Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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    4677 research outputs found

    VBIO legt Positionspapier „Wissenschaftskommunikation“ vor

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    Die Große Erdhummel – eine kryptische Charakterart großer Heidelandschaften

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    Weil die Bestimmung von Erdhummeln im Feld in vielen Fällen nicht sicher gelingt, wird die Große Erdhummel (Bombus magnus) in der Literatur oft eher zurückhaltend behandelt. Bei näherer Betrachtung in ausgedehnten Heidegebieten im nördlichen Brandenburg hat sie sich jedoch als wertgebende Art dieser Lebensräume erwiesen. Ihre Identifizierung ist an Hand von Individuen mit guter Merkmalsausprägung sogar leicht möglich, so dass es sich auch bei der Bewertung von Schutzgebieten sehr lohnt, auf diese prächtig gefärbte Art zu achten

    Das Ordnen literarischer Felder, Systeme und Akteure: Ein Werkstattbericht über die Arbeit am Handbuch Literaturvermittlung

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    In dem Beitrag stellen Julia Ingold und Christoph Jürgensen das Konzept des Live Handbuchs Literaturvermittlung vor, das 2025 bei J. B. Metzler erscheinen wird. So wichtig Literaturvermittlung mit ihren Formen und Funktionen für mehr oder minder alle Prozesse im literarischen Feld ist, so wenig ist sie bislang umfassend reflektiert bzw. überblickt worden, von wenigen Versuchen abgesehen, das Feld überhaupt erst einmal (teilweise) abzustecken. Systematiken, Ordnungsversuche und Einzelaspekte finden sich unter den Schlagwörtern Literaturbetrieb, Literaturdidaktik, Buchmarkt, literarisches Leben, Literatursystem, literarisches Feld und Literaturszene. Eine umfassende Darstellung, die Theorie und Praxisbezug vereint, ist bisher ausgeblieben. Auf dieses historische wie methodische Desiderat reagieren Ingold und Jürgensen, indem sie das Handbuch Literaturvermittlung projektieren. In der synchronen Perspektive fokussiert sich ihr Interesse dabei auf die gegenwärtige Vermittlung von Literatur im engeren Sinne, also Belletristik. Heuristisch fassen sie den Begriff der Literaturvermittlung ebenso weit und verstehen darunter alles, was in Form von Material, Akteur:innen und Ereignissen zwischen literarischem Text und Leserschaft vermittelt. Die erste Leistung des Handbuchs ist eine umfassende Kartographie des beinahe unerschöpflichen Feldes der Literaturvermittlung im deutschsprachigen Raum vorzulegen. Im Gegensatz zu ‚typischen‘ Handbüchern sind die in Rede stehenden Objekte in einem andauernden Prozess zu beobachten, bei dem diachrone und synchrone Entwicklungen zusammenwirken. Um Ordnung in die Darstellung der solcherart eng vernetzten Strukturen und Akteur:innen zu bringen, folgt die Gliederung chronologisch den Wegen der Texte von der Entstehung bis zur Leserschaft.In this contribution, Julia Ingold and Christoph Jürgensen introduce the concept of the Live Handbuch Literaturvermittlung, which is set to be published by J. B. Metzler in 2025. As important as literature mediation is with its forms and functions for more or less all processes in the literary field, it has been relatively underexplored and not comprehensively overviewed so far, with only a few attempts to even partially delineate the field. Systematics, attempts at organization, and individual aspects can be found under the keywords “Literaturbetrieb”, “Literaturdidaktik”, “Buchmarkt”, “literarisches Leben”, “Literatursystem”, “literarisches Feld” und “Literaturszene”. A comprehensive presentation that combines theory and practical relevance has not yet been provided. In response to this historical and methodological gap, Ingold and Jürgensen are planning to create this Handbook of Literature Mediation. From a synchronous perspective, their interest focuses on the current mediation of literature in the narrower sense, i.e., fiction. Heuristically, they understand the concept of literary communication broadly, encompassing everything that is mediated in the form of materials, actors, and events between literary texts and the readership. The first achievement of the handbook is to provide a comprehensive map of the nearly inexhaustible field of literature mediation in the German-speaking context. In contrast to \u27typical\u27 handbooks, the objects in question are observed in an ongoing process where diachronic and synchronic developments interact. To bring order to the presentation of these closely interconnected structures and actors, the structure follows the chronology of the paths of the texts from their creation to the readership

