Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Zeitlose Verbindungen: Alters- und Generationsdynamiken in Supervision und Beratung
Warum hat bisher kein Austausch über Alter und Generationenbeziehungen Eingang in den Hauptstrom des supervisorischen Diskurses gefunden? Dieser Fragestellung geht der Autor in seinem Masterprojekt nach, indem er den in der Supervision geführten Diskurs zu Alter, Generation und Generativität analysiert. Im Rahmen einer Systematik sollen Anhaltspunkte für eine erweiterte Konzeption des Beziehungsraumes in der Supervision detektiert werden, wobei das Thema vorwiegend aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive für das professionelle Arbeitsbündnis untersucht wird. Grundlage der Systematik bildet Karl Mannheims bahnbrechendes Werk „Das Problem der Generationen“ von 1928, da es die Bedeutung gemeinsamer historischer Erfahrungen für ein umfassenderes Verständnis von Alter und Generationenbeziehungen betont. Anhand einzelner Beispiele wird dabei versucht, die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse für die supervisorische Praxis darzustellen
Work. Transform? Repeat! Zur beratungswissenschaftlichen Relevanz der Zwischentagung des DFG-Schwerpunktprogramms 2267 „Digitalisierung der Arbeitswelten“ vom 11. bis 13. März 2024 in Berlin
Rez. C. Lung: Text und Monument – Das Kolosseum, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2023.
Teachers as Mentors in Practical School Study Phases: A Systematic Review of National Research Work
Schulpraktische Studienphasen stellen im Rahmen der Lehrkräfteausbildung ein zentrales Element dar, bei dem der Betreuung durch die begleitenden Lehrkräfte an Praktikumsschulen eine hohe Bedeutung zugeschrieben werden kann. Aufgrund ihrer zentralen Stellung im Rahmen der Einführung von Langzeitpraktika in zahlreichen Bundesländern wurde die Rolle dieser Mentor*innen in den letzten Jahren verstärkt empirisch untersucht.Bis dato lag ein systematischer Gesamtüberblick zu den empirischen Befunden jedoch noch nicht vor. Der Beitrag greift dieses Desiderat auf. Es wird untersucht, welche Befunde zu „Mentor*innen in schulpraktischen Studienphasen“ in empirischen Studien in der Bundesrepublik Deutschland vorliegen und welche Forschungsdesigns und -instrumente genutzt werden. Dazu wurde ein systematisches Review durchgeführt, dasvornehmlich dazu geeignet ist, einen transparenten Überblick über den bestehenden Diskurs zur Thematik zu geben. Aufgrund der zahlreichen Unterschiede zwischen den DACH-Staaten im System der Lehrer*innenbildung und hinsichtlich der Rahmenbedingungen für Mentor*innen beschränkt sich die Auswahl der Studien ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland.Die in das Review einbezogenen Studien wurden mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Im Ergebnis konnte mittels eines deduktiven und induktiv ergänzten Vorgehens eine Systematisierung der Studienlage zu „Mentor*innen in schulpraktischen Studienphasen“ erarbeitet werden, die auf dem Input-Prozess-Output-Schema nach Scheerens (2017) fußt.Practical school study phases represent a central element in teacher training, in which great importance can be attributed to the support provided by the accompanying teachers at internship schools. Due to their central position within the framework of the introduction of long-term internships, the role of these mentors has been increasingly investigated empirically in recent years.To date, however, a systematic overview of the empirical findings has not yet been available. This contribution addresses this desideratum. It examines which findings on “mentors in practical school study phases” are available in empirical studies in the Federal Republic of Germany and which research designs and instruments are used. To do so, a systematic review was conducted, which is primarily suitable for providing a transparent overview of the existing discourse on the topic. Due to the numerous differences between the DACH-countries in the system of teacher education and with regard to the framework conditions for mentors, the selection of studies is limited exclusively to the Federal Republic of Germany.The studies included in the review were evaluated using a qualitative content analysis. As a result, it was possible to use a deductive and inductively supplemented procedure to develop a systematization of the study situation on “mentors in practical school study phases”, which is based on the input-process-output scheme according to Scheerens (2017)
Aufgabenkultur im Sportunterricht: Konzepte, Formate und empirische Erkenntnisse
Die Sportpädagogik und die Sportdidaktik haben sich mit einem gewissen zeitlichen Verzug gegenüber den Didaktiken der naturwissenschaftlichen Fächer und der Mathematik den Anforderungen einer „neuen“ Aufgabenkultur zugewendet. Die Lernaufgabe wird als ergänzendes Aufgabenformat zur Bewegungsaufgabe diskutiert. Zur konzeptionellen Ausdifferenzierung in eine sportorientierte, eine künstlerisch-pädagogische und eine bewegungspädagogische Auslegung der Bewegungsaufgabe finden sich eine Reihe empirischer Studien zur aufgabenorientierten Gestaltung des Sportunterrichts. Jüngst wird die Aufgabenanalysefähigkeit von Sportlehrkräften in den Blick genommen. Zielebenen der entfalteten Aktivitäten sind die Entwicklung guter Aufgaben und die Qualifizierung von Sportlehrkräften für die Erteilung guten Sportunterrichts
Gut beraten? Ein kritischer Blick auf die Beratung von Studierenden mit Kind(ern) an der Universität Bielefeld
Der Beitrag bietet die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit Beratungsinstitutionen für Studierende mit Kind(ern) und deren Lebenswelt an der Universität Biele- feld. Zunächst werden die verschiedenen Beratungsinstitutionen der Universität vorgestellt. Anschließend folgt die Bezugnahme der erforschten Zielgruppe (Studierende mit Kind(ern)). Hierfür werden pointierte Ergebnisse aus einer Forschungswerkstatt und ei- ner Masterthesis herangezogen (vgl. Jacobs et al. 2021/2022). Grundlage der Masterthesis sind narrative Interviews, welche sowohl auf Basis der Theorie der Prozessstrukturen des Lebenslaufs von Fritz Schütze (vgl. Schütze 1981) und dem Konzept des Habitus nach Pierre Bourdieu (vgl. Bourdieu 1993) analysiert wurden. Anhand der Ergebnisse können Widersprüche in der Beratungspraxis und in den Studienkarrieren bzw. Lebenswelten von Studierenden mit Kind(ern) aufgezeigt werden. Abschließend werden mögliche Konsequenzen für die Beratungspraxis der Universität Bielefeld diskutiert