Berlin: Duncker & Humblot
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    Imperiale Polenpolitik in den Weltkriegen | Eine vergleichende Studie zu den Mittelmächten und zu NS-Deutschland

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    War die deutsche Vernichtungspolitik des Zweiten Weltkriegs schon im Ersten vorgezeichnet? Wie sehr glichen sich die Besatzungen in Polen der Jahre 1914–1918 und 1939–1945? Diese vergleichende Studie untersucht und vergleicht anhand umfassender Quellenstudien die Politik von drei Imperien – der Habsburgermonarchie, dem Hohenzollernreich und dem nationalsozialistischen Deutschland – für das besetzte Polen in beiden Weltkriegen. Damit beantwortet das Buch Fragen nach Kontinuitäten und Brüchen imperialer Herrschaft im Osten. Die Studie bezieht erstmals Österreich-Ungarn in den Vergleich mit ein und berücksichtigt auch die Polenpolitik der beiden Kaiserreiche vor 1914. Der Fokus richtet sich auf das in Militärgeneralgouvernement Lublin und Generalgouvernement Warschau geteilte Russisch-Polen zwischen 1914 und 1918 sowie das Generalgouvernement Polen von 1939 bis 1945.Aufgezeigt werden gleiche und unterschiedliche Prinzipien der »Polenpolitik« in den drei Generalgouvernements. Dafür wird das Spannungsverhältnis zwischen langfristigen Herrschaftszielen und kurzfristigen – tatsächlichen wie angenommenen – Kriegsnotwendigkeiten in den Blick genommen. Der Schwerpunkt liegt auf den Strategien der zwei konkurrierenden und zugleich verbündeten Kaiserreiche im Ersten Weltkrieg, auf den Ursachen von Politik sowie deren Umsetzung und Folgen

    Geschichte und Gesetzesauslegung | Zu Kontinuität und Wandel des bundesdeutschen Wiedergutmachungsdiskurses am Beispiel der Ghettorenten

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    Seitdem der Bundestag 2002 einstimmig das Ghettorentengesetz (ZRBG) verabschiedet hat, können Überlebende des Holocaust für Arbeit, die sie aus eigenem Willensentschluss und gegen Entlohnung in nationalsozialistischen Ghettos verrichtet haben, theoretisch eine Rente erhalten. Die reale Bewilligungspraxis der Rentenversicherungsträger bzw. der Sozialgerichte ist allerdings umstritten, und viele der 70.000 Antragsteller haben nach wie vor keine Rente erhalten. In der Studie werden Entstehung und Umsetzung des ZRBG vor dem Hintergrund des historischen Kontextes der Arbeit in Ghettos untersucht. Sie liefert nicht nur eine politische und juristische Analyse, sondern auch eine Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte. Im Vordergrund stehen Deutungsprobleme der rentenrechtlichen Wiedergutmachung: Zwischen Fiskalpolitik, Gesetzesintention und Entschädigungsanspruch herrschten teilweise große Unterschiede, die durchaus typisch für die Interpretationen der Politik, der Rentenversicherer und der Überlebenden sind. Der Band greift ein aktuelles Thema auf und ordnet es in den bisherigen Entschädigungsdiskurs ein, wobei der Weg zur Entschädigung als zentrales Element der Wiedergutmachung besonders untersucht wird. Ein Dokumentenanhang bietet zudem die wichtigsten Urteile und Verwaltungsanordnungen, die durch exemplarische Quellen aus der Praxis ergänzt werden

    Der wirtschaftliche Wert der Sozialpolitik

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    Heinrich Dietzel and the Economic Principle

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    This article is dedicated to Gerhard Wegner and studies a historical period which has been fundamental to his recent research program. At the center of the article is the life and work of German economist Heinrich Dietzel (1857 – 1935), especially his methodological contributions to politico-economic debates, above all the Methodenstreit. Instead of self-interest, Dietzel emphasized the “economic principle,” i. e., the relationship between means and ends as balanced by the economic agent. Thus he hoped to reconcile the theoretical heritage of Classical Political Economy with the mainstream of his time, the Historical School. Along with being a respected theorist, Dietzel was also a formative teacher, most notably for Walter Eucken. The article also highlights the continuity of Dietzel’s contributions and Eucken’s ordoliberalism

    Ein KI-Transparenzregister für die öffentliche Verwaltung | Unions- und verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen

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    A AI transparency register for public administrationArtificial intelligence (AI) holds the potential to become the cornerstone of digital transformation in public administration. While the use of AI systems promises more efficient operations through automation, it also introduces significant risks, particularly concerning data protection and the equal treatment of individuals. One of the most pressing challenges is the existing lack of transparency – both for citizens and for the administration itself. Outside the responsible government agencies, it is often unclear where and for what purposes AI systems are used. However, awareness of the systems in use and their functioning is critical to fostering public acceptance, ensuring effective oversight, protecting fundamental rights, and facilitating cross-agency knowledge sharing.To enhance transparency regarding state usage of AI, the introduction of a public register is advisable – similar to the system already in place in the Netherlands. In the Dutch “Algoritmeregister”, government agencies are required to record the AI systems they use. The register provides key details such as the system’s intended purpose, its application domain, and the potential impacts on citizens and businesses. In early 2025, the German Federal Ministry of the Interior and Community took the first tentative steps toward this direction with the “Marktplatz der KI-Möglichkeiten”.However, the establishment of a national AI transparency register for public administration raises significant legal considerations. The EU’s AI Act establishes its own framework for AI transparency, which takes precedence over national laws. According to the AI Act, public authorities must disclose the use of specific high-risk AI systems in a central database (Article 71 AI Act) and, notably, provide a summary of the fundamental rights impact assessment (Article 27 AI Act). If the AI Act comprehensively regulates AI transparency within public administration, the creation of a national register could conflict with EU law. Even if EU law does not completely preclude the creation of such a register, the approach to its implementation must be in line with German constitutional law. Specifically, the principle of the “Vorbehalt des Gesetzes” (reservation of the law) and Germany’s federal system of competences must be considered. This article explores these issues and outlines how the concept of a national AI transparency register can be legally implemented within the European multi-level system

    Recht schreiben? | Eine verfassungsrechtliche Betrachtung von „Genderverboten“ an Schulen

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    The German debate around the legality or necessity of gender-inclusive language in the context of public schools brings to the fore older and even more deeply seated controversies around the state’s role in governing language. Therefore, this article starts out by looking into the history and politics surrounding the regulation of orthography in Germany. Against this backdrop, I analyze the constitutional law issues arising from, on the one hand, the use of gender-inclusive language in public schools, and, on the other, bans of such language. This involves questions of state neutrality, of the state’s duty to use clear language and its obligation to promote gender equality, of the right to education, and of students’ freedom of speech

    Arbeitsgestaltung und Marktwirtschaft | Die Bedeutung ethischer, gesetzlicher und ökonomischer Normen bei der Arbeitsgestaltung in Unternehmen

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    Als normative Zielsetzung der Arbeitsorganisation wird in der vorliegenden Untersuchung eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit angesehen. Ziel der Untersuchung ist es zu analysieren, welche Bedeutung ethische, gesetzliche und ökonomische Normen für entsprechende Gestaltungsentscheidungen gewinnen. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Regelungsidee der Sozialen Marktwirtschaft (ökonomische Effizienz bei sozialer Absicherung). Im Bereich der ethischen und gesetzlichen Normen werden, gestützt auf - z. T. eigene - empirische Untersuchungen, Thesen zur Regelungsstärke einzelner Normen entwickelt. Wie sich zeigt, wirken ethische Normen über nicht-normative Faktoren. Gesetzliche Normen lassen im Unfall- und Gesundheitsschutz nur relativ geringe Handlungsspielräume zu; hinsichtlich der psycho-sozialen Komponente einer Arbeitstätigkeit eröffnet der Gesetzgeber durch offene Rechtsnormen große Gestaltungsspielräume. Dies gilt auch für den autonomen Arbeitsschutz im Betriebsverfassungsgesetz von 1972. Die Wirkung ökonomischer Normen wird anhand einer Modellrechnung analysiert. Dabei werden der Leistungsgrad, die Fehlzeiten und die Fluktuation von Mitarbeitern berücksichtigt. Es zeigt sich, daß bereits kleine Änderungen in den einzelnen Kenngrößen gravierende ökonomische Auswirkungen haben können. Eine entsprechende Regelungskraft - im Sinne von Selbstregelung - kann unterstellt werden. Die Voraussetzung ist allerdings eine Kenntnis und Quantifizierbarkeit entsprechender Wirkungszusammenhänge in der Unternehmenspraxis. Neuartig an der vorliegenden Untersuchung - insbesondere aus der Sicht der Humanisierungsdiskussion - ist die übergreifende Betrachtungsweise unter Berücksichtigung ethischer, gesetzlicher und ökonomischer Normen. Der Selbstverpflichtungscharakter ethischer Normen und die Einschränkungen einer gesetzlichen Normierbarkeit zeigen sich ebenso wie die potentielle Stärke ökonomischer Normen bei der Arbeitsgestaltung

    Krisen in den Europäischen und Atlantischen Organisationen

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