    Art in the eyes of laypeople: A typology of the reception of contemporary art by the example of a work by Taring Padi at documenta 15

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    Abstract Im Kontext der Forschungslücke zur Rezeption zeitgenössischer Kunst auf das Laienpublikum zielt die vorliegende Arbeit auf die induktiv-deduktive Entwicklung eines begrifflichen Instrumentariums zur Erfassung von Laienrezeption zeitgenössischer Kunst unter undogmatischer Orientierung an Bourdieus Rezeptionstheorie. Mittels problemzentrierten Fokus-Interviews, die in einem zirkulären Prozess der iterativen Annäherung zwischen dem empirischen Material und dem damit korrespondierenden Kategoriensystem mit der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet werden, wird anhand der Rezeption eines exemplarisch ausgewählten Werks auf der documenta fifteen durch 18 Laien eine fallorientierte Laienrezeptionstypologie entwickelt. Anhand der Merkmale der Rezeptionsform, der Formaliaverwendung, der Kontextualisierung, urteilsrelevanten Aspekten und den allgemeinen Kunsterwartungen lassen sich mit der einfühlenden, der enträtselnden und der verortenden Orientierung drei typische Umgangsweisen mit dem Kunstwerk identifizieren, die mit variierenden subjektiven Sinngebungen verbunden werden können. Dabei zeigt sich, dass die ausgewählte künstlerische Arbeit sich in unterschiedlichem Maß für die beobachteten Zugangsweisen eignet. Die Typen können zudem mit unterschiedlichen Besuchshäufigkeiten von Kunstausstellungen verbunden werden. Bourdieus Rezeptionstypologie erweist sich dabei als insbesondere im Kontext quantitativer Forschungsdesigns exklusionsverstärkende Reproduktion der kunstfeldinternen Abwertung von Laienrezeptionen. Sein Habituskonzept erscheint dagegen als vielversprechend für zukünftige qualitative Studien zum konkreten Rezeptionsverhalten von Laien im Kontext ihrer sozialen Lagen.  Regarding the research gap on reception of contemporary art by the lay audience, the present work focuses on the inductive-deductive development of a conceptual instrument for recording the lay reception of contemporary art with a non-dogmatic orientation towards Bourdieu\u27s reception theory. Using problem-centered focus interviews, which are evaluated in a circular process of iterative approximation between the empirical material and the corresponding category system using Kuckartz\u27s qualitative content analysis, a case-oriented lay reception typology is developed based on the receptions of an exemplary selected work at documenta fifteen by 18 laypeople. Based on the characteristics of the form of reception, the use of formalities, the contextualization, aspects relevant to judgments and the general expectations of art, three typical ways of dealing with the work of art can be identified: the empathetic, the unraveling and the situating orientation, which can be linked to different subjective meanings. This shows that the selected art work is suitable to varying degrees for the observed approaches. The types can also be linked to different frequency of visits to art exhibitions. Bourdieu\u27s reception typology proves to be an exclusion-reinforcing reproduction of the devaluation of lay reception within the art field, particularly in the context of quantitative research designs. His habitus concept, on the other hand, appears to be  promising for future qualitative studies on the concrete reception behavior of laypeople in the context of their social settings

    Learning assignments in teacher training: Students develop linguistic sensitivity in subject teaching

