Universität der Bundeswehr München: AtheneForschung
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Analyse und Modellierung des Alterungsverhaltens Lateraler DMOS-Transistoren bei Belastung durch heiße Ladungsträger
Wiederholtes Schalten einer induktiven Last ist besonders kritisch für die Langzeitstabilität Lateraler DMOS-Transistoren. In diesem Betriebsmodus werden in erhöhtem Maße hochenergetische Ladungsträger generiert, welche zu einer Schädigung des Oxids bzw. der Si/SiO2-Grenzfläche führen. Der damit verbundene Ladungsaufbau führt zu einer Änderung der Potentialverteilung im Transistor und ändert damit dessen spannungsabhängigen Widerstand, was ab einem gewissen Schädigungsniveau die Funktion des gesamten Schaltkreises beeinträchtigt. Somit ist das Verständnis der zur Degradation beitragenden physikalischen Vorgänge im Transistor von großer Relevanz, um durch entsprechende Verbesserungen des Herstellungsprozesses und der Transistorgeometrie die Anfälligkeit für Schädigung durch heiße Ladungsträger zu minimieren. Des Weiteren dient ein vertieftes Wissen um den Degradationsmechanismus zur Entwicklung von Modellen, welche die Degradation als Funktion der zeitabhängigen Belastung im Produktschaltkreis abbilden und prognostizieren. Diese Modelle sind von großer Bedeutung für die Abschätzung des Schädigungsniveaus nach einer vom jeweiligen Produkt abhängigen Belastungssequenz. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist deshalb sowohl die Analyse des Degradationsverhaltens Lateraler DMOS-Transistoren als auch die Entwicklung von validen Modellen, die die durch heiße Ladungsträger bedingte Alterung kritischer Transistorparameter simulieren. Durch den Einsatz von verschiedenen experimentellen Methoden sowie Bauelement-Simulation wird ein umfassendes Verständnis des von der elektrischen Belastungsbedingung abhängigen Degradationsverhaltens entwickelt. Neben der Durchführung von Bauelementsimulation unter Verwendung von Standardmodellen wird außerdem auf die Ergebnisse von Monte-Carlo-Simulation zurückgegriffen, welche von Prof. Jungemann im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Mikroelektronik und Schaltungstechnik der Universität der Bundeswehr Neubiberg durchgeführt wurden. Es wird gezeigt, dass Degradation unter Berücksichtigung der Mess- und Simulationsergebnisse bei den für die Modellierung relevanten Arbeitspunkten in erster Linie durch heiße Elektronen ausgelöst wird, welche ein Injektionsmaximum im unteren Teil des kanalseitigen Birdsbeak aufweisen. Mittels thermischer Finite-Elemente-Simulation unter Verwendung des Simulators TESI wird gezeigt, dass Eigenerwärmungseffekte beim verwendeten Testtransistor aufgrund der geringen Größe keinen signifikanten Einfluss auf die Modellvorhersage beim für die Validierung des Modells benutzten Anwendungsfall des wiederholten spannungsbegrenzten Schaltens einer induktiven Last haben. Es kann weiterhin gezeigt werden, dass Erholungseffekte auf den der Messung zugänglichen Zeitskalen ebenfalls so klein sind, dass sie bei der Entwicklung eines Modells zur Vorhersage der Degradation in diesem Betriebsmodus nicht berücksichtigt werden müssen. Schließlich wird, basierend auf herkömmlichen Degradationsmodellen, ein verbessertes Modell zur Vorhersage des Degradationsverhaltens im Gleichspannungsbetrieb vorgestellt, welches die DC-Degradation im für die Modellierung des Degradationsverhaltens im gepulsten Anwendungsfall relevanten Arbeitsbereich abbildet. Ausgehend hiervon wird ein numerischer Algorithmus entwickelt, der die Degradation im dynamischen Betriebsmodus modelliert. Alternativ hierzu wird ein verkürztes analytisches Modell präsentiert, welches sich zur Implementierung in einen Schaltkreissimulator eignet
Ultra Short Multiband AM/FM/DAB Active Antennas for Automotive Application
