projektmitarbeiterin im Lenzsiedlung e.V. die beteiligungsorientierten Aktionen plante und durchführte bzw. als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Begleitforschung vornahm. Neben der Entstehungsgeschichte des Projekts, insbesondere der soziokulturellen Aktionen, werden vier der Aktionen beleuchtet und deren Gemeinsamkeiten herausgestellt. Der Beitrag schließt mit einer kritischen Auseinandersetzung mit den Begriffen Partizipation und Beteiligungsorientierung sowie der Frage der Übertragbarkeit der durchgeführten Aktionen auf andere Settings
Beziehungskisten: Ein beteiligungsorientiertes Ausstellungsprojekt
Im Café des Bürgerhauses der Lenzsiedlung war von 2019 bis 2023 eine Ausstellung zu sehen, die aus unterschiedlich gestalteten Holzkisten bestand. Im Zentrum dieser Kisten standen Alltagsgegenstände, die eine bestimmte Bedeutung für die jeweiligen Besitzer*innen haben: Sie erzählten Geschichten aus ihrem Alltag, eine Anekdote aus ihrem Familienleben oder waren mit lustigen oder traurigen Erinnerungen verbunden. Sie alle erzählten von Beziehungen – Beziehungen zu Familienmitgliedern, entfernteren Verwandten, Freund*innen oder Nachbar*innen. Dieser Beitrag stellt anhand einer Fotostrecke dieses Ausstellungsformat vor und reflektiert seinen Nutzen – für die Beteiligten, die Gemeinwesenarbeit sowie das Miteinander vor Ort
"Für das, was ich in meinem Leben so gesucht habe, bin ich hier goldrichtig": Monika Blaß im Gespräch mit Sabina Stelzig
Monika Blaß, seit über dreißig Jahren im Lenzsiedlung e.V. tätig, im Gespräch mit Sabina Stelzig über ihre Arbeit in der Lenzsiedlung und die Zusammenarbeit im Projekt POMIK
Männer - der blinde Fleck in der Erforschung postmigrantischer Familienkulturen?
Nach vier Jahren intensiver fachlichen Auseinandersetzung mit dem Zusammenleben der Familien und Bewohner:innen der Lenzsiedlung aus der Perspektive einer postmigrantischen Gesellschaft wird deutlich, dass durch eine unterproportionale Beteiligung von Männern die Darstellung ihrer Perspektiven in manchen Forschungsergebnissen begrenzt bleibt. Obwohl durchaus Erkenntnisse aus Interviews mit männlichen Jugendlichen und Erwachsenen in die Ergebnisdarstellung des Forschungsprojekts eingeflossen sind, können aufgrund der geringen Fallzahl zu manchen Themen kaum Aussagen zu Menschen mit dem Merkmal „männlich“ getroffen werden. Wie ist es möglich, dass diese Gruppe trotz vielfacher Thematisierung der mangelnden Erreichbarkeit und Versuche des Entgegenwirkens nicht ausreichend berücksichtigt werden konnte? Und welche Implikationen ergeben sich aus diesen Befunden für künftige Forschungsdesigns in ähnlichen Settings? Fünf strukturelle und methodische Aspekte werden diskutiert
Perspektivisch ein großer Sprung: Tagungsbericht 3
Nina Eggenhofer berichtet über die Abschlusstagung des Forschungsprojekts "Postmigrantische Familienkulturen", die vom 28.02. bis zum 01.03.2022 online an der HAW Hamburg (Department Soziale Arbeit) stattfand
Zum Wohle der Mieter*innen : Zusammenarbeit zwischen Wohnungsunternehmen und Institutionen der Sozialen Arbeit am Beispiel einer Hamburger Großwohnsiedlung
Der Beitrag befasst sich anhand des Beispiels der Lenzsiedlung in Hamburg mit der Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Institutionen der sozialen Arbeit und Wohnungsunternehmen im Sinne einer höheren Zufriedenheit der Bewohner*innen des Quartiers gestaltet werden kann. Als Datengrundlage dient vielfältiges Datenmaterial, das im Rahmen eines vierjährigen Forschungsprojektes erhoben wurde, u.a. leitfadengestützte Interviews mit Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen der Sozialen Arbeit sowie der Wohnungsunternehmen, eine Literaturrecherche zur öffentlich geförderten Stadtteilentwicklung in der Lenzsiedlung sowie eine Bedarfsanalyse der Bewohner*innen, die im Auftrag des zuständigen Bezirksamtes durchgeführt wurde.
