Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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    Akademisierung der Praxisanleiter:innenweiterbildung in Gesundheitsfachberufen: Ein hochschulisches Weiterbildungskonzept

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    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Akademisierung in den Gesundheitsfachberufen sowie den damit einhergehenden Veränderungen entsprechender gesetzlicher Grundlagen ist von einem steigenden Bedarf an hochschulisch ausgebildeten Praxisanleitungen auszugehen. Dabei sind Praxisanleitende als Personen zu verstehen, welche Lernende in den Gesundheitsfachberufen (z. B. in der Pflege oder im Hebammenwesen) während ihrer praktischen Ausbildung anleiten und begleiten. Einen Unterschied zwischen der Praxisanleitung von Auszubildenden und Studierenden gibt es bisher nicht, obwohl Erstere auf Kompetenzniveau 4 und Zweitere auf Kompetenzniveau 6 im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) mit durchaus unterschiedlichen Handlungs- und Reflexionsanforderungen ausgebildet werden. Wie die praktische Anleitung vor dem Hintergrund dieser verschiedenen Kompetenzniveaus gestaltet wird, wird nicht berücksichtigt, da eine Qualifikation von Praxisanleitenden auf akademischem Niveau kaum Einzug in die hochschulische Weiterbildungslandschaft gehalten hat. Somit fühlte sich eine Projektgruppe der FH Münster dazu aufgefordert, sich mit der zentralen Frage notwendiger Kompetenzen akademisierter Praxisanleitungen auseinanderzusetzen und konzipierte entsprechend eine Praxisanleiter:innen-Weiterbildung als Hochschulzertifikatskurs für Gesundheitsfachberufe. Dazu wurde zunächst eine Literaturrecherche durchgeführt, deren Ergebnisse zur Entwicklung der sich anschließenden Gruppendiskussionen dienten. Abschließend wurde das Datenmaterial mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurden interprofessionelle Weiterbildungsinhalte generiert, die den Schwerpunkt v. a. auf die Berufspädagogik legen aber auch Einblicke in die unterschiedlichen Berufs- und Bildungssysteme offerieren. Dieser Kurs wird den aktuellen Anforderungen und Herausforderungen sowohl der beruflichen als auch der hochschulischen Ausbildung innerhalb der Gesundheitsfachberufe gerecht

    Grand Challenges, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation: Eine Skizze von Zusammenhängen in großen Förderprogrammen und ihre Bedeutung für die wissenschaftliche Weiterbildung

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    Gesellschaftliche Transformation scheint zu einem wissenschaftlichen Schlagwort geworden zu sein. Die auf der DGWF-Konferenz aufgeworfene Frage nach ihrer Funktion als Motor für die Weiterbildung[1] provoziert daher unweigerlich die Fragen, was unter gesellschaftlicher Transformation verstanden wird und aus welchen Diskursen sich ihre Aktualität speist. Im Folgenden unternehme ich einen Antwortversuch und werde ausführen, in welcher Weise die Diskurse über ‚Grand Challenges‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ zum Verständnis und zur gegenwärtigen Bedeutung von gesellschaftlicher Transformation beitragen (Kapitel 1 & 2). Die Diskursanalyse, die nach Regelmäßigkeiten von Aussagen sucht, erfolgte auf Grundlage großer Förderprogramme und aus der Perspektive einer interdisziplinären Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Kapitel 3 ordnet die Ergebnisse analytisch ein, bevor in Kapitel 4 mögliche Anschlüsse an die wissenschaftliche Weiterbildung ausgeführt werden. Es zeigt sich, dass die Diskurse, die auf koordiniertes Handeln (in) einer Weltgesellschaft zum Zweck sozial-ökologischer Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, gleichzeitig das Verhältnis von Hochschule und Wissenschaft zu ihren jeweiligen gesellschaftlichen Umwelten und damit verbundene Verantwortungsverhältnisse verhandeln. Konzepte einer responsiven Wissenschaft gewinnen an Bedeutung, die der Praxis der wissenschaftlichen Weiterbildung entgegenkommen.   [1] Bei dem Aufsatz handelt es sich um eine ausgearbeitete Fassung meines auf der DGWF-Jahreskonferenz 2023 gehaltenen Vortrags. Er lädt an vielen Stellen zur Detaillierung und zu vertieftem Weiterlesen ein. Für seine Genese waren Beobachtungen bei der Evaluation des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ von Bedeutung. Von den zwischen 2011 und 2020 geförderten Projekten wurden zahlreiche Studienprogramme und Maßnahmen entwickelt, die für die Bearbeitung von Grand Challenges und das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung relevant sind (Freitag et al., 2020)

