Ethnoscripts
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From Siberia with Love or Angst in the City? On the Idea of Merging Research Projects in Novosibirsk and Co-Teaching in Hamburg and Berlin
Angst in the City is the title that the authors of these lines chose for a jointresearch project and seminar looking into expressions of emotion and socialexclusion in diverse urban environments. The title serves as a shorthand forapprehensive feelings that individuals or groups perceive when physically orimaginarily finding themselves in certain spaces in the fabric of the city thatthey inhabit. The concept of fear will be discussed in more detail below (pp.7-9). This article has four goals: first, to lay out how this research cooperation on the perception of urban space came into being; second, how it proceeded and what initial results emerged from it; and third, how the research generated the idea of jointly organized teaching. Students who participated in Angst in the City conducted small research projects on their own in Hamburg, Schwerin and Berlin, and four of their essays have been adopted for publication in this special issue of Ethnoscripts. To prepare the conceptual ground for these four contributions is the fourth goal of this article. It closes with a remark on how the students’ projects feed back into our own plans for further research
Zwischenräume erkunden, Intentionen ermitteln
Mijal Gandelsman-Trier und Michael Pröpper im Gesprächmit J. Otto Habec
Ethnologie und das Berufsfeld „Rechtsberatung im Asylwesen“ in Österreich
Der gegenständliche Beitrag gibt einen umfassenden Einblick in das Berufsfeld der Rechtsberatung im österreichischen Asylwesen und setzt sich dabei auch mit der Frage auseinander, welche speziellen Kompetenzen und Fähigkeiten EthnologInnenin diesem Tätigkeitsbereich anwenden können. Nach einer Darstellung der (rechts-)historischen Entwicklung und der gesetzlichen Grundlagen der Rechtsberatung im Asylwesen wird in dem Beitrag verdeutlicht, dass der Zugang zu diesem Berufsfeld unter bestimmten Umständen auch Nicht-JuristInnen gestattet ist. Darüber hinaus wird nach einer genauen Beschreibung des Aufgabenbereiches und des „Arbeitsalltages“ von RechtsberaterInnen im Asylwesen herausgearbeitet, dass EthnologInnen durchaus über spezielle soft skills und hard skills verfügen, die bei der täglichen Bewältigung von berufstypischen Herausforderungen eingesetzt werden können. In diesem Sinne dient der gegenständliche Beitrag nicht nur der Information, sondern soll auch das Interesse von EthnologInnen an einem Berufsfeld wecken, das künftig weiter an gesellschaftspolitischer Relevanz gewinnen wird
Als Ethnologin in der Erwachsenenbildung
Dieser Artikel beschreibt das Berufsfeld Erwachsenenbildung aus der Perspektive einer Ethnologin. Im Speziellen beschäftigt sich der Artikel mit dem Weiterbildungsund Umschulungssektor und der Arbeit als freiberufliche Dozentin. Neben einer allgemeinen Beschreibung des Berufsfeldes, den Voraussetzungen sowie den Vor- und Nachteilen, geht es insbesondere darum, inwiefern ein Studium der Ethnologie eine gute Grundlage für diese Tätigkeit darstellt und inwieweit die Dozententätigkeit eine Bereicherung für Ethnolog_innen ist
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ oder: Gibt es Alternativen zu „Arbeit“?
