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Latein als Medium für das Russisch-französische Wörterbuch von Antioch Kantemir
Das "Jahrhundert der Enzyklopädien und Wörterbücher" (Siècle de l'Encyclopédie) in Frankreich wird Antioch Kantemir (1738-1744 in Paris als russischer Diplomat) dazu veranlasst haben, das erste bekannte "russisch-französische Wörterbuch" zusammenzustellen. Da seine Hauptquellen - Polikarpov (1704) und Weismann (1731) - zwar russische und lateinische Äquivalente (sowie griechische oder deutsche Vokabeln), nicht aber die französischen Wörter lieferten, zeigt sich eine bemerkenswerte Besonderheit des Kantemir-Wörterbuchs: Für die französische Semantisierung russischer Stichwörter wurde oft das lateinische Äquivalent herangezogen, indem lateinisch-französische Enzyklopädien oder französische Wörterbücher konsultiert wurden, in denen auch die lateinischen Wörter aufgeführt waren (sogar das lateinisch-französische Fachwörterbuch von Lémery). Diese Wörterbücher belegen einen russisch-lateinisch-französischen Transfer, auch wenn der Schritt vom Lateinischen ins Französische im Wörterbuch von Kantemir nicht aufgeführt ist
VerSuche. Drogen und Rausch im gesellschaftlichen Kontext in Marcin Szczygielskis Berek
Der kommerzielle Erfolg von Michał Witkowskis Roman Lubiewo (2005) animierte einige Verlage, ihrerseits eine ganze Reihe neuer schwuler Romane polnischer Autoren herauszugeben, so Marcin Szczygielskis Berek (2007). Manche KritikerInnen sprechen geradezu von einem Boom dieses Literaturgenres in Polen, hier geht es jedoch um mehr als nur die Sichtbarmachung schwuler Identitäten oder um die Artikulation homosexuellen Begehrens. Vielmehr sind queere Identitäten markiert von der postkommunistischen Situation, die diese bedingt
Geschichten aus dem Bauch des Ungeheuers: Ein Portrait der Schriftstellerin Ljudmila Petruševskaja
„Ich halte mich nicht für eine Frauenschriftstellerin“, sagt sie, und “Ich habe mich nie mit Politik beschäftigt – das interessiert mich nicht im Geringsten“. Und dennoch wird sie, Ljudmila Petruševskaja, als eine der führenden Figuren der zeitgenössischen Frauenliteratur aus Russland gefeiert und als eine der letzten lebenden Schriftstellerinnen der Dissidentenbewegung im Gefolge von Solženicyn bezeichnet
„Ein Stück über Mutter und Vaterland“ – ein Interview mit Michael Zgodzay
Im November 2010 ist im Leipziger Literaturverlag “Bożena Keffs Utwór o matce i ojczyźnie” in der Übersetzung von Michael Zgodzay auf Deutsch erschienen. Die polnische Ausgabe wurde auf novinki.de bereits besprochen. Tanja Hofmann hat mit dem Übersetzer ein Kurzinterview geführt
Oratorium für Frauenstimme und gemischten Chor: Marina Ljubaskinas Gemorroj ili Marinočka, ty takaja nežnaja!
Die seit vielen Jahren in Berlin lebende Künstlerin Marina Ljubaskina hat als vielseitige Malerin, Grafikerin, Fotound Performancekünstlerin einige Bekanntheit erlangt und veröffentlicht nun ihr literarisches Debut Gemorroj ili Marinočka, ty takaja nežnaja! (Hämorrhoiden oder Marinočka, du bist so zärtlich) unter dem Pseudonym „Marina Orgazmus“
Die Flucht vor dem Flüchtling
Michail Šiškin hat seinen Roman Venushaar (russ.: Venerin volos) auf dem Internationalen Literaturfestival vorgestellt
“Die große Form liegt mir nicht”: Interview mit Ilma Rakusa
Über den Wind am Mittelmeer, Brodskij im Garten und Kiš im Montparnasse. Ein Gespräch mit Ilma Rakusa über ihre Autobiographie "Mehr Meer" und den osteuropäischen Literaturbetrieb
Indefinitpronomina im Russischen und Spezifizität
In dieser Arbeit werden indefinite Nominalphrasen, die von den unbestimmten Pronomen 'koe-kakoj', 'kakoj-to' und 'kakoj-nibud'' im Russischen begleitet werden, im Hinblick auf die Kategorie der Spezifizität analysiert
Handbuch der deutschen Sprachminderheiten in Mittel- und Osteuropa. (Christian Voß)
Prof. Dr. Christian Voß. Rezension zu: Handbuch der deutschen Sprachminderheiten in Mittel- und Osteuropa. Hrsg. von Ludwig M. EICHINGER, Albrecht PLEWNIA, Claudia M. RIEHL. Tübingen: Gunter Narr 2008, 392 S., ISBN 978-3-8233-6298-
Hiob ohne Happy End
Jossel Rakover ist ein moderner Hiob – jedoch ohne Happy End. In der letzten Stunde seines Lebens, als der Widerstandskampf im Warschauer Ghetto schon aussichtlos verloren ist, schreibt er eine Nachricht an die Nachwelt und rechnet mit Gott ab