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MINT-ProNeD - Teilprojekt Universität Tübingen - Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Das Verbundprojekt MINT-ProNeD zielte auf die Etablierung eines integrativen Gesamtkonzepts für die MINT-Lehrkräftebildung mit Fokus auf die digital-gestützte, adaptive Förderung prozessbezogener Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den MINT-Fächern. Grundlage des Vorhabens war die Zusammenarbeit von neun lehrkräftebildenden Hochschulen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz in Form von drei interdisziplinären und phasenübergreifenden Netzwerken 1. Fortbildungen, 2. Unterrichtsentwicklung und -beratung sowie 3. Future Innovation Hub. Forschungsbasierung und Qualität der entstandenen Angebote wurden durch den Einbezug von drei einschlägigen außeruniversitären Forschungsinstituten sowie die Zusammenarbeit mit den beteiligten Landesinstituten für Lehrkräftebildung und Schulentwicklung gewährleistet. Ein querliegender Arbeitsbereich Translation und Dissemination verband die Arbeit der drei Netzwerke durch die Entwicklung einer nachhaltigen Disseminationsstruktur. Das Teilprojekt der Universität Tübingen war in allen drei Netzwerken sowie im Arbeitsbereich Translation und Dissemination beteiligt und verantwortete die standortübergreifende Evaluation. Innerhalb des Förderzeitraums wurden so insgesamt 14 Professionalisierungsangebote, insbesondere in Form von (modularen) Lehrkräftefortbildungen und Professionellen Lerngemeinschaften, sowie drei Technologieanwendungen in den Fächern Chemie, Mathematik und Physik sowie im Future Innovation Hub für den Themenbereich „KI und außerschulische Lernorte“ entwickelt, erprobt und evaluiert. Besonderen Wert wurde dabei auf die kokonstruktive Entwicklung der Angebote in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und/oder Vertreter:innen der ZSL-Regionalstelle Tübingen gelegt. Die Angebote und die in diesen entstandenen Unterrichtsmaterialien wurden größtenteils als OER aufbereitet und gemäß der im Arbeitsbereich Translation und Dissemination erarbeiteten Disseminationsstrategie des Verbundes (OER-Roadmap) über landesspezifische (ZOERR) und länderübergreifende Plattformen (ComPleTT, Fundus, Mundo), auf der projekteigenen Webseite sowie der Mediathek des Kompetenzverbundes lernen:digital zur Verfügung gestellt. Aus Fortbildungsangeboten, die in hohen Anteilen oder ausschließlich digital durchgeführt wurden, entstanden zudem digitale Selbstlernkurse, die dauerhaft über einschlägige Plattformen (ZSL-Moodle, MOOC-BW) angeboten werden.The MINT-ProNeD consortium project aimed to establish and implement an integrative overall strategy for STEM teacher education. The project was based on the cooperation of nine teacher training universities in Baden-Württemberg, Bavaria and Rhineland-Palatinate in the form of three interdisciplinary professional networks: 1. In-service training, 2. instructional development and consulting and 3. Future Innovation Hub. The research basis and quality of the resulting concepts was guaranteed by involving three relevant non-university research institutes and cooperation with the participating educational administration within the different federal states. A transversal working area, Translation and Dissemination, linked the work of the three networks by developing a sustainable dissemination structure. The sub-project of the University of Tübingen was involved in the three networks as well as in the Translation and Dissemination working area and was also responsible for the cross-location research agenda. During the funding period, a total of 14 professional development programmes, primarily in the form of (modular) in-service trainings and professional learning communities, as well as three technology applications in the subjects of chemistry, mathematics and physics and in the Future Innovation Hub for the topic area of ‘AI and extracurricular learning locations’ were developed, tested and evaluated. Particular emphasis was placed on the co-constructive development of the programmes in close cooperation with teachers and/or the ZSL regional office in Tübingen. Most of the trainings and the teaching materials developed as part of them were prepared as OER and made available in accordance with the consortium's dissemination strategy (OER roadmap) developed in the Translation and Dissemination work area via state-specific (ZOERR) and cross-state platforms (ComPleTT, Fundus, Mundo), on the project's own website and in the media library of the lernen:digital competence network. Training courses that were conducted largely or exclusively in digital form also resulted to digital self-study courses, which are offered via relevant platforms (ZSL-Moodle, MOOC-BW)
Schlussbericht reACT V4 Embocraft
Im Rahmen des Verbundprojekts reACT adressiert Vertical 4 ("Cardiovascular Intervention") die Erforschung zeitlich adaptiver, teilresorbierbarer Implantate für die kardiovaskuläre Versorgung. Das Teilvorhaben 4.1 der Embocraft GmbH fokussierte sich auf die Entwicklung eines Aneurysmen-Stents mit Deflationsfunktion ("vessel shaper"), der durch die gezielte Kombination einer dauerhaften nicht-resorbierbaren Komponente (Nitinol) mit einer resorbierbaren Metallkomponente eine zeitabhängige Kraftumkehr ermöglicht. Als zentrales Ergebnis wurde ein konsistentes Werkstoffkonzept etabliert (Fe-Mo kombiniert mit Nitinol), Designkonzepte abgeleitet sowie eine prototypische ex situ Prüfumgebung aufgebaut
PMT-uro: Using phages in combination with fecal microbiota transfer to access different reservoirs of uropathogens
Sachbericht
Das Teilprojekt TP1.5 des RUBIN-Verbundprojekts reACT befasste sich mit den regulatorischen Aspekten der Modellbildung in der Innovation resorbierbarer Implantat-Konzepte. Hintergrund des Vorhabens war die zunehmende regulatorische Komplexität im Bereich der Medizinprodukteentwicklung durch das Inkrafttreten der Medical Device Regulation (MDR 2017/745 EU), die für Unternehmen eine erhebliche Hürde auf dem Weg zur Markteinführung innovativer Produkte darstellt
Kurzbericht/Schlussbericht
Im Rahmen des HZBT-Projektes wurden die beiden Neutronenstreuinstrumente LaDiff (ehemals V2/FLEXX) und FIREPOD (ehemals E9) vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) an das Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) in Garching transferiert. Beide waren zum Zeitpunkt der Abschaltung des Reaktors BER II in Berlin im Jahr 2019 wissenschaftlich auf dem neuesten Stand und stark nachgefragt.
