Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Raum schafft Struktur und Strukturen schaffen Raum: Schulraum aus Sicht der Universitätsschule Dresden
Im Artikel wird die Entwicklung der Universitätsschule Dresden (USD) entlang des Ringens um den Schulbau beschrieben. Die USD, welche 2019 als Schulversuchsschule gestartet ist, verfolgt ein innovatives Lernkonzept, das individuelle Entwicklungswege in kooperativen Lernumgebungen ermöglichen soll und methodisch als Projektarbeit ausgestaltet wird. Der Schulraum spielt für das Konzept der USD und dessen Ausgestaltung eine zentrale Rolle, da er das Lernen und die Organisation der Schule maßgeblich beeinflusst. Die USD ist seit ihrer Errichtung in einem klassischen DDR-Schulbautyp untergebracht, der für lehrerzentrierten Unterricht ausgelegt ist. Die räumlichen Gegebenheiten stellen eine Herausforderung dar, da sie nicht für die Bedürfnisse des modernen Lernens geeignet sind. Die Anzahl der Schüler*innen wird bis zum Schuljahr 2027/28, dem Jahr des Erreichens der Abiturstufe, auf rund 1.000 Schüler*innen samt ca. 90 begleitenden Lehrpersonen (Lehrer*innen und Erzieher*innen) kontinuierlich anwachsen, was weiteren Raumbedarf impliziert. Um den Platzmangel zu bewältigen, wurden Interimslösungen wie Containerbauten errichtet und ein Schulneubau konzipiert, welcher weitere schulpädagogische und ‑organisatorische und v.a. auch bildungspolitische Herausforderungen in sich birgt. Trotz einiger Herausforderungen, wie dem Mangel an Fachräumen und der Notwendigkeit von Interimslösungen, wurden Lösungen für die Nutzung des Schulraums gefunden, die nicht nur das Lernen selbst, sondern – darin eingebunden – auch soziale Interaktion und persönliche Entwicklung fördern sollen.
The article describes the development of the Dresden University School (USD) along the struggle to build a school. The USD, which has been operating as a public pilot school since 2019, pursues an innovative learning concept that aims to enable individual development paths in cooperative learning environments and is methodically designed as project work. The school space and its design plays a central role in the USD concept, as it has a significant influence on learning and the organization of the school. Since its construction, the USD has been housed in a classic GDR school building designed for teacher-centered instruction. The spatial conditions pose a challenge as they are not suitable for the needs of modern learning. The number of students will grow to around 1,000 by the 2027/28 school year, the year in which they reach the Abitur level, along with a teaching staff of around 90 teachers respectively educators, which implies a need for more space. In order to cope with the lack of space, interim solutions such as container buildings were established and a new school building was designed, which poses further educational, organizational and, above all, educational policy challenges. Despite some challenges, such as the lack of rooms for specific content and the need for interim solutions, solutions were found for the use of the school space that not only promote learning itself, but also social interaction and personal development
Zur didaktischen Grundlegung und Konzeption der Portfolioarbeit im fächerübergreifenden Mathematikunterricht am Oberstufen-Kolleg: Eine erfahrungsgesättigte Dokumentation für Lehrkräfte zum „Nacherfinden“
Die strukturanalytischen Methoden der Mathematik bieten für den Unterricht in der Oberstufe die Möglichkeit zu einem interessanten und ungewöhnlichen Fächerübergriff zu Kunst und Philosophie. Die Analyse hoch symmetrischer Strukturen ergänzt und kontrastiert die Sicht auf das Thema Symmetrie in Kunstgeschichte und Philosophie. In diesem Beitrag soll die Arbeit im Unterricht mit einem Kursportfolio konkret vorgestellt werden, das sich in inhaltlicher (fächerübergreifendes Thema Symmetrie) und formaler Hinsicht (hoher Anteil an reflexivem Arbeiten) von klassischem Lehrgangsunterricht mit Übungsaufgaben in der Mathematik deutlich unterscheidet. Das Kursportfolio wurde in einer Kursequenz mit dem Titel Faszination der Symmetrie am Oberstufen-Kolleg im Grundkurs Mathematik in der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen eines fächerübergreifenden Profils entwickelt und langjährig erprobt. Hier anhand eines speziellen Inhalts ausbuchstabiert, versteht sich dieser Beitrag jedoch auch als eine generelle Anregung für ein portfoliogestütztes Lernen im Mathematikunterricht der Oberstufe. Das Konzept ist geeignet, ebenso für andere mathematische Themenbereiche adaptiert zu werden und damit einen Reformimpuls zur Förderung des selbstständigen Lernens und der fachlichen und fächerübergreifenden Kompetenzen der Lernenden zu setzen.
