Biologie in unserer Zeit (BiuZ - E-Journal)
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: Zoologie
Das Thermometer ist in der Nacht auf unter –35°C gefallen. Ein eisiger Dezemberwind aus Nord weht Schnee durch die kanadischen Rocky Mountains. Die Seen um den Sulphur Mountain in der Nähe der Stadt Banff sind zugefroren und die eigenen Lungen protestieren bei jedem Schritt gegen die eiskalte Luft. Jahreszeit und Temperaturen scheinen nicht ideal für eine Mollusken-Exkursion zu sein. Aber an einem Besuch der Banff-Quellen-Schnecken (Physella johnsoni) in ihren heißen Thermalquellen führt für Naturinteressierte auch zu dieser Jahreszeit kein Weg vorbei
Dinosaurs – unbeaten in terms of size:
Dinosaurier sind die größten Landtiere aller Zeiten. Langhalssaurier (Sauropoda) konnten letztlich ein Gewicht von 80.000 kg erreichen – möglicherweise sogar noch mehr. Riesenwuchs war unter den Sauropoden offenbar keine Seltenheit. Darum ist es auch müßig zu fragen, welche Art die größten Exemplare hervorgebracht hat. Die Angaben zu dem Gewicht der verschiedenen Arten schwanken in der Literatur zum Teil erheblich, da als Grundlage für die Berechnung des Körpergewichts nur Knochen vorliegen. Je nach der verwendeten Berechnungsmethode kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dass Sauropoden so viel größer werden konnten als alle anderen bekannten Landtiere, hängt mit ihrer speziellen funktionellen Anatomie zusammen. Hierbei spielt neben vielen anderen Faktoren vor allem der lange Hals und das spezielle mit Luftsäcken ausgestattete Atmungssystem eine Rolle, welches einerseits eine hohe respiratorische Effizienz ermöglicht und andererseits den Körper wesentlich leichter macht.Dinosaurs are the largest terrestrial animals of all time. Long-necked dinosaurs (Sauropoda) could eventually reach a weight of 80,000 kg – possibly even more. Giant growth was obviously not uncommon among sauropods. It is therefore pointless to ask which species produced the largest specimens. The data on the weight of the various species vary considerably in literature, as only bones are available as a basis for calculating body weight. The results vary depending on the calculation method used. The fact that sauropods were able to grow so much larger than all other known terrestrial animals is due to their special functional anatomy. In addition to many other factors, the long neck and the special respiratory system equipped with air sacs, which on the one hand enables high respiratory efficiency and on the other hand makes the body considerably lighter, play a central role here
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Vor vier Jahren hatten wir in der BiuZ [1] über Vorkommen und Fressverhalten der aus Südamerika durch den Pfanzenhandel eingeschleppten RaubPlanarie Obama nungara berichtet (Erstnachweis). Im vorliegenden Beitrag legen wir dar, dass Charles Darwin (1809–1882) bereits 1844 eine verwandte Landplanarienart entdeckt und beschrieben hat. Wir berichten über neue Funde in Deutschland und eine Studie zur Populationsdynamik in einer von O. nungara befallenen Gartenanlage in Südfrankreich. In einem Video haben wir das Fressverhalten dieser durch hohe Resilienz gekennzeichneten schleimigzwittrigen Bioinvasoren dokumentiert
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Im Zoo Leipzig ist eine deutschlandweit einzigartige Ausstellung mit überlebensgroßen Insektenmodellen zu sehen. 27 Exponate zeigen Arten aus Europa, Asien, Afrika und Südamerika. Die Modelle sind bis zu 2,5 Meter groß und bis zu 3 Meter lang. Zudem steht ein informativer Wildbienenlehrpfad bereit. Die Ausstellung wurde von der Abteilung für Biologiedidaktik der Goethe-Universität Frankfurt in enger Abstimmung mit dem Zoo Leipzig entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt auf gefährdeten Arten. Viele der gezeigten Insekten sind durch Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung bedroht
Tracking the health of bees:
Ökosysteme und Menschen sind in hohem Maße auf die Bestäubungsleistung von Insekten angewiesen, wobei insbesondere Wild- und Honigbienen eine zentrale Rolle spielen. Honigbienen, die durch den Menschen aktiv gepflegt und unterstützt werden, stehen dennoch unter erheblichem Stress, vor allem durch den Befall mit der Varroamilbe und die damit verbundene Übertragung von pathogenen Viren. Wildbienen hingegen, die durch ihre Art des Pollensammelns und Bestäubens die Qualität von Obst und anderen Früchten steigern können, leiden vor allem unter dem Verlust ihrer natürlichen Lebensräume. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, leisten genomische Methoden einen wichtigen Beitrag. Sie ermöglichen es beispielsweise, die Wirkung von Agrarumweltmaßnahmen auf die Gesundheit von Wildbienen zu messen und gezielt varroaresistente Honigbienen zu züchten, um die Bestäubungsleistung und die Stabilität der Ökosysteme langfristig zu sichern.Ecosystems and humans are highly dependent on the pollination services of insects, with wild bees and honey bees playing a central role. Honey bees, which are actively cared for and supported by humans, are nevertheless under considerable stress, especially due to the infestation with the Varroa mite and the associated transmission of pathogenic viruses. Wild bees, on the other hand, which can increase the quality of fruit through their way of pollen collection and pollination, suffer above all from the loss of their natural habitats. Genomic methods make an important contribution to meeting these challenges. For example, they make it possible to measure the effect of agri-environmental measures on the health of wild bees and to assist breeding Varroaresistant honey bees in a targeted manner in order to ensure pollination performance and the stability of ecosystems in the long run