Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
Not a member yet
4677 research outputs found
Sort by
Musikunterricht inklusiv und fachfremd: Ein Seminarkonzept zur Bildung von fachfremd unterrichtenden Musiklehrkräften
Musikunterricht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I wird überwiegend fachfremd erteilt. Lehramtsstudierende werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Erteilen fachfremden Musikunterrichts konfrontiert werden. Der vorliegende Beitrag demonstriert anhand eines Seminarblocks die Vermittlung inklusionspädagogischer Unterrichtsplanung im Musikunterricht. In den Online-Supplements liegen ein ausführliches Planungsdokument zu den einzelnen Sitzungen einschließlich Hinweisen auf Literatur, Materialien und ausformulierte Aufgaben sowie ausgearbeitete Präsentationen vor. Das Seminarkonzept ist in der Hochschullehre für die parallele Vermittlung inklusionspädagogischer und basaler musikpädagogischer Inhalte nutzbar. Darüber hinaus eignet es sich für den Einsatz in der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung. Das Seminarkonzept richtet sich an Lehrende an Universitäten und Musikhochschulen wie auch an Lehrende in den Aus- und Fortbildungssystemen für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal
Leistungszuschreibungen von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften im Vorbereitungsdienst im Vergleich
Im Zuge der Etablierung eines inklusiven Schulsystems ist es Aufgabe der Lehrkräftebildung, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf die Anforderungen des Unterrichtens einer heterogenen Schüler*innenschaft vorzubereiten und bei der Realisierung schulischer Inklusion zu begleiten. Anforderungen an schulische Akteur*innen im Kontext inklusiven Unterrichts können mitunter sehr komplex sein und gehen zumeist mit gesellschaftlichen sowie organisationsinternen normativen Erwartungen an das Lehrkräftehandeln einher. Wesentlich für die Umsetzung von Inklusion im Unterricht ist beispielsweise ein reflektierter und diversitätsbewusster Umgang mit Differenz, da Lehrkräfte durch ihr eigenes Handeln in Schule und Unterricht soziale Differenzzuschreibungen (re-)produzieren, die auch in außerschulische Handlungsfelder weitergetragen werden. Differenz wird dabei oftmals als stabiles, personenbezogenes Merkmal der Schüler*innen konstruiert und ist eng verbunden mit einer Diskriminierung der Betroffenen. Darauf reagierend sollte die inklusionsorientierte Lehrkräftebildung bestehende Ausbildungsstrukturen und -inhalte entsprechend reflektieren und adaptieren. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und zeigt am Beispiel von Leistungszuschreibungen unter Rückgriff auf zwei Studien der inklusionsorientierten Lehrkräftebildung auf, über welches konjunktive Erfahrungswissen Lehramtsstudierende (Viermann, 2022) und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (Henkel, 2023) hinsichtlich schulischer Inklusion verfügen. Dazu werden insbesondere Leistungszuschreibungen sowie damit verbundene Differenzpraktiken der benannten Akteur*innengruppen unter Anwendung der Dokumentarischen Methode rekonstruiert. Die beiden vorgestellten Forschungsprojekte nehmen jeweils das Lehramt an Gymnasien und das Lehramt für Sonderpädagogik in den Blick. Abschließend werden auf den gewonnenen Erkenntnissen aufbauend Schlussfolgerungen für die Gestaltung der inklusionsorientierten Lehrkräftebildung abgeleitet
Rez. Strauss, B.: Die Geburt des römischen Kaiserreichs. Antonius, Kleopatra, Octavian und die Schlacht bei Actium. Aus dem Englischen v. C. Hartz. Darmstadt 2023
Rez. M. v. Albrecht (Hg./Übers.), Ovid, Metamorphosen. Lateinisch/Deutsch. Mit 30 Radierungen v. Pablo Picasso u. einem kunst- historischen Nachw. v. Eckhard Leuschner. Ditzingen 2024.