Nach einem Überblick über die Geschichte der Lenzsiedlung und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren aus der Sozialen Arbeit und der Wohnungswirtschaft, beleuchtet der Beitrag das Sozialmanagement als Instrument von Wohnungsunternehmen sowie die konkret von den Bewohner*innen benannten Problematiken, wie klassische Mietprobleme (schlechte Erreichbarkeit von Mitarbeiter*innen der Wohnungsunternehmen oder Zustand der Anlage) aber auch Probleme den sozialen Zusammenhalt betreffend. Abschließend wird ein Ausblick auf Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit im Sinne der Bewohner*innen gegeben
Fragen zu ‚Identität‘ und postmigrantischem Alltag: Ein Jugendlicher im Interview
In welcher Relation stehen im Zuge der gegenwärtigen Diskussion des \u27Postmigrantischen\u27 der Begriff bzw. Phänomene der Identität? Wie ist die Bedeutung von \u27Identität\u27 im Alltag mit wissenschaftlichen Zugriffen und einer Operationalisierung von \u27Identität\u27 in Beziehung zu setzen? Zu diesen Fragen versucht der Artikel anhand exemplarischer Analysen ausgewählter Ausschnitte eines biographischen Interviews einen Beitrag zu leisten. Dabei wird im Rahmen einer rekonstruktiven, gesprächsanalytischen Vorgehensweise untersucht, in welchen Gesprächszusammenhängen Fragen der \u27Identität\u27 zur Sprache kommen. Unter Rückgriff auf die Kategorie \u27Zugehörigkeit\u27 werden sodann Prozesse der Selbst- und Fremdzuschreibung von \u27Identität\u27 analysiert
"Überprofessionelle Zusammenarbeit kann die eigene Arbeit deutlich bereichern": Ralf Helling im Gespräch mit Diana Lölsdorf
Ralf Helling, Geschäftsführer für den Lenzsiedlung e.V., im Gespräch mit Diana Lölsdorf über seine Tätigkeit im Verein und die Zusammenarbeit im Projekt POMIK
POMIKU-Abschlusstagung: „Postmigrantische Perspektiven auf Familie“
Zum Abschluss des Forschungsprojekts Postmigrantische Familienkulturen (Pomiku) fand am 28.02.und 01.03.2022 die zweitägige Tagung „Postmigrantische Perspektiven auf Familie“ statt. Drei Teilnehmerinnen berichten über die Tagung
Postmigrantische Familienkulturen: Zu dieser Ausgabe
oai:hup3.journals.sub.uni-hamburg.de:article/166Postmigration ist aktuell in aller Munde. War der Begriff (in verschiedenen Kombinationen, z.B. postmigrantische Perspektive, postmigrantische Gesellschaft) bis vor etwa zehn Jahren noch kaum gebräuchlich, ist er heute weder in Diskussionen rund um das Thema Migration noch in der Wissenschaft wohl kaum noch wegzudenken. Auch das Forschungs- und Verbundprojekt „Postmigrantische Familienkulturen“ (kurz: POMIKU), dem diese Ausgabe der standpunkt: sozial gewidmet ist, verwendet diesen Terminus im Titel und das dahinterliegende Konzept als analytischen Rahmen, der an dieser Stelle genauer vorgestellt und diskutiert wird