Biologie in unserer Zeit (BiuZ - E-Journal)
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    Green bioeconomy: Are algae all-rounders?

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    Die Bioökonomie als ein überzeugendes Konzept für eine klimaneutrale C-basierte Kreislaufwirtschaft hängt von der Effizienz der Photosynthese ab, da alle biotechnologischen Prozesse auf natürlichen organischen Kohlenstoff zurückgehen. Die verbesserte biotechnologische Nutzung der Photosynthese gilt vor allem bei Algen als besonders aussichtsreich, da diese nicht auf Agrarflächen angewiesen sind und höhere Flächenerträge aufweisen. Der Artikel zeigt, welche Erwartungen realistisch sind und wo die physiologischen und technologischen Limitationen liegen. Dabei spielen Energiebilanzen eine zentrale Rolle. Je nachdem, ob man diese nur auf die Biomasseproduktion bezieht oder die ganze Wertschöpfungskette berücksichtigt, zeigen sich andere Systemgrenzen. Der inzwischen unvermeidbare Klimawandel stellt eine besondere Herausforderung dar, da nicht nur technische, sondern auch systemökologische Aspekte in den Vordergrund treten und die sozialethischen Entscheidungen in der Gesellschaft beeinflussen.Bioeconomy is a convincing concept for a climate-neutral C-based circular economy and it depends on the efficiency of photosynthesis, as all biotechnological processes can be traced back to natural organic carbon. The improved biotechnological use of photosynthesis seems to be especially promising with regard to algae, as they do not need agricultural land and they have higher yields per unit area. The article shows which expectations are realistic and where physiological and technical limitations lie. In this context, energy balances play a central role. Different system boundaries will appear depending on whether biomass production is referred to or the whole value-added chain is taken into account. The now unavoidable climate change is a particular challenge, since not only technical, but also system-ecological aspects come to the fore and influence socio-ethical decisions in society

    Außerschulische Lernorte auf dem Gebiet der Mikrobiologie

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    Außerschulische Lernorte mit pädagogisch-didaktischen Bildungsangeboten spielen bei der Gestaltung des formalen Biologie-Lernens eine wichtige Rolle. Zoos, Botanische Gärten und Museen ermöglichen Lernenden anschauliche, motivierende und häufg reale Begegnungen mit der Natur. Je nach Schwerpunkt der Institution werden Aspekte des Natur- und Artenschutzes, aktuelle Forschungsbefunde oder die Bedeutung biologischer Sammlungen – ob lebendig oder archiviert – thematisiert

    Eisvogel – je schillernder, umso attraktiver

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    … mit dieser Kurzformel lassen sich vielleicht etwas salopp, aber nicht weniger treffend die Ergebnisse tschechischer Ornithologen umschreiben. Das Eisvogelmännchen (Alcedo atthis, Abbildung 1) macht nicht nur eine schillernde Figur, was das Gefeder angeht. Der bunt schillernde Federschmuck ist offenbar gleichzeitig auch ein „Markenzeichen“, wenn es etwa darum geht, eine Familie zu gründen, denn es signalisiert „ehrlich“ die Qualität der Männchen. Dies hat das tschechische Forschungsteam in drei Jahren Freilandarbeit festgestellt

    Im nächsten Heft

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    Female – male – diverse: Is it that simple?

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    Die Evolution der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung war und ist ein Motor der Evolution, da sie die für Anpassungen nötige Variabilität zwischen den Individuen generiert. Gegenüber asexueller Fortpflanzung hat sie aber den Nachteil, dass sie rechnerisch nur halb so viele Nachkommen produziert. Zudem führt sie zu evolutionären Konflikten zwischen den Geschlechtern. Diese Nachteile können nur durch den Vorteil der Erzeugung besonders hoher Variabilität aufgewogen werden. Individuen, die aus der sexuellen Reproduktion entstehen, zeigen daher überlappende morphologische Merkmale und Verhaltensweisen, die zudem von der Umwelt mitgeprägt werden. Auch eine Fluidität zwischen den Geschlechtern ist eine natürliche Konsequenz dieser Variabilität. Dieses Kontinuum der Unterschiede wird durch eine Kategorisierung in „männlich – weiblich – divers“ nicht reflektiert.The evolution of bisexual reproduction was and is the driving force behind evolution, as it generates the variability between individuals that is necessary for adaptation. Compared to asexual reproduction, however, it has the disadvantage that it only produces half as many offspring. It also leads to evolutionary conflicts between the sexes. These disadvantages can only be outweighed by the advantage of producing particularly high variability. Therefore, individuals arising from sexual reproduction show overlapping morphological characteristics and behaviour patterns, which are also influenced by the environment. Fluidity between the sexes is also a natural consequence of this variability. This continuum of differences is not reflected by a categorization into “male – female – diverse”

