University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Hat die Eröffnung der Eisenbahn-Schnellverbindung Wien - St. Pölten einen Einfluss auf die Preisentwicklung von unbebauten Liegenschaften?
In dieser Forschungsarbeit wird die Frage adressiert, ob die Implementierung einer neuen Eisenbahnverbindung einen statistisch messbaren Einfluss auf die Preisentwicklung von unbebauten Liegenschaften hat. Der Fokus liegt dabei auf der Eröffnung der Eisenbahn-Schnellverbindung zwischen Wien und St. Pölten am 9. Dezember 2012, die zu einer erheblich verkürzten Fahrzeit zwischen diesen Orten führte. Die Daten decken fünf Jahre vor und nach diesem Ereignis ab und umfassen fünf Städte. Die interessierten Ortschaften sind St. Pölten und die Gebiete um den neu errichteten Bahnhof Tullnerfeld, während Zwettl, Waidhofen/Ybbs und Perg als Kontrollgruppe dienen, die weitgehend unbeeinflusst von überregionalen Infrastrukturprojekten sind. Die Analyse erfolgt mittels eines Difference-in-Difference Regressionsmodells, das für orts- und zeitspezifische Unterschiede kontrolliert, um den Effekt der Eröffnung der Hochleistungsstrecke auf den durchschnittlichen Kaufpreis schätzen zu können. Die Ergebnisse zeigen eine Grundpreissteigerung von 28,7% rund um den neu errichteten Bahnhof Tullnerfeld als Folge der Eröffnung der Eisenbahn-Schnellverbindung. Im Gegensatz dazu kann für St. Pölten kein signifikanter Effekt festgestellt werden. Mögliche Gründe für die unterschiedlichen Ergebnisse zwischen Tullnerfeld und St. Pölten sind, dass Preissteigerungen in St. Pölten vielleicht noch früher eingepreist wurden und dass es in St. Pölten bereits vor 2012 eine Bahnverbindung und einen Autobahnanschluss gab.This research addresses the question of whether the implementation of a new railway connection has a statistically measurable impact on the price development of undeveloped properties. The focus is on the opening of the high-speed railway connection between Vienna and St. Pölten on December 9, 2012, which significantly reduced travel time between these locations. The data cover five years before and after this event and include five cities. The areas of interest are St. Pölten and the areas around the newly built Tullnerfeld station, while Zwettl, Waidhofen/Ybbs, and Perg serve as a control group largely unaffected by regional infrastructure projects. The analysis is conducted using a Difference-in-Difference regression model, controlling for location- and time-specific differences, to estimate the effect of the high-speed rail line opening on the average purchase price. The results show a basic price increase of 28.7% around the newly built Tullnerfeld station as a result of the opening of the high-speed railway connection. In contrast, no significant effect can be observed for St. Pölten. Possible reasons for the different results between Tullnerfeld and St. Pölten are that price increases in St. Pölten may have been priced in earlier and that there was already a railway connection and a motorway junction in St. Pölten before 2012.Schlagworteverfasst von Andreas SchmeisslMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit englischer Zusammenfassun
Verbesserte Verwertungsmöglichkeiten von Kaffeesatz durch die Optimierung von Behandlung und Lagerung
Die österreichische Bevölkerung konsumierte im Jahr 2022 circa 60.100 Tonnen Kaffee. Dies verursacht durch Produktion, Handel und Zubereitung erhebliche Mengen an Abfall, welcher größtenteils im Restabfall entsorgt wird. Der durch die Zubereitung entstehende Kaffeesatz weist durch seine chemische Zusammensetzung Qualitäten auf, die in verschiedensten Anwendungsbereichen Einsatz finden können. So werden dem Kaffeesatz hohe Nährstoffgehalte, erhöhte Heizwerte gegenüber konventionellen Brennstoffen, sowie geruchsneutralisierende Eigenschaften nachgesagt. Ein Start-up möchte sich diese Eigenschaften zunutze machen und versuchen, verbesserte Verwertungsmöglichkeiten aus dem Kaffeesatz zu etablieren.Dafür wurden seitens des Start-ups sechs Prototypen in Form von Pellets hergestellt. Diese weisen unterschiedliche Zusammensetzungen auf und wurden auf verschiedene Verwertungsmöglichkeiten analysiert. Dazu zählen Dünger, Heizpellets-/Grillkohle und Tiereinstreu. Die Prototypen wurden dafür im Labor auf die erforderlichen Parameter der Düngemittelverordnung 2004 sowie den Vorgaben für Heizpellets (ÖNOROM M 7135) und Grillkohle (EN 1860-2) geprüft. Die im Labor erzielten Ergebnisse konnten für keine der untersuchten Produktgruppen zufriedenstellende Ergebnisse nachweisen, da die vorgegebenen Grenzwerte für die gewünschten Produktgruppen von den untersuchten Prototypen nicht eingehalten werden konnten. Zudem wurde festgestellt, dass eine erneutes Befeuchten des Pellets rasch zu wiederkehrenden biologischen Abbauprozessen führt, wodurch eine Nutzung als Tiereinstreu ausgeschlossen