University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Quartiersplätze als Inszenierung des urbanen Lebens : der Quartiersplatz als nutzungsoffener städtischer Freiraum
Stadtviertel sind zentrale, räumlich definierte Raumeinheiten städtischer Urbanität. Die Herausforderungen von stagnierender Urbanisierung und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit notwendigen Freiraumqualitäten städtischer Platzfreiräume. Diese Arbeit sucht nach geeigneten Konzepten, Strategien und Anreizen zur Thematik eines funktionierenden, belebten und nutzungsoffenen Freiraumes. Der Fokus liegt auf den sozialen und politisch-ökonomischen Zusammenspielen im gestalterischen Kontext eines spezifischen städtischen Platzfreiraum - dem Quartiersplatz. Die Forschungsfragen beziehen sich auf die Frage, inwieweit Urbanität von der Landschaftsarchitektur gestärkt werden kann. Diese erfordern eine Wissenserlangung der Definition von Urbanität und ihren Kontext im historischen und zeitgenössischen gesellschaftlichen Wandel, ein Verständnis der Rolle sozialer Prozesse für die Produktion des öffentlichen Raumes, eine Zusammenfassung von Freiraumqualitäten eines städtischen Platzfreiraumes und beschäftigen sich mit der Frage, welche Gestaltungsstrategien zu einer gleichgestellten Integration der Bevölkerung eines und in einem Quartier beitragen können. Grundlage der methodischen Umsetzung ist die Triangulation von: Literaturrecherche, Gespräch mit Expert:innen und einer teilnehmenden Beobachtung. Diese ist Basis zur Erstellung eines Untersuchungsrahmens, welcher am Ende der Arbeit an einem Anwendungsbeispiel überprüft wird. Er dient als praxisorientierter Leitfaden zur Anwendung in allen Planungsphasen, bietet Handlungsempfehlungen und soll als Planungsunterstützung für zukunftsorientierte und belebte Quartiere dienen. Die Anwendung des Leitfadens zeigt seine Relevanz und Unterstützung in der praktischen Ausführung auf. Die Untersuchung des Forschungsrahmens bestätigt die Erkenntnis für die Notwendigkeit und Gewährleistung spezifischer Freiraumqualitäten für einen erfolgreichen öffentlichen Raum.Neighborhoods are central spatially defined units of urbanity. Public places serve as a place for social activities and activities of the daily life. These urban spaces make the neighbourhood unique and contribute significantly to the neighbourhood image. However, challenges of urbanization and climate change require a critical examination of these qualities and a generalization, that these criterias can be used on different public places around the world. This work seeks appropriate concepts, strategies, and incentives on the topic of a functioning, revitalized, and openuse open space. The focus is on the social and political-economic interactions in the context of the design of a specific urban open space – the square of the neighborhood. The research questions refer to the knowledge acquisition of the definition of urbanity and its context in historical and contemporary change, the role of social processes for the production of public space, the summary of open space qualities of an urban square and open space and the question about which design strategies can contribute to an equal integration of the population of a neighborhood. The methodological basis is the triangulation of the Literature research, interviews with experts and participant observation. This triangulation continues to an investigation framework, which is verified at the end of the work on an application example. It serves as a practice-oriented guideline for application in all planning phases and is intended to serve as a support for future-oriented and revitalized neighborhoods. The application of the guideline shows the relevance and support of it in the practical work. The examination of the research framework confirms the understanding of the necessity of qualities for public space.verfasst von Katharina StrellerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Ökosystemleistungen von Stadtbäumen auf Grundlage der Daten des Wiener Baumkatasters