Nach erfolgreicher Integration in den bestehenden Instrumentenpark des MLZ werden sie im Rahmen ihres "second life" dort wieder in den Nutzerbetrieb überführt. Dadurch erhöht sich die Kapazität der Messzeittage, die den Nutzern am MLZ zur Verfügung steht, und es können auch völlig neuartige Experimente durchgeführt werden.
Die Überführung der beiden Instrumente nach Garching wurde innerhalb der Projektlaufzeit erfolgreich abgeschlossen. Anschließend wurden die notwendigen Anpassungen und Optimierungen für den Einsatz am MLZ - auch durch die Beschaffung neuer Komponenten - durchgeführt. Die Inbetriebnahme der Instrumente und der Komponenten dauert an. Die Abschirmung SR8 und die Neutronenoptik, die die Instrumente FIREPOD, ERWIN und SPODI mit Neutronen versorgen wird, wurde beschafft
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Das Projekt Fuel Cell System Heavy Duty zielte darauf ab, die besonderen Herausforderungen der Brennstoffzellentechnologie für schwere Nutzfahrzeuge zu adressieren. Während wasserstoffbetriebene Brennstoffzellensysteme bereits in verschiedenen Mobilitätssektoren eingesetzt werden, bestehen für den Nutzfahrzeugbereich weiterhin offene Fragen zur Effizienz, Langlebigkeit und optimalen Integration von Subsystemen. Insbesondere die Gewährleistung eines stabilen Betriebs unter hoher Last sowie die Optimierung von Wasser- und Wärmemanagement stellen zentrale Herausforderungen dar. Ein wesentliches Ziel des Projekts war daher die systematische Untersuchung und Weiterentwicklung von Schlüsselkomponenten innerhalb des Brennstoffzellensystems. Dazu zählten insbesondere Befeuchter und passive Strahl-Rezirkulationspumpen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Gesamtsystems haben. Es bestand die Notwendigkeit, neue Prüfmethoden und Simulationsansätze zu entwickeln, um diese Komponenten unter realistischen Betriebsbedingungen detailliert zu analysieren und zu optimieren. Die Professur für Fluidsystemtechnik (FST) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konnte dabei auf bestehende Expertise im Bereich Wasserstofftechnologien und thermodynamischer Prozesse aufbauen. Ein vorhandener FuelCon-Brennstoffzellenprüfstand der Firma HORIBA diente als Ausgangspunkt für weiterführende Untersuchungen, reichte jedoch nicht aus, um die spezifischen Anforderungen des Projekts zu erfüllen. Daher war die Entwicklung spezialisierter Prüfstände erforderlich, um sowohl stationäre als auch dynamische Betriebszustände realitätsnah nachbilden zu können. Durch die enge Zusammenarbeit von experimentellen Untersuchungen und Simulationen hat das Projekt dazu beigetragen, Brennstoffzellensysteme für schwere Nutzfahrzeuge leistungsfähiger, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten und damit die Technologiereife weiter voranzutreiben.The Fuel Cell System Heavy Duty project aimed to address the specific challenges of fuel cell technology for heavy-duty commercial vehicles. While hydrogen-powered fuel cell systems are already in use in various mobility sectors, questions remain regarding the efficiency, durability, and optimal integration of subsystems for commercial vehicles. In particular, ensuring stable operation under high loads and optimizing water and heat management are key challenges. A major goal of the project was therefore the systematic investigation and further development of key components within the fuel cell system. These included, in particular, humidifiers and passive jet recirculation pumps, which have a significant impact on the performance and efficiency of the overall system. There was a need to develop new test methods and simulation approaches in order to analyze and optimize these components in detail under realistic operating conditions. The Professorship for Fluid Systems Technology (FST) at Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg was able to build on existing expertise in the field of hydrogen technologies and thermodynamic processes. An existing FuelCon fuel cell test bench from HORIBA served as the starting point for further investigations, but was not sufficient to meet the specific requirements. It was therefore necessary to develop specialized test benches in order to be able to realistically simulate both stationary and dynamic operating conditions. Through close cooperation between experimental investigations and simulations, the project has contributed to making fuel cell systems for heavy commercial vehicles more powerful, efficient, and economical, thereby further advancing the maturity of the technology
AlphaDekade - Sachbericht zum Verwendungsnachweis (VN)
Obwohl Bildung ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe und persönlicher Weiterentwicklung ist, bleiben viele erwachsene Menschen mit geringer Literalität von konventionellen Angeboten ausgeschlossen – nicht zuletzt aufgrund negativer Vorerfahrungen, die als individuelle Barrieren wirken. Das Projekt „mittendrin – mit Kopf und Ball“ Transfer begegnet dieser Herausforderung mit einem innovativen Ansatz: Es verknüpft Alphabetisierung und Grundbildung mit der lebensweltorientierten Faszination Fußball, um Hemmschwellen abzubauen und niederschwelligen Zugang zu Bildungsinhalten zu eröffnen. Dabei wurde der Einsatz von Fußball als Motivations- und Integrationsfaktor genutzt, um Menschen mit geringer Literalität in Bildungsangebote einzubinden und ihre Bildungsbiografien nachhaltig zu erreichen.
