Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Imaginaries of Openness in Education
Openness in education is a concept gaining traction in higher education worldwide. Prominent manifestations include Open Educational Resources (OER), Open Educational Practices (OEP), Massive Open Online Courses (MOOCs), and open-source learning management systems (LMS). Governments, organizations, and universities present these as powerful tools to solve pressing problems in education systems. In this essay, I posit that Open Education can be conceptualized as an educational imaginary, a societal vision for the future where technology and education are of significance (Jasanoff & Kim, 2015; Rahm, 2023). Using this heuristic lens, I illustrate three imaginaries of openness to demonstrate why implementations of Open Education might fall short of expectations due to conflicting visions of openness. This essay is not intended to be exhaustive regarding current developments in the field of OER
The Astro Pi Mission Space Lab: A Meta Review of a Science Education Learning Material
This meta review analyzes and discusses the “Astro Pi Mission Space Lab” project and its potential for inclusive learning as perceived by five reviewers, consisting of three teachers, one prospective teacher, and one Astro Pi instructor. These five reviews were prepared based on the “Framework for the Reflection on Living Learning Materials” (FRoLLM), which is an evaluation tool focusing on the analysis of educational materials regarding their inclusion sensitivity, taking into consideration various learners’ needs. This meta-review focuses on the research question of how inclusion and exclusion manifest in the context of the Astro Pi educational materials.Our analysis, based on the five reviews, shows that the Astro Pi materials are perceived as an inspiring initiative provided by European Space Agency (ESA) Education that not only captivates learners with the marvels of space exploration and coding but also offers a unique opportunity to assess and enhance learning materials in innovative educational contexts. At its core, the project combines theoretical science with practical application, as learners design and execute experiments using the Astro Pi computers aboard the International Space Station (ISS). This supports inclusion sensitivity in multiple ways, which are shown and critically discussed inthis meta-review
Embedding Digital Education in Teacher Training: A Quantitative Diffusion Study
Digitale Bildung ist ein Schlüssel zu einer gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Teilhabe. Daher muss die Lehrkräftebildung angehenden Lehrkräften Kompetenzen vermitteln, um sie zu befähigen, digital bildend zu unterrichten. Hochschullehrende stehen dementsprechend vor der Herausforderung, digitale Bildung in Studiengänge und hochschulische Lehrveranstal-tungen einzubetten. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie Lehrende in der Lehrkräftebildung ihre Einbettungsbereitschaft bzgl. digitaler Bildung selbst einschätzen sowie inwiefern sie diese aus ihrer Sicht in die eigene Lehrpraxis einbetten. Zu diesem Zweck wurde eine explorative quantitative Diffusionsstudie mit 34 Proband*innen durchgeführt. Digital education is a key to current and future social participation. Teacher training must therefore provide prospective teachers with the skills they need to enable them to teach about digitization. Accordingly, university lecturers are the people who embed digital education in degree programs and university courses. This article examines how lecturers in teacher training assess their willingness to embed digital education and the extent to which they embed it in their teaching practice. To this end, an explorative quantitative diffusion study was conducted with 34 participants.
Thank you to referees 2023/2024
The editors of the Journal of Social Science Education would like to thank the following peer referees who reviewed papers between January 2023 and December 2024. No scholarly journal can thrive without the support of people who donate their scientific expertise and time to review manuscripts. Your contribution as a reviewer has been vital in maintaining the high scientific quality of our journal, and your valuable feedback to authors has helped improve their work. We appreciate your contribution, especially given the increasing workload and time pressures in the current academic system
Mathematikdidaktische Reflexionsprozesse in der zweiten Phase der Lehrkräftebildung anregen: Ein videobasiertes Aufgabenformat zur Analyse und Reflexion von Unterrichtseinstiegen in Mathematik
(Fachdidaktische) Reflexionsfähigkeit spielt in der Lehramtsausbildung, insbesondere im Hinblick auf die Vernetzung von theoretischen Konzepten und praktischem Handeln, eine entscheidende Rolle. Um diese anzuregen und zu fördern, birgt die Arbeit mit Unterrichtsvideos, gerade auch mit Aufzeichnungen aus dem eigenen Unterricht, ein großes Potenzial. Im Beitrag wird am Beispiel des Faches Mathematik ein diskursives Aufgabenformat zur Videoanalyse und -reflexion von Unterrichtseinstiegen vorgestellt, das auf der Lernplattform degree umgesetzt und in der zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung erprobt und beforscht wurde. Es erfolgen eine konkrete Erläuterung der drei Phasen des Aufgabenformats und ihrer Funktion für den Reflexionsprozess der Lehramtsanwärter*innen sowie eine theoretische Einbettung hinsichtlich des Lerngegenstands. Abschließend wird ein kurzer Einblick in die empirischen Ergebnisse der qualitativen Studie im Rahmen des Projekts Degree 5.0 gegeben
Audiodeskription für Unterrichtsvideos: Eine anwendungsorientierte Erläuterung anhand von Pilotvideos aus den "Degree"-Projekten