The length reduction of rod antennas is nowadays a major concern in the automotive industry. The need for new shorter rods stems from the desire to fulfil the design aesthetics of modern cars and to alleviate the mechanical issues the longer rods have. However, despite the severe length reduction, the short rods have to perform at least as good as the 40 cm long active monopoles usually met nowadays. In this context, the present thesis investigates the possibilities to use for AM, FM and DAB broadcast reception in an automotive environment 20 cm long active monopole antennas and 14 cm long active helical elements. Electrically very short active antennas are challenging because the very low effective height of the antenna element and its inconvenient antenna impedance with a highly reactive character pose important constrains upon the antenna amplifier. The amplifier has to have high input impedance, which has to be increasingly higher, as the antenna impedance gets also higher. At the same time, the amplifier has to exhibit enough gain and low noise character, in order to achieve good sensitivity. There are also important requirements to be fulfilled concerning its linearity
Customer Relationship Management und Mass Customization in Gesundheitsnetzwerken : Ein Ansatz zur Fokussierung auf den Patienten
Die Entwicklung des Gesundheitswesens zeigt einen klaren Trend zur Netzwerkbildung und zur ganzheitlichen Betrachtungsweise des Wertschöpfungsprozesses in der gesundheitsbezogenen Leistungserbringung. Begünstigt durch die Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien werden Patienten zu fordernden Akteuren im Gesundheitswesen, die aktiv in die Leistungserbringung eingebunden werden möchten. Der Anspruch, den Patienten als Leistungsempfänger mehr in den Mittelpunkt der Leistungserbringung zu stellen, wird deutlich stärker artikuliert. Dies impliziert, dass sich neben der Politik – z. B. durch Einführung eines Bundesbeauftragten für Patienten – zunehmend auch die Leistungserbringer mit diesem Thema beschäftigen. Mit der Wahl der angewandten Konzepte der Mass Customization und des Customer Relationship Management werden zwei Ansätze aus der Industrie aufgegriffen, welche sich intensiv mit der Thematik der Kundenorientierung befassen. Diese Veröffentlichung befasst sich mit der Übertragung dieser Konzepte auf den Rahmen der Gesundheitsnetzwerke. Die Konzepte der Standardisierung und Individualisierung in Gesundheitsnetzwerken werden durch eine empirische Untersuchung untermauert. Zusätzlich wird mit der Vorgehensweise der Patiententypisierung eine aktuelle Tendenz aufgegriffen, welche den Leistungserbringern konkret in der Umsetzung der Patientenfokussierung als Hilfestellung dienen kann
Extraction of Unfoliaged Trees from Terrestrial Image Sequences
This thesis presents a generative statistical approach for the fully automatic three-dimensional (3D) extraction and reconstruction of unfoliaged deciduous trees from wide-baseline image sequences. Tree models improve the realism of 3D Geoinformation systems (GIS) by adding a natural touch. Unfoliaged trees are, however, difficult to reconstruct from images due to partially weak contrast, background clutter, occlusions, and particularly the possibly varying order of branches in images from different viewpoints. The proposed approach combines generative modeling by L-systems and statistical maximum a posteriori (MAP) estimation for the extraction of the 3D branching structure of trees. Background estimation is conducted by means of mathematical (gray scale) morphology as basis for generative
modeling. A Gaussian likelihood function based on intensity differences is employed to evaluate the hypotheses. A mechanism has been devised to control the sampling sequence of multiple parameters in the Markov Chain considering their characteristics and the performance in the previous step. A tree is classified into three typical branching types after the extraction of the first level of branches and more specific Production Rules of L-systems are used accordingly. Generic prior distributions for parameters are refined based on already extracted branches in a Bayesian framework and integrated into the MAP estimation. By these means most of the branching structure besides tiny twigs can be reconstructed. Results are presented in the form of VRML (Virtual Reality Modeling Language) models demonstrating the potential of the approach as well as its current shortcomings.Diese Dissertationsschrift stellt einen generativen statistischen Ansatz für die vollautomatische drei-dimensionale (3D) Extraktion und Rekonstruktion unbelaubter Laubbäume aus Bildsequenzen mit großer Basis vor. Modelle für Bäume verbessern den Realismus von 3D Geoinformationssystemen (GIS), indem sie Letzteren eine natürliche Note geben. Wegen z.T. schwachem Kontrast, Störobjekten im Hintergrund, Verdeckungen