Biologie in unserer Zeit (BiuZ - E-Journal)
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    Via birds, wind and rope team: The dispersal of the hemiparasite mistletoe (Viscum album)

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    Misteln wachsen auf Ästen und Zweigen von Laub- und Nadelbäumen. Typische Wirtsbäume der Laubholzmistel sind in Mitteleuropa Apfel oder Pappel. Die Besiedlung eines Wirtsbaumes ist ein Zusammenspiel zwischen Eigenschaften des Wirtsbaumes, des Parasiten und seiner Vektoren, im Fall der Mistel von beerenfressenden Vögeln (Zoochorie). Per Vogel erreicht die Mistel geeignete Äste in Baumkronen, die ein erfolgreiches Keimen und Wachsen ermöglichen. Samen verbreitende Drosseln profitieren andererseits von der Beerennahrung in einem von ihnen ausgesuchten, sicheren Ausguck. Aber Misteln breiten sich auch durch „Abtropfen“ innerhalb befallener Bäume aus. Wenn sich die reifen Beeren öffnen, entleert sich das Mesokarp mit den von Viscin und Cellulose überzogenen Samen. Diese Naturstoffe sind von hoher Klebrigkeit und bilden 15 bis 20 Zentimeter lange stabile Fäden, an denen die Samen kleben. Solche Mistelschnüre baumeln im Winter zahlreich aus den Mistelbüschen herab und fallen entweder auf tiefer gelegene Strukturen oder der Wind verdriftet sie in die Umgebung. Offenbar trägt zumindest in manchen Regionen diese Schnur-Wind-Verbreitung zur effektiven Ausbreitung von Misteln innerhalb ihrer Wirtsbäume und deren Nachbarbäume bei. Mistelschnüre ermöglichen eine Vogel-unabhängige Ausbreitung.Mistletoe grows on the twigs and branches of deciduous and coniferous trees. Typical deciduous hosts in central Europe are apple and poplar trees. The colonisation of a host tree is an interactive process between the innate characteristics of the host tree and the parasite with its vectors, in this case berry-eating (frugivore) birds (zoochory). The mistletoe is placed by birds on a suitable branch within the crown of a tree thus enabling a successful germination and growth. In turn, thrushes dispersing mistletoe seeds profit from the berry food in a safe lookout chosen by them. However, mistletoe also disperse by „dripping down“ from infested/parasitized trees. When the ripe berries of the mistletoe open, the mesocarp releases the seeds coated with cellulose and viscin. The latter is a natural substance that is very sticky and forms 15 to 20 cm long threads to which the seeds stick. During winter, these mistletoe threads dangle from the mistletoe bushes and either drop down onto lower branches or are dispersed by the wind. In some regions, this thread-wind-dispersal apparently contributes to the effective spreading of mistletoe within their hosts and their neighbouring trees. Thus, mistletoe threads enable a form of dispersal independent of birds

    Wiederkäuer: Klima-Killer oder faszinierende Spezies?

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    Wiederkäuer repräsentieren eine mit etwa 200 Arten große Gruppe von Tieren, deren Vormagensystem das verbindende Element ist. Durch das in den Vormägen etablierte mikrobielle Ökosystem können Wiederkäuer Nährstoffe fermentieren, die durch körpereigene Enzyme nicht abbaubar sind. Mit den Fermentationsgasen Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) emittieren sie klimarelevante Treibhausgase. Der folgende Artikel soll beide Aspekte – die hohe Kapazität der Nährstoffveredlung und ihre Bedeutung für den Klimawandel – umreißen

    Museen und Zoos zu Hause erleben?

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    Um Besucher/-innen und insbesondere Schüler/-innen auch in Zeiten von Corona die Möglichkeit zu bieten, außerschulische Lernorte zu besuchen, kann man im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum virtuelle Live-Führungen buchen. Die Guides werden dabei von einem „Kameramann“ per Handy gefilmt, der auch Fragen des Publikums direkt weiterleiten kann, so dass ein möglichst authentisches Führungserlebnis entsteht. Dies hat die Bildungsforscher der Biologiedidaktik der Goethe-Universität auf den Plan gerufen, die nun untersuchen wollen, welchen Einfluss die originalen Exponate im Vergleich zu den virtuellen Repräsentationen auf das Interesse und damit die Lernwirksamkeit bei Schüler/-innen haben

    Battle of the cells: With the help of the body’s immune defense against cancer

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    Immunonkologische Therapien helfen, die körpereigene Immunantwort gezielt auf Tumorzellen auszurichten und Krebserkrankungen zu behandeln. Eine besondere Rolle kommt den zytotoxischen T-Lymphozyten zu, die strengen Regulationsmechanismen unterliegen. Diese Regulation durch Immun-Checkpoints nutzen immunonkologische Wirkstoffe und aktivieren auf diesem Weg die T-Lymphozyten für den Angriff auf Krebszellen. Ein weiterer immunonkologischer Ansatz ist die Zelltherapie, die patienteneigene T-Lymphozyten genetisch modifiziert und so ein gezieltes Erkennen von Krebszellen und deren Bekämpfung ermöglicht. Darüber hinaus bietet die Immunonkologie weitere Möglichkeiten, wie etwa eine allgemeine Immunstimulation über Zytokine, Impfstoffe gegen Krebs oder onkolytische Viren. Die Immunonkologie ist Gegenstand intensiver Forschungsarbeit und klinischer Entwicklung. Neue Wirkstoffe sowie Kombinationsansätze helfen dabei, die Versorgung von Krebspatienten weiter zu verbessern.Immuno-oncological therapies help to direct the body’s immune response specifically towards tumour cells. Cytotoxic T lymphocytes which play a crucial role for such therapies are subject to strict regulatory mechanisms. This regulation by immune checkpoints is used by immuno-oncological drugs in order to activate T lymphocytes and allow them to attack cancer cells. Another immuno-oncological approach is cell therapy, where the patient’s T lymphocytes are genetically modified to specifically recognize and fight tumour cells. In addition, immuno-oncology offers other options, such as general immune stimulation via cytokines, vaccines against cancer or oncolytic viruses. Immuno-oncology is the subject of intense research and clinical development. New drugs and combination approaches help to further improve the treatment of cancer patients

    „Role Models“ in der Biologie

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    Wohl jede Biologiestudentin bzw. jeder Biologiestudent hat schon einmal eine gewisse Orientierungslosigkeit während des Grundstudiums erlebt. Fragen wie „Was will und kann ich mit meinem Studium später machen?“ oder „Kann ich damit überhaupt genug verdienen?“, kennen wir selber zu gut. Daher haben wir einige erfolgreiche Biologen/-innen aus verschiedenen Branchen zu ihrem Werdegang und Studium befragt. Wir wollen hiermit einige der vielen möglichen Karrierewege nach dem Biologiestudium vorstellen und einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten geben. Zu den im Folgenden vorgestellten Werdegängen kommen natürlich noch viele weitere Karrierewege hinzu wie z. B. im Wissenschaftsjournalismus oder im Umwelt- und Naturschutz

    Studierende gestalten die BIUZ

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    Rekordverdächtige Innervierung des Elefantenrüssels

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    Die großzügige Ausstattung des Elefantenrüssels mit sensorischen Nerven ist bemerkenswert. Ein Vergleich mit der Innervierung von Auge und Ohr wirft neues Licht auf die Bedeutung des Tastsinns

    Wissenschaftliche Erkenntnis gegen Mythen und Ideologien

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    Wissenschaft unterliegt anderen Denkgesetzen als der Glaube. Ideologien sind Weltanschauungen, die vorgeben, für das Leben und die Welt die richtige Lösung zu haben. Die Wissenschaft dagegen räumt ein, Vieles bis heute nicht verstanden zu haben und dass das, was sie lehrt, auch falsch sein könnte. Das wissenschaftliche Denken unterscheidet sich von Mythen und Ideologien durch die Überprüfbarkeit. Der Siegeszug der Wissenschaft ist darauf zurückzuführen, dass durch ihre Denkgesetze Resultate gewonnen werden, die Voraussagen in die Zukunft erlauben, die dann tatsächlich auch eintreffen. Das haben bisher kein Mythos und keine Religion geschafft

    Herausforderung in spannenden Zeiten: Bundesdelegiertenversammlung des VBIO 2022

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    Am 7. Oktober 2022 trafen sich die Delegierten aus Landesverbänden und Fachgesellschaften zur jährlichen Bundesdelegiertenversammlung (BDV) des VBIO. Dabei wurde deutlich, was der VBIO trotz der derzeit herausfordernden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen alles bewegen konnte

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