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    Die universitäre Lehrer*innenausbildung in Deutsch als Zweitsprache steht in der Verantwortung, Lehrkräfte auf das Unterrichten in sprachlich heterogenen Lerngruppen vorzubereiten. Insbesondere in Erweiterungsfächern, mit denen Studierende ihre grundständigen Fächer ergänzen, spielen Planungskompetenzen im Bereich sprachsensibler Fachunterricht eine bedeutende Rolle, da hier die Aufgaben einer regulären Fachlehrkraft mit der Querschnittsaufgabe sowie Multiplikator*innenrolle im Themenfeld Deutsch als Zweitsprache nachhaltig verknüpft werden können. Im vorliegenden Beitrag wird daher eine Lernaufgabe vorgestellt und diskutiert, die Lehramtsstudierende in die Situation bringt, eine sprachsensible Fachunterrichtsstunde nach dem Scaffolding-Prinzip zu planen, d.h., eine sinnvolle Verzahnung von fachlichen und sprachlichen Lernzielen zu durchdenken, mögliche Herausforderungen in der Durchführung zu antizipieren und unterstützende Maßnahmen zum Ausbau (bildungs-)sprachlicher Kompetenzen in ihre Planung zu integrieren. Die theoretische Folie für die Diskussion stellt das DaZKom-Modell dar, das Lehrkompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache in 19 Teilkompetenzen (Facetten) differenziert und dabei eine Kompetenzentwicklung über drei Niveaustufen annimmt. Das Lernziel der vorgestellten Lernaufgabe wird zunächst der Facette Makro-Scaffolding zugeordnet und zu anderen Facetten ins Verhältnis gesetzt. Anschließend werden drei studentische Unterrichtsentwürfe mit unterschiedlichen Herangehensweisen exemplarisch vorgestellt und hinsichtlich ihres Lernpotenzials in heterogenen Studierendengruppen diskutiert. It is the responsibility of teacher training to prepare (prospective) teachers for linguistically diverse classrooms. Especially for students with “regular” school subjects and additional education in German as a Second Language, it is considered to be of special importance to develop linguistic sensitivity in subject teaching. In this article, a learning assignment is presented that tasks students to plan a linguistically responsive subject lesson using the Scaffolding concept, i.e., finding a meaningful interconnection of language and subject-related learning targets, anticipating challenges during realisation, and integrating supportive methods in promoting (academic) language skills. As a theoretical framework, the DaZKom model is employed, which differentiates teaching competences in German as a Second Language into 19 “facets” and assumes development of competency along three stages. The learning target of the presented assignment is first allocated to the macro-scaffolding facet, in relation to other facets. Looking at three exemplary lessons planned by students, different approaches to add linguistic targets to a subject lesson are illustrated and the

    Dealing with Multilingualism in a Resource-Oriented Way: Language and Educational-Biographical Reflections as a Learning Opportunity in the Teacher Education Course German as a Second Language