Die in marktwirtschaftlichen Strukturen eingebettete Arbeit findet in bestimmtenkünstlich hergestellten Formen statt, die eine Aushandlung zwischen äußerennaturalisierten, scheinbar überindividuellen Sachzwängen und inneren Überzeugungen und Wünschen erfordern. In diesem Artikel beschreibt der Autor ein Mosaik aus Möglichkeiten und Wegen, wie Menschen in verschiedenen Kontexten bereits jetzt versuchen diesen Zwängen zu entkommen und alternative Lebens- und Arbeitskonzepte in ihren Gruppen umsetzen. Die Erfahrungen, die einer Reise zu verschiedenen utopischen Projekten entstammen, werden zu einer ganzheitlichen Perspektive der teilnehmenden Beobachtung als Lebensperspektive verknüpft und stehen damit in Kontrast zum scheinbar vom restlichen Leben abgetrennten ethnologischen Arbeitsfeld
Mijal Gandelsman-Trier im Gespräch mit Sabine Görges- Dey, Frank Müller und Cordula Weißköppel „Studium und dann?!“ Das Praxisbüro am Fachbereich 9 Kulturwissenschaften der Universität Bremen
Sabine Görges-Dey ist Diplomsoziologin und Leiterin des Praxisbüros amFachbereich 9 Kulturwissenschaften der Universität Bremen. Dr. FrankMüller ist Kulturwissenschaftler und arbeitet als Lektor am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen, er ist Praktikumsbeauftragter des Instituts. Dr. Cordula Weißköppel ist Ethnologin und als Akademische Rätin am Institut für Ethnologie der Universität Bremen tätig. Sie ist für die Studienfachberatung im M.A.-Studiengang Transkulturelle Studien verantwortlich sowie Sokrates/Erasmus-Beauftragte am Institut. Das Gespräch fand am 18.03.2015 statt. Der betreffende Fachbereich an der Universität Bremen heißt Kulturwissenschaften; der Studiengang, auf den dieses Gespräch mehrfach Bezug nimmt, heißt B.A. Kulturwissenschaft. Er ist am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft angesiedelt. Der Masterstudiengang Transkulturelle Studien (MATS) ist ein transdisziplinäres Programm des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaft, der Religions- und der Literaturwissenschaft an der Universität Bremen
Bad Romance: The Love-Hate Relationship Between Inhabitants of St. Pauli and Their Infamous Hamburg Neighbourhood
This research project stems from my desire to understand the neighbourhoodI myself accidentally inhabit for the past year. Through this small research project, I wanted, therefore, to try and meet others that live in the side streets of the Reeperbahn area, in order to ask them how they feel about their neighbourhood and how, if at all, they come to terms with it. In order to reveal the dialectical nature of St. Pauli and the love-hate relationship which I presumed a lot of my neighbours had, I decided to ask two simple questions: (i) What do you like about living in St. Pauli? (ii) What don’t you like about living in St. Pauli? Additionally, I was curious to know if other people perceive, as I do, a strong contrast between the inside and outside of their homes. And if so, how did they feel about such discrepancies
Erfahrungen aus der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Österreich
Ausgehend von der Frage, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Absolvent_innen der Kultur- und Sozialanthropologie mitbringen, um im Flucht- und Migrationsbereich tätig zu werden, reflektiere ich in diesem Artikel meine eigenen Erfahrungen mit der Arbeit in einer Jugendbetreuungsstelle einer karitativen Organisation. Dabei nehme ich nicht nur Bezug zu den aktuellen Migrationsströmen nach Westeuropa, sondern versuche die Landschaft des österreichischen Asylregimes zu skizzieren und die direkten Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Arbeit im Flucht- und Asylbereichnach zu zeichnen
Studentische Mitarbeit im Verlag
In diesem Beitrag beschreibe ich die Berufserfahrungen, die ich in meiner Zeit als studentische Mitarbeiterin in einem Hamburger Verlag gemacht habe. Bei den Tätigkeiten handelte es sich vor allem um Arbeiten an einer Datenbank für touristische Zwecke, deren Inhalte die Grundlage für Apps und Navigationssysteme darstellen. Ich gehe unter anderem auf wichtige Punkte ein, in denen sich die Arbeit und mein Studium inhaltlich und strukturell überschnitten und gegenseitig ergänzten, denn Tourismus als modernes Massenphänomen ist sowohl aus ethnologischer wie auch aus wirtschaftlicher Perspektive ein interessantes Thema