werden kann.Um einen rentablen Nutzen des Abfallprodukts zu ermöglichen, ist es entscheidend, das Lagerungsverhalten des Kaffeesatzes zu optimieren, da dieser ohne weitere Behandlungsschritte binnen weniger Tage zu schimmeln beginnt. Daher wurde in dieser Masterarbeit auch versucht, kosteneffiziente Behandlungsmethoden zu entwickeln, die den Bedingungen der Schimmelbildung gezielt entgegenwirken und somit das Lagerungsverhalten des Kaffeesatzes verbessern sollen.The Austrian Population consumed around 60.100 tons of coffee in 2022. This generates considerable amounts of waste through, production, trade and brewing. Most of the waste get unfortunately disposed off in the residual waste. Due to its chemical composition, spent coffee grounds (SCG) has potential for a usage in a wide range of applications. It is said that SCG has high nutrient content, a higher calorific value, compared to conventional fuels and odour-neutralzing properties. Now a Start-up is interested in using these properties to establish improved recycling options for SCG.Therefore, the company produced six prototypes in the form of pellets. These pellets have different compositions and were analyzed for various possible applications. These includes the usage as fertilizer, fuel pellets/charcoal and animal bedding. Therefore the prototypes were tested in the laboratory for the required parameters of the Fertilizer Ordinance 2004 and the guidelines for heating pellets (ÖNORM M 7135) and barbecue charcoal (EN 1860-2). The results obtained in the laboratory were not suitable for any of the product groups tested, as the necessary parameters for the desired product groups could not be met by the prototypes tested. It was also found out that remoistening the pellets soon led to repeated biodegradation processes, which means that use as animal bedding can be ruled out.To secure a profitable use of the waste product, it is important to optimize the storage behavior, as they start to molder within a few days without further treatment steps. For this reason this master thesis also attempt to develop cost-effective treatment methods to specifically counteract the conditions of mold formation and thus improve the storage of SCG.verfasst von Andreas ReitingerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit englischer Zusammenfassun
Isolation and characterization of CASPON enzyme with emphasis on multimerization behavior
Rekombinante Proteine gehören einerseits zu den wichtigsten Produkten in der Biopharmazie und sind andererseits unerlässlich für die Forschung und Entwicklung in der biotechnologischen bzw. biopharmazeutischen Industrie und auch als wertvolles Werkzeug zur Genbearbeitung geworden. Eine zentrale Herausforderung bei der Herstellung und Formulierung dieser biologischen Produkte besteht darin, Produktdegradation und Aggregation zu vermeiden, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten, die hohen Qualitätsstandards sowie die gleiche Wirksamkeit während ihres gesamten Lebenszyklus beizubehalten und den regulatorischen Richtlinien zu genügen. Hier analysieren wir im Rahmen des Caspon Projekts eine Variante des Enzyms Caspase-2, das Herzstück einer innovativen Plattformlösung. Mithilfe dieses Verfahrens können rekombinante Proteine schneller und ökologischer produziert werden, wie z. B. SARS-CoV-Nukleoprotein und Wachstumsfaktoren. Ein wichtiger Prozessschritt im Plattform Prozess ist die effiziente Entfernung des Affinitätsfusions-Tags, um die Anforderungen klinischer Studien zu erfüllen.In dieser Arbeit charakterisieren wir eine industrielle Variante der Caspase-2 und zeigen das Multimerisierungsverhalten unter verschiedenen Bedingungen. Des Weiteren bestimmen wir die spezifische Aktivität und Stabilität als relevante Charakteristika des Enzyms und zukünftige Anwendungen dessen.Gleichzeitig demonstrierten wir die Bedeutung des Cystein- abhängig Multimerisierungsmechanismus und wie sich dieser auf die Produktqualität auswirken kann. Mögliche Multimerisierungswege bzw. Maßnahmen zur Minimierung wurden evaluiert und eingesetzt, um die Enzymleistung zu maximieren. Die Dimerfraktion stellte sich als der interessanteste Zustand heraus und sollte für zukünftige Anwendungen in Bezug auf die beabsichtigte Verwendung dieses Enzyms in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus wurde bestätigt, dass das Dimer unter Gefriertemperatur (–20 °C) stabil ist, was die geeignetste und sicherste Lagerbedingung zum Erhalt der Enzymaktivität zu sein scheint. Positive Ergebnisse durch den Einschluss von Reduktionsmitteln eröffnen jedoch eine Möglichkeit, den reduzierten Zustand zu bewahren und den Prozess der Proteinaufreinigung zu überdenken.Recombinant proteins have grown in popularity to become the mainstay of biopharmaceuticals (e.g. biomedical research and biotherapeutics) and also as a valuable tool for gene editing. A