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    Die Lerngelegenheit „Sprach- und bildungsbiographische Reflexionen“ wird im Rahmen eines von drei Grundlagenmodulen der DaZ-/DaF-Studiengänge seit dem Sommersemester 2020 an der Universität Augsburg durchgeführt. In der rahmenden Grundlagenveranstaltung (Vorlesung/Seminar mit obligatorischer Übung) wird Mehrsprachigkeit in individueller und gesellschaftlicher Hinsicht als Normalfall aufgefasst. Diese Sichtweise erfordert einen Bruch mit dem monolingualen Habitus (Gogolin & Duarte, 2018), den sowohl Studierende mit der Erstsprache Deutsch als auch migrationsbedingt mehrsprachige Studierende in unterschiedlichem Maße erfahren haben. Damit verbunden ist zudem eine Überwindung des häufig noch immer überwiegend defizitorientierten Blicks auf mehrsprachige Kinder und Jugendliche im Lehramtsstudium. Die Lerngelegenheit hat somit die übergeordnete Funktion, den Umgang mit sprachlicher Heterogenität und eigenen Sprachaneignungserfahrungen vor dem Hintergrund von Normalitätserwartungen kritisch zu betrachten. Mit einem fachwissenschaftlich angeleiteten Blick zurück auf die persönlichen Schul- und Bildungserfahrungen der ein- und mehrsprachigen Lehramtsstudierenden werden die eigenen Vorannahmen sichtbar gemacht. Dabei werden die persönlichen sprachlichen Ressourcen vor allem auch in Bezug auf die zukünftige professionelle Tätigkeit verdeutlicht und reflektiert. Der Beitrag bietet zahlreiche Hinweise zur methodisch-didaktischen Umsetzung der Lerngelegenheit. Hierbei liegt der Fokus auf der dreigliedrigen Aufgabenstellung, die verschiedene Aspekte wie z.B. die Frage nach sprachlichen Ressourcen und Lern-/Lehr-gewohnheiten umfasst. Der Beitrag enthält zudem Auszüge aus studentischen Reflexionen, Anregungen für die Gestaltung des dozent*innenseitigen Feedbacks und Vorschläge für eine weitergehende inhaltliche Beschäftigung. Abschließend wird die Lerngelegenheit hinsichtlich ihrer möglichen Verortung im DaZ-Strukturmodell (vgl. Ohm, 2018, S. 80f.), insbesondere innerhalb der Facetten Umgang mit Heterogenität, Sprachliche Vielfalt in der Schule und Gesteuerter vs. Ungesteuerter Spracherwerb diskutiert. The learning opportunity “Language and Educational-Biographical Reflections” has been conducted as part of one of three modules of the German as a Second Language/German as a Foreign Language (DaZ/DaF) degree programs since summer term 2020 at the University of Augsburg. In the framing course (lecture/seminar with compulsory exercise), multilingualism is conceived as a normal case in individual and social terms. This view requires a break with the monolingual habitus, which students with German as their first language and migrant multilingual students have experienced to varying degrees. This entails overcoming the still predominantly deficit-oriented view of multilingual children and adolescents in teacher education programs. The learning opportunity thus has the overriding function of critically examining the handling of linguistic heterogeneity and one’s own language acquisition experiences against the background of expectations of normality. With a scientifically guided look back at the individual school and educational experiences of monolingual and multilingual student teachers, their own presuppositions are made visible. Individual linguistic resources are clarified and reflected, especially with regard to future professional activities. The article offers hints for the methodical-didactical implementation of the learning opportunity. The focus is on the three-part task, which includes aspects such as linguistic resources and learning/teaching habits. The article contains excerpts from student reflections, suggestions for lecturer feedback, and proposals for further content-related work. Finally, the learning opportunity is discussed regarding its possible location in the DaZ structural model, especially within the facets of dealing with heterogeneity, linguistic diversity in school, and controlled vs. uncontrolled language acquisition

    The DaZKom Structure Model 2023.: Modelling Competence for Multilingual- and Register-Sensitive Linguistic Expansion in Content Teaching

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    Das DaZKom-Strukturmodell zur Beschreibung der Kompetenz von (angehenden) Lehrpersonen aller Schulfächer im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) wurde seit 2009 in den Projekten DaZKom, DaZKom-Video und DaZKom-Transfer erarbeitet, kritisch reflektiert und weiterentwickelt. Es modelliert die Lehrkompetenz anhand der drei Dimensionen Fachregister, Mehrsprachigkeit und Didaktik, die in Subdimensionen und Facetten ausdifferenziert sind. Die Dimension Fachregister legt den Fokus auf die Funktion von Sprache beim Fachlernen. Für Fachlernen ist der systematische Ausbau der sprachlichen Fähigkeiten in fachlich-formelle Register, die sich an schriftkultureller Praxis orientierten, konstitutiv. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dieser Sprachausbau den funktionalen Einbezug weiterer semiotischer Ressourcen impliziert. Die Dimension Mehrsprachigkeit fokussiert die unter mehrsprachigen Bedingungen ablaufenden Lernprozesse im Fachunterricht. Die von der Schule zu leistende Sprachentwicklung in fachlich-formelle Register des Deutschen ist Teil einer gesamtsprachlichen Entwicklung, die den Ausbau der Registerflexibilität aller Schüler*innen zum Ziel haben muss. Die Dimension Didaktik stellt die fachlich-funktionale Sprachbildung auf Basis einer formativen Diagnose dar. Die theoretischen Grundlagen liegen in einer soziokulturellen Theorie des Lernens mit den Konzepten der Zone der nächsten Entwicklung (ZPD), der Internalisierung und der Mediierung sowie in einer sozialen Theorie von Sprache mit ihrer funktionalen Metasprache und dem Fokus auf genre-spezifischer funktionaler Angemessenheit. The DaZKom model describes (pre-service) teachers’ competence in the field of German as a second language (GSL). It has been developed since 2009 during the project DaZKom. Since that time, it has been critically reflected upon and further developed in the follow-up projects DaZKom-Video and DaZKom-Transfer. It models teaching competence on the basis of the three dimensions subject registers, multilingualism and didactics, which are differentiated into sub-dimensions and facets. The dimension subject registers focuses on languages’ function in subject learning. For that it is essential to systematically develop more formal language registers, which orient towards written cultural practice. This linguistic expansion implies the functional inclusion of further semiotic resources. The dimension multilingualism focuses on the learning processes that take place under multilingual conditions in subject lessons. The development of language in formal German registers, which schools are required to facilitate, is part of an overall linguistic development that aims at the expansion of the register flexibility of all pupils. The dimension didactics represents subject-functional language education based on formative diagnosis. The theoretical foundations lie in a sociocultural theory of learning with the concepts of the zone of proximal development (ZPD), internalization, and mediation, as well as a social theory of language with its functional metalanguage and a focus on genre-specific functional appropriateness.

    Accompanying Research of a Funding Project of the „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“: Design and Results Using the Example of “Inclusion and Heterogeneity”

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    Mit der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) von Bund und Ländern wurde ein komplexes Förderprogramm etabliert, um die Qualität der Lehramtsausbildung nachhaltig zu verbessern. Begleitforschung kommt bei derartigen Programmen die wichtige Aufgabe zu, die Wirksamkeit der an den Hochschulen entwickelten Maßnahmen zu überprüfen. Bisher fehlt es jedoch an empirischen Arbeiten, die detailliert aufzeigen, wie eine solche wissenschaftliche Begleitung in den QLB-geförderten Projekten umgesetzt wurde. Hieran knüpft der vorliegende Beitrag an, indem das Design der Begleitforschung zu den Maßnahmen der Freiburger School of Education FACE dargestellt und anhand von Ergebnissen zur Maßnahme Inklusion und Heterogenität veranschaulicht wird. Dabei wird untersucht, ob sich inklusionsbezogene Überzeugungen bzw. Einstellungen und selbsteingeschätzte Kompetenzen von Lehramtsstudierenden durch die im Zuge der QLB am Hochschulstandort Freiburg initiierten Maßnahmen verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass die eingeleiteten Maßnahmen bei den Studierenden mit positiven Veränderungen ihrer Überzeugungen und Einstellungen, nicht jedoch hinsichtlich ihrer selbsteingeschätzten Kompetenzen einhergingen. Befunde liegen sowohl für den querschnittlichen Vergleich verschiedener Kohorten als auch für die Betrachtung einer Studierendenkohorte im Studienverlauf vor. Allerdings waren die Veränderungen nicht durchgängig für alle untersuchten inklusionsbezogenen Aspekte und Studiengänge nachweisbar. Der Beitrag verdeutlicht beispielhaft Möglichkeiten und Grenzen der Begleitforschung zu QLB-geförderten Projekten. With the joint Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) of the Federal Government and the Länder, a complex funding program was established to sustainably improve the quality of teacher training. In such programs, accompanying research has the important task of analyzing the effectiveness of the measures developed at the universities. So far, however, there is a lack of empirical work that illustrates how such scientific monitoring was implemented in the QLB-funded projects. This article takes up this perspective by presenting the design of the accompanying research on the measures of the Freiburg School of Education FACE and illustrating it with results on the measure “Inclusion and Heterogeneity”. It examines whether student teachers’ inclusion-related beliefs and attitudes as well as their self-assessed competences have changed as a result of the measures initiated in Freiburg in the course of the QLB. The results show that the implemented measures were associated with positive changes in students’ inclusive beliefs and attitudes, but not in their self-assessed competencies. Findings are available both for the cross-sectional comparison of different cohorts and for the observation of a cohort of students over the course of their studies. However, changes were not consistently observable for all inclusion-related aspects and degree programs examined. The article exemplifies the possibilities and limitations of accompanying research on QLB-funded projects.

    Von Fernstudium zu Distance Learning, Digitalisierung und Didaktik: Eine programmatische und strukturelle Transformation in der DGWF

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    In der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) e. V. haben sich Institutionen und Akteure organisiert, die in Universitäten, Hochschulen und Hochschulverbünden getragene Weiterbildung und Fernstudienangebote verantworten. In ihrem Selbstverständnis fokussiert die DGWF zum einen die Förderung, Koordinierung und Repräsentation der wissenschaftlichen Weiterbildung und des Fernstudiums. Zum anderen versteht sie sich auch als wissenschaftliche Fachgesellschaft, die durch Forschung in dieser Domäne zur Systematisierung und Akkumulation von Wissen beiträgt. Des Weiteren nimmt die DGWF für sich in Anspruch, die hochschulpolitischen Diskurse und die Professionalisierung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene mit zu gestalten (vgl. Homepage der DGWF, https://dgwf.net). Innerhalb der DGWF engagieren sich verschiedene Landesgruppen und Arbeitsgemeinschaften in spezifischen Themenfeldern und mit verschiedenen Interessensschwerpunkten: Die Arbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Weiterbildung an Hochschulen, die Arbeitsgemeinschaft für das Fernstudium an Hochschulen, die Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere, die Arbeitsgemeinschaft Forschung und die Arbeitsgemeinschaft Offene Hochschulen. Mit diesem Profil ist die DGWF eine maßgebliche Mitgestalterin der Strukturen wissenschaftlicher Weiterbildung auf Makroebene. Der Beitrag beschreibt die programmatische und strukturelle Transformation einer Akteursgruppe innerhalb der DGWF, die sich seit ihrer Gründung dem spezifischen Themenfeld des Fernstudiums gewidmet hat. Die Veränderungen sind nicht auf diese Gruppe beschränkt. Vielmehr wird an diesem Beispiel deutlich, an welchen inhaltlichen und organisationsbezogenen Stellen sich in der DGWF als Ganzes Transformationen abzeichnen

    Entstehungsgeschichte der fächerübergreifenden Profile an der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg: Schul- und Unterrichtsentwicklung im Spannungsfeld von Tradition und Innovation

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    Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die Entstehung und kontinuierliche Weiterentwicklung des fächerübergreifenden Unterrichts am Oberstufen-Kolleg. Seit der Gründung der Versuchsschule im Jahr 1974 ist der fächerübergreifende Unterricht ein zentraler Bestandteil des schulspezifischen Arrangements von Unterrichtsarten. Im Sinne einer breiten Allgemeinbildung sollen die Kollegiat:innen hier die Spezialisierung in ihren Schwerpunktfächern überschreiten und ein Lernen über die Perspektiven des Einzelfaches hinaus einüben. Während der fächerübergreifende Unterricht im ursprünglichen College-Modell im Wesentlichen in Einzelkursen organisiert war, die durch eine breite konzeptionelle Offenheit geprägt waren, wurde nach der Umstrukturierung der Versuchsschule in eine experimentelle gymnasiale Oberstufe im Jahr 2002 eine größere konzeptionelle Verbindlichkeit angestrebt. Infolge der Beschlüsse der Kultusministerkonferenz zur gymnasialen Oberstufe wurde der fächerübergreifende Unterricht am Oberstufen-Kolleg ab 2011 weitgehend in Profilen organisiert, einer Bündelung von jeweils drei Grundkursen, die themenorientiert kooperieren. This article provides an overview of the emergence and continuous development of interdisciplinary teaching at the Oberstufen-Kolleg. Since the foundation of the experimental school in 1974, interdisciplinary teaching has been a central component of the school’s specific arrangement of teaching methods. In the spirit of a broad general education, students are encouraged to go beyond specialization in their core subjects and practice learning beyond the perspectives of the individual subject. While interdisciplinary teaching in the original college model was essentially organized in individual courses, which were characterized by a broad conceptual openness, a greater conceptual commitment was sought after the restructuring of the experimental school into an experimental upper secondary school in 2002. As a result of the resolutions of the Conference of Ministers of Education and Cultural Affairs on the upper secondary school, interdisciplinary teaching at the Oberstufen-Kolleg was largely organized in profiles from 2011 – a bundling of three basic courses each, which cooperate on a topic-oriented basis

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