und insbesondere der möglicherweise unterschiedlichen Ordnung der Äste in Bildern von verschiedenen Blickpunkten sind unbelaubte Bäume aber schwierig zu rekonstruieren. Der vorliegende Ansatz kombiniert generative Modellierung mittels L-Systemen und statistische Maximum A Posteriori (MAP) Schätzung für die Extraktion der 3D Verzweigungsstruktur von Bäumen. Hintergrund-Schätzung wird auf Grundlage von mathematischer (Grauwert) Morphologie als Basis für die generative Modellierung durchgeführt. Für die Bewertung der Hypothesen wird eine Gaußsche Likelihood-Funktion basierend auf Intensitätsunterschieden benutzt. Es wurde ein Mechanismus entworfen, der die Reihenfolge der Verwendung mehrerer Parameter für die Markoff-Kette basierend auf deren Charakteristik und Performance im letzten Schritt kontrolliert. Ein Baum wird nach der Extraktion der ersten Stufe von Ästen in drei typische Verzweigungstypen klassifiziert und es werden entsprechend Produktionsregeln von spezifischen L-Systemen verwendet. Basierend auf bereits extrahierten Ästen werden generische Prior-Verteilungen für die Parameter in einem Bayes’schen Rahmen verfeinert und in die MAP Schätzung integriert. Damit kann ein großer Teil der Verzweigungsstruktur außer kleinen Ästen extrahiert werden. Die Ergebnisse werden als VRML (Virtual Reality Modeling Language) Modelle dargestellt. Sie zeigen das Potenzial aber auch die noch vorhandenen Defizite des Ansatzes
Möglichkeiten und Grenzen der Bewertung von Landentwicklungsprozessen und deren Nachhaltigkeit
Die ländlichen Räume der Bundesrepublik Deutschland stehen vor vielfältigen Problemen, die in nahezu allen kommunalen Handlungsfeldern virulent zu Tage treten. In strukturschwachen ländlichen Räumen kumulieren diese und verstärken sich wechselseitig, so dass hier – trotz der mitunter vorhandenen Potenziale – die insgesamt nur geringen Entwicklungschancen die gesamtgesellschaftliche Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse gefährden. In diesen Räumen ist daher in besonderem Maße eine zukunftsfähige Gestaltung von Entwicklungsprozessen geboten. Für die betroffenen Gemeinden gilt es, diese zu erfassen, zu analysieren und auch hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit zu bewerten. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die derzeitigen Ansätze zur Bewertung von Landentwicklungsprozessen und deren Nachhaltigkeit auf der kommunalen Planungsebene. Dazu wird ausgehend von einer Analyse des Nachhaltigkeitspostulats, der Situation ländlicher Räume in der Bundesrepublik Deutschland und der praktikablen Möglichkeiten zur Prozessbewertung die Bewertung von Landentwicklungsprozessen und deren Nachhaltigkeit in der Praxis empirisch untersucht. Die Grundlage hierfür bildet die Auswertung einer Befragung von ländlichen Gemeinden mit spezifischen Problemlagen, die ein nachhaltiges Agieren erforderlich machen. Neben einer Analyse der kommunalen Problemlagen und Handlungsfelder sind dabei das kommunale Nachhaltigkeitsverständnis, vorhandene Bewertungskompetenzen und die derzeitigen Handlungsansätze zur der Bewertung und Steuerung von Landentwicklungsprozessen von Interesse. Dabei werden sowohl die organisatorischen als auch inhaltlichen Aspekte der kommunalen Entwicklungsbewertung untersucht und die damit verbundenen Schwierigkeiten aufgezeigt. Aus diesen Erkenntnissen werden Optimierungsansätze, vor allem in den Bereichen der kommunalen Nachhaltigkeitskompetenz, der Verfahren zur Bewertung von Landentwicklungsprozessen und der Nutzung von Indikatoren auf der kommunalen Planungsebene abgeleitet
The learning evironment VideoLearn: Cooperative and self-directed learning using lecture recordings : A Design-based-Research Study
In dieser Arbeit wird ein Lernszenario entwickelt, welches das Medium Vorlesungsaufzeichnung (VAZ) in den Mittelpunkt des Lehr-/Lerngeschehens stellt. Dieses Lernszenario wird als VideoLern bezeichnet. Mit VideoLern soll drei praktischen Problemstellungen der Lehrveranstaltungsform Vorlesung mit Übung begegnet werden: Der mangelnden Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden, der ebenso mangelnden Auseinandersetzung mit den Lerninhalten seitens der Studierenden sowie der Schaffung von Freiräumen für das selbstgesteuerte und kooperative Lernen. Der Fokus wird hierbei auf Lehrveranstaltungen in den Ingenieurswissenschaften gelegt.
