Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Das Kuratorium des Vereins „Baum des Jahres e. V.“ hatte als Nachfolger für die Moorbirke die Mehlbeere (Sorbus aria) zum Baum des Jahres 2024 gewählt. Nach Speierling (1994), Vogelbeere (1997) und Elsbeere (2011) war die Mehlbeere letztes Jahr die vierte heimische Sorbus-Art, die zum Baum des Jahres gewählt wurde
The fascinating world of the extremophiles:
Extremophile sind Organismen, die nur in extremen Umgebungen gedeihen wie heißen Quellen und salzigen Seen. Sie haben spezielle Anpassungen entwickelt, um dort zu überleben, und werden in allen drei Domänen des Lebens gefunden: Bacteria, Archaea und Eukarya. Diese Anpassungen, wie die Produktion von hitzebeständigen Enzymen bei Thermophilen oder die Akkumulation von organischen Osmolyten bei Halophilen, ermöglichen es ihnen, unter extremen Bedingungen zu leben und sich fortzupflanzen. In unserem Sonnensystem gibt es Himmelskörper wie den Mars, den Jupitermond Europa und den Saturnmond Enceladus, auf denen Hinweise auf mögliche Lebensbedingungen gefunden wurden. Diese werden intensiv erforscht, um nach Spuren von Leben zu suchen. Raumfahrtmissionen mit Mars-Rovern und die geplanten Missionen zum Jupitermond Europa spielen dabei eine wichtige Rolle.Extremophiles are organisms that thrive only in extreme environments, such as hot springs and salty lakes. They have evolved special adaptations to survive there and are found in all three domains of life: Bacteria, Archaea and Eukarya. These adaptations, such as the production of heat-resistant enzymes in thermophiles or the accumulation of organic osmolytes in halophiles, enable them to live and reproduce under extreme conditions. In our solar system, there are celestial bodies such as Mars, Jupiter‘s moon Europa and Saturn‘s moon Enceladus on which indications of possible living conditions have been found. These are intensively investigated in search of traces of life. Space missions with Mars rovers and the planned missions to Jupiter‘s moon Europa play an important role in this
Computer models explain how histones establish contacts in the cell nucleus and regulate accessibility:
Die räumliche Struktur von Chromatin ist vielfältig und entscheidend für die Genaktivität. Computermodelle helfen, die Auswirkungen verschiedener Faktoren auf die Struktur zu verstehen. Eine wichtige Rolle spielt die Anordnung der Nukleosomen entlang der DNA. Die Länge der Verbindungs-DNA (Linker-DNA) reguliert die globale Struktur: Eine gleichmäßige Verteilung der Nukleosomen entlang der DNA begünstigt regelmäßigere Strukturen, wie sie in der Interphase auftreten, während eine unregelmäßige Verteilung zu einer eher zufälligen räumlichen Anordnung führt, wie sie in Metaphase-Chromatin vorkommt. Schon eine kleine Verschiebung eines einzelnen Nukleosoms beeinflusst die Kontakte zwischen weit entfernten DNA-Bereichen. In aktiven Genbereichen ist die Anzahl der gebundenen Nukleosomen variabel, während in inaktiven Bereichen die Anzahl der Linker-Histone variiert. Schleifenstrukturen im Genom ändern sich mit der Verteilung der Nukleosomen.The spatial structure of chromatin is diverse and crucial for gene activity. Computer models help to understand the effects of various factors on the structure. The arrangement of nucleosomes along the DNA plays an important role. The length of the connecting DNA (linker DNA) regulates the global structure: A uniform distribution of nucleosomes along the DNA favours more regular structures as seen in interphase, while an irregular distribution tends to result in a more random spatial arrangement as in metaphase chromatin. Even a small shift of a single nucleosome can affect the contacts between distant DNA regions. In active gene regions, the number of bound nucleosomes is variable, while in inactive regions the number of linker histones varies. Loop structures in the genome change with the distribution of nucleosomes
Power in the Field of Art School Professors: The Role of Symbolic, Social, Cultural and Economic Capital
Deutsche Kunsthochschulen genießen in der internationalen Kunstwelt ein hohes Ansehen. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Liste der weltweit bekanntesten und teuersten zeitgenössischen Künstler*innen regelmäßig Namen auflistet, die an deutschen Kunsthochschulen studiert und/oder gelehrt haben. In den Sozialwissenschaften wurden die Kunsthochschulen immer wieder als zentrale Reproduktionsstätten künstlerischer Eliten analysiert. Insbesondere die hochgradig selektiven Auswahlprozesse und Ausbildungspraktiken an deutschen Kunsthochschulen wurden in vielfältiger Weise diskutiert. Die Frage, inwieweit systematische Ungleichheiten in der Machtverteilung zwischen den Professor*innen an Kunsthochschulen selbst bestehen, blieb bisher jedoch in der sozialwissenschaftlichen Analyse unberücksichtigt. Obwohl es sich bei den Professor*innen an deutschen Kunsthochschulen um eine sozialstrukturell schmale und homogene Elite handelt, ist davon auszugehen, dass sie dennoch äußerst disparate Positionen im Kunstfeld einnehmen. Diese Positionen dürften mit ungleichen Chancen im Kampf der Kunsthochschulprofessor*innen um das Definitionsmonopol dessen sein, was auf dem Feld der Kunst als legitime Produktion gilt. Auf der Grundlage der Bourdieu\u27schen Feldtheorie wird untersucht, inwieweit systematische Ungleichheiten in der Machtverteilung zwischen den Professor*innen bestehen, welche Typen von Professor*innen über besondere Einfluss- und Machtpotenziale verfügen und auf welchen Mechanismen die Verteilung von Machtressourcen beruht. Um die Machtverteilung unter Kunsthochschulprofessor*innen zu erfassen, konzentriert sich der Artikel auf die Verteilungen, Beziehungen, Interaktionen und Hierarchien von vier Kapitalformen: soziales, kulturelles, ökonomisches und symbolisches Kapital.German art schools enjoy a high level of recognition in the international art world. This is hardly surprising considering that the list of the world’s most renowned and expensive contemporary artists regularly includes names who have studied and/or taught at German art schools. In the social sciences, art schools have repeatedly attracted attention as important training centres for artistic elites. In particular, the selection processes and training practices at German art schools have been discussed in various ways. However, the question of the extent to which systematic inequalities in the distribution of power exist between professors at art schools has remained unaddressed by social science analysis. Although the professors at German art schools are a socio-structurally narrow and homogeneous elite of artists, it can be assumed that they nevertheless occupy exceedingly disparate positions in the field of art. These positions should be associated with unequal opportunities in the intra and extra muros struggles of the art schools for the monopoly on a definition of what is legitimate art. Based on Bourdieu’s field theory, the article investigates the extent to which systematic inequalities exist in the distribution of power between professors, which types of professors have particular potential for influence and power, and the mechanisms that the distribution of power resources are based on. In order to grasp the distribution of power among art academy professors, the article focuses on the distributions, relationships, interactions and hierarchies of four forms of capital: social, cultural, economic and symbolic
„Wer Unterricht entwickeln will, muss mehr als den Unterricht entwickeln“
Das Forschungsprojekt „Unterrichtsentwicklung plus“ evaluiert einen mehrjährigen Schulentwicklungsprozess, der auf einem konkreten Wunsch des Kollegiums beruhte.
Über gut zwei Jahre hinweg fand an den schulinternen Fortbildungstagen (SchiLF) die „Werkstatt Lernen individuell und gemeinsam“ statt. Bei der Planung und Durchführung der Werkstatt orientierte sich das Moderator:innenteam an den von Lipwosky & Rzejak (2021) bzw. Altrichter et al. (2019) formulierten Kriterien fürdie Gestaltung wirksamer Fortbildung von Lehrkräften. Die Inhalte der Werkstattarbeit basierten auf dem Werk „Werkstatt Individualisierung. Unterricht gemeinsam verändern“ von Groeben/Kaiser (2012).
Ausgewertet im Rahmen der Evaluation wurden schriftliche Rückmeldungen der Teilnehmer:innen und ein Gruppeninterview mit Lehrkräften. Die Auswertung fokussierte dabei auf die Wirkung des Fortbildungsprozesses auf der individuellen Ebene der Lehrkräfte, der Ebene der Schüler:innen und auch auf der systemischen Ebene der Schule.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die mehr als zweijährige Arbeit mit der Werkstatt in der Wahrnehmung der Befragten eine positive Wirkung auf allen Ebenen (Aufgabenkonstruktion, Planung von Fach- und Projektunterricht, Lernbegleitung und Diagnostik) zeigte und sich auch Anschlussperspektiven für weitere Fortbildungen, Schulentwicklungsprozesse und auch „Forschungs- und Entwicklungsprojekte ergeben
Between compassion, anger, resignation, and rebellion: Vocational civics teachers and their struggle to fulfil the intentions of the civics subject
Highlights:
– Civics teachers face challenges in offering male vocational students quality citizenship education.
– Civics teachers perceive this student group as vulnerable and in need of extra support.
– When unable to offer desired civics education, teachers feel angry and resigned.
– Civics teachers are willing to bend certain rules to support this particular student group.
– If this student group lacks better civics education, their future and Sweden\u27s democracy are at risk.
Purpose: This paper examines how vocational civics teachers navigate structural constraints and their understanding of the challenges involved in preparing vocational students for democratic citizenship.
Design/methodology/approach: Using a discoursive psychological approach to analyse interview material, the study discusses identified discourses about critical policy analysis and street-level bureaucracy theory.
Findings: The findings reveal that the structure of vocational upper-secondary education significantly constrains civics teachers. Teachers oscillate between feelings of compassion, anger, resignation, and rebellion as they attempt to manage these challenges.
Research limitations/implications: The study highlights the need for further ethnographic research on teaching practices.
Practical implications: A significant number of Swedish upper-secondary students receive a limited civics education that inadequately prepares them for democratic citizenship