    Zertifikate und Microcredentials in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Landesrechtliche Rahmenbedingungen besser verstehen und Perspektiven entwickeln

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    Formate der wissenschaftlichen Weiterbildung mit Zertifikat haben durch die in den letzten Jahren im Hochschulraum intensiv diskutierten Microcredentials einen starken Entwicklungsimpuls erhalten. Der vorliegende Beitrag möchte zu diesem aktuellen Diskurs zweifach beitragen: Erstens werden die Ergebnisse einer im Herbst 2022 unter im Arbeitsfeld der wissenschaftlichen Weiterbildung Aktiven durchgeführten Befragung vorgestellt. Zweitens werden in Gestalt eines systematischen bundesländerübergreifenden Vergleichs von Rechtsgrundlagen rechtliche Herausforderungen für die Umsetzungspraxis identifiziert, um zu einer besseren Strukturierung der Debatte über Regelungsempfehlungen beizutragen. Ausgangspunkt ist hierbei ein Microcredential-Begriff, der von kompakten und thematisch fokussierten Bildungsangeboten mit einer abschließenden Prüfungsleistung ausgeht: Schwerpunkt der Analyse sind die hochschulrechtlichen Grundlagen und grundlegenden prüfungsrechtlichen Fragestellungen mit einer Betrachtung des Zertifikatsbegriffs in der wissenschaftlichen Weiterbildung, insbesondere im Kontext von Hochschulprüfungen und der Anerkennung

    Pre-service teachers’ attitudes toward citizenship education in Israel

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    Highlights: Civic education in Israel is used as a political tool, neglecting broader citizenship education. Study examines attitudes of 235 pre-service teachers (PSTs) towards citizenship education. PSTs value citizenship education but are confused about teaching methods, goals, and implementation. Factors contributing to confusion: resistance to citizenship education, fear of political issues, and curriculum pressure. Emphasizes the need for comprehensive citizenship education across schooling levels, fostering active democratic citizenship. Purpose: Reviewing civic education in Israel reveals that it has been used as a political tool, while the broader field of citizenship education has hardly been examined. This study addresses the gap in the literature regarding PSTs’ (PSTs’) attitudes towards citizenship education. Methodology: Questionnaires among 235 PSTs in two colleges were used to examine the significance and value of citizenship education in Israel. Findings: PSTs recognised the importance of citizenship education but also conveyed confusion regarding teaching methods, long-term goals, and curriculum implementation. This confusion may stem from a reluctance to integrate citizenship education into various subjects, fear of addressing political issues, and pressure from curriculum guidelines. Research implications: The study emphasises the need for an expanded focus on citizenship education in educational institutions and the integration of citizenship education across different levels of schooling, which can equip students with the knowledge, values, and skills necessary for active citizenship in a democratic society