In Kooperation zwischen SG Dynamo Dresden e. V. und Volkshochschule Dresden e. V. richtete sich das Projekt an Erwachsene mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Es verfolgte dabei fünf übergeordnete Zielbereiche: 1. Den Ausbau und die Pflege interdisziplinärer Netzwerke – von Fußballfanarbeit über Sozialraum bis zu Bildungsträgern –, um Synergien zu nutzen und neue Kooperationspartner zu gewinnen. 2. Die Verstärkung von Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowohl im Stadion-Umfeld als auch auf Messen, Stadtteilfesten und in politischen Gesprächen, um das Thema dauerhaft im Bewusstsein zu verankern. 3. Die Entwicklung und Erprobung lebensweltorientierter Lernformate und –orte. 4. Die nachhaltige Absicherung durch Finanzierungsund Verstetigungsstrukturen. 5. Die Konzeption digitaler und analoger Lehr- und Lernmaterialien mit starkem Fußball- und Lebensweltbezug
Abschlussbericht
Innerhalb des 6G-LICRIS-Projekts konzentrierte sich die Merck Electronics KGaA auf die Entwicklung von Flüssigkristallmischungen (LC) für eine Frequenz von 30 GHz. Ziel war es, herauszufinden, ob die für 19 GHz optimierten Mischungen tatsächlich ihr Leistungsmaximum bei dieser Frequenz erreichen oder ob dies eine intrinsische Materialeigenschaft ist. Zu diesem Zweck wurden eine Vielzahl von Einzelkomponenten (sogenannte "Singles") bei 30 GHz charakterisiert, um die Grundlage für die Mischungsentwicklung zu erweitern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Steuerbarkeit dieser Singles im Durchschnitt um etwa 6% geringer ist, während die dielektrischen Verluste um etwa 4% sinken. Zudem wurden Unterschiede in den Mikrowelleneigenschaften der Singles identifiziert, die für die Optimierung der Mischungen genutzt werden sollen.
Ein weiteres Screening untersuchte die Leistungsfähigkeit von Flüssigkristallen bei niedrigeren Frequenzen (12 GHz). Hierbei zeigte sich, dass die Steuerbarkeit von 19 GHz zu 12 GHz konstant bleibt, während die Verluste signifikant ansteigen, was die Herausforderungen für Anwendungen von LC im unteren GHz-Bereich verdeutlicht.
Das Ziel der Mischungsentwicklung war es, die Steuerbarkeitsänderung über die Frequenz zu minimieren und gleichzeitig die dielektrischen Verluste zu reduzieren. Mit den Mischungen, "Mix 5" und "Mix 6", konnten die Hochfrequenzparameter bei 30 GHz signifikant verbessert werden. Weiter sind diese Mischungen bis -20°C stabil. Mix 5 hebt sich durch eine Steuerbarkeitsverbesserung von 20% im Vergleich zur GT7 29001 hervor und wurde als projektspezifische Mischung für 6G-LICRIS unter der Bezeichnung GT8-32003 definiert.
Die Temperaturcharakterisierung der Mischung GT8-32003 zeigt, dass die Permittivität mit steigender Temperatur abnimmt und die beiden Permittivitäten sich nahe dem Klärpunkt annähern, was zu einer sinkenden Steuerbarkeit führt. Der Verlustwinkel steigt ebenfalls mit der Temperatur an. Im direkten Vergleich zur GT7-29001 zeigt die GT8-32003 eine geringere Verluststeigerung und eine höhere Steuerbarkeit, selbst bei höheren Temperaturen, was die Realisierung einer leistungsstarken RIS (Reconfigurable Intelligent Surface) auch unter höheren Temperaturbedingungen ermöglicht