Im Rahmen der Projekte Degree 4.0 und Degree 5.0 wurden videobasierte Lehrkonzepte entwickelt, deren Grundlage videografisch dokumentierte Unterrichtssituationen darstellen. Um den Aspekt der Barrierefreiheit zu berücksichtigen, wurden die im Projekt erstellten Unterrichtsvideos mit Audiodeskriptionen und Untertiteln versehen. So werden visuelle und akustische Informationen allen zugänglich. Die Erstellung dieser barrierefreien Videos stellte besondere Herausforderungen dar, etwa beim Timing der Audiodeskriptionen oder bei der Auswahl relevanter Informationen. Lösungsansätze umfassten die Nutzung von Standbildern und ergänzenden Dokumenten, wobei stets die fachlichen Lernziele der jeweiligen Lehrkonzepte im Fokus standen. Die Präzision der Beschreibung war entscheidend, um die Videos didaktisch sinnvoll zu ergänzen, ohne jedoch die Aufgabenstellungen vorwegzunehmen. In diesem Beitrag werden fünf barrierefrei aufbereitete Pilotvideos anhand von Steckbriefen dargestellt. Um einen Einblick in die Implementierung der didaktischen Anforderungen in die Audiodeskriptionen zu geben, wird in jedem Steckbrief ein Ausschnitt aus dem Audiodeskriptionsskript mit einer Erläuterung versehen. Diese Darstellung gibt nicht nur einen Überblick über verschiedene Videogestaltungen, sondern liefert auch Impulse und Orientierungshilfen für die eigene Erstellung barrierefreier Medieninhalte
Videogestützte Reflexion und Reflexionsorientierung von angehenden Lehrkräften
Für (angehende) Lehrkräfte ist es von zentraler Bedeutung, sich im Rahmen ihrer Ausbildung reflektiert mit Unterricht auseinanderzusetzen und Reflexionskompetenzen zu entwickeln. Dabei werden zunehmend Unterrichtsvideos als Reflexionsstimulus in der Lehrkräftebildung eingesetzt. Im Projekt Degree 5.0 wurde mit dem Ziel, die Reflexionskompetenz angehender Lehrkräfte zu fördern, eine digitale, videobasierte und barrierefreie Lernplattform entwickelt, die verschiedene Werkzeuge für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Unterrichtsvideos bietet. In Kooperation mit Zentren für schulpraktische Lehrerbildung in Dortmund, Hamm und Arnsberg hatten Lehramtsanwärter*innen die Gelegenheit, mit dieser Plattform zu arbeiten. Der vorliegende Beitrag stellt die Befunde der Evaluation der Nutzung der degree-Lernplattform vor. Im Rahmen dieser Evaluation wurden die Lehramtsanwärter*innen durch eine Vorher-Nachher-Befragung und durch qualitative Gruppendiskussionen nach Nutzung der Plattform zu ihren Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit der degree-Plattform als reflexionsanregend wahrgenommen wurde und verschiedene Potenziale birgt, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsvideo und die Möglichkeit, neben der Einzelarbeit auch kooperativ in Gruppenarbeitsphasen zu reflektieren. Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen vorherige Befunde und Konzepte im Hinblick auf die Relevanz der didaktisch systematischen Vorbereitung der Arbeit mit Unterrichtsvideos sowie der Relevanz einer Vorbereitung für die Arbeit mit der degree-Plattform. Als Barriere für die Arbeit mit eigenen Unterrichtsvideos wird von den Lehramtsanwärter*innen der hohe Aufwand des Datenschutzes benannt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die videobasierte Lehrkräftebildung diskutiert
Monolingual Ideologies vs. Multilingual Realities: Institutional Structures and the Linguistic Inclusion of Recently Immigrated Students in the German ELT Classroom
Despite the strive for social justice for and inclusion of recently immigrated students (RIS), the German school system (GSS) is deeply rooted in a monolingual ideology that hinders RIS’ access to equal education. Additionally, monolingual English teaching practices, often paired with the occasional use of German in specific situations, still dominate in ELT classrooms, thus placing RIS who cannot speak either language at a disadvantageous position. The questions of what attitudes ELT teachers articulate towards RIS’ linguistic inclusion, how they assess the role of institutional structures and what would help them to make their classroom more inclusive for RIS is the focus of the research. The core of the study’s data consists of interviews that were conducted with three ELT teachers and evaluated using qualitative content analysis. This article uncovers that the teachers recognize the potential and importance of RIS’ linguistic backgrounds and are sensitive to the needs of RIS. Still, they are not able to accommodate them within their lessons due to the structures of the GSS and teacher education. The article concludes by presenting measures for practices and policies in language education based on the interviewees’ statements that would improve the linguistic inclusion and access to educational opportunities of the increasing body of RIS, ultimately contributing to social justice at German schools
„Data Richness“ in Hamburger Schulen: Wie Schulen unterschiedliche Daten in Schulentwicklungsprozessen unter den spezifischen Rahmenbedingungen des Stadtstaats nutzen
Die internationale Schulentwicklungsforschung weist mit Blick auf sich erfolgreich entwickelnde Schulen auf die Bedeutsamkeit der Nutzung unterschiedlicher Daten und wissenschaftlicher Evidenzen hin (z.B. Mandinach & Schildkamp, 2021; Muijs et al., 2004; Rutledge et al., 2015). Auch in Deutschland erhält die Nutzung von Daten im Schulentwicklungsprozess zunehmende Aufmerksamkeit. Ausgehend von Hinweisen auf diverse förderliche Rahmenbedingungen, die die Ausbildung einer „Data Richness“ in Schulen begünstigen, untersucht vorliegender Beitrag, inwiefern ein reichhaltiges Datenangebot durch die Bildungsadministration im Stadtstaat Hamburg eine Entsprechung im Datennutzungsverhalten der Schulen findet. Ergebnisse einer Interviewstudie mit Hamburger Schulleitungen legen nahe, dass Hamburger Schulen sowohl die von der Bildungsadministration bereitgestellten als auch intern generierte Datenbestände intensiv und zielorientiert in ihrer Schulentwicklung nutzen. Dabei berichten sie häufig von der Etablierung organisationaler Regelungen der Datennutzung und Funktionsstellen im mittleren Management, damit Daten für verschiedene Adressat*innengruppen auf Schulleitungs-, Team- und Individualebene ausgewählt und für die pädagogischen Entwicklungskontexte anschlussfähig aufbereitet werden können