A playful approach to botanical species conservation:
In ihrer funktionellen Rolle als Primärproduzenten sind Pflanzen essenziell für stabile Ökosystemprozesse und stellen die Grundlage für unzählige Lebensformen dar. Allerdings sind durch den anthropogenen Biodiversitätsverlust ca. 2000 der in Deutschland vorkommenden Landpflanzenarten zumindest gefährdet. Für die Prioritätensetzung im Artenschutz etablierte das Bundesamt für Naturschutz das Konzept der Verantwortungsarten. Fehlendem botanischem Interesse kann mit lebensweltorientierten Lernumgebungen zur Biodiversitätsbildung entgegengewirkt werden. Vielversprechende Methoden hierzu liegen im Gamebased Learning. Dementsprechend wurden an der JGU Mainz eine Educational Escape Game-Rallye für das Lernen im Botanischen Garten und an der TU Dresden ein Educational Escape Game und ein Mystery für das Lernen im Klassenraum zur Gefährdung und zum Schutz von Verantwortungsarten entwickelt und erprobt. Lernende, die die Games gespielt haben, berichten von Spaß bereitenden, aktivierenden und lehrreichen Erfahrungen, die zur Auseinandersetzung mit der Thematik anregen und Interesse für die Botanik hervorrufen.In their functional role as primary producers, plants are essential for stable ecosystem processes and are the basis for countless life forms. However, due to the anthropogenic loss of biodiversity, about 2000 of the land plant species occurring in Germany are at least endangered. In order to prioritise species protection, the Federal Agency for Nature Conservation developed the concept of National responsibility species (NRS). The lack of interest in botany can be counteracted by creating real-world learning environments for biodiversity education. Game-based learning is a promising method. Accordingly, an educational escape game rally for learning in the botanical garden was developed and tested at the JGU Mainz and an educational escape game and a mystery game for learning in the classroom about the endangerment and protection of species of national responsibility were developed and tested at the TU Dresden. Students who have played the games report a fun, activating and educational experience that encourages them to deal with the topic sparking their interest in botany
:
Millionen von Vögeln ziehen jedes Jahr in wärmere Klimazonen und zurück. Der hohe Energieaufwand hat bei Zugvögeln zu verschiedenen Anpassungen im Verhalten – insbesondere bei Ernährungsgewohnheiten – und im Stoffwechsel, aber auch zu morphologischen Veränderungen geführt. Diese Anpassungen, die sich genetisch und physiologisch manifestieren, können zwischen unterschiedlichen Populationen sehr stark variieren und sich selbst innerhalb der Population als Reaktion auf Klimaverschiebungen rasch ändern. Vor diesem Hintergrund gibt es auch bei gut erforschten Arten immer wieder Überraschungen [1]
Controversial issues in Swedish social studies education: Success and failure in teachers’ task perceptions
Highlights:
– The study examined teachers’ perceptions of success and failure in their teaching about controversial issues.
– 18 interviewed teachers in civics in Swedish school years 7, 8, 9.
– Relational aspects are decisive.
– Values included neutrality, pluralism, civil behaviour, and students’ well-being, which were central to the teachers.
– Tensions concerned the level of emotional engagement and how to deal with students’ opinions.
Purpose: This study seeks to gain an understanding of the complexities involved in real-life classroom teaching. The aim is to trace values and tensions displayed in what the teachers regard as successful and unsuccessful.
Design/methodology/approach: Teachers were interviewed to explore their perceptions of success and failures in their teaching about controversial issues. Data was analysed thematically and cross-analysed to find underlying didactic values and tensions.
Findings: Successful and unsuccessful are mainly related to the students’ learning, teachers’ efforts, and reactions of parents, not to specific issues. Values included concern for students’ well-being and a desire for less polarisation. Tensions concerned students’ level of commitment and how to deal with students’ own opinions. Successful teaching is not only about achieving curriculum goals but also must be understood in relation to teachers’ task perceptions.
Practical implications: Results of the study can provide teachers with a ground for didactical reflection
Verbrecherjagd im naturwissenschaftlichen Unterricht: Ein Funktionsmodell zur Papierchromatographie mit beispielhafter Einbettung in den Unterricht
Die Chromatographie als chemische Analysemethode ist nicht nur für die Naturwissenschaften von hoher Relevanz, das Trennverfahren findet auch in den Bildungsplänen des naturwissenschaftlichen Schulunterrichts Erwähnung. Beim Verständnis der dem Trennverfahren zugrundeliegenden komplexen Vorgänge treten jedoch häufig Schwierigkeiten auf, die entsprechende Unterstützung erforderlich machen. Ein Funktionsmodell des chromatographischen Trennprinzips leistet zu diesem Zweck die Veranschaulichung relevanter Vorgänge und kann so die nachhaltige Konsolidierung von komplexem Fachwissen fördern. Im Rahmen dieses Beitrags werden Überlegungen zur Fertigung eines solchen Funktionsmodells dargelegt sowie eine beispielhafte Einbettung des Modells in den naturwissenschaftlichen Unterricht der 6. Jahrgangsstufe vorgestellt