key challenge in the manufacture and formulation of these biological products is to avoid aberration and aggregation to maintain safety, quality and efficacy throughout their lifecycle in order to comply with regulatory requirements. Here, we report an in-depth analysis of an innovative platform solution provided by a caspase-2 enzyme as part of the CASPON project, aimed at a faster and more ecological production of recombinant proteins (e.g. SARS-CoV nucleoprotein, growth factors) where affinity fusion tag removal must be effectively performed in an effort to comply with clinical trials.In this thesis, we characterize the industrially developed cp-caspase-2 and show its multimerization behaviour under different conditions. Furthermore, we have determined the specific activity and stability as relevant properties for the enzyme and future applications.At the same time, we demonstrated the importance of the cysteine-dependent multimerization pathway and how this can affect product quality. Possible multimerization pathways and mitigation strategies were evaluated and applied to maximize enzyme performance. The dimer fraction was found to be the most interesting state and should be considered for future applications in view of the intended use of this enzyme. Furthermore, the dimer was confirmed to be stable under freezing temperature (-20 °C), which seems to be the most appropriate and safest storage condition for the preservation of enzyme activity. However, the positive results obtained with the inclusion of reducing agents opens up the possibility of preserving the reduced state and reconsidering the purification process.submitted by Tomas MesuradoMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Analysing the interactions between time use and mobility and the impact of travel-based multitasking on the value of travel time savings
Die enge Verbindung von Mobilität und Aktivitäten wird seit langem beobachtet. Aktivitäten sind oft die Hauptmotivation für Reisen. Veränderungen von Lebensstilen und Technologien ändern diese Beziehung, z.B. durch die Ermöglichung von Online-Aktivitäten oder von reisebasiertem Multitasking. Frühere Studien dazu verwenden Verkehrs-, Zeitnutzungs- oder Stated Preference Erhebungen. Diese Doktorarbeit untersucht diese Verbindung anhand von Daten einer kombinierten Mobilitäts-, Zeitnutzungs- und Konsumerhebung. Diese lieferte beobachtete Präferenzen, bestehend aus Wegen, Haupt- und Multitasking-Aktivitäten. Ein Vergleich der Stichprobe mit Zensusdaten und Benchmarkerhebungen bewies die Eignung dieser Methode.Während der Erhebung führte der Wegfall von Aktivitätsorten wegen der COVID-19-Pandemie zu einem disruptiven Ereignis, das Mobilität- und Zeitnutzung veränderte. Dies bot die Gelegenheit, die Wechselbeziehung von Mobilität und Aktivitäten und die Online-Verlagerung bisher außerhäuslicher Aktivitäten zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen die Verlagerung von Zeit weg von Wegen, Erwerbsarbeit und Einkaufen hin zu anderen Aktivitäten im Lockdown. Der Anteil am Modal Split des öffentlichen Verkehrs (ÖV) wurde auf ein Fünftel reduziert, die Wegerate auf ein Drittel.Der Einfluss von reisebasiertem Multitasking auf den Wert der Reisezeitersparnis (VTTS) wurde mit multinomialen Logit-Modellen der Verkehrsmittelwahl untersucht. Multitasking reduziert den VTTS für Zufußgehen und ÖV, aber nicht für das Auto. Fortgeschritteneres Multitaskings, nur möglich im ÖV möglich, reduziert den VTTS weiter.Dies zeigt die Wichtigkeit, Reisen und Zeitnutzung gemeinsam zu betrachten, mit Erhebungen, die beide erfassen. Virtuelle Aktivitäten verändern potenziell Mobilitätsmuster. Reisebasiertes Multitasking ist entscheidended für Überlegungen zu Auswirkungen von autonomen Fahrzeugen oder um die Attraktivität des ÖV zu erhöhen für einen Übergang zu nachhaltiger Mobilität.The interconnection of travel and activities is a longstanding observation . Activities are often the main motivation for travel. Lifestyle and technology changes alter this relationship, e.g., by enabling online activities or through travel-based multitasking. Previous research on this uses data from travel or time use surveys or from stated preference surveys. In this doctoral thesis, this interconnection is explored based on data from a combined mobility, time use, and expenditure survey. This delivered revealed preference data on trips and main as well as multitasking activities. Comparing the resulting survey sample with census data and benchmark surveys showed the suitability of this method to obtain high-quality data.During the survey period, the shutdown of activity locations due to the COVID-19 pandemic caused a disruptive event, changing mobility and time use. This was a unique opportunity to analyse the travel-activity interdependence and the shifting of out-of-home activities to online. The results show the reallocation of time from travel, employment, and shopping to other activities during lockdown. The mode share of public transport (PT) was reduced to one-fifth and the trip frequency to one-third of their original values.The impact of travel-based multitasking activities on the Value of Travel Time Savings (VTTS) was investigated with multinomial logit mode choice models. The results indicate that multitasking reduces the VTTS for walking and PT, but not for the mode car. More advanced multitasking activities, only possible in PT, reduce the VTTS further.The results show the importance of considering travel and time use together, using data from surveys that capture both. Virtual activities potentially change travel patterns, as they did during the pandemic. Travel-based multitasking is crucial when thinking about the impacts of autonomous vehicles or for increasing the attractivity of PT to effectuate a shift to sustainable mobility.submitted by Lukas HartwigDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Re-establishing grasslands to promote farmland biodiversity and key ecosystem services
Die Intensivierung der Landwirtschaft ist eine der größten Bedrohungen für Biodiversität und Ökosystemleistungen. Agrarumweltprogramme sollen dem kontinuierlichen Rückgang von Dauergrünland und biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften entgegenwirken. Wir haben neue Wiesen (NG) neben alten Wienerwaldwiesen (OG) angelegt und dabei eine vielfältige Saatgutmischung verwendet, die extensive Wiesen in Niederösterreich imitieren soll, um die Auswirkungen auf nützliche Arthropoden, Bestäubung und biologische Schädlingskontrolle über drei Jahre zu untersuchen. Wir konzentrierten uns auf drei Hauptfragen: Wie wirken NG auf (i) Bestäuber und bodenbewohnende räuberische Arthropoden, (ii) Bestäubung und biologische Schädlingskotrolle und (iii) wie unterscheiden sich NG von OG und subventionierten Leguminosen-Gras-Mischungen (SG) bezüglich Insektenschutzpotenzial? Abundanz und Diversität der Bestäuber haben sich in NG im Vergleich zu OG beinahe verdoppelt, was die Eignung von NG als Nahrungsquelle verdeutlicht. Die Prädatoren reagierten wesentlich langsamer. Selbst nach drei Jahren gab es keine messbare Reaktion von Laufkäfern und Ameisen auf NG und nur eine geringe Reaktion von Spinnen. Die Bestäubung war in OG, NG und auf nahe gelegenen Feldern signifikant höher als auf weit entfernten Feldern. Mit zunehmender Entfernung von OG nahm die Bestäubung in entfernten Feldbereichen ab, nicht aber in nahe gelegenen Feldbereichen. Wir konnten keinen Effekt auf biologische Kontrolle feststellen. Beim Vergleich von NG, OG und SG hingen die Reaktionen stark von der Insektengruppe ab, Bestäuber wurden jedoch durchwegs stärker von NG und OG angezogen. Kurzfristig kann die Einrichtung von NG Bestäuber und Bestäubungsleistung erhöhen. Prädatoren brauchen länger, um effektive Populationen aufzubauen. Wir fordern strengere Auflagen für ökologische Vorrangflächen und den Einsatz regional angepasster, artenreicher Saatgutmischungen. Außerdem muss der Erhalt von Dauergrünland fokussiert werden.Agricultural intensification is a major threat to farmland biodiversity and associated ecosystem services. Agri-environment schemes aim to counteract the continuous decline of permanent grassland and biodiversity in agricultural landscapes. We established new grasslands (NG) adjacent to permanent old grasslands (OG) using a diverse seed mixture specifically adapted to mimic low-intensity meadows in Lower Austria, to study effects on beneficial arthropods, pollination and biological pest control over three years. We focused on three main questions: how do NG affect (i) pollinators and ground-dwelling predatory arthropods, (ii) pollination and biological control and (iii) how do NG compare to OG and subsidized legume-grass mixtures (SG) in terms of insects conservation potential? Pollinator activity density and species richness approximately doubled in NG compared to OG, indicating suitability of NG as pollinator feeding habitat. Predators reacted much slower. Even after three years, there was no measurable response of carabids and ants to NG and only a minor response of spiders. We found significantly higher pollination in OG, NG and nearby arable fields compared to distant arable fields. Pollination decreased in distant arable fields with increasing distance from OG, but not in nearby arable fields. Contrary, we did not find any significant effect of NG on biological control. When comparing NG, OG and SG, we found that responses were highly dependent on insect group, however, pollinators were consistently more attracted to NG and OG. In a short term, establishing NG can support pollinators and pollination. Predators might take longer to establish effective populations that denote higher predation rates. We urge policy makers to put more effort into the establishment of ecological focus areas by using diverse seed mixtures of regionally adapted species. Furthermore, preserving permanent grasslands should be focused as well to maximize biological conservation value.Schlagwortesubmitted by Manuela BürglerDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Efficacy of Fish Amino Acid (FAA) organic manure compared to mineral fertilizer on wheat crop in sandy soil
In den letzten Jahren haben zahlreiche globale Krisen verschiedene Branchen betroffen, darunter die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Der Einsatz chemischer Düngemittel zur Auffüllung der Bodennährstoffe hat die Bodengesundheit beeinträchtigt und die Umweltverschmutzung erhöht. Diese Studie untersucht daher den potenziellen Einsatz von Fischaminosäuren (FAA), einem organischen Düngemittel, das durch Fermentation von Fischabfällen und braunem Zucker im Verhältnis 1:1 hergestellt wird, als nachhaltige Alternative zu Mineraldüngern. In einem kontrollierten Topfversuch wurde Weizen in einem nährstoffarmen Sandboden mit vier Behandlungen angebaut: (i) FAA (FT), (ii) Mineraldünger (CT), (iii) eine Mischung aus FAA und Mineraldünger (MT) (1:1) und eine ungedüngte Kontrolle (NT). Die Behandlungen wurden wöchentlich durchgeführt und Pflanzen- und Bodenproben wurden 4 und 8 Wochen nach der Pflanzung entnommen. Phänotypische Merkmale, Biomasse (pflanzlich und mikrobiell), Nährstoffe und Isotopenmerkmale wurden untersucht und die Stickstoffnutzungseffizienz (NUE) berechnet. Es wurde ein vergleichbares Pflanzenwachstum zwischen FT und CT beobachtet. In den FT-Parzellen waren Aminosäuren in den frühen Wachstumsstadien die am höchsten verfügbare N-Form, die in den späteren Stadien von anderen Behandlungen dominiert wurde. Die Spross-NUE von MT war aufgrund der synergistischen Wirkung von CT und FT bei der Nährstoffaufnahme und -verwertung am höchsten. FT hatte jedoch die höchste Wurzel-NUE, was auf ein gut entwickeltes Wurzelsystem hinweist. Diese Ergebnisse zeigen einen Kompromiss zwischen maximaler Ernteproduktion und NUE, während die gemischte Behandlung ein hohes Potenzial für hohe Erträge bietet. Somit kann ein großer Teil der chemischen Düngemittel durch FAA ersetzt werden, eine Strategie für nachhaltige Landwirtschaft, die die Abhängigkeit von chemischen Düngemitteln verringert und ihren Fußabdruck im Bodenpool kontrolliert.In recent years numerous interconnected global crises have impacted various industry including the agricultural and food industry. The usage of chemical fertilizers for replenishing soil nutrients have gradually depleted the soil health thereby and increased contamination to the environment. Hence, this study investigates the potential usage of Fish Amino Acid (FAA), an organic manure made from fermentation of fish waste and jaggery in 1:1 ratio, as a sustainable alternative to mineral fertilizers. A controlled pot experiment was conducted with Triticum aestivum (wheat) grown in nutrient-poor sandy soil with four treatments (i) FAA (FT) , (ii) mineral fertilizer (CT), (iii) mix of FAA and mineral fertilizer (MT) (1:1), and an unfertilized control (NT). The treatments were added weekly and two destructive samplings of plant and soil were conducted after 4 and 8 weeks of planting. Phenotypical characteristics, root and shoot biomass, available N forms, Nitrogen Use efficiency (NUE), microbial nutrients and soil organic carbon were investigated. The root-shoot ratio suggests preferential root development in the early stages of FT plots. The FT plots had amino acids as the highest available N form in the early stages of growth which was dominated by other treatments at the later stages of growth. The above ground NUE of MT resulted in the highest likely due to the synergistic effect nutrient uptake and utilization by the plant. However, FT displayed the highest below ground NUE indicating a well-developed root system and architecture. These findings show trade-offs between maximized plant production and NUE, while mixed treatment had high potential to sustain high yields. Thus, a large fraction of chemical fertilizers can be replaced using FAA, a strategy for sustainable agriculture reducing dependence on chemical fertilizers in nutrient poor sandy soil and controlling their footprints in the soil pool.submitted by Karthikeyan KumaravelMasterarbeit BOKU University 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Island of fire - testing of IIASA's wildfire model (FLAM) in Sardinia, IT
Waldbrände sind ein weltweit steigendes Problem, das insbesondere durch den Klimawandel an Häufigkeit und Intensität zunimmt. Die Modellierung von Waldbränden ist eine Möglichkeit, das Verhalten von Waldbrände besser zu verstehen und vorherzusagen und zu analysieren, wie Managemententscheidungen oder sich ändernde Bedingungen das Auftreten, die Intensität und die Ausbreitung zukünftiger Waldbrände beeinflussen können. Das International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA) hat das Modell FLAM zur Abschätzung der Entwicklung von Vegetationsbränden für globale Anwendungen entwickelt, untersucht nun aber dessen Anwendbarkeit bei höherer Auflösung und kleineren Skalen. Um die Bedrohung durch Waldbrände in Sardinien und die Anwendbarkeit von FLAM auf größeren Massstab zu evaluieren, wurde FLAM für den Zeitraum 2010-2020 in Sardinien eingesetzt. Eine detaillierte Beschreibung der FLAM-Methodik war notwendig, um Einblick in die Schritte zur Kalibrierung, Optimierung und Validierung zu geben. Die Modellergebnisse wurden vor und nach diesen Schritten mit den MODIS-Daten zu den verbrannten Flächen verglichen, um die Fähigkeit von FLAM zu bewerten, historische verbrannte Flächen auf jährlicher und saisonaler Basis zu reproduzieren. FLAM überschätzte die gesamte verbrannte Fläche, unterschätzte jedoch die verbrannte Fläche in den Spitzenmonaten/-jahren, ein Problem, mit dem viele Brandmodelle konfrontiert sind. Die Schätzungen könnten verbessert werden, insbesondere in Jahren mit überdurchschnittlicher Brandfläche. FLAM erfasste jedoch die saisonalen Brandtrends auf Sardinien mit einem einem Höhepunkt im Sommer und einem Rückgang im Herbst und Winter. Insgesamt erwies sich FLAM als ausreichend zur Abschätzung des Brandverhaltens, wenn gleich auch Komponenten noch verbessert werden könnten. Weitere Forschung sollte sich auf die Prüfung weiterer signifikanter Variablen für Brandentstehung und -ausbreitung und den Vergleich mit anderen Brandflächenprodukten konzentrieren.Wildfires are an emerging problem around the world, increasing in frequency and intensity especially under climate change. Wildfire modeling provides the opportunity to better understand and predict wildfires and how management decisions or changing conditions may influence the occurrence, severity, and spread of wildfires in the future. The International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA) originally developed their wildfire climate impacts and adaptation model (FLAM) for global applications but are now exploring its applicability at higher resolutions and smaller extents. To address the ongoing threat of wildfires in Sardinia, Italy and to assess the usability of FLAM at higher resolution and smaller extent, FLAM was applied in Sardinia for the period 2010-2020. A detailed description of FLAM methodology was given to provide insight into the calibration, optimization, and validation steps. Model output was compared to the MODIS FireCCI51 burned area product before and after calibration, optimization, and validation to assess the ability of FLAM to reproduce historical burned area on the island on an annual and intra-annual (seasonal) basis. FLAM output consistently overestimated overall burned area but underestimated burned area in the peak months/years of burned area. Annual estimations could be improved to reflect actual conditions, especially years with above average burned area, which is a problem encountered by many fire models; however, FLAM captured the seasonal fire trends in Sardinia, with a gradual onset in the spring, a peak in the summer months (July – September) and a drop off in the autumn and winter. Overall, FLAM was found to provide sufficient model results with components which could be improved. To improve accuracy, further research should focus on testing for additional significant fire ignition and spread variables and comparison to other burned area products.submitted by Shelby Nicole CorningMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Effect of the high grain protein gene Gpc-B1 from wild emmer (Triticum dicoccoides) on grain yield and quality in different common wheat backgrounds grown under organic management
Der biologische Landbau hat viele ökologischen Vorteile, steht jedoch auch vor Herausforderungen wie geringeren Erträgen und geringerer Stickstoffverfügbarkeiten für das Wachstum der Pflanzen. Weizen, ein weltweit wichtiges Grundnahrungsmittel, ist im ökologischen Landbau von entscheidender Bedeutung und in Europa die wichtigste Bio-Ackerkultur in Europa. Die Züchtung von Bio-Weizensorten, die auch bei geringer Stickstoffverfügbarkeit einen hohen Proteingehalt im Korn aufweisen, ist für die Einkommenssicherung der Landwirte entscheidend da der Proteingehalt ausschlaggebend für die Qualitätseinstufung und somit Bezahlung ist. Diese Arbeit hatte zum Ziel den Effekt des Allels Gpc-B1b für hohen Kornproteingehalt aus Wildemmer (Triticum dicoccoides) in Brotweizen zu evaluieren. In mehrortigen Feldversuchen in Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Rumänien wurde die Wirkung des Gpc-B1 QTL in sechs verschiedenen genetische Hintergründen von Brotweizen geprüft. Neben dem Ertrag und dem Proteingehalt wurden auch teigrheologische Untersuchungen und ein Backversuch durchgeführt. Die Ergenisse zeigten eine signifikante Erhöhung des Proteingehaltes durch das funktionelle Gpc-B1b-Allel im genetischen Hintergrund der Sorten 'Explorer', 'McNeal' und 'Spontan'. Der Anstieg betrug in diesen Fällen zwischen 0,7% und 1,2 %. Ein solcher Anstieg reicht oftmals aus um eine Weizenpartie in die nächsthöhere Qualitätsklasse zu heben. Die Variationen bei anderen Qualitätsmerkmalen wie den Teigkneteigenschaften und dem Backvolumen sowie dem Kornertag waren stärker vom genetischen Hintergrund und den Umweltbedingungen beeinflusst als von der An- bzw. Abwesenheit von Gpc-B1b. Durch die Optimierung von Weizensorten mittels markergestützter Selektion, wie in diesem Fall gezeigt, können Sorten entwickelt werden die gezielt an die Bedingungen der biologischen Landwirtschaft angepasst sind und somit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Anbausystems leisten.Organic farming, known for its ecological benefits faces challenges such as lower crop yields and the need to fulfill the nitrogen demands of crops. Wheat, a crucial staple food worldwide is vital in organic agriculture and is the most important organic arable crop in Europe. Breeding organic wheat varieties that maintain a high grain protein content under low nitrogen availability is crucial for ensuring farmers’ income. This study focuses on the integration of the high grain protein content (GPC) allele Gpc-B1b from wild emmer (Triticum dicoccoides) into bread wheat to improve nitrogen remobilization and protein accumulation in grains. The study tested the effect of a significant QTL for high grain protein content which was transferred into six different bread wheat genetic backgrounds. Multi-locational field trials were carried out to assess the agronomic and quality performance under organic conditions. Quality analyses were performed to measure grain-related traits, grain protein content, wet and dry gluten content, gluten index, dough mixing properties and baking volume. Statistical analyses revealed that the functional Gpc-B1b allele notably enhanced grain protein content, particularly in the genetic background of ‘Explorer’, ‘McNeal’ and ‘Spontan’. The increase in these genetic backgrounds was 0.7-1.2% which can often be sufficient to upgrade the wheat lot to a higher market. Variations in other quality traits such as mixing properties, loaf volume and grain yield were influenced by both the genetic background and environmental conditions. Notably, the Gpc-B1b allele showed potential in enhancing wet gluten content and dough stability. By optimizing wheat varieties through marker-assisted selection, this study supports the sustainability goals of initiatives like the European Green Deal and the Farm to Fork strategy.submitted by Hayusha Naresh PancholiMasterarbeit BOKU University 2024Masterarbeit MATE Hungarian University of Agriculture and Life Sciences 2024European Union's Horizon 2020 Research and Innovation Programme 771367Mit deutscher Zusammenfassun
Material flow accounting of Mongolia: an analysis of the socio-metabolic profile in context of the energy and food systems from 1990 to 2020
Die Mongolei ist dünn besiedeltes Land, reich an natürlichen Ressourcen und historisch in nomadischer Viehzucht verwurzelt. Diese Masterarbeit untersucht die biophysische Ökonomie der Mongolei und erstellt ein soziometabolisches Profil des Landes. Dazu wird eine gesamtwirtschaftlichen Materialflussrechnung (EW-MFA) durchgeführt und die Entwicklung von Extraktion, Handel und Verbrauch von Biomasse, Metallen, Mineralien und fossilen Energieträgern zwischen 1990 und 2020 durchgeführt. Ein besonderer Fokus liegt auf einer Untersuchung der Veränderungen im Ernährungs- und Energiesystem. Die Arbeit zeigt die Industrialisierung des Landes in den letzten Jahrzehnten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebte der sozialistische Staat den Übergang zur Demokratie und Marktwirtschaft, was zu einem signifikanten Wandel von Wirtschaft und Ressourcennutzung führte. Der Bergbausektor expandierte, angetrieben durch ausländische Investitionen und durch Nachfrage aus China. Wirtschaftswachstum führte zu einem Anstieg von Ressourcenentnahme und Energiebedarf, gedeckt durch fossile Energieträger. Während der Pro-Kopf-Energieverbrauch im internationalen Vergleich moderat ist, sind Pro-Kopf-CO2-Emissionen und -Materialentnahme sehr hoch, bedingt durch die ressourcenintensive, exportorientierte Produktion von Mineralien und Kaschmir sowie das kohlebasierte Energiesystem. Das rasante Wirtschaftswachstum stellt das Land vor große Nachhaltigkeitsherausforderungen wie die Degradierung natürlicher Ressourcen, Druck auf Ökosysteme, Wasserressourcenerschöpfung, bergbaubedingte Umweltverschmutzung, Luftverschmutzung und Verschlechterung von Weideland. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch des Landes sowie der Reduzierung der Abhängigkeit vom Bergbausektor. Stärkere Nachhaltigkeitsstrategien, Umweltgesetze und Vorschriften sind erforderlich, um Umweltbelastungen zu minimieren und Dekarbonisierung zu erreichen.Mongolia is a sparsely populated country, rich in natural resources and historically rooted in nomadic pastoralism. This master's thesis examines the biophysical economy of Mongolia and develops a socio-metabolic profile of the country. For this purpose, an economy-wide material flow accounting (EW-MFA) is carried out and the development of extraction, trade and consumption of biomass, metals, minerals and fossil fuels between 1990 and 2020 is analyzed. A special focus is on changes in the food and energy system. The work shows the industrialization of the country in recent decades. Following the collapse of the Soviet Union, Mongolia transitioned from a socialist state to a democracy and a free-market economy, resulting in substantial economic and resource consumption changes. The mining industry expanded, driven by foreign investments and demand from China. Economic growth led to increased resource extraction and energy demand, primarily met by fossil fuels. While per capita energy consumption remains moderate in international comparison, per capita CO2 emissions and material extraction are very high. This is due to resource-intensive, export-oriented production of fossil and mineral materials and cashmere, as well as the coal-based energy system. The country’s rapid economic growth poses significant sustainability challenges, including natural resources deterioration, pressure on ecosystems, water resource depletion, mining-induced environmental contamination, air pollution, and pastureland degradation. Additionally, the impacts of climate change, increasing risks of climate-related hazards, and social conflicts are major pressures. The study emphasizes the need to decouple economic growth from resource consumption in the country and reduce the dependence on the mining sector. Stronger sustainability strategies, environmental laws and regulations must be implemented to mitigate environmental stress and follow a decarbonization pathway.submitted by Lea Patricia Iris KießlingMasterarbeit BOKU University 2024Mit deutscher Zusammenfassun
Geomorphological hazard susceptibility assessment of debris-flow processes for Alpine catchments in Austria
In dieser Masterarbeit wird eine Python-basierte Methode zur Bestimmung der Murganganfälligkeit von Wildbacheinzugsgebieten in den österreichischen Alpen vorgestellt. Ein von Berenguer et al. (2015) entwickelter Ansatz zur Bewertung der Murganganfälligkeit für die spanischen Pyrenäen wurde modifiziert, um zusätzliche in Österreich verfügbare Daten in die Analyse einzubeziehen. Die Ziele sind erstens, die Anwendbarkeit der modifizierten Methode im Kontext der verfügbaren und erweiterten Daten in Österreich zu bestimmen und zu bewerten, ob durch die Anpassung der Methode für Einzugsgebiete in Österreich vergleichbare Ergebnisse erzielt werden können, und zweitens zu prüfen, ob Einzugsgebiete, die als "hoch anfällig" eingestuft werden, im Vergleich zu jenen, die als "niedrig anfällig" eingestuft werden, bei Niederschlagsereignissen eine niedrigere Niederschlagsschwelle für die Auslösung von Murgängen aufweisen. Eine Gesamterfolgsrate von über 70% deutet auf eine gute Anwendbarkeit auf österreichische Einzugsgebiete hin. Die Niederschlagsschwellen zeigen nur eine begrenzte Korrelation mit der Gefahrenklasse. Die Ergebnisse dieser Studie sollen eine rasche und flächendeckende Gefahrenabschätzung für Wildbacheinzugsgebiete in Österreich ermöglichen.This master thesis introduces a Python-based method to determine debris-flow susceptibility of torrent catchments in the Austrian Alps. An approach developed by Berenguer et al. (2015) for debris-flow susceptibility assessment for the Spanish Pyrenees was modified to include additional data available in Austria in the analysis. The objectives are, first, to determine the applicability of the modified method to the context of available and extended data in Austria and to assess whether comparable results can be obtained by the adaptation of the method for catchments in Austria; and second, to test whether catchments categorized as "high susceptible" exhibit a lower rainfall threshold for debris-flow initiation compared to those classified as "low susceptible" during rainfall events. An overall success rate above 70% indicates a good applicability to Austrian catchments. Rainfall thresholds show only limited correlation with hazard class. The outcomes of this study shall support a fast and country-wide hazard assessment for torrent catchments in Austria.submitted by Felix MariacherMasterarbeit BOKU University 2024Mit deutscher Zusammenfassun