Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Verbindungen, die tragen: Rückblick auf das Verbandsforum Spezial: Netzwerken (der DGSv) vom 28. bis 29. März 2025 in Hannover
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Distelfalter kennen keine Winterruhe, sondern folgen den jahreszeitlichen Schwankungen des Sonnenstands. Sie pendeln von Süden nach Norden und zurück, im Extremfall zwischen Zentralafrika und Skandinavien. An diesem jährlichen Zugzyklus sind bis zu zehn Generationen beteiligt
Bewährtes neu einsetzen: Digital gestützte Untersuchung eines Hühnereis
Am Beispiel der Untersuchung eines Hühnereis wird aufgezeigt, wie bekannte Unterrichtsinhalte und -materialien durch Anpassungen in neue Lernkontexte übertragen werden können. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit ist eine Weiterentwicklung der bewährten Untersuchung eines Hühnereis zu einem digital gestützten Unterrichtsmodul und zeigt die erweiterten Möglichkeiten durch die Verwendung einer App auf. Die analogen und digitalen Materialien können direkt im Unterricht oder auch im Sinne des Inverted-Classroom-Modells im Rahmen eines Blended Learning für die Erarbeitung zu Hause eingesetzt werden
Insekten fahren Karussell – digital und analog: Update zu einem bionischen Experiment mit Stabschrecken
Der Beitrag stellt ein interdisziplinäres Schulexperiment mit dem sogenannten Insektenkarussell unter Verwendung von Stabschrecken vor. Als Beispiel zum Thema Bionik verknüpft es biologische, physikalische und mathematische Aspekte. Ein Schwerpunkt liegt in der Erfassung und Auswertung von Messwerten. Anhand von Videos, die das Realexperiment wahlweise ersetzen oder ergänzen, können ausreichend Daten für eine sachgerechte Auswertung generiert werden. Im Arbeitsmaterial stehen sprachliche Hilfen auf vier verschiedenen Niveaustufen für die Arbeit mit heterogenen Lerngruppen zur Verfügung
Promoting In-Service Teachers’ Diagnostic Judgement: Development of a Training Concept Based on the 4-Component-Instructional-Design (4C/ID)-Model
Die diagnostische Kompetenz, also das Denken und Handeln in diagnostischen Situationen, ist ein zentraler Bestandteil der professionellen Kompetenz von Lehrkräften und wird als Voraussetzung für die Gestaltung und Umsetzung adaptiven Unterrichts angesehen. Für die Förderung dieser diagnostischen Kompetenz liegen insbesondere für die dritte Phase der Lehrkräftebildung bisher jedoch kaum Studien und kein konzeptueller Rahmen zur Gestaltung und Evaluation solcher Lehrkräftefortbildungen vor. Ein möglicher Grund könnte die Komplexität und Vielschichtigkeit der Entwicklung und Umsetzung solcher Fortbildungen für Lehrkräfte im Beruf sein. Aufgrund dieser empirischen und theoretischen Lücke schlagen wir in dem vorliegenden Beitrag einen konzeptuellen Rahmen für die Gestaltung von Lehrkräftefortbildungen zur Förderung komplexer Fähigkeiten vor, wie es die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften ist. Gleichzeitig führt der vorliegende Beitrag in das Cluster „Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften“ ein. In dem Cluster werden acht Lehrkräftefortbildungsmodule für die Förderung der diagnostischen Kompetenz für die Fächer Mathematik, Chemie, Sport und Sachunterricht basierend auf dem vorgeschlagenen konzeptuellen Rahmen beschrieben. Teachers’ diagnostic judgment, i.e., thinking and acting in diagnostic situations, is a central component of teachers’ professional competence and is considered a prerequisite for designing and implementing adaptive teaching. However, there is little research on promoting this diagnostic judgement, particularly for the third phase of teacher education. Furthermore, there is no conceptual framework for designing and evaluating such teacher education programs. One possible reason may be the complex and multifaceted nature of developing and implementing such in-service teacher training programs. Due to this empirical and theoretical gap, in this article, we propose a conceptual framework for designing teacher training pro-grams to promote in-service teachers’ complex skills or professional competencies, such as diagnostic judgement. At the same time, this article introduces the cluster “Diagnostic Competence of In-Service Teachers”. Contributions in this cluster describe eight teacher training modules for the promotion of diagnostic judgement in the subjects of mathematics, chemistry, physical education, and general education, which were implemented and evaluated on the basis of the proposed conceptual framework.
Lost in Translation: Standards and Their Adaptation Requirements for Examinations in Teacher Training Programs
In Lehramtsstudiengängen wird seit der Umstellung auf modularisierte Studiengänge viel geprüft. Die Anforderungen an Prüfungen sind nicht nur über Prüfungsordnungen geregelt, sondern auch über Kompetenzformulierungen in Modulhandbüchern festgelegt, die sich für das Lehramt an den Standards der Kultusminister*innenkonferenz (KMK, jüngst 2022) orientieren. Anhand einer Dokumentenanalyse von Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern für die Bildungswissenschaften interessieren wir uns für diese formalen und curricularen Vorgaben sowie für die Frage, inwieweit Prüfungen im Lehramtsstudium durch diese Rahmenbedingungen reglementiert bzw. standardisiert werden. In unserem Vergleich von zwei Bundesländern haben wir insgesamt sechs kleine und große Universitätsstandorte sowie konsekutive (BA/MA) und grundständige (Staatsexamen) Lehramtsstudiengänge einbezogen. Dabei fokussieren wir auf den Kompetenzbereich Unterrichten als (einen) zentralen Anforderungsbereich im Lehramtsstudium. Im Ergebnis unserer Inhaltsanalyse können wir zeigen, dass die formalen Vorgaben für Prüfungen gering sind und vor allem Prüfungsformen festgelegt werden. Deutlich wird allerdings auch, dass die Hochschulen die Kompetenzerwartungen der KMK in unterschiedlicher Weise adaptieren. So zeigen sich Unterschiede in Bezug auf die Schwerpunktsetzungen in Form von Auslassungen und Ergänzungen (innerhalb) der Standards, die mit den Forschungsprofilen der Standorte zusammenhängen könnten. Inwiefern die Akteur*innen bzw. die Prüfen-den vor Ort das Fehlen von Vorgaben als Gestaltungsspielraum oder – wie wir im Titel andeuten – als Herausforderung wahrnehmen, müsste weitergehend unter-sucht werden. Since the change to modularized study programs, teacher education programs have been subject to a large number of examinations. The examination requirements are not only determined by examination regulations, but also by competence descriptions in module handbooks, which are based on the standards of the Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs (KMK, most recently 2022). Based on a document analysis of examination regulations and module handbooks for educational sciences, we are interested in these formal and curricular requirements as well as in the extent to which examinations in teacher training programs are regulated or standardized by these framework conditions. In our comparison of two federal states, we included six small and large universities as well as consecutive (BA/MA) and undergraduate (state examination) teacher training programs. We focus on the competence area of teaching as (one) central requirement area in teacher training. As a result of our content analysis, we can show that the formal requirements for examinations are limited and that primarily the forms of examination are defined. However, it is also clear that the universities adapt the KMK’s competency expectations in different ways. For example, there are differences in terms of focus in the form of omissions in and additions to the standards, which could be related to the universities’ research profiles. The extent to which the actors or examiners on site perceive the lack of guidelines as creative freedom or, as we allude in the title, as a challenge, would require further investigation.
"This Will Be Remembered for a Long Time": Formative Assessment to Strengthen Situation-Specific Skills of Preservice Teachers in Mathematics Education on Learners’ Process-Related Competences
Im Rahmen eines mathematikdidaktischen Seminars, das sich inhaltlich auf die Förderung prozessbezogener Kompetenzen konzentrierte, wurde formatives Assessment gezielt implementiert. Ziel war es, die situationsspezifischen Fähigkeiten von Lehramtsstudierenden systematisch zu stärken. Dieser Beitrag stellt zum einen das Seminarkonzept sowie dessen konkrete Umsetzung vor und reflektiert diese kritisch. Zum anderen werden die Ergebnisse einer evaluativen Gruppendiskussion präsentiert, in der die Perspektiven der Studierenden auf den Einsatz des kontinuierlichen individuellen Feedbacks und den Umgang mit diesem betrachtet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das kontinuierliche Feedback von den Studierenden als motivationsfördernd wahrgenommen wurde und zur Selbstreflexion anregte. Besonders hervorgehoben wurden die Klarheit, Relevanz und Individualität der Rückmeldungen, die zu einem stärkeren Gefühl der Unterstützung im Lernprozess führten. Diese Befunde unterstreichen den hohen Stellenwert formativen Assessments und sprechen für eine stärkere curriculare Verankerung entsprechender Ansätze in der universitären Ausbildung von Lehrpersonen. As part of a mathematics education seminar focused on fostering process-related competencies, formative assessment was purposefully implemented. The aim was to enhance the situation-specific skills of preservice teachers systematically. This paper presents and critically reflects on both the seminar design and its practical implementation. Furthermore, it reports on the results of an evaluative group discussion in which students’ perspectives on the use and handling of continuous, individualized feedback were explored. The findings indicate that students perceived the ongoing feedback as motivating and conducive to self-reflection. In particular, students emphasized the clarity, relevance, and individualization of the feedback, which contributed to a stronger sense of being supported throughout the learning process. These results underscore the high value of formative assessment and advocate for a stronger curricular integration of such approaches in university-based teacher education.
Educators as gatekeepers of pluralism: Traces of agonistic pedagogy in Lithuanian democratic citizenship education
Highlights
– Educators act as gatekeepers of pluralism, shaping democratic citizenship education.
– Agonistic pedagogy sees pluralistic conflicts as opportunities for experiential democratic learning.
Purpose: This article explores the concept of agonistic pluralism, its role in education, and educators’ pivotal position as gatekeepers of pluralism. It investigates why some educators embrace pluralism with broader boundaries while others impose stricter ones.
Design/methodology/approach: Semi-structured interviews with 13 educational experts were analysed using reflexive thematic analysis to uncover traces of agonistic pedagogy in citizenship education in Lithuania.
Findings: Educators, as gatekeepers of pluralism, shape democratic citizenship education by setting boundaries that either restrict or enable experiential democratic learning. Broader boundaries enable dialogue, critical thinking, and the ability to see others as adversaries rather than enemies, while strict boundaries, driven by fear or neutrality, hinder these opportunities.
Research limitations/implications: The study focuses on expert perspectives in Lithuania, excluding student input and direct observations and limiting generalizability.
Practical implications: Professional development, collaborative cultures, and leadership support can help educators adopt broader boundaries