The structure-analytical methods of mathematics offer the possibility of an interesting and unusual cross-over to Arts and Philosophy teaching in upper schools. Analysing highly symmetrical structures complements and contrasts the view of symmetry in art history and Philosophy. In this article, the work in the classroom with a course portfolio will be presented, which differs significantly in terms of content (interdisciplinary topic of symmetry) and form (high proportion of reflective work) from traditional classroom teaching with exercises in mathematics. The course portfolio was developed and tested over many years in a course sequence with the title "Fascination of Symmetry at the Oberstufen-Kolleg" in the basic mathematics course in year 12 as part of an interdisciplinary profile. However, this article is also intended as a general suggestion for portfolio-supported learning in mathematics lessons in the sixth form. The concept can also be adapted for other mathematical subject areas and thus provide an impetus for reform to promote both independent learning and the subject-specific and interdisciplinary competences of learners
Ein struktureller Rahmen für studentische Praxiserfahrungen zur Unterstützung von Schulen in Ostsachsen angesichts des Lehrkräftemangels
Die Diskussion über eine schlechte Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium ist nicht neu, und auch ein zyklisch auftauchender Lehrermangel ist durchaus etwas Bekanntes im Diskurs der Erziehungswissenschaft. Wie beide Herausforderungen in einer krisenhaften Situation sich gegenseitig ergänzen können und sich neue Gestaltungsräume damit eröffnen können, soll in diesem Beitrag vorgestellt werden. Dafür wird die Pilotierung des Einsatzes von Lehramtsstudierenden an einem Tag in der Woche in der ländlichen Region nachgezeichnet, indem im Folgenden sowohl die Durchführung und die Erkenntnisse aus dem Pilot als auch die Ausgestaltung einer weiteren Umsetzungsphase bestimmt werden
Healing sickle cell anemia and β-thalassemia:
Sichelzellanämie und β-Thalassämie sind Krankheiten, die durch Punktmutationen im Hämoglobin-β-Gen verursacht werden. Beide Krankheiten beeinträchtigen die Gesundheit der Betroffenen erheblich und sind global weit verbreitet. Mit Hilfe der CRISPR-Cas-Technologie wurde das fetale Hämoglobin-F-Gen in CD34+-Stammzellen reaktiviert, wodurch diese Form des Hämoglobins die mutierte b-Variante ersetzen kann. Die Zellen wurden für dieses Verfahren entnommen und später in den Patienten zurückgegeben, so dass die Keimbahn des Patienten nicht beeinflusst wurde. Alle behandelten Patienten bildeten eine gesundheitlich relevante Menge an Hämoglobin F und zeigten deutlich reduzierte oder gar keine Krankheitssymptome mehr. Die EU, Großbritannien und die USA haben diese erste CRISPR-Cas-Therapie bereits zugelassen.Sickle cell anemia and β-thalassemia are diseases caused by point mutations in the hemoglobin β gene. Both diseases significantly affect the health of patients and are widespread worldwide. Using CRISPR-Cas technology, the fetal hemoglobin F gene was reactivated in CD34+ stem cells, allowing this form of hemoglobin to replace the mutated β variant. The cells were harvested for this procedure and later returned to the patient so that the patient’s germline was not affected. All treated patients produced a health-relevant amount of hemoglobin F and showed significantly reduced or no symptoms at all of the disease. The EU, the UK and the USA have already approved this first CRISPR-Cas therapy
Von Zellbiologie bis CRISPR/Cas – neues Wissen für die Schule
Im Gläsernen Labor auf dem Forschungscampus Berlin-Buch können Schüler/-innen und Lehrkräfte tief in die Naturwissenschaften eintauchen. In diesem Jahr feiert die Einrichtung ihr 25-jähriges Bestehen
A suitable experiment for school “Pauline and the runaways”:
In einem CRISPR-Experiment wurden vereinzelt Zellen gefunden, in denen die Genomeditierung nicht stattgefunden hatte. Verschiedene Hypothesen wurden aufgestellt und experimentell geprüft. Für den größten Teil der Zellklone konnte eine punktgenaue Deletion der entsprechenden spacer-repeat-Einheit im CRISPR-Array als Ursache festgestellt werden. Hypothesen, Experimente und Schlussfolgerungen wurden als partizipatives Online-Projekt auf der Webseite www.crispr-whisper.de nacheinander veröffentlicht. Dieses dient als Anregung für Schulen, Forschung an offenen Fragen zu präsentieren und verständlich zu machen.In a CRISPR experiment, occasionally cells have been found in which genome editing had not taken place as expected. Various hypotheses to explain the observation were put forward and tested experimentally. For the majority of cell clones, a pinpoint deletion of the corresponding spacer repeat unit in the CRISPR array was identified as the cause. Hypotheses, experiments and conclusions were published one after the other as a participatory online project on the website www.crispr-whisper.de. It serves as a stimulus for schools to present research on the basis of open questions and make it understandable
Type-IV-A CRISPR interference:
Das Typ-IV-A-CRISPR-Cas-System aus P. oleovorans vermittelt PAM-abhängige DNA-Erkennung und kann zur Inhibition der Genexpression in Abwesenheit von DNA-Nuklease-Aktivität verwendet werden. Dieser Mechanismus ähnelt der CRISPRi-Methode, bei der CRISPR-Cas-Proteine mit inaktivierten katalytischen Zentren oder fehlenden Nukleasen verwendet werden, um Ziele stabil zu binden und die Transkriptionsmaschinerie zu blockieren. Synthetische crRNAs wurden verwendet, um CRISPR-Interferenz durch das native P. oleovorans Typ-IV-A1-CRISPR-Cas-System zu induzieren. Diese speziellen CRISPR-Cas-Systeme können damit zur Regulierung der Expression von Wirtsgenen genutzt werden und bieten neue Möglichkeiten, gegen pathogene Organismen vorzugehen.P. oleovorans type IV-A CRISPR-Cas system targets DNA in a PAM-dependent manner and can be applied to inhibit gene expression in the absence of DNA nuclease activity. This mechanism resembles the CRISPRi method that utilizes CRISPR-Cas proteins with inactivated catalytic sites or missing nucleases to stably bind targets and block the transcription machinery. Synthetic crRNAs were used to induce CRISPR interference of the native P. oleovorans Type IV-A1 CRISPR-Cas system. Thus, these special CRISPR-Cas systems can be applied to regulate the expression of host genes and they offer possibilities to take action against pathogenic organisms