Berlin: Duncker & Humblot
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Neue Wege der Bonitätsprüfung | Das Kreditgespräch als Instrument zur Beurteilung der Unternehmerpersönlichkeit
Das Kreditgeschäft ist das traditionell wichtigste Geschäft der Banken, besonders im Firmenkundensegment. Deswegen haben sich Forschergenerationen seit jeher mit der Suche nach neuen Verfahren zur Reduzierung von Kreditrisiken befaßt. Bisher steht zwar der Jahresabschluß im Mittelpunkt der Betrachtungen, daneben finden sich jedoch immer wieder Bestrebungen, auch nicht in Zahlen darstellbare Risikokomponenten einer Bewertung zugänglich zu machen. Für Risiken, die der Marktposition, dem technologischen Fortschritt oder der strategischen Ausrichtung einer Unternehmung entstammen, liegen bereits vielversprechende Ansätze vor. Der für den Erfolg eines Kreditengagements ausschlaggebende Faktor ist allerdings der Unternehmer selbst. Die Bewertung der Persönlichkeit des Unternehmers bei der Bonitätsprüfung ist aber aufgrund der Komplexität menschlichen Wirkens ein überaus schwieriges Unterfangen. Darum verwundert es nicht, daß der Beurteilung der Unternehmerpersönlichkeit als Instrument der Bonitätsprüfung bislang eine vergleichsweise geringe Rolle in der Bankbetriebswirtschaft zukommt.Diese Arbeit beabsichtigt, einen richtungsweisenden Beitrag zur Beseitigung dieser Lücke zu leisten. Ihre Kernaussage lautet, daß sich aus dem Kreditgespräch selbst alle für eine Bonitätsbeurteilung notwendigen Informationen gewinnen lassen. In diesem Sinne ist das entworfene Instrument kein reines Analyseinstrument. Vielmehr basiert es auf dem zielgerichteten Ineinandergreifen von Informationsgewinnung und -bewertung. Die Informationsgewinnung ist das Zentrum einer erfolgreichen Beurteilung der Unternehmerpersönlichkeit. Unverzichtbar ist eine vollständige Erhebung der relevanten Daten. Anregungen zur Kreditgesprächsführung nehmen dabei also eine zentrale Rolle ein. Die Informationsbewertung ist weitgehend als Sprachanalyse konzipiert. Schon die Fokussierung auf das Kreditgespräch läßt keine andere Möglichkeit zu.Charakteristisch für die Analyse ist hier, daß vermieden wird, ein allgemeines Anforderungsprofil zur jeweiligen Situation der kreditsuchenden Unternehmung in Beziehung zu setzen. Vielmehr gilt es – unter aktiver Teilnahme des Unternehmers – ein den Besonderheiten Rechnung tragendes Anforderungsprofil jeweils neu zu erstellen. Das Fundament dieses situativen Profils bilden die philosophische Hermeneutik sowie neueste Erkenntnisse aus Betriebswirtschaftslehre und Psychologie. Die Bedürfnisse des Praktikers weisen sowohl Ziel als auch Weg einer Beurteilung der Unternehmerpersönlichkeit. Die Arbeit ist daher sowohl für den theoretisch orientierten Leser als auch für den Bankpraktiker von großem Interesse
Die Umgestaltung von Alt-Brüssel | (Abhandlungen aus dem volkswirtschaftlichen Seminar der Technischen Hochschule zu Dresden, Heft 8)
Die Überwindung informationswirtschaftlicher Engpässe in der Unternehmung | Analyse von Möglichkeiten zur Verbesserung des Kosten-/Leistungsverhältnisses von Informations-Systemen
Rezensionen
ReviewsChichester, K. Lee/Gisler, Priska/Kunstmuseum Bern (ed.) (2024): Colonial animals? Animal images in the context of colonialism. (Ulrich van der Heyden
Menachem Amitai: „Ich nehme es Ihnen nicht übel, dass Sie Jude sind.“ Ein jüdischer Psychoanalytiker in Deutschland. | Buchbesprechung Nr. 39
Christine M. Klapeer/Johanna Leinius/Franziska Martinsen/Heike Maurer/Inga Nüthen (Hg.): Politik und Geschlecht. Perspektiven der politischen Geschlechterforschung (Politik und Geschlecht, 34). | Buchbesprechung Nr. 137
Fiskalpolitik unter veränderten Rahmenbedingungen | Eine Analyse der Erfolgsbedingungen am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland
Wirtschaftslehre und Landeswohlstand | Sechs akademische Festreden. Hrsg., eingel. und mit Anm. vers. von Gerhard Merk
Integrierte Stichwahl von Bürgermeistern und Landräten in Brandenburg
Wahlsysteme mit integrierter Stichwahl lassen den für separate Stichwahlen erforderlichen zweiten Urnengang entfallen. Stattdessen erhält jeder Wähler mehrere Präferenzstimmen, die er bei einem einzigen Urnengang abgibt. Erreicht nach Auszählung der Erstpräferenzstimmen kein Kandidat die absolute Mehrheit, werden in weiteren Zählrunden (sukzessive) die stimmenschwächsten Kandidaten ausgeschlossen und nachfolgende Präferenzstimmen den verbliebenen Kandidaten gutgeschrieben, bis einer von ihnen die absolute Mehrheit erreicht. Der Verfasser untersucht anhand ausländischer Modelle, ob der Gesetzgeber in Brandenburg die Bürgermeister und Landräte nach dieser Methode wählen lassen kann. Eine solche Wahlrechtsreform erweist sich als mit Grundgesetz und Landesverfassung vereinbar. Integrierte Stichwahlen können auch zeitgleich mit anderen Wahlen stattfinden. Zumindest grundsätzlich verfassungswidrig ist jedoch ein Gesetz, nach dem jede Kommune in Brandenburg selbst entscheidet, ob ihr Bürgermeister bzw. Landrat in separater oder integrierter Stichwahl bestimmt wird.»Instant Runoff Voting in Elections for Mayor and District Administrator in Brandenburg«: The author examines, starting from foreign models, whether the legislature in Brandenburg may introduce instant runoff-voting for elections of mayors and district administrators. Such an electoral reform is compatible with the Basic Law and the Brandenburg constitution. Instant runoff-voting may be applied alongside other voting systems on the same day. However, a law empowering each municipality in Brandenburg to decide for itself whether its mayor or district administrator is elected in two rounds or via instant runoff voting is unconstitutional as a rule