University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
Publikationsserver der Universitätsbibliothek Bodenkultur WienNot a member yet
5377 research outputs found
Sort by
Der Pinien-Prozessionsspinner in Kärnten - historisches Vorkommen und rezente Ausbreitung
Der Pinien-Prozessionsspinner (PPS), Thaumetopoea pityocampa, (Lepidoptera, Notodontidae), ist ein Insekt mit Brennhaaren, welche beim Menschen und anderen Säugetieren zu schweren allergischen Reaktionen führen können. Diese Haare, sind mikroskopisch klein (~200µm) und befinden sich auf den Raupen des dritten bis fünften Raupenstadiums, die freigesetzt werden, wenn sich diese bedroht fühlen. Die Raupen des PPS sind im Winter aktiv und verlassen die Nester nur nachts, um sich von Kiefernnadeln zu ernähren. Temperaturmodelle haben gezeigt, dass Raupen nur dann aktiv sind, wenn die Temperaturen tagsüber über 9 °C und über 0 °C in der Nacht sind. In Kärnten wurden Imagines des PPS erstmals 1936 in der Umgebung von Villach dokumentiert. Bis 2010 wurden die Falter nur unregelmäßig und in geringer Zahl in zufällig aufgestellten Lichtfallen gemeldet. Das erste Massenvorkommen wurde 2016/17 auf einer Fläche von etwa 5 ha am Südhang des Dobratsch beobachtet. Seither wurde eine verstärkte Ausbreitung im unteren Gailtal (Schütt) festgestellt.Ziel dieser Masterarbeit war es, den historischen und aktuellen Status des PPS in Kärnten zu dokumentieren. Weiters wurde die Lufttemperatur auf dem Dobratsch und im Gailtal (Schütt) von Herbst 2022 bis Frühjahr 2023 mit Datenloggern aufgezeichnet, um die Fraßaktivität und somit Überlebensfähigkeit der Raupen im Winter zu beurteilen. Die gemessenen Temperaturen zeigen, dass die Fraßbedingungen der Raupen im Winter an 41,6% der Tage gegeben sind. Schließlich wurden im Frühjahr Baum-Eklektoren in der Tallage eingesetzt, um die Anzahl der überlebenden Raupen im Winter zu bestimmen, die zur Verpuppung den Boden aufsuchen. Die Daten zeigen, dass ein sehr hoher Prozentsatz der PPS-Raupen die Temperaturen im Winter 2022/23 überlebt hat. Die Daten zur aktuellen Verbreitung zeigen, dass der PPS von Presseggen (bei Hermagor) bis Zauchen (bei Villach) vorkommt. Weiters wurden Nester auch in der Nähe des Faakersees, einem wichtigen Tourismusgebiet, gefunden. Die Verbreitung in der Kernzone des Verbreitungsgebiets, d.h., an den Südhängen des Dobratsch, hat deutlich zugenommen.Managementstrategien, einschließlich der Information der Öffentlichkeit und mögliche zukünftige Forschungsfragen werden diskutiert.The pine processionary moth (PPM), Thaumetopoea pityocampa (Lepidoptera, Notodontidae), is a harmful insect as it has urticating hairs that can lead to severe allergic reactions in humans and other mammals. These hairs, called setae, are microscopically small (~200µm), are present on the integument of the caterpillars and are released when they are threatened. The biology of PPM is unique as caterpillars are active in winter and feed on pine needles during night; they live gregarious in white silk nests. Temperature models have shown that caterpillars are only active when temperatures are above 9 °C during day and above 0 °C during nights. In Carinthia, PPM was discovered the first time in the area around Villach in 1936. Until 2010, the moths were reported only irregularly and in low numbers in randomly posed light traps. The first mass occurrence was observed in 2016/17, in an area of about 5 ha on the southern slope of the Dobratsch mountain. Since then, an increased spread in the Gail valley (Schütt) was recorded. This master thesis aimed to document the historic and current status of PPM in Carinthia. Furthermore, air temperature was recorded with data loggers on the Dobratsch mountain and in the Schütt from autumn 2022 to spring 2023, to assess feeding activity and thus survival of the caterpillars. Finally, stem-eclectors were used in spring to determine the amount of surviving caterpillars processing to the soil for pupation, in order to evaluate overwinter survival. Data show that a very high percentage of caterpillars survived winter temperatures. Data on the current distribution show that PPM occurs from Presseggen (near Hermagor) to Zauchen (near Villach) being also close to Faakersee, an important recreation area. The Carinthian distribution in the southern slopes of Dobratsch, has increased significantly. Management strategies, including information of the public and potential future research questions are discussed. Furthermore, studies on the invasion history using genomic tools would be a promising approach.verfasst von Lukas MichorMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Hydromorphological development of the Morava River between Hohenau Jedenspeigen since the 18th century
