Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
Not a member yet
4677 research outputs found
Sort by
Perceptions of In-Service Economics Teachers Regarding Online Professional Development in Economic Education
Diese Studie untersucht die Einstellungen von Wirtschaftslehrkräften zu digitalen Fortbildungen im Bereich der ökonomischen Bildung und analysiert die Einflussfaktoren auf deren Teilnahmeinteresse. Vor dem Hintergrund der heterogenen Ausbildungssituation von Wirtschaftslehrkräften (vgl. Friebel-Piechotta & Koch, 2025; Koch, 2021), bekannter Teilnahmebarrieren klassischer Präsenzangebote und der zunehmenden Bedeutung digitaler Formate erscheint die Berücksichtigung der Perspektive der potenziellen Teilnehmenden als besonders relevant. Grundlage der Untersuchung ist eine standardisierte Befragung von 242 Wirtschaftslehrkräften aus Niedersachsen, deren Daten mittels deskriptiver und inferenzstatistischer Verfahren ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Teilnahmeinteresse maßgeblich durch die inhaltliche Relevanz der Fortbildungen bestimmt wird, während die digitale Umsetzung selbst eine nachgeordnete Rolle spielt. Ebenso erweist sich die Unterstützung durch die Schulleitung als zentraler Einflussfaktor. Lehrkräfte mit positiven Erfahrungen im Kontext digitaler Fortbildungen und einer offenen Einstellung gegenüber digitalen Medien zeigen eine gesteigerte Bereitschaft zur Teilnahme. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, digitale Fortbildungsformate stärker an den spezifischen Bedarfen der Zielgruppe auszurichten, um deren Akzeptanz und Wirksamkeit zu erhöhen. Es werden Implikationen für die Konzeption zielgruppengerechter digitaler Fortbildungsangebote diskutiert. This study examines the attitudes of economics teachers toward online professional development in the field of economic education and analyzes the factors influencing their interest in participation. In the light of the heterogeneous qualification pathways of economics teachers (Friebel-Piechotta & Koch, 2025; Koch, 2021), the well-documented barriers to participation in traditional in-person formats, and the increasing importance of online teacher professional development, it is particularly relevant to consider the perspectives of potential participants. The study is based on a standardized survey of 242 economics teachers from Lower Saxony, with data analyzed using both descriptive and inferential statistics. The findings indicate that interest in participation is primarily shaped by the perceived relevance of the training content, while the digital format itself plays a subordinate role. Support from school leadership emerges as another significant influencing factor. Teachers with prior positive experiences in online professional development and an open attitude toward digital media exhibit a higher willingness to participate. The results underscore the need to tailor digital professional development formats more closely to the specific needs of the target group in order to enhance both acceptance and effectiveness. Implications for the design of target group-specific online professional development programs are discussed.
Motive, didaktische Methoden und Unterstützungsbedarfe von Lehrenden sowie resultierende zeitliche Aspekte in der Weiterbildung an bayerischen Hochschulen
Die hochschulische Weiterbildung stellt einen zentralen Bestandteil des lebenslangen Lernens dar und hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im Mittelpunkt des Beitrages steht eine explorative Studie, die die subjektiven Einschätzungen von Lehrenden an bayerischen Hochschulen zu ihren Motiven und didaktischen Methoden in der Weiterbildung untersucht. Besonderes Augenmerk liegt auf den Unterschieden zur grundständigen Lehre, den spezifischen Herausforderungen in der Arbeit mit berufserfahrenen Studierenden sowie dem Unterstützungsbedarf der Lehrenden. Die Daten sind im Kontext einer Bedarfserhebung von Lehrenden der hochschulischen Weiterbildung an bayerischen Hochschulen entstanden und werden in diesem Artikel auch in Hinblick auf Zeitaspekte untersucht. Dabei stehen sowohl die Beweggründe der Lehrenden im Fokus, sich trotz zusätzlichen Zeitaufwands in der Weiterbildung zu engagieren, als auch die didaktischen Anforderungen, die sich aus den zeitlichen Vereinbarkeitskonflikten berufsbegleitend Studierender ergeben. Nicht zuletzt zeigt die Befragung zum Unterstützungsbedarf, dass Lehrende nur begrenzt Zeit für spezifisch auf sie ausgerichtete Fortbildungsangebote haben bzw. bereit sind, diese zu investieren.
Insgesamt zeigt sich, dass Zeitmangel sowohl auf Seiten der Lehrenden als auch bei der berufstätigen Zielgruppe hochschulischer Weiterbildung ein zentrales Thema darstellt
Aufruf zur Einreichung von Case Studies in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Das von EUCEN koordinierte europäische Projekt SAMUELE
Fact is king: Critical thinking in student-led assessment conversations in social studies
Highlights:
- Assessment conversations in a 9th-grade social studies class were analysed.
- Students’ contributions were sorted to identify the dominant level of knowledge.
- Objective facts and disconnected information prevailed in the conversations.
Purpose: This study explores the extent to which critical thinking is present in assessment conversations in social studies.
Design/methodology/approach: The study builds on data from a Norwegian social studies class in the 9th grade (13–14-year-olds). Students performed student-led assessment conversations in groups of four. The students’ contributions were sorted into the absolutist, multiplist and evaluativist categories to identify what level of knowledge was dominant in their conversations. Critical thinking is only possible in the evaluative category.
Findings: Absolutist content prevailed in all conversations, meaning that the students, by and large, focused on objective facts and sharing disconnected information.
Research limitations/implications: The students’ prioritisation of absolutist content in their conversations could resemble a strong objectivist tradition in the field of social studies.
Practical implications: Discussions based on open questions and cause-and-effect thinking should be rehearsed with students to develop their critical thinking skill
Referenzrahmen für die Organisation digitalisierungsbezogener Lehrkräftefortbildung: Ein Reflexionsinstrument für Lehrkräftefortbildungen am Beispiel von Schüler*innenlaboren im Mint-Bereich (LFB-Labs-digital)
Der Text stellt einen Referenzrahmen für digitalisierungsbezogene Lehrkräftefortbildung vor, der im Rahmen des Verbundprojekts „LFB-Labs-digital“ erarbeitet wurde. Angesichts tiefgreifender Veränderungen und Unsicherheiten im Bildungssystem durch neue Anforderungen im Hinblick auf Digitalisierung und die Kultur der Digitalität wird ein strukturierendes Orientierungssystem benötigt. Die Ergebnisse der Forschungsbereiche zur lernförderlichen digitalen Infrastruktur, zur Relevanz der DIN 33459 und eines daraus entwickelten Musterqualitätshandbuchs und zur sich wandelnden Bedeutung von Evidenz für Fortbildung im Kontext der Kultur der Digitalität wurden von Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis beraten und die so gewonnenen Erkenntnisse zu einem praxisnahen Fragenkatalog zusammengeführt, der Institutionen und Fortbildner*innen als Reflexions- und Planungsinstrument dienen kann. Die Fragen unterstützen dabei, zentrale Kontextbedingungen – wie Infrastrukturen, Qualitätsstandards und den Umgang mit Evidenz – systematisch zu prüfen. So ermöglicht der Referenzrahmen eine gezielte Orientierung und Vergewisserung bei der Konzeption und Durchführung von Lehrkräftefortbildungen im digitalen Wandel.
The text presents a reference framework for digitization-related teacher training, which was developed as part of the joint project “LFB-Labs-digital.” In view of the profound changes and uncertainties in the education system caused by new requirements with regard to digitization and the culture of digitality, a structured orientation system is needed. The results of the research areas on learning-friendly digital infrastructure, the relevance of DIN 33459 and a model quality manual developed from it, and the changing significance of evidence for continuing education in the context of the culture of digitality were discussed by representatives from academia and practice, and the findings were compiled into a practical questionnaire that can serve as a reflection and planning tool for institutions and continuing education providers. The questions help to systematically examine key contextual conditions, such as infrastructure, quality standards, and the handling of evidence. The reference framework thus provides targeted guidance and reassurance in the design and implementation of teacher training in the digital transformation
In der Schwebe: Forschungs- und Entwicklungsarbeit in unklaren Zeiten: Forschungs- und Entwicklungsplan der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg für das Jahr 2025
Der Forschungs- und Entwicklungsplan beginnt mit einem Rückblick auf das Jahr 2025, insbesondere auf jene Ereignisse, die die Arbeit der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg und der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg beeinflussen. Im Zentrum stehen die Projekte des Forschungs- und Entwicklungsplans, Überlegungen zu dem ihnen zugrunde liegenden Forschungsansatz sowie daraus abgeleitete Entwicklungsbereiche. Der Forschungs- und Entwicklungsplan endet mit einem Ausblick auf das Jahr 2026.
The research and development plan starts with a review of the year 2025, focusing particularly on those events that have influenced the work of the Scientific Department Oberstufen-Kolleg and the Experimental School Oberstufen-Kolleg. The primary focus is on the projects of the research and development plan, reflections on its underlying research approach, and the developmental areas which are derived from these considerations. The research and development plan concludes with an outlook for the year 2026
Die Fachberatung und die Rolle der Supervision im Feld der Kindertageseinrichtungen
In Kindertageseinrichtungen gibt es durch die Vielzahl an Belastungsfaktoren unterschiedliche Supervisionsbedarfe. Diese können von der Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, Teamkonflikten bis hin zur Begleitung bei der Umsetzung von pädagogischen Konzepten reichen. Supervision kann auch helfen, den Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen von Kindern zu reflektieren und die Kommunikation mit Eltern zu stärken. Jedoch ist Supervision als kontinuierliche Beratungsmethode bisher in Kindertageseinrichtungen nicht etabliert. In der Ausführung, welchen Beratungsthemen sich die Fachberatung widmet, welche Belastungsfaktoren im Arbeitsfeld der Kindertageseinrichtung auf Fach- und Leitungskräfte einwirken, soll die Rolle der Supervision geklärt werden
Newer methods for reducing animal testing: The 3R concept and the parasite Toxoplasma gondii:
In diesem Artikel werden einige der Möglichkeiten als auch der Probleme aufgezeigt, die sich ergeben, wenn man die 3R-Prinzipien in der Infektionsforschung einführen möchte. Parasiten – aufgrund ihrer komplexen Lebensweise in mehreren Wirten –, sind dabei besonders anspruchsvoll, wenn als Ziel ein Lebenszyklus vollständig in vitro abgebildet werden soll [12]. Durch die Erfolge der letzten Jahre – sowohl mit Organoid-basierten Kultursystemen als auch in permanenten Muskelzellsystemen – werden viele Tierversuche für Toxoplasma (wie hier dargestellt) und verwandte Parasiten in Zukunft entweder verringert oder, je nach Forschungsfrage, sogar ersetzt werden können [17].This article highlights some of the opportunities as well as problems that arise when attempting to introduce the 3R principles to infection research. Due to their complex lifestyle in multiple hosts, parasites are particularly challenging when the goal is to completely replicate a life cycle in vitro [12]. Thanks to successes of the past years with both organoid-based culture systems and permanent muscle cell systems, many animal experiments involving Toxoplasma (as described here) and related parasites will either be reduced or, depending on the research question, will even be replaced in the future [17]
Linking Competencies for Inclusion and Digitalization in Teacher Education: Theoretical and Conceptual Foundations of the Learning Concept inklud.nrw
The acquisition of competencies related to inclusion and digitalization represents a current cross-sectional task in teacher education. In schools and universities, these two areas have not yet been systematically interwoven, despite the expected synergies for both university students and future teachers. Professionalization programs that effectively integrate inclusion and digitalization are thus needed. The project inklud.nrw achieves this by using the case study method to create a teaching and learning concept for teacher education. It links inclusion and digitalization to ensure the full participation of all university students who (also) are trained to design their own inclusive teaching concepts with media. The article illustrates how such an innovative teaching and learning concept can be theoretically grounded and designed as an Open Educational Resource (OER). It elaborates the theoretical foundations of inclusion and digitalization, provides praxeological insights into the conceptual design of the inklud.nrw teaching and learning materials, and raises questions about quality assurance. The freely available OER for educational science teaching presented in the following article is especially designed for university students who want to become primary and lower secondary school teachers in Germany