Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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The “language” of bees:
Das klassische Modell zur „Tanzsprache“ der Honigbienen lautet wie folgt: Honigbienen teilen ihren Stockgenossinnen mit einem Tanz die Lage einer neu entdeckten Futterstelle mit; Rekruten erreichen aufgrund dieser Information das Ziel. Die Bienenforschung der letzten Jahrzehnte ergibt dazu ein deutlich differenzierteres Bild. Der Bienentanz allein besitzt keinen hohen Informationsgehalt. Aber er ist im dunklen Bienenstock der unverzichtbare Beginn einer Kommunikationskette zwischen erfahrenen und unerfahrenen Bienen, die im Feld bis zum Erreichen des Zieles dem neuen Drei-Phasen-Modell folgend seine Fortsetzung findet (siehe Poster S. 46/47).The classic model of the “dance language” of honeybees is as follows: Honeybees inform their hive mates about the location of a newly discovered feeding site with a dance. Recruits reach the target based on this information. Bee research over the last decades provides a significantly more differentiated picture. The bee dance alone has no high information content. However, in the dark hive it is the indispensable beginning of a communication-chain between experienced and non-experienced bees, which – according to the new three phase model – continues in the field until the goal is reached (see poster p. 46/47)
Language Promoting Subject Teaching in actu: Language Promoting Subject Teaching in Actu
In dem Beitrag wird eine handlungsorientierte Lerngelegenheit für Lehramtsstudierende der Universität Hamburg vorgestellt. Bei der Lerngelegenheit handelt es sich um eine digitale synchrone Abschlusssitzung des Seminars „Sprachbildender Unterricht in actu – Unterrichtinteraktion und Sprachdiagnostik“, das erstmals im Wintersemester 2021/22 durchgeführt wurde. Teilnehmende waren gut 170 Lehramtsstudierende des 3. Semesters der Lehramtsmasterstudiengänge für allgemeinbildende Schulen. In der Lerngelegenheit werden die im Seminar vermittelten Inhalte aus den beiden Schwerpunkten Unterrichtsinteraktion und Sprachdiagnostik zusammengeführt und angewendet. In der Sitzung reflektieren die Studierenden systematisch einen Ausschnitt aus einem videografierten und transkribierten Unterrichtsgespräch in einer Regelklasse. Die Studierenden stellen dabei Bezüge zu den Seminarinhalten her und erproben an der Videosequenz einen diagnostischen Blick, sowohl in Bezug auf das Handeln der Lehrkraft als auch pointiert auf die Äußerungen der Schüler*innen. Die Lerngelegenheit wird mit Hilfe des DaZKom-Strukturmodells daraufhin untersucht, welche Facetten aufgrund der thematischen Zugänge und hochschuldidaktischen Anlage von den Teilnehmenden besonders in den Blick genommen und vernetzt werden. Bezogen auf das DaZKom-Strukturmodell wird in der Lerngelegenheit vor allem die Dimension „Didaktik“ akzentuiert, und zwar mit der Facette „Mikro-Scaffolding“ in den beiden Subdimension „Diagnose“ und „Förderung“.This paper presents an action-oriented learning opportunity for pre-service teachers at Hamburg University. The learning opportunity is the final session of the course “Sprachbildender Unterricht in actu – Unterrichtsinteraktion und Sprachdiagnostik”, which we conducted digitally and synchronously for the first time in the winter term 2021/22. Around 170 third semester pre-service teachers of the Master’s teacher education program participated. With the learning opportunity we intended to integrate the two focal areas of the whole course: classroom interaction and language diagnostics. In the session, the pre-service teachers systematically reflect on an excerpt from a videotaped and transcribed classroom conversation in a mainstream classroom. In doing so, they make references to the seminar content and apply the video sequence to develop a diagnostic perspective, both in relation to the teacher’s actions and focused on the students’ expressions. By employing the DaZKom structure model, we examine the learning opportunity in order to see which facets are particularly taken into account and are integrated by the participants due to our thematic approaches and higher education didactics. With reference to the DaZKom structure model, the learning opportunity primarily accentuates / highlights the dimension “didactics”, namely with the facet “micro-scaffolding” in the two sub-dimensions “diagnosis” and “support”
The 9-Field Competence Matrix as an Interdisciplinary Model for Digital Competence: A Theoretical Orientation Framework for a Curricularly Anchored University Module
Durch die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen entstehen auch neue Herausforderungen und Anforderungen, um sowohl Lehrende als auch Lernende insbesondere in Bildungseinrichtungen auf das Leben in der digitalisierten Welt vorzubereiten. Neben der Gestaltung digitaler Lehr-Lernprozesse ist die Vermittlung und Förderung digitaler Fähigkeiten und Fertigkeiten dabei zentral. Für die Verzahnung dieser beiden Aufgaben ist ein theoretischer Rahmen erforderlich, der die professionellen Handlungskompetenzen im Kontext Digitaler Bildung in den Blick nimmt. Eine solche Orientierungsgrundlage bietet die hier vorgestellte 9-Felder-Kompetenzmatrix mit ersten Ergebnissen einer faktoriellen Untersuchung, die die beschriebenen neun Felder der vorliegenden Kompetenzmatrix stützen. Die Matrix dient als phasenübergreifendes Modell für ein curricular verankertes Hochschulmodul zur Förderung digitaler Kompetenzen von Studierenden sowie für die Planung und Gestaltung digitaler Lehr-Lern- prozesse für Dozierende. Der Beitrag schließt mit einem Fazit und Ausblick zum Potenzial der 9-Felder-Kompetenzmatrix, diese auch für andere Bildungsbereiche, wie die zweite Phase der Lehrkräftebildung, zu adaptieren. Increasing digitization in all areas of life is also creating new challenges and requirements, especially for educational institutions and the preparation of both teachers and learners for life in the digitized world. In addition to the design of digital teaching-learning processes, the teaching and promotion of digital skills is central to this. To dovetail these two areas, a theoretical framework is required that focuses on professional skills in the context of digital education. The 9-field competence matrix presented here provides such a basis for orientation with the initial results of a factorial investigation that support the nine fields described in this competence matrix. The matrix serves as a cross-phase model for a curricular anchored university module for the promotion of digital competences of students as well as for the planning and design of digital teaching-learning processes. The article concludes with a conclusion and outlook on the potential of the 9-field com-petence matrix to be adapted to other educational areas, such as the second phase of teacher training.
Strukturelle Bedingungen des Fernstudiums an der IU Internationale Hochschule
Die private IU Internationale Hochschule als größte Hochschule Deutschlands zeichnet sich durch starkes Wachstum ihrer Studierendenzahlen aus, durch einen ungewöhnlich hohen Anteil von Studierenden im Studienformat Fernstudium sowie durch ausgeprägte Heterogenität der Studierendenschaft. Der folgende Beitrag identifiziert und erläutert mögliche strukturelle und strategische Aspekte als Gründe für die Attraktivität der Hochschule und des Studienformats „Fernstudium“. Darüber hinaus werden die didaktischen Herausforderungen dargestellt, die für Lehrende in einem 100%igen Onlinestudium mit der Zielsetzung des personalisierten Lehrens und Lernens entstehen. Dabei wird auch auf die Integration Künstlicher Intelligenz in das Lehr- und Lernkonzept der IU eingegangen
Ein professionstheoretisches Wissensmodell für den Bereich Schulentwicklung in der Lehrer*innenbildung
Lehrer*innen und Schulleitungen sehen sich in der Organisation Schule vielfältigen Herausforderungen gegenübergestellt. Dazu zählen u.a. der gesellschaftliche Wandel, der Umgang mit Heterogenität, die fortschreitende Digitalisierung oder die COVID-19-Pandemie. Das Fundament für einen situationsadäquaten Umgang mit derartigen Herausforderungen im Lehrberuf legt dabei die Lehrer*innenbildung. Sie ist gefordert, bei Studierenden ein professions- und schulbezogenes Entwicklungswissen grundzulegen. Dieser Beitrag geht deshalb der Frage nach, wie ein professionstheoretisches Wissensmodell aussehen könnte, in dem Wissensfacetten für den Bereich Schulentwicklung berücksichtigt werden. Empirisch gründet dieses Modell auf einer qualitativen Untersuchung, die sich der Fragestellung methodisch mittels Curriculumsanalysen und Expert*innen-Interviews annähert. Das Modell hält zentrale Facetten eines Schulentwicklungswissens – als Teil des (allgemein-)pädagogischen Wissens von Lehrer*innen – fest und zeigt im Ergebnis, dass sich Grundlagenwissen für den Bereich Schulentwicklung aus Wissen über die Lehrer*innen-Profession (Professionsverständnis), das Schulsystem und die Schule als Arbeitsplatz sowie Schulentwicklungsinstrumente zusammensetzt und dass für den Erwerb von Schulentwicklungswissen auch in Praktika und der Berufseingangsphase Möglichkeiten bereitgestellt werden sollten
Sensoren für eine eusoziale Lebensweise bei fossilen Ameisen
Von Fossilien auf das Verhalten der Tiere zu schließen ist naturgemäß schwierig. Gemeinsam eingebettete Exemplare können daher wichtige Hinweise geben. Insbesondere sozial lebende Arten müssen aber auch miteinander kommunizieren können. Sinnesorgane wie etwa Chemosensoren auf den Fühlern von Insekten können somit wichtige Hinweise auf eine eusoziale Lebensweise liefern
Bestäuber im Fokus: Das Hummel-Monitoring in Agrarlandschaften
Forschende am Thünen-Institut für Biodiversität entwickeln ein bundesweites Monitoring von Hummeln in Agrarlandschaften. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen werden dafür regelmäßig in ganz Deutschland Hummeln entlang festgelegter Wegstrecken gezählt. Das Monitoring soll dazu beitragen, die Bestandsentwicklungen dieser wichtigen Bestäubergruppe besser zu verstehen
Green bioeconomy: Are algae all-rounders?
Die Bioökonomie als ein überzeugendes Konzept für eine klimaneutrale C-basierte Kreislaufwirtschaft hängt von der Effizienz der Photosynthese ab, da alle biotechnologischen Prozesse auf natürlichen organischen Kohlenstoff zurückgehen. Die verbesserte biotechnologische Nutzung der Photosynthese gilt vor allem bei Algen als besonders aussichtsreich, da diese nicht auf Agrarflächen angewiesen sind und höhere Flächenerträge aufweisen. Der Artikel zeigt, welche Erwartungen realistisch sind und wo die physiologischen und technologischen Limitationen liegen. Dabei spielen Energiebilanzen eine zentrale Rolle. Je nachdem, ob man diese nur auf die Biomasseproduktion bezieht oder die ganze Wertschöpfungskette berücksichtigt, zeigen sich andere Systemgrenzen. Der inzwischen unvermeidbare Klimawandel stellt eine besondere Herausforderung dar, da nicht nur technische, sondern auch systemökologische Aspekte in den Vordergrund treten und die sozialethischen Entscheidungen in der Gesellschaft beeinflussen.Bioeconomy is a convincing concept for a climate-neutral C-based circular economy and it depends on the efficiency of photosynthesis, as all biotechnological processes can be traced back to natural organic carbon. The improved biotechnological use of photosynthesis seems to be especially promising with regard to algae, as they do not need agricultural land and they have higher yields per unit area. The article shows which expectations are realistic and where physiological and technical limitations lie. In this context, energy balances play a central role. Different system boundaries will appear depending on whether biomass production is referred to or the whole value-added chain is taken into account. The now unavoidable climate change is a particular challenge, since not only technical, but also system-ecological aspects come to the fore and influence socio-ethical decisions in society