Hierfür liefert diese Arbeit zwei zentrale Ergebnisse:
1. Es werden konkrete Handlungsanleitungen erarbeitet, wie Lehrende VideoLern in ihrer Lehre nutzbringend einsetzen können.
2. Es wird die Frage beantwortet, ob mit VideoLern den drei skizzierten Problemen der Vorlesung mit Übung begegnet werden kann.
Für die wissenschaftlich fundierte Entwicklung des Lernszenarios wird der Design-Based-Research-Ansatz aufgegriffen. Da der DBR-Ansatz sehr offen ist, bietet er zwar eine gute methodologische Leitlinie, eine konkrete Vorgehensweise für die Forschungsarbeit liefert er jedoch nicht. Im Rahmen dieser Arbeit wird deshalb ein entsprechender Design-Prozess ergründet und durchgeführt. Die für die Entwicklung des Lernszenarios notwendigen Studien stützen sich entsprechend des DBR-Ansatzes auf eine explorative Vorgehensweise sowie formative Evaluation. Das Lerngeschehen wird hierfür umfangreich erfasst. Neben der Videoaufzeichnung des Lerngeschehens werden u.a. Selbstauskünfte der Probanden zu ihrem motivationalen Befinden sowie die Lernleistungen erhoben. Die Auswertung erfolgt anschließend sowohl mit quantitativen als auch qualitativen Verfahren. Mittels einer Triangulation werden die Ergebnisse gegenseitig abgesichert.This thesis deals with a learning scenario covering the lecture recording as a focal point of teaching and learning. This learning scenario is called ‘VideoLern’. VideoLern is intended to meet three central problems of the course type lecture plus practice: the lacking interaction between teacher and student, the lacking examination of the learning content as well as the poor provision of enough room for self-determined and cooperative learning. The scenario has been examined in the engineering sciences.
The thesis delivers two main results:
1. Specific guidelines were extracted, describing how teachers can implement VideoLern usefully in their courses.
2. The survey examines whether the three mentioned problems of a lecture plus practice can be solved with VideoLern.
In order to reach a scientifically profound development of the learning scenario, the Design-based Research (DBR) approach was applied. Since the DBR approach is open to changes, it offers a good methodological guideline, however not a detailed procedure for the research work itself. The search for and carrying out of a suitable designing process is therefore also part of this work. The development of the learning scenario is based on an explorative process, corresponding to the nature of the DBR approach, as well as a formative evaluation. The learning events were captured in a full scale. Not only were the test persons videotaped, but also interviewed about their motivational determination and learning performance. The data was evaluated with both, quantitative as well as qualitative approaches. The results were validated through triangulation
Efficient Change Management of XML Documents
XML-based documents play a major role in modern information architectures and their corresponding work-flows. In this context, the ability to identify and represent differences between two versions of a document is essential. A second important aspect is the merging of document versions, which becomes crucial in parallel editing processes. Many different approaches exist that meet these challenges. Most rely on operational transformation or document annotation. In both approaches, the operations leading to changes are tracked, which requires corresponding editing applications. In the context of software development, however, a state-based approach is common. Here, document versions are compared and merged using external tools, called diff and patch. This allows users for freely editing documents without being tightened to special tools. Approaches exist that are able to compare XML documents. A corresponding merge capability is still not available. In this thesis, I present a comprehensive framework that allows for comparing and merging of XML documents using a state-based approach. Its design is based on an analysis of XML documents and their modification patterns. The heart of the framework is a context-oriented delta model. I present a diff algorithm that appears to be highly efficient in terms of speed and delta quality. The patch algorithm is able to merge document versions efficiently and reliably. The efficiency and the reliability of my approach are verified using a competitive test scenario
Entwicklung eines Decision-Support-Systems zur Generierung einer zuverlässigen, lokalmaßstäblichen Gefahrenbeurteilung potentieller Hangmurbereiche
Erste Anzeichen des Klimawandels haben weltweit zu einer Zunahme von Hangbewegungen geführt. Muren stellen eine besonders gefährliche Form alpiner Hangbewegungen dar. Zu ihrer Frühwarnung werden vornehmlich GI-Systeme eingesetzt, die trotz präziser Simulationstechnik unter Ungenauigkeiten leiden. Zudem berücksichtigen sie unzureichend spontan auftretende natürliche Änderungen am Hang. Das vorgestellte Decision-Support-System für Hangmuren ermöglicht durch Kombination aus Statistik und geologisch-geotechnischen Analysen eine umfassende, wirtschaftliche und auf Laien ausgerichtete Gefahrenbeurteilung, die Pauschalierungen und Interpretationsspielräume von GIS minimiert. Aktuelle Klimaprognosen werden durch Implementierung des Lastfalls Klimaveränderung berücksichtigt
On Aerothermal Effects of Film Cooling on Turbine Blades with Flow Separation
The high pressure turbine of jet engines or stationary gas turbines is set under high thermal stress and efficient cooling techniques have to be used in order to prevent the metallic parts from serious damage. Modern turbine design tries to increase the aerodynamic blade loading in order to reduce the number of blades per stage. This can reduce the needed coolant mass flow and the engine weight increasing the efficiency of the turbomachine, but strong flow separation may counterbalance the positive effects and this limits the achievable aerodynamic load. In this thesis experimental and numerical analysis with two linear high pressure turbine blade cascades are presented. The blades are film cooled and were designed in order to exhibit massive flow separation on the pressure and, for the second blade, on the suction side. The blade for the suction side studies is equipped with vortex generating jets for control of flow separation. The experiments comprise the measurement of the blade load and of the total pressure losses, near wall flow visualizations and Schlieren pictures at engine relevant Mach and Reynolds numbers. Furthermore the heat transfer and adiabatic film cooling effectiveness was extensively measured on both cascades. Numerical analysis with standard RANS methods and more advanced models, Detached Eddy Simulation (DES) and Large Eddy Simulation (LES), show the applicability of the simulation tools on such flows. Thermochromic liquid crystals are used for measurements of the surface temperature. Extensive studies on the viewing an illumination angle sensitiveness are carried out and a method is presented which is able to correct the perceived colour for oblique incidences of the camera and the illumination on the surface. A post processing method is also presented which uses FEM to calculate the adiabatic wall temperature on a plexiglas blade. Though plexiglas has a low heat conductivity, heat conduction is still present and the FE-analysis increases significantly the accuracy of the measurements. Furthermore a new formulation is proposed for the evaluation of the overall film cooling effectiveness. While in the measurements the heat transfer and the adiabatic film cooling effectiveness are measured separately, both effects are present simultaneously in the machine. The proposed parameter estimates the film cooling effectiveness in presence of heat transfer into the blade and allows to better evaluate the film cooling effect on the local surface temperature. The results on the pressure side show that it turns out to be difficult to obtain efficient film cooling when the change on the local heat transfer is taken into account. The numerical tools show some deficits in predicting accurately all the flow phenomena present in the separated flow region. On the suction side, the flow separation can be effectively suppressed and good film cooling effectiveness can be obtained.Die Hochdruckturbine eines Triebwerks oder einer stationären Gasturbine ist hohen thermischen Belastungen ausgesetzt und effiziente Kühltechniken müssen angewendet werden, um die Metalkomponenten vor Schaden zu bewahren. Bei einer fortschrittlichen Turbinenauslegung wird versucht, die aerodynamische Belastung der Schaufel zu erhöhen, um