Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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    Spannungsverhältnisse der Schulentwicklung – Zielkonflikte der Praxisforschung?

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    Praxisforschung in der Schule zielt auf Professionalisierung von Lehrkräften, die Weiterentwicklung der jeweiligen Einzelschule sowie die Generierung transferierbaren Wissens ab. Entsprechend dieser dreifachen Zielsetzung und der damit verbundenen Verantwortungsübernahme von forschenden Lehrer*innen für die Entwicklung ihrer Schule ist jedoch auch eine Verschärfung von Spannungsfeldern zu erwarten, wenn Entwicklungsinitiativen forschender Lehrkräfte ggf. mit Entwicklungszielen von Schulleitungen konfligieren. In diesem Artikel wird vor dem Hintergrund eines professionstheoretischen Ansatzes sowie neuerer Schulentwicklungskonzepte anhand von Beispielen aus der Praxis der Praxisforschung an der Laborschule Bielefeld diskutiert, wie solche Spannungsfelder einzuordnen sind

    Flexibel, modular, durchlässig: Der Mainzer FlexiMaster als Antwort auf die Bedürfnisse berufstätiger Studierender

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    Obgleich die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub in der Flexibilisierung von Studienformaten bewirkte, zeigen sich diese bislang noch unzureichend auf die Realitäten Berufstätiger ausgerichtet, insbesondere im Hinblick auf deren plurale Lebenslagen und -phasen. Der alleinige Ruf nach Online-Formaten als Allheilmittel für die Flexibilisierung greift dabei zu kurz. Auch die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie die Öffnung der Hochschulen durch mehr Möglichkeiten der individuellen Anerkennung und Anrechnung sind Teil dieser Wahrheit, ebenso die didaktischen Gestaltprinzipien und die konsequente Kompetenzorientierung, auch hinsichtlich geeigneter Prüfungsformen. Das innovative Modell des Mainzer „FlexiMasters“ will diesen Anspruch einlösen und sich den Bedürfnissen arbeitender Studierender anpassen, ohne dabei Gefahr zu laufen Qualitätsstandards auszuhöhlen

    „Was machen die da eigentlich?“: Vignettenforschung als ein hochschuldidaktischer Zugang für Forschendes Lernen

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    Forschendes Lernen hat in der Lehrer*innenbildung zunehmend an Bedeutung gewonnen, denn es wird als Möglichkeit dafür gesehen, dass sich Lehramtsstudierende neben wissenschaftlichen Fähigkeiten auch berufspraktische Kompetenzen aneignen. Im Beitrag wird die Verwendung der Vignettenforschung als Ansatz für Forschendes Lernen im Kontext eines Seminars mit der Universitätsschule Dresden (USD) beschrieben. Ziel des Ansatzes ist es, Lehramtsstudierenden einen wissenschaftlich-reflexiven Zugang zur Schulpraxis zu ermöglichen. Im Beitrag werden die Herangehensweise des Seminars beschrieben und die Potenziale der Vignettenforschung für (Lehramts-)Studierende dargelegt. Dazu werden die erstellten Materialien, der Seminarplan, die Phasen der Vignettenerstellung sowie weitere unterstützende Materialien zur Umsetzung des Forschenden Lernens vorgestellt

    Diagnose- und Beratungshilfen zur Früherkennung abbruchgefährdeter Schüler*innen in der Sekundarstufe II

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    Schulabbrüche frühzeitig zu erkennen, ist angesichts steigender Zahlen von Schulabbrecher*innen dringend notwendig. Der Beitrag beinhaltet eine Reihe von Materialien, die zur Früherkennung von Schulabbrüchen eingesetzt werden können und auf der Basis der Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Schulabbrüchen in der Sekundarstufe II entstanden sind. Teilergebnis dieses Projekts war die Beschreibung von drei Schüler*innentypen, die jeweils spezifische Merkmale aufweisen und andere Unterstützungsstrategien bei Lern- und Leistungsproblemen benötigen. Die vorgestellten Materialien beruhen auf dieser Typologie und zielen darauf ab, durch gezielte Beratung und Unterstützung Schulabbrüche zu verhindern und die Bildungsbiografien der Schüler*innen positiv zu beeinflussen. Der Beitrag schließt mit einem Einblick in die Erfahrungen, die bisher mit den Materialien gesammelt wurden

    Nachhaltigkeit im Bildungssystem? Zum Stand von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der universitären Lehrer*innenausbildung.