Diese Arbeit hat zum Ziel aus den vorhandenen Daten des Wiener Baumkatasters, auf wissenschaftliche Weise den Baumbestand zu quantifizieren. Es sollen die Ökosystemleistungen der Kohlenstoffspeicherung und der Beschattung durch die Baumkronen abgeleitet werden. Der gespeicherte Kohlenstoff bzw. die CO2-Äquivalente werden mittels Berechnung der Biomasse über allometrische Formeln ermittelt. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 110 Tonnen gespeicherten Kohlenstoffs in der Biomasse der verzeichneten Wiener Stadtbäume. Die beschattete Fläche pro Gemeindebezirk wird als Kronenprojektionsfläche dargestellt, die vom Brusthöhendurchmesser ausgehend mittels Koeffizienten und logarithmischen Formeln aus der Literatur berechnet wird. Ergebnis ist eine Gesamtfläche von 907 ha Kronenprojektionsfläche bzw. 2,74 % der Stadtfläche sind von Bäumen beschattet. Das Wachstum von Individuen an Straßen und in Parkräumen wird mithilfe der vorhandenen Daten festgestellt und dann durch Untersuchung des Einflusses des Standortes auf das Wachstumspotential durch korrelativ-statistische Tests verglichen, die ergeben, dass Bäume im Grünraum sowohl beim Stammwachstum als auch beim Kronenwachstum eine bessere Entwicklung zeigen. Ebenso soll diese Arbeit als Grundlage dienen, um die Gesamtentwicklung der verschiedenen Arten über die einzelnen Durchmesserklassen hinweg zu prognostizieren, dafür werden unterschiedliche Wachstumsmodelle entwickelt.The aim of this work is to quantify the tree population in a scientific way from the existing data of the Vienna tree cadastre. The ecosystem services of carbon storage and shading by the tree crowns are to be derived. The stored carbon or CO2 equivalents are determined by calculating the biomass using allometric formulas. This results in a total weight 110 tons of deposited Carbon in the biomass of the recorded Viennese urban trees. The shaded area per municipal district is presented as crown projection area, calculated from breast height diameter using coefficients and logarithmic formulas from the literature with a total area of 907 ha or 2.74% of the urban area is shaded by trees. The growth of individuals along streets and in park spaces is determined using the available data and then compared by studying the influence of location on growth potential through correlative-statistical tests, which show that trees in green spaces show better development in both, trunk growth and crown growth. Likewise, this work will serve as a basis to predict the overall development of the different species across diameter classes, different growth models will be developed for this purpose.verfasst von Claudia FetscherMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Molecular diagnosis of agricultural biogas processes
Biogas kann zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und als Ersatz für fossile Brennstoffe für die Energieerzeugung beitragen. Methan produzierende Archaea sind die Arbeitstiere im anaeroben Vergärungsprozess. Daher wurde ein Fokus auf sie gelegt, um den Prozess zu evaluieren. Bei der Monovergärung von Maissilage wurden Prozessstörungen aufgrund von Spurenelementmangel beobachtet. In mesophilen Reaktoren im Labormaßstab, die mit Maissilage gefüttert wurden, wurden die wesentlichen Spurenelementkonzentrationen für Kobalt, Selen und Natrium bestimmt. Es wurden stabile, hocheffiziente und gestörte Prozesse analysiert. Mittels Quantifizierung der methanogenen Archaeen und der entsprechenden Methanproduktivität wurde der Metabolische Quotient (MQ) zur molekularbiologischen Bewertung des Biogasprozesses entwickelt. Die spezifische methanogene Aktivität (SMA, produziertes Methan pro methanogener Zelle) wurde für verschiedene Raumbelastungen berechnet und mit den SMAs gestörter Prozesse verglichen. Je höher die SMA, desto gestresster waren die Methanogenen. Der MQ konnte Prozessstörungen bis zu zwei Wochen bevor Alarmsignale von konventionellen Analysen erhalten wurden und vor einem Biogasproduktionseinbruch vorhersagen. Die Anwendbarkeit des MQ wurde für mesophile und thermophile Biogasreaktoren, die mit Grassilage gefüttert wurden, getestet. Dabei konnte der MQ auch unter diesen Betriebsbedingungen Prozessstörungen vorhersagen. Parallel wurden Bioindikatororganismen für stabile, hocheffiziente und gestörte Prozesse bestimmt. Die Methanproduktion in effizient betriebenen landwirtschaftlichen Biogasanlagen wird hauptsächlich von