Die Flusslandschaft der March zwischen Hohenau und Jedenspeigen wurde für die Zeitschnitte 1703, 1755, 1821, 1896, 1942 und 2020 rekonstruiert und ihre hydromorphologische Entwicklung darauf aufbauend analysiert. Der untersuchte Flussabschnitt wurde mit Referenzdaten der Thaya (Bernhardsthal-Hohenau) verglichen. Zwischen 1755 und 1821 wurde die Entwicklung beider Abschnitte durch eine hochwasserintensive Phase beeinflusst. Aufgrund dieser zeigten sie 1821 eine Übergangsform zwischen einem mäandrierenden und einem gewundenen Flusslauf, während sie in allen anderen Zeitschnitten einen mäandrierenden Lauf aufwiesen. An der March wurde über den Untersuchungszeitraum eine sich allmählich verringernde Flussdynamik, ein Rückgang der aktiven Gerinnefläche um 60% sowie ein sukzessiver Verlust von lotischen Habitaten zugunsten lentischer festgestellt. Ab 1896 wurde der zunehmende Einfluss von Regulierungen ersichtlich, insbesondere zwischen 1942 und 2020. Dauerhaft und periodisch durchströmte Nebenarme nahmen drastisch ab bis sie schließlich 2020 gänzlich verschwanden. Obwohl im Jahr 1942 22% der Uferlänge reguliert waren, war das Gleichgewicht zwischen Erosion und Verlandung noch nicht gestört. Im Jahr 2020 war die Flussdynamik durch die Begradigung nahezu vollständig unterbunden worden und ein signifikantes Ungleichgewicht zwischen Erosion und Verlandung war erkennbar. Im Vergleich zur Thaya zeigte die March eine schnellere Flussbogenmigration, einen stärker mäandrierenden Lauf sowie eine allgemein stärkere Verlandung aufgrund des niedrigeren Gefälles (geringere specific stream power und Sedimenttransportkapazität). Das Verhältnis von Erosion zu Verlandung betrug 1:1 bis 1:1,1 an der March und 1:0,8 bis 1:0,9 (1821-1942) an der Thaya. Im Jahr 2020 überstieg die Verlandung an beiden Flüssen die Erosion, was einen (weiteren) Verlust von Gewässerflächen erwarten lässt. Trotz der angeführten Unterschiede zeigten die beiden Flüsse eine ähnliche hydromorphologische Entwicklung.The riverscape of the Morava between Hohenau and Jedenspeigen was reconstructed for the time situations 1703, 1755, 1821, 1896, 1942, and 2020 and its hydromorphological development was investigated. The section studied was compared with reference data of the Dyje (Thaya) between Bernhardsthal and Hohenau. Between 1755 and 1821, the fluvial development of both sections was influenced by a flood-intensive phase. Due to this, they showed a transitional form between a meandering and a sinuous river course in 1821, whereas in all other periods they displayed a meandering one. On the Morava, fluvial dynamics gradually decreased, and a reduction in the active channel area by 60% as well as a gradual loss of lotic habitats in favour of lentic ones occurred over the period studied. An increasing influence of river training was evident from 1896 onwards, in particular between 1942 and 2020. Permanently and periodically connected side arms drastically diminished until they vanished completely in 2020. Although 22% (1942) of the shoreline length of the main arm had been regulated by 1942, the balance between erosion and sedimentation was not yet disturbed. By 2020 fluvial dynamics had almost totally been impeded by channelisation and a significant unbalance between erosion and sedimentation was evident. Compared to the Dyje, the Morava showed more rapid river bend migration, a more strongly meandering course, and, in general, stronger siltation due to a gentler slope (lower specific stream power and sediment transport capacity). The erosion-to-siltation ratio on the main arm ranged from 1:1 to 1:1.1 on the Morava and from 1:0.8 to 1:0.9 (1821-1942) on the Dyje. In 2020 siltation exceeded erosion on both rivers, which pointed to a (further) loss of waterbody area in the long term. Despite the differences mentioned above, the rivers showed a similar hydromorphological development.submitted by Jacqueline DenzelMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Genetic dissection of Fusarium head blight resistance in Triticum durum and Aegilops tauschii
Durumweizen ist besonders anfällig für Ährenfusariose (Fusarium head blight, FHB) und die Resistenzzüchtung wird durch die geringe genetische Variation innerhalb des Elite-Genpools erschwert. Häufig wird das Fehlen des D-Subgenoms für die erhöhte Anfälligkeit verantwortlich gemacht, welches bei hexaploidem Brotweizen vorhanden ist. Ziel dieser Arbeit war es, Durumweizen-Zuchtmaterial mit verbesserter FHB-Resistenz zu entwickeln und die genetische Kontrolle der Resistenz und die Beziehungen zwischen FHB-Resistenz und morphologischen Merkmalen zu analysieren. Darüber hinaus wurde in Aegilops tauschii, dem D-Subgenom-Donor von Brotweizen, die genetische Kontrolle der Resistenz gegen FHB und gegen das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) erforscht. Es wurden 603 Linien geprüft, die aus Kreuzungen zwischen Elite-Durumweizen und Resistenzdonoren mit Resistenzallelen von T. aestivum, T. dicoccum und T. dicoccoides stammen. Es wurden sieben quantitative Merkmalsloci (QTL) detektiert, die den Krankhaitsbefall beeinflussen. Der aus dem hexaploiden Weizen abgeleitete Fhb1-QTL reduzierte den Befall signifikant, was seine erfolgreiche Introgression in verschiedene Durumweizen-Hintergründe unterstreicht. Die Resistenzallele für zwei QTL auf den Chromosomen 1B und 2B stammten von T. dicoccum bzw. T. dicoccoides. Die anderen vier QTL zeigten ungünstige Allele auf, die von Elite-Durumweizen stammten, mit einem besonders negativen Effekt auf Chromosom 6A, der gleichzeitig die Pflanzenhöhe und das Blühdatum beeinflusste. Darüber hinaus wurden 147 Ae. tauschii-Akzessionen phänotypisiert. Eine k-mer-basierte Assoziationskartierung identifizierte das Gen AET5Gv20385300 auf Chromosom 5D, das für eine Uridindiphosphat (UDP)-Glucosyltransferase (UGT) kodiert. Diese UGT ist auch in hexaploidem Weizen polymorph. Dieser Resistenzmechanismus ist hoch konserviert, da die UGT ortholog zur Gersten-UGT HvUGT13248 ist, was auf die Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren von Weizen und Gerste hindeutet.Durum wheat is particularly susceptible to Fusarium head blight (FHB), and resistance breeding lags behind bread wheat. Low genetic variation in durum wheat leads to a bottleneck in FHB resistance breeding, also often linked to the absence of the D subgenome, which is present in hexaploid bread wheat. This study aimed to develop durum wheat breeding material with improved FHB resistance and elucidate the genetic control and relationships of FHB resistance with pheno-morphological traits. We evaluated 603 durum wheat lines derived from crosses between elite durum wheat and resistance donors carrying resistance alleles derived from T. aestivum, T. dicoccum, and T. dicoccoides. The genome-wide association study detected seven quantitative trait loci (QTL) affecting FHB severities. The hexaploid wheat-derived Fhb1 QTL significantly reduced FHB severities, highlighting its successful introgression into several durum wheat backgrounds. The resistance alleles for two QTL on chromosomes 1B and 2B originated from T. dicoccum and T. dicoccoides, respectively. The other four QTL featured unfavorable alleles derived from elite durum wheat, with a negative effect on chromosome 6A that simultaneously affected plant height and anthesis date. Furthermore, to dissect the genetic basis of resistance to FHB and to the major mycotoxin deoxynivalenol (DON) and studied the mechanism of DON detoxification into DON-3-glucoside in the D subgenome wheat, we analyzed the 147 accessions of Aegilops tauschii, the D subgenome donor of wheat. k-mer-based association mapping identified the AET5Gv20385300 gene on chromosome 5D encoding a uridine diphosphate (UDP)-glucosyltransferase (UGT). This UGT was also polymorphic in hexaploid wheat. This resistance mechanism is highly conserved since the UGT is orthologous to the barley UGT HvUGT13248 indicating descent from a common ancestor of wheat and barley.Schlagwortesubmitted by Rizky Pasthika KiranaDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Untersuchungen an Herkünften der Fichte (Picea abies (L.) Karst.) auf zwei unterschiedlichen Standorten in Österreich
Der Klimawandel stellt aufgrund von Temperaturerhöhung und Niederschlagsschwankungen beziehungsweise Trockenperioden Waldökosysteme auf eine harte Probe, die Auswirkungen auf die Forstwirtschaft sind bereits deutlich spürbar. Fichtenwälder in Österreich kommen mit den sich ändernden Umweltbedingungen immer schwerer zurecht. Am Institut für Waldbau (BOKU) wurde daher im Jahr 2017 ein Fichten-Provenienzversuch mit Fichten-Herkünften aus ganz Europa angelegt, die in vorangegangenen Versuchen ein hohes Anpassungspotential an unterschiedlichen Standorten gezeigt hatten. Es wurden zwei Versuchsflächen an jeweils unterschiedlichen Standorten angelegt. Die erste Versuchsfläche befindet sich im Forstlichen Versuchsgarten „Knödelhütte“ (BOKU) in Wien, auf einem trockenen Standort im sommerwarmen Osten Österreichs (Wuchsgebiet 8.1, 290 Meter ü.N.N.). Im Gegensatz dazu wurde die zweite Versuchsfläche im aktuellen Fichtenoptimum am Hochficht in Oberösterreich angelegt (Wuchsgebiet 7.1, 925 Meter ü.N.N., Stift Schlägel). Die vorliegende Arbeit analysiert die Herkünfte im 4. Versuchsjahr. Es waren zehn Fichtenprovenienzen, darunter neben drei heimischen Herkünften auch welche aus Rumänien, der Ukraine, aus Weißrussland und Russland zu analysieren. Die Herkünfte 1 bis 8 sind zum Zeitpunkt der Messung im Jahr 2020 Ende Juli / Anfang August sieben Jahre alt, während die heimischen Herkünfte Nr. 9 und 10, acht Jahre alt sind. Im Laufe dieser Masterarbeit wurden Messungen in Bezug auf Pflanzenhöhe, die Jahrestriebe 2018, 2019, 2020 und des Stamm-Durchmessers bei einer Höhe von zehn Zentimetern (D10) durchgeführt. Des Weiteren wurden Merkmale wie Kronenform, Vitalität, Schäden an den Pflanzen, sowie die Mortalität erhoben. Alle untersuchten Fichtenprovenienzen weisen eine geringe Mortalität auf (Versuchsmittel 3,6% bzw. 5,8%). Bei einer Gesamtbetrachtung hinsichtlich Wuchsleistung, Mortalität und Vitalität sticht vor allem die Herkunft Toplita (Nr. 3) aus Rumänien hervor, ebenso eine zweite rumänische Herkunft, wie auch die Herkünfte aus der Ukraine weisen ebenfalls gute Werte auf.Climate change is a challenge for forest ecosystems due to temperature increases and fluctuations in precipitation and drought periods. The effects on forestry are already clearly noticeable in forest damage statistics. Spruce forests in Austria are finding it increasingly difficult to cope with changing environmental conditions. A spruce provenance experiment was therefore established at the Institute of Silviculture (BOKU) in 2017 with 10 Picea abies (L.) Karst. provenances from all over Europe that had shown high adaptation potential in different locations in previous experiments. Two test areas have been selected. The first test area is located in the “Knödelhütte” research nursery (BOKU) in Vienna, on a dry site in the warm east of Austria (forest ecoregion 8.1, 290 meters above sea level). In contrast, the second test area was established in the current spruce optimum at Hochficht in Upper Austria (forest ecoregion 7.1, 925 meters above sea level, Stift Schlägl). The present work analyzes the provenances in the 4th year of the experiment. The spruce provenances to be tested included provenances from Romania, Ukraine, Belarus and Russia. Provenances 1 to 8 are seven years old at the time of measurement, while domestic origins numbers 9 and 10 are eight years old. In the course of this master's thesis, measurements were carried out regarding plant height, the annual shoot growth 2018, 2019, 2020 and the trunk diameter at a height of ten centimeters. Characteristics such as crown shape, vitality, damage to the plants and mortality were also recorded. All spruce provenances examined show low mortality (test means 3.6% and 5.8%, respectively). When looking at overall growth performance, mortality and vitality, the provenance from Toplita (No. 3) from Romania stands out. A second Romanian origin as well as the Ukrainian provenances also show good performance.verfasst von Ludwig SchönthalerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Common bunt in winter wheat : identification and integration of genetic resources for resistance breeding
Gewöhnlicher Steinbrand, verursacht von den Pilzen Tilletia caries und Tilletia laevis, war einst eine zerstörerische Weizenkrankheit, der große Teile der Ernte zum Opfer fielen. Seine typischen Symptome, die sogenannten ’Brandbutten’ an Stelle der Weizenkörner, wurden jedoch während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts selten. Verantwortlich dafür war die Entwicklung von synthetischen Fungiziden, die als Beize appliziert wurden und Infektionen mit zahlreichen Krankheiten verhinderten. Der Gewöhnliche Steinbrand ist in den letzten Jahren auf biologisch bewirtschafteten Flächen, auf denen die Anwendung solcher Fungizide verboten ist, wieder zum Problem geworden. Durch den zunehmenden Biolandbau entstand so ein dringender Bedarf ansteinbrandresistenten Weizensorten. Da Steinbrandresistenz lange kein Züchtungsziel in Weizen war, soll diese Arbeit zur Kompensation des in den letzten Jahrzehnten akkumulierten Mangels an Forschungs- und Züchtungsaktivitäten beitragen. Neue genetische Ressourcen für Steinbrandresistenz wurden im Weizen-Genpool identifiziert und für die Anwendung in der Resistenzzüchtung erschlossen. Mittels genomweiter Assoziationskartierung wurden Akzessionen mit Resistenz gegenüber zwei Steinbrand-Krankheiten sowie genetische Marker für die Resistenzorte bestimmt. Genetische Kartierung in bi-parentalen Populationen führte zur Lokalisierung eines Hauptfaktors für Steinbrandresistenz, Bt11, auf dem Weizenchromosom 6D. In multi-parentalen Züchtungslinien mit hoher genetischer Variabilität wurde marker-gestützte Selektion für Resistenzorte erfolgreich zur Entwicklung von steinbrandresistentem und gleichzeitig agronomisch angepasstem Material angewendet. Die neu identifizierten Resistenzquellen sowie die Selektion anhand molekularer Markerermöglichen durch die Kombination mehrerer genetischer Faktoren die raschere Züchtung von Sorten mit dauerhafter Resistenz und erweitern den Resistenzkatalog, der für Züchtungsprogramme zur Verfügung steht.Common bunt caused by the fungi Tilletia caries and Tilletia laevis was once among the most devastating wheat diseases, capable of destroying large portions of the harvests. Its typical symptoms, the so-called ’bunt balls’ replacing wheat grains, became a rare phenomenon during the second half of the 20th century, though. This was achieved by the development of synthetic fungicides that could be applied as seed dressings and prevented infestations with many diseases. Common bunt has re-emerged recently on areas devoted to organic farming, where the use of synthetic fungicides is not allowed. As more and more land is being managed organically, though, the need for bunt-resistant cultivars has become urgent. Since resistance to common bunt has long been absent from the list of wheat breeding goals, this thesis aims to help compensate the lack of research and breeding activities accumulated during the last decades. New genetic sources for common bunt resistance were identifiedin the wheat gene pool and unlocked for their use in resistance breeding. In a genome-wide association study, bread wheat accessions with resistance against two bunt diseases as well as markers corresponding to the resistance-conferring loci were determined. Through genetic mapping in bi-parental populations, the major bunt resistance factor Bt11 was identified on wheat chromosome 6D. Marker-assisted selection of resistance loci was successfully applied in multi-parent breeding lineswith high genetic variation, leading to the development of common bunt resistant and agronomically adapted material. The newly identified genetic sources and selection through molecular markers enable breeders to develop cultivars with stable resistance through combination of multiple genetic loci in a shorter time and broaden the pool of resistance factors available for breeding programs.submitted by Magdalena LunzerDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Bird diversity in relation to forest management in the Wienerwald biosphere reserve
In Mitteleuropa hat die Waldbewirtschaftung eine lange Geschichte. IntensiveWaldbewirtschaftung bewirkt schwerwiegende Veränderungen in der Artenzusammensetzungund Altersstruktur der Wälder und in weiterer Folge der Waldvogeldiversität. Im Gegensatzdazu können nachhaltige Waldbaupraktiken einen naturnahen Wald erhalten und Waldvögelfördern. Diese Studie wurde in der Kern- und der nicht-Kernzone des für seinen Artenreichtumbekannten, größten Buchenlaubwald Mitteleuropas, dem Biosphärenpark Wienerwalddurchgeführt. Die Kernzonenflächen sind seit spätestens 2003 außer Betrieb genommene,ehemals bewirtschaftete Wälder. Die Nicht-Kernzonenflächen werden sehr nachhaltigbewirtschaftet, ohne Kahlschläge, mit natürlicher Baumartenzusammensetzung, Trittsteinenund stehenden alten Bäumen. Ich habe den Einfluss der Waldbewirtschaftung auf numerischeund funktionelle Vogelvielfalt zwischen Kern- und Nicht-Kernzone verglichen. Die Vogelvielfaltwurde durch morgendliche Punktzählungen von Mitte März bis Mitte Juni erfasst. Ich fandsignifikante Einflüsse zwischen einem höheren Vogelartenreichtum und einer höheren dichteund größeren Streuung der Kronendachbedeckung. Weiters fand ich einen signifikantenZusammenhang zwischen Hangneigung und Abundanz. Das Waldalter und der BHD zeigteneinen signifikanten Einfluss auf die Zusammensetzung der Vogelarten. Jedoch konnte ich trotzsignifikant höherer Kronendachbedeckung und jüngerer Baumbestände in der Kernzonekeinen signifikanten Unterschied zwischen Artenreichtum, Abundanz, ShannonDiversitätsindex und Artengemeinschaft zwischen Kern- und Nicht-Kernzone feststellen.Meine Ergebnisse deuten auf eine sehr naturnahe Kern- als auch Nicht-Kernzone hin, die sichin Bezug auf Artenreichtum, Abundanz, Shannon Diversitätsindex undVogelartenzusammensetzung noch sehr stark ähneln, und dass die Waldbewirtschaftung inder Nicht-Kernzone einen sehr naturnahen Wald mit vielen Lebensräumen für natürlicherweisevorkommende Waldvögel ermöglicht.submitted by Eva-Teresa Raphaela SzekeresMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Assessment of a highway runoff stormwater collector system of a stormwater treatment plant : a focus on dynamic responses within the system
Süßwasserökosysteme sind von Verschmutzungen unterschiedlicher Herkunft bedroht, die die Überlebensfähigkeit von Arten, Ökosystemdienstleistungen und das menschliche Leben gefährden. Straßenabfluss stellt eine erhebliche Bedrohung dar, die bei der Wiederherstellung von Süßwasserökosystemen berücksichtigt werden muss. Besonders gefährlich für Ökosysteme sind Schwermetalle aus Fahrzeugen und Straßenbelägen, die sich bei Regen in Gewässer ansammeln. Diese Masterarbeit zielt darauf ab, die Zuflüsse in eine Regenwasserbehandlungsanlage und deren Reaktion auf den Abfluss der benachbarten Autobahn zu messen und zu bewerten. Dazu wurden verschiedene Probenahmeverfahren eingeführt und getestet, darunter eine großflächige Gesamtprobenahme ("System Der Wasserwirt") und automatische Einzelprobenahmen, um das "First-Flush"-Phänomen zu untersuchen. Dabei wurden der Zeitpunkt der Probenahme im Zusammenhang mit dem Wasserdurchfluss, der Rohrhöhe und der Schachthöhe analysiert. Unterschiedliche Methoden zur Messung von Schadstoffkonzentrationen wurden ebenfalls bewertet, wobei der Fokus auf Trübung und gesamten Schwebstoffen lag. Zusätzlich zu Vor-Ort-Messungen wurden Laboranalysen durchgeführt, die Herausforderungen bei der Auswahl geeigneter Probenahmepunkte aufgrund unregelmäßiger Niederschläge aufzeigten. Trotzdem konnte das "First-Flush"-Phänomen erfolgreich beobachtet werden, wenn das System zu Beginn eines Oberflächenabflussereignisses mit der Probenahme begann. In den automatischen Einzelproben wurden Trübungsspitzen effektiv erfasst, während in der Gesamtprobe häufig Verzögerungen auftraten, die durch Wechselwirkungen mit dem Schacht und den dort angesammelten Sedimenten beeinflusst wurden. Weitere Probenahmen und Untersuchungen sind erforderlich, um fundierte Empfehlungen für Verwaltungsbehörden und Autobahnverwaltungen geben zu können.Freshwater ecosystems are threatened by various types of pollution that endanger species, ecosystem services, and human lives. Of particular concern is road runoff, a significant threat that requires attention if we want to prevent further environmental degradation and foster the restoration of aquatic ecosystems. It poses a particular danger, transporting diverse heavy metals originating from vehicles and road surfaces that accumulate and wash into water bodies during rain events. This study aims to evaluate the dynamic flows entering a stormwater collector treatment facility and the system's subsequent response. To achieve this, various sampling methods were implemented and tested to gauge the system's reaction to stormwater runoff from the neighbouring highway. The aim of the study was to compare two sampling strategies -total samplers (“System Der Wasserwirt”) and automatic samplers - and assess their ability to detect the first flush phenomenon. To do so, we looked at the time of sampling related to the water flow, the height in the pipe and the height in the shaft. Additionally, different methods for measuring pollutant concentrations were evaluated. The study especially focused at the Turbidity (NTU) and the Total Suspended Solids (TSS) in the runoff. Laboratory analysis supplemented on-site measurements, revealing challenges in locating an appropriate sampling point due to the intermittent nature of rainfall events. Nevertheless, the study successfully observed the first flush phenomenon when the system initiated sampling at the start of a runoff event. Automatic samplers effectively captured turbidity peaks, while total samplers frequently exhibited a delay in their sampling process. Total samplers also seemed influenced by the interactions with the shaft and the sediments that can accumulate there. Further sampling and investigation are imperative to provide robust recommendations to public authorities and highway management entities.submitted by Eliott Jean Robert GabrielMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Masterarbeit University of Copenhagen 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Enabling participatory planning for edible nature-based solutions
Die partizipative Planung und damit die Einbeziehung verschiedener Interessengruppen hat in den letzten Jahrzehnten im städtischen Kontext an Bedeutung gewonnen. Die Teilhabe von Interessensgruppen birgt das Potenzial Machverhältnisse umzustrukturieren und Entscheidungsbefugnisse auf die lokale Bevölkerung zu übertragen. In der (Stadt-)Planung bietet die Partizipation einen Weg, um Projektergebnisse in einem oft sehr verwaltungsintensiven und komplexen Kontext zu verankern. Diese Forschungsarbeit geht der Frage nach, welche Strukturen, Maßnahmen und externe Faktoren eine partizipative Stadtplanung ermöglichen und wie die Bevölkerung zu ‘City Makers’ wird. Als Fallstudie dient der Planungsprozess von Essbaren Stadtlösungen, welche lebensmittelbezogene, Nature-based Solutions verwenden, um gesellschaftlichen Herausforderungen, im Zusammenhang mit Klimawandel und Bevölkerungswachstum, zu begegnen. Nach einer Analyse dieser Strukturen und Maßnahmen im Rahmen des Edible Cities Network Projekts zeigt diese Forschung, wie Projektstrukturen das Engagement beeinflussen und ‘weiche’ Aspekte der Beteiligung – wie Vertrauen und Beziehungen – vernachlässigt werden. Die COVID-19-Pandemie hat darüber hinaus das Vorhaben Partizipation stark beeinträchtigt. Diese Arbeit erörtert, wie eine solche Krise die partizipative Planung beeinflusst und welche Herausforderungen und Lösungen beim Übergang von analogen zu digitalen Alternativen auftreten können. Die Ergebnisse umfassen die Identifizierung neuer Fähigkeiten, aber auch neuer marginalisierter Gruppen. Die Beteiligung an Planungsprojekten wird reflektiert und kritisch hinterfragt, wer sich an partizipativen Planungsprozessen beteiligen kann. Diese Forschung schließt mit Anmerkungen zur Forschung in Projekten und reflektiert über die Unabhängigkeit und Transparenz von Forschung an sich. Die Ergebnisse sollen Anregungen für künftige partizipative Forschungsprojekte bereitstellen, und das Bewusstsein für Inklusivität erhöhen.In the last decades, participatory planning has gained momentum, particularly in urban areas integrating diverse stakeholders in decision-making processes. Moreover, stakeholder input in projects offers the po- tential for restructuring power relations by transferring decision-making power to local communities. In (urban) planning, participation provides a pathway for sustaining project outcomes in an often highly administrative and complex context. This research questions what enabling structures and measures for participatory urban planning are and how citizens – as key elements in changing and self-replicating urban systems – can become ‘city makers’. Edible City Solutions’ planning process, using food-related, nature-based solutions to address societal challenges related to climate change and population growth, serves as a case study. After reviewing the structures and measures in the Edible City Network project, this research shows how closed project structures influence ownership and how crucial ‘soft’ aspects of participation – such as trust and relationships – are often neglected. Furthermore, in the Edible Cities Networks project, participatory processes, often vulnerable to crises, were tremendously affected during the COVID-19 pandemic. This work offers insight into how such a crisis influences participatory planning and which challenges and solutions can occur when transitioning to digital alternatives. Findings include identifying new skills for participation as marginalized groups arise. Also reflected upon are unpublished results regarding engagement in planning projects, critically asking who can engage in participatory planning processes. This work closes with thoughts on conducting research in a project and the independence and transparency of research as such. The findings enrich future research projects, including stakeholder participation in urban planning, and hope to raise awareness about inclusiveness in participatory processes.submitted by Maximilian ManderscheidDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Use of somatic cell count, differential somatic cell count and mid-infrared spectra for the prediction of mastitis based on bacteriological tests