    The return of the wolves: From conflict to coexistence:

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    Wölfe sind soziale Tiere, die in einem Familienverband und einem relativ fest umgrenzten Territorium leben. Sie wurden aufgrund von Schäden, die sie in der Landwirtschaft anrichten, in den vergangenen Jahrhunderten in weiten Teilen Europas ausgerottet. Heutzutage wird der Wolf in seinem Ökosystem als wichtiger Teil einer naturnahen Landschaft gesehen. Deshalb ist der Wolf nach Berner Konvention, FaunaFloraHabitatRichtlinie und nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, was seine Rückkehr begünstigt hat. Zwischen den Jahren 2000 und 2022 wurden in Deutschland 161 Wolfsterritorien besetzt und es ist abzusehen, dass es Raum für über 700 Territorien gibt. Mit der Zunahme der Wolfsbestände erhöhen sich die Konfikte mit der Landwirtschaft durch Nutztierrisse und die Nahbegegnungen mit Menschen. Deshalb werden Maßnahmen zum Herdenschutz je nach Wolfsmanagementplan der Bundesländer fnanziell unterstützt, und es können Schäden an Nutztieren bei Einhaltung von Herdenschutzmaßnahmen fnanziell kompensiert werden. Problematische Tiere, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben, sowie schadenstiftende Wölfe können gemäß der gesetzlichen Vorgaben getötet werden. Wie in Zukunft Mensch und Wolf koexistieren, ist Teil der aktuellen Diskussion.Wolves are social animals that live in a family unit and a relatively clearly defned territory. They were eradicated from large parts of Europe in recent centuries due to the damage they cause to agriculture. Nowadays, the wolf is seen as an important part of a nearnatural landscape in its ecosystem. Therefore, the wolf is strictly protected according to the Bern Convention, the FaunaFlora Habitat Directive and the Federal Nature Conservation Act, which has favoured its return. Between the years 2000 and 2022, 161 wolf territories were occupied in Germany and it is likely that there is room for more than 700 territories. With the increase in wolf populations, conficts with agriculture grow due to livestock depredation and close encounters with humans. Therefore, depending on the wolf management plan of the federal states, measures for herd protection are fnancially supported and damages to farm animals can be fnancially compensated if herd protection measures are followed. Problematic animals that have lost their shyness towards humans as well as wolves that cause damage can be killed according to the legal requirements. How humans and wolves will coexist in the future, is part of the current discussion

    Meldungen

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    Eine Zauneidechse als Beute der Gottesanbeterin

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    Dass die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) in Einzelfällen auch kleine Wirbeltiere erbeuten kann, ist bekannt, aber nur sehr selten gelang es bisher, eine solche Beobachtung zu dokumentieren. Ende September 2023 wurden die Teilnehmenden einer Exkursion des Deutschen Landschaftspfegetags in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide unmittelbar westlich von Berlin Zeugen dieses besonderen Ereignisses: Eine weibliche Gottesanbeterin hielt am Wegesrand eine juvenile Zauneidechse (Lacerta agilis) in ihren Fangbeinen

    A co-pedagogue on four paws:

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    Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr gezeigt, wie wertvoll und gewinnbringend der Einsatz eines Schulhundes in allen Schulformen ist, denn die Lernenden weisen zum Teil starke Defizite im Bereich der sozialen und emotionalen Kompetenzen sowie der Selbstkompetenz auf. An der Ricarda-Huch-Schule leisten die Schulhunde nicht nur als Präsenzhunde wertvolle Dienste, sondern werden zusätzlich in den naturwissenschaftlichen Unterricht zum forschenden Lernen integriert. Gemeinsam mit dem die Schulhunde betreuenden Tierarzt, Herrn Dr. med. vet. Gregor Schroth, haben wir ein Konzept entwickelt, wie durch die Planung ethologischer Experimente zu den Kognitionsleistungen der Schulhunde Jolie, Tamino und Tesseo das wissenschaftliche Denken und Arbeiten sowie der Tierschutzgedanke bei den Lernenden nachhaltig gefördert werden kann. Oberstes Ziel ist dabei stets das Wohl der Hunde.Corona has proven once again how valuable and profitable working with a school therapy dog in the classrooms of all types of schools is, as the learners show to some extent strong deficits in social and emotional competences as well as in self-competence. At Ricarda-Huch-School, therapy dogs do not only provide valuable services by just being present but additionally, they are also an integral part in science classes as a learning object. In cooperation with our local veterinarian Dr. med. vet. Gregor Schroth, who attends to the dogs, we have developed a concept of how to sustainably enhance scientific thinking and working of the learners as well as the animal welfare idea through the planning of ethological experiments on the cognitive performances of the school dogs Jolie, Tamino, and Tesseo. Needless to say, the welfare of the animals has always top priority

    Biologie in unserer Zeit 2/2024

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