hydrogenotrophen Methanogenen durchgeführt. Die acetoklastische Methanogenese wurde vor allem in stabilen Prozessen mit geringem Umsatz beobachtet. Bei Prozessstörung, dominierten hydrogenotrophe Methanobacteriaceae, wahrscheinlich aufgrund ihrer schnellen Wachstumsrate und ihrer hohen Wasserstoffaffinität im Vergleich zu anderen Methanogenen.Biogas can play an important role to reduce greenhouse gas emissions by substituting fossil fuels for energy production. The methanogenic Archaea which produce the biogas are the working horses in the anaerobic digestion process. Hence, a special focus was laid on these microbes to evaluate the process. During mono-digestion of maize silage, process disturbances were seen due to deficiency of certain trace elements (TE). Essential TE concentrations were determined for cobalt, selenium, and sodium in mesophilic lab-scale reactors fed with maize silage. Stable, highly efficient, and disturbed processes were analyzed. Using quantification of methanogenic Archaea and the corresponding methane productivity at stable processes stages, the Metabolic Quotient (MQ) was developed for the molecular biological evaluation of the biogas process. The specific methanogenic activity (SMA, produced methane per methanogenic cell) was calculated at various organic loading rates and compared to the SMAs of disturbed processes. The higher the SMA, the more strained or stressed the methanogens were. The MQ could predict process disturbances up to two weeks before an alert of conventional analytics was obtained, and the biogas production decreased. Next, the applicability of the MQ for biogas reactors fed with different substrates was tested. Mesophilic and thermophilic lab-scale reactors fed with grass silage showed that the MQ could predict process disturbances in this setup. In parallel, bioindicator organisms for stable, highly efficient, and disturbed processes were identified. The methane production in efficiently operated high-throughput agricultural biogas plants is mainly carried out by hydrogenotrophic methanogens. Acetoclastic methanogenesis was mainly seen in equilibrated low turnover processes. When the process got disturbed, hydrogenotrophic Methanobacteriaceae dominated, probably due to their faster growth rate and high hydrogen affinity compared to other methanogens.submitted by Bernhard MunkLiteraturverzeichnis: Seite 40-42, 55-57, 76-79, 116-124Dissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Unveiling the biochemical and electrochemical properties of novel fungal AA3_2 glucose oxidoreductases for biosensor application
Amperometrische Biosensoren, die auf Enzymen als Biorezeptoren basieren, erweisen sich aufgrund ihrer hohen Selektivität und Empfindlichkeit, kurzen Analysezeiten und kostengünstigen Eigenschaften im Vergleich zu konventionellen Methoden als vielversprechende Werkzeuge für die Lebensmittelanalyse. Flavin- abhängige Enzyme haben die Fähigkeit, eine Vielzahl wichtiger biologischer Reaktionen in lebenden Organismen zu katalysieren und sind von Interesse für zahlreiche biotechnologische Anwendungen, einschließlich ihrer Verwendung in der Biokatalyse und in Biosensoren. Glucoseoxidase (GOx) und Dehydrogenase (GDH) gehören zur Unterfamilie 2 (AA3_2) der CAZy Auxiliary Activity 3 und zur Überfamilie der Glucose-Methanol-Cholin (GMC)-Oxidoreduktasen. Ihr Potenzial als Biorezeptorelement in Biosensoren wurde bereits umfassend erforscht. Bei der Suche nach einem potenziell für die Lebensmittelanwendung geeigneten Enzym haben wir erfolgreich die biochemischen Eigenschaften von vier pilzlichen Glucoseoxidoreduktasen aus bisher unerforschten Kladen oder Subkladen charakterisiert, die heterolog in Komagataella phaffii exprimiert wurden. Diese neu untersuchten Glucoseoxidoreduktasen zeigten ein viel breiteres Substratspektrum als das Standardenzym für die Glukoseerkennung, nämlich GOx aus Aspergillus niger. Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass GDH aus Trichoderma virens ein ungewöhnliches Substratspektrum aufweist und Maltose gegenüber Glukose bevorzugt, was es als Biorezeptor in einem Maltose-Sensor interessant machen könnte. Die elektrochemische und biosensorische Untersuchung des Enzyms, wenn es auf einer Graphitelektrode immobilisiert und durch einen Osmium-Redox-Polymer (Poly(1- vinylimidazol-co-allylamin)-{[Os(2,2′-bipyridin)2Cl]Cl}) verdrahtet wurde, bestätigte seine breite lineare Reichweite sowie gute Reproduzierbarkeit und Lagerstabilität, was insgesamt eine vielversprechende Anwendung als Biosensor in der Brauindustrie ermöglichte.Amperometric biosensors based on enzymes as bioreceptors are emerging as promising tools for food analysis because of their high selectivity and sensitivity, short analysis time, and high-cost effectiveness in comparison to conventional methods. Flavin-dependent enzymes have the ability to catalyze a wide variety of important biological reactions in living organisms and are of interest for a number of biotechnological applications, including their use in biocatalysis and biosensors. Glucose oxidase (GOx) and dehydrogenase (GDH) are members of CAZy Auxiliary Activity 3 subfamily 2 (AA3_2), belong to the superfamily of glucose-methanol-choline (GMC) oxidoreductases and their potential use as biorecognition element in biosensor has been well reported. On the finding of a potential enzyme suitable for biosensors in food application, we successfully characterized the biochemical properties of four fungal glucose oxidoreductases from distinct, hitherto unexplored clades or subclades which were heterologously expressed in Komagataella phaffii. These newly studied glucose oxidoreductases showed a much broader substrate spectrum than the gold standard enzyme for glucose sensing, GOx from Aspergillus niger. For instance, GDH from Trichoderma virens has been shown to have an unusual substrate spectrum and to prefer maltose over glucose as substrate, and hence could be of interest as bioreceptor in a maltose sensor. The electrochemical and biosensing investigation of the enzyme when immobilized on a graphite electrode and wired by an osmium redox polymer (poly(1-vinylimidazole-co-allylamine)-{[Os(2,2′-bipyridine)2Cl]Cl}) confirmed its broad linear range, as well as good reproducibility and storage stability, which overall offered a promising biosensor application for e.g., the brewing industry.submitted by Sudarma Dita WijayantiDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) BioToP- Biomolecular Technology of Proteins W1224Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) P33545Mit deutscher Zusammenfassun
Effects of multi-level eco-labels on the product evaluation of meat and meat alternatives : a discrete choice experiment
Nachhaltigkeits-Labels bei Lebensmitteln ermöglichen fundierte Kaufentscheidungen und unterstützen somit einen nachfrageseitigen Wandel hin zu einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem. Zurzeit werden europaweit im Lebensmitteleinzelhandel neu entwickelte Nachhaltigkeits-Labels getestet, die die Ökobilanz eines Produkts auf einer mehrstufigen Skala darstellen. In dieser Studie werden die Präferenzen und die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher:innen für ein mehrstufiges vs. binäres Nachhaltigkeitslabel ermittelt. Ein Discrete Choice Experimentwurde erstellt und in Österreich mittels Online-Befragung durchgeführt. Individuelle Teilnutzenwerte wurden mit Hilfe von Hierarchical Bayes geschätzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zahlungsbereitschaft für ein positiv bewertetes mehrstufiges Label höher ist, was auf die wahrgenommenen Vorteile von farbigen mehrstufigen Labels gegenüber binären Schwarz-Weiß-Zeichen hindeutet. Sogar bei einem negativ bewerteten mehrstufigen Label war die Zahlungsbereitschaft höher als bei keinem Label, was auf eine begrenzte Wirksamkeit von Umweltzeichenhindeutet. Die Präferenzen der Befragten für Nachhaltigkeits-Labels waren unabhängig von ihrem subjektiven Wissen über Nachhaltigkeits-Labels, ihrem Gesundheitsbewusstsein und ihrem Umweltbewusstsein. Das Attribut "Eiweißquelle" war am wichtigsten, und die Präferenz für eine tierische Eiweißquelle (Rindfleisch) korrelierte stark mit der emotionalen Verbundenheit der Verbraucher:innen mit Fleisch, was darauf hindeutet, dass eine Umstellung auf nachhaltigere Eiweißquellen schwierig ist und Nachhaltigkeitssiegel nur einen beschränkten Einfluss auf die Wahl von Fleischprodukten durch Durchschnittsverbraucher:innen