    Entwicklung evolutionsbiologischer Konzepte am Schulstufenübergang

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    Ziel des vorliegenden Forschungsvorhaben ist es, zentrale Konzepte der Evolutionsbiologie, u.a. Variabilität und natürliche Selektion, bereits im Sachunterricht einzuführen, damit Schüler:innen zukünftige Themen des nachfolgenden Biologieunterrichts besser verstehen und biologische Phänomen wie die Angepasstheit naturwissenschaftlich adäquat erklären können. Damit einhergehend soll die Anschlussfähigkeit des Sachunterrichts an den weiterführenden naturwissenschaftlichen Unterricht gestärkt werden. Die vorliegende Feldstudie wird als quasiexperimentelle Langzeitstudie in Klassenstufe 3 bis 5 durchgeführt. In allen Lerngruppen findet eine Intervention im Prä-Post-Follow-up-Design statt. Es wird erwartet, dass sich die alternativen Denkfiguren der Schüler:innen hin zu naturwissenschaftlich adäquateren Vorstellungen weiterentwickeln und die Kompetenz der Lernenden, naturwissenschaftliche Erklärungen für Angepasstheit zu formulieren, weiterentwickelt

    About the origin of life:

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    Die seit der Antike herrschende Auffassung der Urzeugung wurde in der Neuzeit experimentell widerlegt. Versuche zur heterotrophen Entstehung des Lebens führten im 20. Jahrhundert in eine Sackgasse. CO2-Fixierungswege von anaeroben Bakterien und Archaeen gaben in den vergangenen 30 Jahren Hinweise für einen autotrophen Ursprung, welcher vor vier Milliarden Jahren in hydrothermalen alkalischen Schloten stattgefunden haben könnte. Derartige Schlote befinden sich heute neben der Bruchlinie des Atlantischen Ozeans zwischen Nordafrika und Nordmerika und wurden 2001 zum ersten Mal beschrieben.The concept of primordial spontaneous generation, which has prevailed since antiquity, has been experimentally refuted in modern times. Attempts to generate life via a heterotrophic origin led to a dead end in the 20th century. In the past 30 years, however, the CO2 fixation pathways of anaerobic bacteria and archaea have indicated an autotrophic origin. This may have taken place in similar hydrothermal alkaline vents, which today are found close to the spreading axis of the Mid-Atlantic Ridge between the North American and the North African continent

    So subtle, so potent, so omnipresent:

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    Bacillus subtilis, die Mikrobe des Jahres 2023, ist ein stäbchenförmiges Bakterium, dessen markanteste Eigenschaft die Bildung äußerst robuster Dauerstadien, der Endosporen, ist. Diese widerstehen großer Hitze wie auch Austrocknung oder Strahlung und können viele Millionen Jahre keimfähig bleiben. Die Bildung der Endosporen ist eingebettet in ein komplexes Differenzierungsprogramm, das viele verschiedene Überlebensstrategien mit der multizellulären Lebensweise im Biofilm verbindet. Diese Vielfältigkeit des mikrobiellen Lebens macht B. subtilis einzigartig. Aus ihr speisen sich aber auch wichtige biotechnologische Anwendungen wie z. B. die Produktion von Waschmittelenzymen oder der Zusatz von Endosporen als Probiotika in Tierfutter. Darüber hinaus wird B. subtilis auch zur Produktion von Vitaminen oder zur Selbstheilung von Beton eingesetzt. So vielfältig wie die natürlichen Lebensäußerungen dieser Mikrobe sind, so breit ist B. subtilis auch als universell einsetzbares „Arbeitstier“ der Biotechnologie zum Nutzen des Menschen aufgestellt. Aus all diesen Gründen ist dieses Bakterium zu Recht zur Mikrobe des Jahres 2023 gekürt worden.Bacillus subtilis, Microbe of the Year 2023, is a rodshaped bacterium the most striking characteristic of which is the formation of extremely robust survival stages, the endospores. They withstand extreme heat as well as dehydration and radiation and can remain viable for many millions of years. The formation of endospores is embedded in a complex differentiation program that combines many different survival strategies with the multicellular mode of life in biofilms. This diversity of microbial life makes B. subtilis unique. It also provides important biotechnological applications, such as the production of detergent enzymes or the addition of endospores as probiotics in animal feed. In addition, B. subtilis is also used for the production of vitamins or for the self-healing of concrete. B. subtilis is as diverse in its natural microbial life style expressions as is its universal applicability as a „workhorse“ of biotechnology for the benefit of mankind. For all of these reasons, this bacterium has rightly been selected Microbe of the Year 2023

