SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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The Konikovo Gospel. Konikovsko evangelie. Bibl. Patr. Alex. 268. (Christian Voß)
Prof. Dr. Christian Voß. Rezension zu: The Konikovo Gospel. Konikovsko evangelie. Bibl. Patr. Alex. 268. Hrsg. von Jouko LINDSTEDT, Ljudmil SPASOV, Juhani NUORLUOTO. Helsinki 2008 (= Commentationes Humanarum Litterarum, 125), 439 + LXXXII S., ISBN 978-951-653-366-
"Mach dich auf und werde licht - Celies nu, topi gaišs" : zu Leben und Werk Ernst Glücks (1654 - 1705): Akten der Tagung anlässlich seines 300. Todestages vom 10. bis 13. Mai 2005 in Halle (Saale)
Zur Problematik des Mitteleuropabegriffs in der Literaturwissenschaft: Einige methodologische Überlegungen
Im Zuge des sogenannten cultural turn ist die Konstruktion von Identitäten zu einem zentralen Forschungsfeld der Literaturwissenschaft geworden. Als Beschreibung eines Raumes mit einer vermeintlich spezifischen kulturellen Tradition erlangte der Begriff Mitteleuropa in diesem Zusammenhang eine gewisse Prominenz innerhalb der Slawistik. Der Beitrag diskutiert daher die Konsequenzen dieses Forschungsinteresses für das Selbstverständnis der Slawistik als akademisches Fach. Es wird gezeigt, dass das Mitteleuropa-Konzept keinen plausiblen heuristischen Wert für die Erforschung literarischer Kunstwerke beanspruchen kann, und es wird der Schluss gezogen, dass dieses Konzept, wie auch die Beschäftigung mit der Konstruktion kultureller Identitäten im Allgemeinen, keinen Beitrag zum fachspezifischen Wissen leistet. Damit untergräbt dieses Forschungsinteresse tendenziell die Legitimation der Literaturwissenschaft als eigenständiges akademisches Fach
“Terroristin in der Terra Incognita der Zwischensprachlichkeit”
1. Preis im novinki-Wettbewerb - für das beste Autorenportrait! Als sie vor fünfzehn Jahren nach Deutschland kam, kannte Tzveta Sofronieva vier Wörter: »gut«, »kaputt«, »heil« (von »Heil Hitler!«) aus russischen Kriegsfilmen und »das Sein«, wegen Kant. Derart ausgerüstet startete die 28-Jährige in ihre fünfte Sprache, die sie spielerisch lernte, „da sie nicht beabsichtigte, im Deutschen zu bleiben, wie Kinder nichts beabsichtigen“
„Wir sind in einer anderen Epoche angekommen…“: Ein Interview mit dem Künstler Anatolij Osmolovskij
Weniger politisch und skandalös als früher, und doch nicht weniger umstritten, ist die aktuelle Kunstproduktion Anatolij Osmolovskijs. Umgeben von einer kleinen Sammlung alter russischer Kultobjekte sowie den Objekten des Künstlers selbst, in seiner Wohnung, unweit der Krasnaja Presnja Straße in Moskau, fand dieses Gespräch über Kunst und Politik statt
Zar und Gottes Mann – eine Filmrezension zu “Car‘” von Pavel Lungin (2009)
Patriotische Monumentalfilme sind auf dem russischen Filmmarkt keine Seltenheit: Kriegsfilm-Blockbuster, Historienschmonzetten oder Panoramen der russischen Nationalgeschichte haben massenweise Publikum in die Kinos gelockt. Dass der staatstreue- nationalistische Filmemacher Nikita Michalkov bei der Produktion derartiger Filme kräftig mitmischt, hat irgendwann niemanden mehr gewundert. Dass Pavel Lungin, Regisseur von gesellschaftskritischen Filmen wie “The Wedding” (2000), “Luna Park” (1992) oder “Taxi Blues” (1990) auf diesen Zug bereits mit seinem Film “Ostrov” (2006) aufsprang, wunderte einen 2009 schon
Quotativmarker im Russischen (типо/типа)
Die berichtete Rede ist durch zwei Kriterien gekennzeichnet: die Verschiebung der deiktischen Marker und die Verschiebung der pragmatischen Marker in Abhängigkeit von der kommunikativen Situation des Berichterstatters. Folglich gibt es vier Möglichkeiten, diese Kriterien zu kombinieren: 1. direkte (keine deiktische und pragmatische Verschiebung) und 2. indirekte (volle deiktische und pragmatische Verschiebung) berichtete Rede sowie zwei gemischte Möglichkeiten, nämlich 3. adaptierte und 4. imitierte Rede (letztere in den Belletristikbüchern auch als „freie indirekte Rede“ bezeichnet). Die vorliegende Arbeit fasst die Möglichkeiten der quotativen Indizes im Modernen Russischen zusammen, die auf berichtete Rede hinweisen, und stellt die für das Russische relativ neuen quotativen Indizes типо/ типа an ihre Stelle. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der aktuell diskutierten Frage, ob die russischen quotativen Indizes „Evidentialität“ ausdrücken - in ihrer primären Bedeutung tun sie das nicht
Von den Vorzügen der Kanalisation: oder: Aufzeichnungen aus dem jugoslawischen Untergrund
Vladimir Arsenijevićs Werke scheinen vom Abwassersystem des antiken Roms inspiriert. Es geht um die Existenz im Unrat, um das Leben während und nach den jugoslawischen Kriegen der 1990er Jahre. Arsenijević verfolgt feige Freaks und Drogendealer, alternde Schauspielerinnen und Drückeberger und bezieht sich selbst und den „Vorsitzenden“ (Milošević) in das postmoderne Spiel von Fakt und Fiktion mit ein
Das wilde Fleisch der Sprache: Igor’ Klechs dokumentarisch-ästhetischer Radikalismus
Igor' Klech schreibt auf Russisch, obwohl oder gerade weil er aus der Ukraine kommt. Wie die Ukraine mit dem Schreiben des Moskauer Autors zusammenhängt, erzählt er im Gespräch