haben.Eco-labels are an instrument for enabling informed food choices and supporting a demand-sided change towards a more and urgently needed sustainable food system. Lately, novel ecolabels that depict a product’s environmental life-cycle assessment on a multi-level scale are being tested across Europe’s retailers. This study elicits consumers preferences and willingness to pay (WTP) for a multi-level eco-label. A Discrete Choice Experiment was conducted in Austria. Individual partworth utilities were estimated by means of Hierarchical Bayes. Results show higher WTP for a positive evaluated multi-level label, revealing consumers’ perceived benefits of colorful multi-level labels over binary black-and-white designs. Even a negative evaluated multi-level label showed higher WTP compared to no label, pointing towards limited effectiveness of eco-labels. Respondents’ preferences for eco-labels were independent from their subjective eco-label knowledge, health consciousness, and environmental concern. The attribute “protein source” was most important, and preferences for animal-based protein source (beef) was strongly correlated with consumers’ meat attachment, implying that a shift towards more sustainable protein sources is challenging and sustainability labels have only a small impact on the meat product choice of average consumers.submitted by Anna KolberMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Glycoengineering of cellobiose dehydrogenase from Crassicarpon hotsonii improves interdomain electron transfer and biosensor performance
Cellobiosedehydrogenase aus Crassicarpon hotsonii (ChCDH) ist eine Flavo-Häm-Oxidoreduktase mit einer katalytischen Dehydrogenase (DH) und einer elektronenübertragenden Cytochromdomäne (CYT). Aufgrund ihrer seltenen Fähigkeit direkten Elektronentransfer (DET) zu Elektroden durchzuführen, hat CDH ein erhebliches Potenzial für den Einsatz in Biosensoren der dritten Generation. Der langsame Elektronentransfer zwischen den Domänen (IET) von CDH stellt jedoch ein Problem für solcheAnwendungen dar. Die vorliegende Studie verwendet ein Glycoengineering-Ansatz, um die Bedeutung von N-Glykosylierungsstellen in ChCDH zu untersuchen, und den IET und die Stromdichte von ChCDH Biosensoren zu verbessern. In dieser Studie werden einzelne und multiple N-Glykosylierungsstellen durch genetische Knockouts systematisch untersucht, um Erkenntnisse über ihren Einfluss auf die Expression, Stabilität und Funktionalität des Enzyms zu gewinnen. Im Vergleich zur enzymatischen Deglykosylierung ist unsere Technik kostengünstig und entfernt gezielt N-Glykosylierungsstellen. Die Literaturrecherche undbioinformatische Analyse haben fünf für das Engineering geeignete N-Glykosylierungsstellen identifiziert. Basierend auf der Gibson Assembly-Methode wurde ein kostengünstiger Ansatz für das modulare Klonen von mutliplen Varianten entwickelt, der effizient Enzymvariantendurch ortsgerichtete Mutagenese erzeugt. N-Glykane beeinflussen die enzymatische Aktivität, die thermische Stabilität und die Elektronentransferraten von CDH. Diese neuen Erkenntnisse zeigen, dass gezielte Modifikation spezifischer N-Glykane die enzymatische Aktivität und die IET-Raten effektiv verbessern. Die durch Glycoengineering erzeugten Varianten zeigten beim Einsatz in Glukose Biosensoren erhöhte Ströme und verlängerte Betriebszeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass N-Glykane der CDH nicht essenziell sind und die DH-Aktivität und IET-Raten erhöht werden können, bei gleichzeitiger Beibehaltung einer hohen thermischen Stabilität.Cellobiose dehydrogenase from Crassicarpon hotsonii (ChCDH) is a flavo-haem oxidoreductase comprising a catalytic dehydrogenase (DH) and electron-transferring cytochrome (CYT) domain. Given its rare ability to perform direct electron transfer (DET) to electrode surfaces, CDH has significant potential for constructing third-generation biosensor applications. However, the slow interdomain electron transfer (IET) of CDH presents limitations for such applications. The present study utilises a glycoengineering approach to examine the significance of N-glycosylation sites in ChCDH, intending to enhance the IET and, ultimately, the current densities of biosensors based on