    Außerschulische Lernorte auf dem Gebiet der Mikrobiologie

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    Außerschulische Lernorte mit pädagogisch-didaktischen Bildungsangeboten spielen bei der Gestaltung des formalen Biologie-Lernens eine wichtige Rolle. Zoos, Botanische Gärten und Museen ermöglichen Lernenden anschauliche, motivierende und häufg reale Begegnungen mit der Natur. Je nach Schwerpunkt der Institution werden Aspekte des Natur- und Artenschutzes, aktuelle Forschungsbefunde oder die Bedeutung biologischer Sammlungen – ob lebendig oder archiviert – thematisiert

    Authentic Learner Texts as the Subject of Empirical Higher Education as Preparation for Teacher Students and Their Dealings with DaZ and Multilingualism in Class

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    Dieser Beitrag stellt eine fallorientierte Lerngelegenheit im DaZ-Modul an der Universität Duisburg-Essen vor. Die Lehrveranstaltung verfolgt das Ziel, angehenden Lehrkräften Grundlagenkompetenzen für den Umgang mit Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit zu vermitteln. Innerhalb der Lerngelegenheit werden authentische Lerner*innentexte als querschnittlicher Lerngegenstand genutzt. Die Lerner*innentexte sind in der „SchriFT“-Studie in Test- und Unterrichtssituationen in der siebten und achten Klasse an Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen verfasst worden und stehen als Korpus zur Verfügung. Aufbauend auf einer präzisen Beschreibung und Verortung der Lerngelegenheit wird – mit einem Fokus auf Sprachstandsdiagnostik – im Beitrag deren Kongruenz zum DaZKom-Modell und seinen Dimensionen und Facetten kritisch diskutiert.This paper describes and discusses a newly designed opportunity to learn in the curriculum of the so-called DaZ-module (German as a Second Language) at the University of Duisburg-Essen. The cross-sectional use of authentic learner texts is situated in the context of basic competence acquisition in the professionalisation process of pre-service teachers for dealing with German as a second language and multilingualism in the subject classroom. The learner texts in the SchriFT study were written in test and classroom situations in the seventh and eighth grade at comprehensive schools in North-Rhine Westphalia. Based on a precise description and localization of the learning opportunity, with a particular focus on language diagnostics, the article critically discusses its congruence with the DaZKom model and its dimensions and facets

    Decolonising education for sustainable development (ESD): The case of the German conceptual framework for secondary schools: Orientierungsrahmen Globale Entwicklung: Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gymnasialen Oberstufe

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    Highlights: – A progressive reading of ESD offers opportunities to decolonise SSE. – SDG4, highlighting quality in education, should define the centre of gravity of the SDGs because it has a global and decolonial DNA. – ESD, in its genuine form, should be interpreted as a revolutionary paradigm change for rethinking schools as whole institutions and consequently for decolonising teaching. – Attempts in Germany to reform schools are in jeopardy due to the priority for comparative approaches to education, e.g., PISA. – To facilitate ESD within given system constraints, global justice offers an appropriate leitmotif to expand and globalise horizons and decolonise teaching practices in SSE. Purpose: The article offers a progressive reading of ESD with a teaching example to decolonise SSE despite constraints set by the school system. Design/methodology/approach: The article presents ESD’s idea of thought within ‘the big picture’ of global education. After that, a description of an expert group is given, tasked with developing a conceptual framework for SSE, commissioned by the school administration in Germany and critically reflected on amidst system constraints. Findings: Full-fledged reforms to rethink schools in the 21st century from scratch to efficiently decolonise and integrate ESD are required. Research limitations/implications: The last part of the article is limited in its description and critical reflection of the federal German example. Practical implications: It is recommended that the big picture in terms of promoting global and decolonial dimensions of ESD and facilitating a sustainable transition of schools for achieving the SDGs is kept in sight

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