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    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt die Verbindung von Bildung und Nachhaltigkeit dar und hat zum Ziel, Menschen zum Umgang mit aktuellen, globalen Herausforderungen auf sozialen, ökonomischen und ökologischen Ebenen zu befähigen. BNE soll offiziellen Beschlüssen zufolge im Bildungssystem etabliert werden. Damit BNE auch im Schulsystem umgesetzt werden kann, benötigen Lehrkräfte entsprechende Kompetenzen, über die bisher jedoch auch keine Einigkeit besteht. Bisherige Forschungsergebnisse zeigten Wissenslücken bei Lehrkräften im Bereich der BNE. In der vorliegenden Forschung wird die Forschungsfrage, inwiefern BNE in den bildungswissenschaftlichen Studienanteilen der Lehramtsstudiengänge an deutschen Hochschulen verankert ist, beantwortet. Dazu wurden die Modulhandbücher der Bildungswissenschaften aller Lehramtsstudiengänge in Deutschland auf BNE-Module untersucht. Anschließend wurden BNE-Veranstaltungen in den Vorlesungsverzeichnissen analysiert. Es konnte keine flächendeckende Verankerung von BNE in den bildungswissenschaftlichen Studienanteilen der Lehramtsstudiengänge festgestellt werden, wodurch fraglich bleibt, inwiefern es Lehrkräften überhaupt möglich ist, sich notwendige Kompetenzen für die Umsetzung von BNE im Schulsystem anzueignen

    Supervision in Kindertageseinrichtungen: Konflikte als Ausdruck versagter gesellschaftlicher Anerkennung

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    Kindertageseinrichtungen erfüllen zentrale gesellschaftliche Aufgaben: Von der Bildungsförderung bis zur Ermöglichung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Bock-Famulla 2023). Zugleich arbeiten die Teams unter Fachkräftemangel, steigenden Erwartungen und knappen Ressourcen (Evangelische Hochschule Freiburg 2022). Der Beitrag deutet diese Belastungen und ihre Auswirkungen auf das Erleben der Fachkräfte mit Honneth (1994) als Ausdruck gestörter Anerkennungsverhältnisse im System (vgl. Jungbauer & Ehlen 2013). Zugleich beleuchtet er die Lage aus drei Perspektiven: aus der historischen und geschlechtsspezifischen Warte (Alsago 2023), aus einer organisationssoziologischen Richtung (Weimann-Sandig 2018; Bauer & Düwel 2007) und auf professionstheoretischer Ebene (Ebert 2011; Nittel 2004; Textor 2021). Anhand einer Fallvignette wird praxisnah gezeigt, wie sich strukturelle Missachtung im Alltag verdichtet und wie Supervision als reflexiver Raum Anerkennung stiftet, professionelle Identität stärkt und Handlungsfähigkeit zurückgewinnen hilft

    Rez. Färber, B. / Zehntner, T. (Bearb.): Showdown vor Gericht. Cicero, Prozessreden. Bamberg: C. C. Buchner Verlag 2025

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    Rez. H. Sonnabend (Hg./Übers.), Von harter Arbeit und fairen Löhnen. Texte aus der Antike (RUB 14603). Stuttgart 2024

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    New genomic techniques in molecular ecology:

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    Die Molekulare Ökologie ist ein moderner Forschungszweig, der zur Aufklärung molekularer Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt beiträgt. Deren Methoden erweitern könnten neue genomische Techniken (NGT) zur gezielten Mutagenese, die nicht nur in der Pflanzen- und Tierzucht, sondern auch in der ökologischen Grundlagenforschung sowie im Umweltschutz eingesetzt werden könnten.NGT lassen sich in vielfältiger Weise nutzen u. a. bei• autökologischen Untersuchungen zu ökologisch relevanten Stoffwechselwegen• populationsökologischen Studien zu intra- und intergenetischen Interaktionen• Ökosystemmonitoring mit Hilfe genetischer Marker• naturschutzfachlichen Anwendungen bei der Zurückdrängung invasiver Arten oder• genetischer Rettung bedrohter Populationen.Ihre Anwendung hängt von aktuellen EU-rechtlichen Entwicklungen sowie international geführten Diskussionen und Vereinbarungen zu ökologisch-relevanten Schutzzielen ab. Herausforderungen und Chancen einer praktischen Anwendung werden auch durch einen vergleichsweise geringen Umweltabdruck bestimmt.Molecular ecology is a modern field of research that contributes to the elucidation of molecular interactions between living organisms and their environment. Its methods could be expanded by new genomic techniques (NGT) for targeted mutagenesis, to be applied not only in plant and animal breeding, but also in basic ecological research and environmental protection. NGT can be used in a variety of ways, including:• autecological studies on ecologically relevant metabolic pathways• population ecology studies on intra- and intergenetic interactions• ecosystem monitoring with the aid of genetic markers• nature conservation applications in the control of invasive species or• genetic rescue of threatened populations.Their application depends on current developments in European law as well as international discussions and agreements on ecologically relevant nature conservation goals. The challenges and opportunities for practical application are also determined by their comparatively low ecological footprint

    Underestimated all-rounders: The “new” role of glial cells in the nervous system:

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    Gliazellen galten lange als bloße Stützzellen des Nervensystems. Heute weiß man, dass sie zentrale Funktionen in neuronaler Homöostase, Signalverarbeitung, Immunregulation und Plastizität übernehmen. Astrozyten regulieren den Ionenaustausch, nehmen Neurotransmitter auf und steuern das glymphatische System. Oligodendrozyten bilden nicht nur Myelin, sondern unterstützen Axone auch metabolisch. Mikroglia übernehmen immunologische Überwachung, pruning und reagieren hochplastisch auf Reize. Ependymzellen regulieren Liquorfluss und Neurogenese. Auch im peripheren Nervensystem sind Schwann- und Satellitenzellen essenziell. In neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose (MS), Alzheimer, Parkinson, Amyotropher Lateralsklerose (ALS) oder Spinaler Muskelatrophie (SMA) tragen Gliazellen aktiv zur Pathogenese bei. Therapeutisch rücken sie zunehmend in den Fokus – durch Immunmodulation, gezielte Reprogrammierung oder RNA-Therapien. Ein integratives Verständnis neuronaler und glialer Netzwerke ist entscheidend für künftige Therapien.For a long time, glial cells have been considered to be mere support cells of the nervous system. Today it is known that they perform central functions with regard to neuronal homeostasis, signal processing, immune regulation, and plasticity. Astrocytes regulate ion exchange, absorb neurotransmitters and control the glymphatic system. Oligodendrocytes not only myelinate axons, but also provide metabolic support. Microglia act as immune sentinels, mediate synaptic pruning, and respond highly plastically to stimuli. Ependymal cells control cerebrospinal fluid flow and neurogenesis. In the peripheral nervous system, Schwann and satellite glial cells are also essential in the peripheral nervous system. In diseases like multiple sclerosis (MS), Alzheimer’s disease (AD), Parkinson’s disease (PD), amyotrophic lateral sclerosis (ALS), and spinal muscular atrophy (SMA), glial cells actively contribute to pathogenesis. They are increasingly becoming the focus of therapeutic approaches – through immunomodulation, targeted reprogramming, or RNA therapies. An integrated understanding of neuronal and glial networks is significant for future therapies

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