ChCDH. This study systematicallyinvestigates single and multiple N-glycosylation sites through genetic knockouts to gain insights into their influence on enzyme expression, stability, and functionality. Compared to enzymatic deglycosylation, our technique is cost-effective and can specifically target N-glycosylation sites. The preliminary literature review and bioinformatic analysis have identifiedfive potential N-glycosylation sites that show promise for engineering. Using the Gibson assembly method, I designed a cost-effective approach for modular cloning of multi-site variants, allowing for the efficient generation of glyco-engineered knockout variants through site-directed mutagenesis. The presence of N-glycans affects the enzymatic activity, thermal stability, and electron transfer rates of CDH in unique ways. I present novel findings demonstrating that targeted glycoengineering of specific N-glycans can effectively enhance enzymatic activity and IET rates. When employed in glucose biosensors, the glycoengineeredknockout variants exhibited increased currents and prolonged operational lifespans. These findings demonstrate that the N-glycans of CDH are non-essential and can considerably increase the DH activity and IET rates while maintaining high thermal stability.submitted by Angela CsonkaMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Monitoring the plant physiological features of urban green infrastructures : a quest for urban sustainability
submitted by Michael GräfDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Mehr als Stacheln und Steine : ein Managementkonzept auf Basis von Lebensraum- und Artenerhebungen am Beispiel des niederösterreichischen Spatzenbergs
Trocken- und Halbtrockenrasen zählen zu den artenreichsten, aber auch gefährdetsten Lebens-räumen Österreichs. In Folge der Aufgabe landwirtschaftlicher Praktiken, die in der Vergangenheit zum Erhalt beigetragen haben, ist das Fortbestehen von xerothermen Offenlandökosystemen meist von einem naturschutzfachlich ausgerichteten Management abhängig. Zahlreiche Flächen sind je-doch aktuell durch kein Lebensraummanagement gesichert. Ein Beispiel dafür sind die Trockenlebensräume am niederösterreichischen Spatzenberg, für die im Zuge dieser Arbeit ein naturschutz-fachlich begründetes Entwicklungskonzept erarbeitet wurde. Hierzu wurden die aktuelle Biodiversität anhand der Artengruppen Samenpflanzen, Tagfalter, Widderchen und Heuschrecken sowie die historische Landschaftsausprägung untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass der Anteil von Gehölzen dominierter Bereiche zwischen 1959 und 2020 um 88 % zugenommen hat. Zudem beträgt der Anteil der xerothermen Offenlandgesellschaften derzeit lediglich 8,4 %. Dennoch konnten im Zuge der Erhebungen zahlreiche Vertreter von xerothermophilen, halboffenen und offenen Lebensräumen nachgewiesen werden. Auf Basis der Arthäufigkeit wurde in Kombination mit den Gefährdungseinstufungen eine Relevanzmatrix erstellt, um naturschutzrelevante Arten zu selektieren. Aus diesem Pool wurden 20 Taxa als prioritäre Arten gewählt, deren Ansprüche bei der Formulierung der Managementmaßnahmen eingeflossen sind. Dabei wurde festgestellt, dass nur ein kleinräumiges und differenziertes Lebensraummanagement geeignet ist, um die Biodiversität des Gebiets zu fördern. In Folge umfasst das Entwicklungskonzept verschiedene räumlich-zeitlich abgestufte Maß-nahmen in Abhängigkeit des aktuellen Zustands, des Potenzials sowie des Entwicklungsziels der Teilflächen. Die Realisierung des Konzepts ist jedoch von den sozioökomischen Bedingungen, ins-besondere den Eigentumsverhältnissen sowie der Finanzierung abhängig.Dry and semi-dry grasslands are among the most species-rich, but also most threatened habitats in Austria. As a result of the abandonment of agricultural practices that were crucial for the conservation, the persistence of xerothermic grassland ecosystems now depends mostly on conservation-oriented management. The aim of this thesis was to develop a conservation-based management plan for the xerothermic habitats on the Spatzenberg in Lower Austria. For this purpose, the current biodiversity was studied by surveys of the species groups plants, butterflies, burnet moths and grasshoppers. In addition, the historical landscape characteristics were analyzed. As a result, the proportion of woody dominated areas increased to 88 % between 1959 and 2020 and the share of xerothermic grasslands is currently reduced to 8.4 %. Nevertheless, numerous characteristic species of xerothermophilic, semi-open, and open habitats were found during the surveys. Based on species abundance, in combination with their level of endangerment, a relevance matrix was created to select species of conservation concern. From this pool, 20 taxa were selected as priority species for the site, and their requirements were considered for the development of management measures. It became apparent, that only differentiated and small-scale management actions are appropriate to promote the biodiversity of the area. Consequently, the management concept includes various spatio-temporally graduated actions depending on the current condition, the potential as well as the conservation goal of the subareas. However, the implementation of the management concept depends on the socio-economic conditions, especially the ownership structure and finally on its financing.verfasst von Michael BinderMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Genome-wide association study for milking speed in Fleckvieh cattle
Die Melkbarkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, welche die Eutergesundheit bei Milchkühen und auch die Arbeitseffizienz des Melkprozesses beeinflussen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Melkgeschwindigkeit eine mittlere Heritabilität aufweist und durch genetische Selektion in Zuchtprogrammen beeinflusst werden kann. Dennoch wurde der Melkbarkeit in genomischen Assoziationsstudien vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das Hauptziel dieser Studie war es, Gene oder Regionen auf dem Genom zu identifizieren, die einen potenziellen Einfluss auf die Melkgeschwindigkeit bei Fleckvieh haben. Es wurden klassische genomweite Assoziationsstudien, unter Verwendung de-regressierter Zuchtwerte durchgeführt. Zum besseren Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse der Melkbarkeit dienten Analysen von Gene Ontology und "KEGG"-Pathways. Sechzehn SNP auf sieben Autosomen waren signifikant mit der Melkgeschwindigkeit für den Additiven Effekt assoziiert und sechs für einen Dominanzeffekt. Die signifikanten Regionen auf den Chromosomen BTA4, BTA6 und BTA19 bestätigen Ergebnisse mehrere Studien bei anderen Milchviehrassen. Die Melkgeschwindigkeit ist ein komplexes Merkmal, dessen Teilprozesse noch nicht im Detail geklärt sind. Es bleibt daher eine Herausforderung, die assoziierten Regionen auf dem Genom mit kausalen Genen und ihren Funktionen zu verknüpfen.Milkability is one of the most important factors influencing udder health in dairy cows as well as labour efficiency. Several studies have shown that milking speed is moderately heritable and may be influenced through genetical selection in breeding programmes. Yet, milkability has received comparatively little attention in genomic association studies. The main objective of this study was to determine regions and genes on the genome with a potential effect on milking speed in Fleckvieh cattle. Classical Genome-wide association studies were conducted using de-regressed breeding values of bulls as phenotypes. For a better understanding of the underlying processes an enrichment analysis was conducted using Gene Ontology and “KEGG” pathways. Sixteen SNP on seven autosomes were significantly associated with milking speed for additive effects and six for dominance effects. Significant regions on BTA4, BTA6 and BTA19 correspond with findings for other dairy cattle breeds. Milking speed is a complex trait whose sub-processes have not yet been elucidated in detail. Hence, it remains a challenge to link the associated regions on the genome with causal genes and their functions.submitted by Eliane Abena BucherMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Genetic characterization of cashmere goat (Capra hircus) populations in Mongolia
In der Mongolei gibt es über 25 Millionen Kaschmirziegen (Capra hircus), die ein Drittel des weltweiten Rohkaschmirs liefern. Die Charakterisierungsstudien zur phänotypischen und genetischen Vielfalt mongolischer Ziegen waren bislang begrenzt, obwohl im Land recht viele Ziegenrassen und -stämme registriert sind.Das Ziel der aktuellen Studie war die Beurteilung der phänotypischen und genetischen Vielfalt von 14 Kaschmirziegenpopulationen, die größtenteils aus identifizierten Ziegenrassen und -stämmen in der Mongolei bestehen. Zu den in dieser Studie berücksichtigten Phänotyp-Merkmalen gehörten das Körpergewicht und die Kaschmirqualität. Ein lineares Modell wurde für Körpergewicht und Kaschmirmerkmale angepasst und die Mittelwerte der kleinsten Quadrate wurden für Regions- und Standortklassen geschätzt. Die untersuchten Populationen zeigten auf regionaler Ebene eine ausgeprägte phänotypische Diversität. Die genetische Vielfalt und Struktur wurden mithilfe eines Ziegen-50K-SNP-Arrays bewertet. Genetisch gesehen ergab Wrights Fst einen sehr kleinen Differenzierungsindex (Fst–0,017) und der Inzuchtzuchtgra basierend auf homozygoten Segmenten („runs of homozygosity“) war sehr gering (FROH1–0,019). Die genetische Clusterung der Populationen zeigte größere Abweichungen der beiden Ziegenpopulationen mit bekannter russischer Einkreuzung und kleinere, aber immer noch differenzierte Cluster für die übrigen Populationen. Die genomweite Assoziationsstudie (GWAS) zu Körpergewicht und Kaschmirmerkmalen identifizierte die signifikanten Varianten auf den Chromosomen 2, 4, 5, 9 und 15 und zeigte die stärkste Variante auf Chromosom 4 für den Kaschmirertrag. GWAS zur Fellfarbe ergab acht signifikante Varianten, wobei sich die stärksten Varianten auf den Chromosomen 6, 13 und 18 befanden, in den Regionen mit den KIT-, ASIP- und MC1R-Genen, Diese Signale wurden auch in anderen Studien zur Fellfarbe und -musterung bei Ziegen gefunden.Mongolische Kaschmirziegen zeigten eine relativ geringe Differenzierung und ein geringes Inzuchtniveau, was möglicherweise auf das traditionelle pastorale Viehwirtschaftssystem sowie auf die häufige Praxis des Handels mit Zuchtböcken zwischen den Provinzen zurückzuführen ist, zusammen mit einem Populationswachstum aufgrund der internationalen Nachfrage nach Kaschmir.Mongolia has over 25 million cashmere goats (Capra hircus) which supply a third of world raw cashmere. The characterization studies of phenotypic and genetic diversity of Mongolian goats have been limited despite having several goat breeds and strains registered in the country. The aim of the current study was to assess the phenotypic and genetic diversity of 14 cashmere goat populations mostly consisting of identified goat breeds and strains in Mongolia. Phenotype traits considered in this study were body weight and cashmere quality traits. The linear model was fitted for body weight and cashmere traits, and least square means were estimated over region and location classes. The studied populations showed more pronounced phenotypic diversity at the regional level. Genetic diversity and structure were assessed using goat 50K SNP array. Genetically, a very small overall differentiation index (Fst – 0.017) was revealed by Wright's Fst, and a very small overall inbreeding (FROH1 – 0.019) was revealed based on runs of homozygosity. Genetic clustering of populations by principal component showed larger variances for the two goat populations of Russian admixture, and smaller but still differentiated clusters for the remaining populations. The genome-wide association study (GWAS) on body weight and cashmere traits identified the significant variants on chromosomes 2, 4, 5, 9, and 15, observing the strongest variant on chromosome 4 for cashmere yield. The GWAS on coat color yielded eight significant variants with the strongest variants located on chromosomes 6, 13, and 18, potential associations with KIT, ASIP, and MC1R genes, signals that were also found in other studies of coat color and pattern in goats.Mongolian cashmere goats showed relatively low differentiation and low inbreeding level, possibly caused by traditional pastoral livestock management system as well as recent practice of trading of breeding bucks across provinces, along with increase of population due to the international demand for cashmere.submitted by Sergelen BaldanMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun