Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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    How human-specific genes have expanded the primate neocortex:

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    In den letzten Jahren zeigte sich, dass menschenspezifische Gene einen entscheidenden Beitrag zu der evolutionären Neokortex-Expansion des Menschen leisteten. Eines dieser Gene ist ARHGAP11B. ARHGAP11B ist spezifisch in den Vorläuferzellen des Neokortex exprimiert. Durch die Verwendung unterschiedlicher Modellorganismen konnte gezeigt werden, dass dieses Gen nicht nur die Anzahl der relevanten Vorläuferzellen, sondern auch die Anzahl der Neurone der äußeren kortikalen Schichten vergrößern kann. ARHGAP11B erreicht dies, indem es innerhalb der Mitochondrien agiert und ähnlich wie in Tumorzellen die Glutaminolyse verstärkt. Schließlich konnte gezeigt werden, dass diese Effekte von ARHGAP11B ein Primatengehirn vergrößern und dessen Faltung induzieren können. An einem Mausmodell konnte darüber hinaus gezeigt werden, dass diese Vergrößerung zu verbesserten kognitiven Leistungen führt. ARHGAP11B ist somit höchstwahrscheinlich ein entscheidender Faktor der evolutionären Neokortex-Expansion des Menschen. Im Einklang damit ist der in menschlichen Hirnorganoiden erhobene Befund, dass ARHGAP11B essentiell für die große Anzahl an basalen Vorläuferzellen ist, die den sich entwickelnden menschlichen Neokortex auszeichnen. Insofern dürfte die Analyse weiterer menschenspezifischer Gene unser Verständnis der humanen Neokortex-Evolution weiter verbessern.In recent years, human-specific genes have been shown to be key contributors to the expansion of the human neocortex in the course of evolution. One of these genes is ARHGAP11B. ARHGAP11B is specifically expressed in progenitor cells of the neocortex. By using different model organisms, it has been possible to show that the product of this gene can increase not only the number of the relevant progenitor cells but also the number of upper-layer neurons. ARHGAP11B achieves this by acting within mitochondria and enhancing glutaminolysis, similar to what happens in cancer cells. In the end, it has been possible to show that these effects of ARHGAP11B can enlarge the primate brain and induce its folding. Furthermore, it could be demonstrated on a mouse model that this enlargement leads to improved cognitive performance. Thus, ARHGAP11B is most likely an essential factor for the evolutionary expansion of the human neocortex. Consistent with this is the finding in human brain organoids that ARHGAP11B is essential for the high number of basal progenitors which is characteristic of the developing human neocortex. Accordingly, the analysis of additional human-specific genes probably further improves our understanding of human neocortex evolution

    Lateinische Lektüre interdisziplinär: Metakompetenzen und "critical literacy" im Lateinunterricht?

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    Die Auswahl der im schulischen Lateinunterricht zu lesenden Lektüre unterliegt häufig der Obligatorik ministerieller Vorgaben in Form von Lehrplänen und Vorgaben für das Zentralabitur. Zugleich soll Ziel aller unterrichtlichen Bemühungen sein, Schüler*innen auf ihrem Weg zur Mündigkeit bzw. Autonomie zu unterstützen. In diesem Beitrag wird verdeutlicht, dass ein interdisziplinär arrangierter Lateinunterricht die Metakompetenzen des begründeten und reflektierenden Urteilens dahingehend fördert, sich kritisch-konstruktiv mit der zu lesenden Lektüre – unter dem Fokus auf eine Problemorientierung – auseinanderzusetzen. Zugleich weist dies vice versa nach, dass eine Orientierung an Metakompetenzen ein wichtiges Kriterium für die Lektüreauswahl sein kann. Dass gemäß konventioneller Vorgaben Literatur im Unterricht thematisiert wird, die nicht den Interessen und Bedürfnissen der Schüler*innen entspricht, scheint zumindest dann problematisch zu sein, wenn ihnen der Weg zur Partizipation als Stufe der Mündigkeit gänzlich verwehrt werden sollte. Eine fächerübergreifende Lektüre ermöglicht das Denken über die Fachgrenzen hinaus und eröffnet damit sowohl für die Lehrenden als auch für die Schüler*innen Möglichkeiten, Texte zu lesen, die nicht kanonisch sind, aber kritisch mit Problemen konfrontieren, die von gegenwärtig subjektiver Relevanz sind. Gleichzeitig heißt dies nicht, dass nicht auch kanonische Literatur ausgewählt werden kann, um dem Problem sprachlich und historisch nachzuspüren. Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Orientierung an Metakompetenzen und der critical literacy, Literatur ausgehend von einem für die Schüler*innen relevanten Problem der Gegenwart analytisch zu hinterfragen, um die eigene Urteilskompetenz fallbezogen zu schärfen

    Authentic Englishes.nrw: Understanding, Describing, and Teaching Varieties of English

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    In this contribution, we present the project AuthenticEnglishes.nrw, which is funded by the federal government of North Rhine-Westphalia and managed by the Digitale Hochschule NRW (DH.NRW). The project produces Open Educational Resources (OER) that can be used in university education to foster the skills of understanding, describing and – for students on a teaching degree – teaching varieties of English. We provide insights into what kinds of material are produced, and on which considerations the material is based. Our contribution contextualises the project against the backdrop of the highly diverse sociolinguistic reality of Authentic Englishes which students are confronted with in the twenty-first century. We argue that current teaching material for the higher secondary school level only slowly accommodates to these dynamics and rather focuses on a ‘traditional’ canon in which the standard varieties of Britain and the US feature prominently. This makes it imperative to provide university students with adequate Authentic Englishes material which goes significantly beyond the boundaries of the traditional canon to mirror twenty-first century sociolinguistic reality more accurately

    Ausdifferenzierung und Konsolidierung: Forschungs- und Entwicklungsplan der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg für das Jahr 2023

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    Der Beitrag skizziert die Weiterentwicklung des Forschungs- und Entwicklungsmodells für das Oberstufen-Kolleg und konzentriert sich dabei auf die neu eingerichteten Entwicklungsprojekte. Im Anschluss werden die aktuellen und geplanten Projekte des Forschungs- und Entwicklungsplans vorgestellt und Entwicklungsfelder für die weitere Arbeit beschrieben. Der abschließende Ausblick fokussiert insbesondere die für das Jubiläum der beiden Versuchsschulen Oberstufen-Kolleg und Laborschule im Jahr 2024 geplanten Veranstaltungen der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg. The article outlines the further development of the research and development model for the Oberstufen-Kolleg, focussing on the newly established development projects. The current and planned projects of the research and development plan are then presented and areas of development for further work are described. The final outlook focuses in particular on the events planned for the anniversary of the two experimental schools, the Oberstufen-Kolleg and the Laborschule [laboratory school], in 2024

    Von Netzwerken und Online-Treffpunkten im Berufsverband, oder: zum sich ändernden Verhältnis von supervisorischer Praxis und Forschung.

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    Dieser Beitrag nimmt die neue Veranstaltungsreihe der „DGSv-Treffpunkte Forschung“ in seiner Struktur und Form in den Blick. Dabei soll vor allem die veränderte Form in Hinblick auf die Professionalisierung der Supervision reflektiert werden. Grundsätzlich unterstützen wir kritisch-reflexive Forschung in der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv), weil Rationalisierungs- und Reflexionsprozesse sowie ihre Wissenschaftlichkeit einen Professionalisierungsprozess im Fach- und Berufsverband befördern (Jahn & Leser 2017). 2017 rief die DGSv deshalb ein „Netzwerk Forschung“ ins Leben. Diese Entscheidung stellte einen Strategiewechsel des Verbandes dar, der bisher vor allem Forschungsaufträge an etablierte Wissenschaftler*innen vergeben oder Forschung durch Drittmittel finanziell gefördert hatte (vgl. Haubl & Voss 2011; Haubl et al. 2013; Lohl 2019; Publikationsreihen „Positionen“, „Kölner Reihe“ sowie „Interdisziplinäre Beratungsforschung“)

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    Material 2 zu V. I. Bovelet: Übersetzen mit dem Klärifix - ein Methodenmix

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    Am Anfang war das Wort: Übersetzen in Theorie und Praxis bei Cicero und Hieronymus

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    Monitoring and Supporting the PhD of Candidates with a Teacher Training Background

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    Dieser Beitrag entwickelt und validiert ein differenziertes Monitoring-Verfahren für Promotionen (angehender) Lehrkräfte. Mit dem entwickelten Index sollen auftretende Probleme frühzeitig erkannt und passende Unterstützungsformen in unterschiedlichen Promotionsstadien evaluiert werden. Die wissenschaftliche Weiterqualifizierung von (angehenden) Lehrkräften via Promotion ist essenziell, um zukünftige Schul- und Unterrichtsforschung zu sichern (KMK, 2014). Dabei ist die Promotionsphase ein Lernprozess mit vielen Herausforderungen (Fiedler & Hebecker, 2012) und muss durch eine angemessene Unterstützung begleitet werden. (Angehende) Lehrkräfte haben besondere Unterstützungsbedarfe, die durch das wissenschaftliche Umfeld berücksichtigt werden müssen (Bedersdorfer & Lohse-Bossenz, 2022). Zunächst wurde ein Index für die Erfassung des Promotionsstandes (bestehend aus elf Promotionsschritten) angelehnt an Döring und Bortz (2016) entwickelt. Validiert wurde der Index mittels schriftlicher Befragung aller Promovierenden einer Pädagogischen Hochschule (Rücklauf 52,5 %, N = 53). Multiple lineare Regressionen bestätigen die Zuverlässigkeit der Selbsteinschätzung der Promovierenden mit unterschiedlichen Dissertations- und Forschungsarten zu ihrem Promotionsstand. Ferner gaben 16 Individuen mit Lehramtshintergrund nach einem Jahr erneut Auskunft zu ihrer Promotion. Damit konnten heterogene Promotionsfortschritte bzw. -rückschritte innerhalb eines festgelegten Zeitraums festgestellt werden. Ergebnisse der fallvergleichenden Qualitative Comparative Analysis (QCA) zeigen zudem eine divergierende Bedeutung unterschiedlicher Unterstützungsarten nach Vogel et al. (2017) für einen großen Fortschritt in unterschiedlichen Promotionsstadien und für verschiedene Promotionsaufgaben. Die Befragten profitieren beispielsweise bei der Aufarbeitung des Forschungsstandes von hoher emotionaler und netzwerkintegratorischer Unterstützung zu Promotionsbeginn. Fachliche Unterstützung ist bei der Einordnung der Forschungsergebnisse im fortgeschrittenen Promotionsstadium besonders hilfreich.This article develops and validates a monitoring approach for the PhD process of (aspiring) teachers. The developed index identifies problems at an early stage and evaluates suitable forms of support at different PhD stages. Further academic qualification of (aspiring) teachers via PhD is essential to secure future school and classroom research (KMK, 2014). The PhD is a learning process with many challenges (Fiedler & Hebecker, 2012) and must be matched by appropriate support. (Aspiring) teachers have special support needs that must be addressed by the academic environment (Bedersdorfer & Lohse-Bossenz, 2022). Based on Döring and Bortz (2016), an index to identify the status of a PhD project (comprising eleven steps) was developed. To validate the index, all PhD candidates at a university of education (N = 101, response rate 52.5%) were questioned in writing about their PhD. Using multiple linear regressions, the reliability of the PhD candidates’ self-assessment with different types of theses and research was confirmed. Moreover, 16 individuals with a teaching degree were questioned again after one year. Thus, heterogeneous doctoral progress or regression within a defined period were observed. Results of case-comparative Qualitative Comparative Analyses (QCA) further show a diverging significance of different support-types according to Vogel et al. (2017) for great PhD progress at different stages and for different tasks. For example, respondents benefit from high emotional and network integrative support at the beginning of the PhD while processing prior research findings. Professional support is helpful in classifying the research results at an advanced PhD stage

    Klimakrise und Ernährung “Klimakrise und Ernährung - Wie klimagerecht essen wir?”

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    Das hier vorgestellte Unterrichtsbeispiel zielt darauf ab, die Bewertungskompetenz von Schüler*innen im Kontext einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) gezielt zu fördern. Die gewählte Methode ist die Methode „Mystery“. Der Lerninhalt der in diesem Beitrag vorgestellten Aufgabenstellung geht von dem schüler*innen-nahen Alltagsphänomen „Fast Food" aus. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge zwischen der globalen Nahrungsmittelproduktion und den dadurch verursachten ökologischen Folgen, dem Klimawandel, aufzuzeigen.  Schüler*innen sollen durch eine kontroverse Auseinandersetzung und einem sich daraus möglicherweise ergebenden Perspektivenwechsel die Notwendigkeit eines Gegensteuerns zum Schutz des Klimas und der Nahrungsmittelsicherheit als Lebensgrundlage erkennen

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