die Anzahl der Schaufeln pro Stufe zu verringern. Dies kann die benötigte Kühlluftmenge und das Gewicht des Triebwerks verringern, was den Wirkungsgrad der Turbomaschine erhöht, aber starke Strömungsablösung kann die positiven Effekte aufwiegen, was die erreichbare aerodynamische Schaufelbelastung limitiert. In dieser Arbeit werden experimentelle und numerische Analysen mit zwei linearen Hochdruckturbinen-Gittern vorgestellt. Die Schaufeln sind filmgekühlt und wurden mit der Absicht ausgelegt, eine massive Ablösung an der Druckseite und für die zweite Schaufel an der Saugseite zu erzielen. Die Schaufel für die saugseitigen Studien ist mit wirbelerzeugenden Luftstrahlen ausgelegt, um der Strömungsablösung entgegenzuwirken. Die Experimente umfassen die Messung der Schaufelbelastung und der Totaldruckverluste, Visualisierung der wandnahen Strömung und Schlierenaufnahmen bei maschinenähnlichen Mach- und Reynolds-Zahlen. Des Weiteren wurden der Wärmeübergang und die adiabate Filmkühleffektivität an beiden Kaskaden ausführlich gemessen. Numerische Analysen mit Standard-RANS-Verfahren und aufwendigeren Modellen, Detached Eddy Simulation (DES) und Large Eddy Simulation (LES), veranschaulichen die Anwendbarkeit der Simulationswerkzeuge für solche Strömungen. Die Oberflächentemperatur wird mit thermochromatischen Flüssigkristallen gemessen. Es werden ausführliche Untersuchungen zur Sensitivität der Kristalle auf die Variation des Beobachtungs- und Beleuchtungswinkels durchgeführt und es wird eine Methode gezeigt, die es erlaubt die aufgenommene Farbe für schräge Inzidenz der Kamera- oder Beleuchtungsachse zu korrigieren. Ein Verfahren zur Nachbearbeitung der Messergebnisse wird vorgestellt das FE-Methoden nutzt, um die adiabate Wandtemperatur auf einer Plexiglasschaufel zu berechnen. Obwohl Plexiglas eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, ist dennoch ein Wärmestrom vorhanden und die FE-Analyse erhöht die Genauigkeit der Messungen beträchtlich. Darüber hinaus wird eine neue Formulierung vorgeschlagen, um die gesamte Filmkühleffektivität zu bestimmen. Während in den Experimenten der Wärmeübergang und die adiabate Filmkühleffektivität getrennt gemessen werden, treten beide Effekte in der Maschine gleichzeitig auf. Der vorgeschlagene Parameter bewertet die Filmkühleffektivität bei vorhandenem Wärmestrom in die Schaufel und erlaubt es, den Filmkühleffekt auf die lokale Wandtemperatur besser zu bestimmen. Die Ergebnisse für die Druckseite zeigen, dass es sich als schwierig erweist eine effiziente Filmkühlwirkung zu erzielen, wenn die Veränderung des lokalen Wärmeübergangs in betracht gezogen wird. Die numerischen Modelle zeigen Defizite bei der Voraussage aller Strömungsphänomene in der Ablösezone. Auf der Saugseite kann die Strömungsablösung effektiv unterdrückt und eine gute Filmkühleffektivität kann erzielt werden
Innovationsmanagement in der IT Beratung und Systemintegration
In der Dienstleistungsdomäne der IT-Beratung und Systemintegration wird das Innovationsmanagement nur unzureichend zur Sicherung zukünftiger Erfolgspotenziale eingesetzt. Mit meiner interpretativ-kritischen Forschungsarbeit möchte ich den aktuellen Stand zu diesem Thema auf Grundlage meines ethnographischen Hintergrunds sowie ausgewählter qualitativer Fallstudien aufzeigen. Ziel meiner Forschung ist, diesen Status Quo überwinden zu helfen. Im Rahmen von Aktionsforschung habe ich bei einem IT-Dienstleister einen Ansatz des Innovationsmanagements für ein Unternehmen der IT-Beratung und der Systemintegration entwickelt. Ein deduktiv hergeleitetes Domänenmodell hilft mir die Grundlagen zu Innovation und Innovationsmanagement spezifisch für die IT-Beratung und Systemintegration zu definieren. Ich zeige, dass die Industrie vornehmlich ein am Technologie- und Produkteinsatz orientiertes Innovationsmanagement ("Technology-Push") einsetzt und leiste einen Beitrag zum Verständnis der Gestaltung und Wirkung des heute üblichen Innovationsmanagements in IT-Unternehmen. Aus meiner Sicht muss dieses mit einem am fachlichen Kundennutzen orientierten Innovationsmanagement ("Market-Pull") ergänzt werden, für das ich mögliche Managementinstrumente einführe. Abschließend schlage ich Wege zum erfolgreichen Zusammenspiel dieser beiden Formen des Innovationsmanagement vor und diskutiere die noch offenen Forschungsfragen