Mastitis, eine Entzündung des Eutergewebes, ist eine sehr häufige Erkrankung von Milchkühen, die wirtschaftliche Verluste verursacht und das Wohlbefinden der Tiere stark beeinträchtigt. Eine Reihe von meist bakteriellen Erregern verursachen Mastitis. Es gibt bakteriologische Kulturtests (BCT), mit denen sich feststellen lässt, ob und welche Erreger das Euter infiziert haben. Die somatische Zellzahl wird bei der monatlichen Milchkontrolle gemessen, und ihre Log-Transformation (SCS) ist ein starker Indikator für Mastitis. In jüngster Zeit wurde die Milchanalytik erweitert, um somatische Zellen nach Typen zu differenzieren. Die differentielle somatische Zellzahl (DSCC) gibt den Anteil der Zellen an, welche für die Immunreaktion verantwortlich sind. Spektren im mittleren Infrarotbereich (MIR) können zur ebenfalls Vorhersage von Mastitis verwendet werden. Ziel dieser Studie war die Durchführung und der Vergleich verschiedener maschineller Lernverfahren, einschließlich der Partial-Least-Square-Diskriminanzanalyse (PLS-DA), des Random Forest (RF) und der Support Vector Machine (SVM), sowie von Variablen (SCS; DSCC und MIR) zur Vorhersage des BCT-Status des Euters. Es wurden Modelle mit jedem der Prädiktoren sowie Kombinationen aus allen angewandt. Die Ergebnisse zeigten einen klaren Mehrwert der Verwendung von DSCC für die Vorhersage des Mastitis-Status auf der Grundlage bakteriologischer Tests. Die Einbeziehung von DSCC erhöhte die Genauigkeit aller Modelle im Vergleich zur Verwendung von MIR und SCS als Kovariaten. MIR war nützlich für die Vorhersage der Mastitis-Inzidenz über größere Zeitfenster zwischen BCT und Testtag. Der PLS-DA-Ansatz übertraf die moderneren Methoden des maschinellen Lernens RF und SVM. Eine wichtige Schlussfolgerung dieser Studie ist, dass DSCC eine wertvolle Ergänzung zu den bei der routinemäßigen Milchaufzeichnung erfassten Variablen darstellt und bei der Vorhersage subklinischer Mastitis verwendet werden sollte.Mastitis, inflammation of the udder tissue, is a very frequent disease dairy cows, causing economic losses seriously reduced animal welfare. A range of mostly bacterial pathogens are responsible for development of mastitis. Bacteriological culture tests (BCT) are available for testing whether and which pathogens have infected the udder. Somatic cell count is measured in routine monthly milk recording and its log transform (SCS) is a strong indicator of mastitis. Recently, routine milk analytics has been expanded to differentiate somatic cells into types. Differential somatic cell count (DSCC) gives the proportion of cells responsible for immune response. Standardized milk mid-infrared (MIR) spectra, typically used to determine standard milk components, are also a promising set of variables for predicting diseases, including mastitis. The aim of this study was to perform and compare different machine learning tools, including partial least square discriminant analysis (PLS-DA), random forest (RF) and support vector machine (SVM) and variables (SCS; DSCC and MIR) for predicting mastitis derived from the BCT status of the udder. While BCT is done for each quarter of the udder, data were combined into one value per cow, at the levels “major”, “minor” and “negative”. Models with each of the predictors as well as combinations of all, were applied. The results showed a clear added value of using DSCC for prediction of mastitis status based on bacteriological tests. Inclusion of DSCC increased the accuracy of all models compared with using MIR and SCS as covariates. MIR was useful for predicting mastitis incidence across larger time windows between BCT and test-day. The PLS-DA approach, frequently applied in chemometrics, outperformed the more fashionable machine learning methods RF and SVM, A key conclusion of this study is that DSCC is a valuable addition to the set of variables collected from routine milk recording and should be used when predicting subclinical mastitis.submitted by Johannes MoserMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
polyester amides
submitted by Marcel KlugeDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun