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Atmosphärische Flüsse in der Arktis: Physikalische Prozesse und Auswirkungen auf die Energiebilanz der Oberfläche
The Arctic climate system has changed rapidly in recent decades, with mean warming exceeding 2 K, making it the global warming hotspot. This phenomenon, known as Arctic Amplification, is driven by feedback mechanisms reacting to anthropogenic greenhouse effects, including cloud radiative effects, water vapor feedback and temperature feedbacks. Poleward moisture transport also shows changes correlating with Arctic warming. A substantial part of this transport occurs via so-called “Atmospheric Rivers” (ARs). These narrow atmospheric bands are often linked to extratropical cyclones, and transport moist and warm air into polar regions. ARs are linked to sea ice melt, precipitation in both the form of rain and snow, suggesting a warming effect on the Arctic surface.
This thesis examines the influence of ARs on the Arctic surface energy budget (SEB) through case studies in early winter and spring, combining ERA5 reanalysis data (1979-2021) and regional simulations with the ICON model. Sensitivity studies explore how lateral moisture inflow affects the SEB, analyzed from Eulerian and Lagrangian perspectives for detailed process insights. Using the Guan-Waliser AR detection algorithm and ERA5, the climatological impacts of ARs on the surface fluxes, as well as moisture, cloud content, and skin temperatures are statistically quantified, with trends assessed between the "old Arctic" (1979-1999) and "new Arctic" (2000-2021). Two AR types are distinguished: moisture-dominated (“wet”) and wind-dominated (“windy”). Furthermore, the occurrence of ARs in the Atlantic Sector is linked to atmospheric circulation regimes.
ARs generally warm the Arctic surface, with a strong dependence on the season and surface type. Winter ARs over open ocean show the strongest impact. Overall, the SEB anomalies are mostly dominated by turbulent flux anomalies (latent and sensible heat), i.e. near-surface temperatures and moisture. Radiative effects from increased liquid water and vapor lead to stronger terrestrial downward radiation. In summer, weaker turbulent flux anomalies and the additional cloud albedo effects lead to less strong SEB anomalies, sometimes even leading to less energy uptake of the surface. ARs significantly contribute to the seasonal mean SEB and skin temperatures, particularly in the winter North Atlantic Ocean (up to 20 W m⁻², 1 K). Moisture-dominated ARs induce stronger winter, autumn and spring surface energy gains than wind-dominated ones; and less energy gain in summer. This difference is due to higher liquid water paths, integrated vapor and related stronger radiative effects, and stronger latent heat flux anomalies. Over 45 years, sea-ice decline has influenced AR-related energy flux anomalies, especially by changes in the turbulent heat fluxes. Most ARs occur during the prevalence of the atmospheric circulation regimes NAO+ and SCAN, with SCAN being especially linked to ARs in the central Arctic. These two circulation regimes are further linked to most of the wind-dominated ARs. The regional confinement is especially pronounced in winter. Changes in occurrence frequency of the regimes over the last 45 years correspond qualitatively to AR occurrence changes.Das arktische Klimasystem hat sich in den letzten Jahrzehnten rapide verändert, mit einer mittleren Erwärmung von über 2 K, was es zum Hotspot der globalen Erwärmung macht. Dieses Phänomen, das als arktische Verstärkung bekannt ist, wird durch Rückkopplungsmechanismen angetrieben, die auf anthropogene Treibhauseffekte reagieren, einschließlich Wolkenstrahlungseffekte, Wasserdampfrückkopplung und Temperaturrückkopplung. Auch der polwärts gerichtete Feuchtigkeitstransport zeigt Veränderungen, die mit der Erwärmung der Arktis korrelieren. Ein wesentlicher Teil dieses Transports erfolgt über so genannte „Atmosphärische Flüsse“ (engl. „Atmospheric Rivers“, ARs). Diese schmalen Bänder sind oft mit außertropischen Wirbelstürmen verbunden und transportieren feuchte und warme Luft in die Polarregionen. ARs werden mit Meereisschmelze, sowie Niederschlägen in Form von Regen und Schnee in Verbindung gebracht, was auf eine Erwärmung der arktischen Oberfläche hindeutet.
In dieser Arbeit wird der Einfluss von ARs auf die Energiebilanz der arktischen Oberfläche (engl. „Surface Energy Budget“, SEB) anhand von Fallstudien im frühen Winter und Frühling untersucht, wobei ERA5-Reanalysedaten (1979-2021) und regionale Simulationen mit dem ICON-Modell kombiniert werden. In Sensitivitätsstudien wird untersucht, wie sich der laterale Feuchtigkeitszufluss auf den SEB auswirkt, wobei die Analyse aus Eulerischer und Lagranger Perspektive erfolgt, um detaillierte Einblicke in die Prozesse zu erhalten. Basierend auf ERA5 und dem Guan-Waliser-Algorithmus zur Erkennung von ARs werden die klimatologischen Auswirkungen von ARs auf die Oberflächenflüsse sowie auf Feuchtigkeit, Wolkengehalt und Oberflächentemperaturen statistisch quantifiziert, wobei die Trends zwischen der „alten Arktis“ (1979-1999) und der „neuen Arktis“ (2000-2021) bewertet werden. Es werden zwei AR-Typen unterschieden: feuchtigkeitsdominiert („wet“) und winddominiert („windy“). Darüber hinaus wird das Auftreten von ARs im atlantischen Sektor mit atmosphärischen Zirkulationsregimen in Verbindung gebracht.
ARs erwärmen im Allgemeinen die arktische Oberfläche, wobei eine starke Abhängigkeit von der Jahreszeit und dem Oberflächentyp besteht. Winter-ARs über dem offenen Ozean zeigen die stärksten Auswirkungen. Insgesamt werden die SEB-Anomalien hauptsächlich von Anomalien der turbulenten Flüsse (latente und fühlbare Wärme), i.e. den oberflächennahen Temperaturen und der Feuchte dominiert. Strahlungseffekte durch die Zunahme von flüssigem Wasser und Wasserdampf verstärken die terrestrische Rückstrahlung. Im Sommer führen schwächere Anomalien der turbulenten Flüsse sowie die zusätzlichen Wolken-Albedo-Effekte zu weniger starken SEB-Anomalien, die teilweise sogar zu einer geringeren Energieaufnahme der Oberfläche führen. ARs tragen signifikant zu den saisonalen mittleren SEB- und Hauttemperaturen bei, insbesondere im winterlichen Nordatlantik (bis zu 20 W m-², 1 K). Feuchtigkeitsdominierte ARs bewirken im Winter, Herbst und Frühjahr einen stärkeren Energiegewinn an der Oberfläche als winddominierte; im Sommer ist der Energiegewinn geringer. Dieser Unterschied ist auf einen höheren Flüssigwassergehalt der Wolken, höheren Wasserdampfgehalt und damit verbundene stärkere Strahlungseffekte sowie stärkere Anomalien des latenten Wärmeflusses zurückzuführen. Im Laufe von 45 Jahren hat der Rückgang des Meereises die Anomalien der AR-bezogenen Energieflüsse beeinflusst, insbesondere durch Veränderungen der turbulenten Wärmeflüsse. Die meisten ARs treten während der Prävalenz der atmosphärischen Zirkulationsregime NAO+ und SCAN auf, wobei SCAN besonders mit ARs in der zentralen Arktis verbunden ist. Diese beiden Zirkulationsregime sind auch mit den meisten winddominierten ARs verbunden. Die klare räumliche Zuordnung während der Regime ist besonders im Winter ausgeprägt. Änderungen in der Häufigkeit des Regimes über die letzten 45 Jahre entsprechen qualitativ den Veränderungen des AR-Auftretens
Development and implementation of a semi-automated process to optimise web-based geodata and geoservices
Die Mehrzahl ökonomischer Daten (ca. 95%) besitzt neben den Sachmerkmalen in der Regel auch solche räumlicher Art. Diese so genannten Geodaten ermöglichen die räumliche Einordnung (neben dem inhaltlichen, auf Einzelwerte gerichteten Vergleich) den regionalen bzw. globalen Vergleich der verarbeiteten Wirtschaftsdaten.
Eine große Zahl von Werkzeugen, Bibliotheken, oder kundenspezifisch angepasste Softwarekomponenten finden sich im Netz. Die Entwickler dieser Komponenten ermöglichen die Nutzbarkeit unter Anwendern aus der Geo-Scripting-Community. Eine intuitiv erlernbare, in Unternehmen leicht integrierbare Umgebung oder Komponente existieren in der Regel nicht. Die oft auch in der Wissenschaft entwickelten Tools erfahren wohl nur selten einen Transfer in die Wirtschaft. Das entwickelnde Verfahren soll beide „Welten“ miteinander verbinden und damit einen Wissenstransfer anwendungsbezogen sicherstellen.
Zielstellung dieser Arbeit ist daher die Entwicklung eines Verfahrens zur teilautomatisierten Konstruktion statistischer Karten mit Blick auf die Nutzung durch kartografische Laien. Diese softwaretechnische Möglichkeit statistische Daten für jedermann in einer aussagekräftigen Kartendarstellung zu visualisieren fehlt bisher.
Eine effektive Kommunikation über Wirtschaftskarten mit Raumbezug erfordert eine fachgerechte Kartenerstellung. Für diese Informationstransformation ist eine Datenabstraktion erforderlich. Die Visualisierung dieser Daten erfordert Fachwissen. Die Arbeit leitet daraus mehrere Forschungsfragen ab:
1) Wie kann das vorhandene Fachwissen zur Kartenerstellung gesammelt und zugänglich gemacht werden?
2) Wie kann das gesammelte Kartenkonstruktionswissen systematisiert und formalisiert werden?
3) Wie kann das formalisierte Kartenkonstruktionswissen in Algorithmen übertragen werden?
4) Wie können die Algorithmen zur Kartenkonstruktion in einen geführten modularen Prozess implementiert werden?
5) Wie kann dieser geführte Kartenerstellungsprozess in eine einfach zu bedienende Softwareplattform eingebettet werden?
Alle Fragestellungen werden in dieser Arbeit bearbeitet.
Der in dieser Arbeit vorgeschlagene Lösungsansatz bearbeitet insbesondere die Kodierung kartografischen Fachwissens sowie die Entwicklung eines teilautomatisierbaren Transformations- bzw. Visualisierungsprozesses. Dazu wird mit Blick auf die Konstruktion statistikkarten kleiner Maßstäbe dreiteilig vorgegangen: erstens ist das Expertenwissen zur Kartenkonstruktion zu formalisieren, zweitens ist diese Basis in einen fachgerechten Kartenkonstruktionsprozess zu überführen und drittens die dadurch entstehenden verketteten Arbeitsteilschritte der Kartenherstellung in maschinenlesbaren Programmcode zu transformieren. Unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes und die aktuellen Rahmenbedingungen der gängigen Praxis wird insbesondere auf die Arbeitsschritte der Auswahl des optimalen Kartentyps, der Generalisierung der dafür erforderlichen Basiskarte sowie die Implementierung in Python-Code eingegangen. Für das Proof-Of-Concept wird das umgesetzte Verfahren anhand eines Anwendungsfallbeispiels durchgespielt. Grafische Ergebnisse werden für die Arbeitsschwerpunkte der Formalisierung, der Prozessgestaltung sowie der Codierung aufgezeigt.
Diese Arbeit schlägt damit eine Brücke zwischen kartografischer Fachexpertise und programmiertechnischere Implementierung für die Unterstützung der Automatisation. Und damit der Erweiterung des Nutzerkreises für die Datenauswertung um die räumliche Komponente in Statistischen Karten.The majority of economic data (approx. 95%) is believed to contain spatial features in addition to their thematic attributes. This so-called geodata enables spatial localisation of data (in addition to the content-based comparison of individual values) and a regional or global comparison of the economic data processed.
A large number of tools, libraries or customised software components can be found on the Internet. Developers of these components make usability among users from the geo-scripting community possible. An easy-to-perceive software environment or software components that can be easily integrated into the IT environment of business companies does not usually exist. Often, tools developed in academia rarely cross over and are utilised in the business world. In this work, the process developed aims at combining both of these ‘worlds’ and thus ensure an application-related transfer of knowledge in professional map construction.
This work is therefore targeted at designing and developing a process for the semi-automated construction of statistical maps from economic mass data by non-cartographic experts. A software platform of this type that generates correct, easy-to-read map visualisations from existing business data has been unavailable to date.
Effective communication by means of economic map representations requires professional map development in order to fully exploit their information and communication potential. Transforming alphanumeric data into professional maps calls for data abstraction and generalisation. Proper visualisation of these abstracted data requires expertise in map development and cartographic representation. Cartographic practitioners that are able to apply their knowledge possess this expertise, which is rarely found in published handbooks or texts.
Against this background, the following research questions are dealt with:
1) How can the existing expertise used in the creation of maps be collected and made accessible?
2) How can the collected map development expertise be systematised and formalised?
3) How can the formalised map development expertise be transferred into algorithms?
4) How can the map creation and development algorithms be implemented into a guided modular process?
5) How can this guided map development process be embedded into an easy-to-use software platform?
Accordingly, the solution approach proposed in this thesis comprises the collection and coding of cartographic expertise and the development of an automated data transformation and visualisation process. As this work targets small-scale map representations, a cascade of data abstractions is required. In a first step, the expert knowledge that has been acquired is formalised. In a second step, a professional map development process from this body of knowledge is derived, and in a third step the resulting modular process is implemented into map construction software. As the map creation and development process is targeted at non-expert users, particular attention is paid to usability and, in particular, selection of the map type that best fits the data, generalisation of the base map and map composition. As a proof-of-concept, the process implemented is analysed using a use case example. Graphical results are subsequently presented for the main areas of formalisation, process design and coding.
In conclusion, this work aims to build a bridge between conventional cartographic expertise and the provision of an informed map construction framework for a better use in processing and analysis of large business data stocks, including the added value of the spatial data components
The power of the chambermaid
Die Macht der Kammerzofe – zur Funktion der Figur Lisette in G.E. Lessings Jugendkomödien und drei ausgewählten Komödien von Pierre de Marivaux In 17 Komödien des Pierre de Marivaux (1688 – 1763) zählt die Figur der Lisette zu den Dramatis personae; sie tritt als schlagfertige Kammerzofe oder Vertraute ihrer Herrin und Beraterin in Liebesdingen auf. Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), Kenner der europäischen Komödientradition (vgl. Fick 2016: 61) übernimmt in fünf seiner Komödien den Rollennamen Lisette für die Figur der Kammerzofe, welche auf die Figur der Colombina der Commedia dell’arte zurückzuführen ist. Wie integriert Lessing diese Dienerinnenfigur des Théâtre italien in seine frühen Komödien, die im Spannungsfeld der Komödientheorie Gottscheds und dem aufkommenden rührenden Lustspiel Gellerts geschrieben wurden (vgl. Fick 2016: 64ff.)? Um die Entwicklung der Funktion der Lisette-Figur bei Marivaux und Lessing zu skizzieren und auch intertextuelle Bezüge diskutieren zu können, soll die Funktion der Figur in den drei Komödien Marivaux‘ La Seconde Surprise de l’amour (1727), Le Jeu de l’amour et du hasard (1730), La Mère confidente (1735) mit deren Funktion in den Jugendkomödien Lessings Damon oder die wahre Freundschaft (1747), Der junge Gelehrte (1748 UA durch die Neubersche Truppe), Der Freigeist (erschienen 1755) verglichen werden. Die Funktion der Lisette soll anhand der Bereiche Figurenkonzeption, dramaturgische Funktion und Art und Funktion der Komik analysiert werden. Das Figurenkonzept wird nach den Kategorien „statische versus dynamische und ein- versus mehrdimensionale Figurenkonzeption“ (Pfister 2001: 241, 243) analysiert. Die dramaturgische Funktion der Figur, unter besonderer Fokussierung auf das hierarchische Beziehungsgefüge bzw. Machtverhältnis „Dienerin versus Herrin/Herr“, wird nach den Kategorien „Perspektivierung, Informationsvergabe (vgl. ebd.: 90 ff., 124 ff.), Figurenkonfiguration und Netzwerkanalyse, auch unter Verwendung der digitalen Plattform darco.org, untersucht werden. Die Analyse der Komik soll nach den „Grundformen der literarischen Komik“ (Kindt 2011:153) erfolgen und als Indiz für die Entwicklung der Typisierung der Lisette fungieren. Neben der Untersuchung der Typisierung der Figur kann die angestrebte Arbeit bestenfalls dem Forschungsbereich „Komödienform der Jugendkomödien Lessings“ einen marginalen weiteren Aspekt hinzufügen (vgl. Fick 2016: 68).
Literatur:
Fick, Monika (2016): Lessing Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart. J.B. Metzler.
Kindt, Tom (2011): Literatur und Komik. Zur Theorie literarischer Komik und zur deutschen Komödie im 18. Jh. Berlin: Akademie Verlag.
Pfister, Manfred (2001): Das Drama. Theorie und Analyse. Paderborn: Wilhelm Fink.In 17 comedies by Pierre de Marivaux (1688 - 1763), the character of Lisette is one of the dramatis personae; she appears as a quick-witted chambermaid or confidante of her mistress and advisor in matters of love. Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), a connoisseur of the European comedy tradition (cf. Fick 2016: 61), adopts the role name Lisette for the character of the chambermaid in five of his comedies, which can be traced back to the character of the colombina in the commedia dell'arte. How does Lessing integrate this servant figure of the Théâtre italien into his early comedies, which were written in the field of tension between Gottsched's comedy theory and Gellert's emerging touching comedy (cf. Fick 2016: 64ff.)? In order to outline the development of the function of the Lisette character in Marivaux and Lessing and also to be able to discuss intertextual references, the function of the character in Marivaux's three comedies La Seconde Surprise de l'amour (1727), Le Jeu de l'amour et du hasard (1730), La Mère confidente (1735) with its function in Lessing's youth comedies Damon oder die wahre Freundschaft (1747), Der junge Gelehrte (1748 premiere by the Neubersche Truppe), Der Freigeist (published in 1755). The function of Lisette will be analyzed in terms of character conception, dramaturgical function and the nature and function of comedy. The character concept will be analyzed according to the categories "static versus dynamic and one-dimensional versus multidimensional character conception" (Pfister 2001: 241, 243). The dramaturgical function of the character, a particular focus on the hierarchical relationship structure or power relationship "servant versus mistress/master", will be examined according to the categories "perspectivization, information distribution (cf. ibid.: 90 ff., 124 ff.), character configuration and network analysis, also using the digital platform darco.org. The analysis of comedy is to be carried out according to the "basic forms of literary comedy" (Kindt 2011:153) and serve as an indication of the development of the typification of Lisette. In addition to examining the typification of the character, the intended work can at best add a marginal further aspect to the research area "Comedy form of Lessing's youth comedies" (cf. Fick 2016: 68).
Literature:
Fick, Monika (2016): Lessing Handbook. Life - work - impact. Stuttgart. J.B. Metzler.
Kindt, Tom (2011): Literature and comedy. On the theory of literary comedy and German Comedy in the 18th Century Berlin: Akademie Verlag.
Pfister, Manfred (2001): The Drama. Theory and Analysis. Paderborn: Wilhelm Fink
InstaFLE
Der Artikel untersucht Bildungsangebote von zehn frankophonen Französischlehrkräften auf Instagram und nimmt die von ihnen dargestellten sprachlichen Inhalte und Praktiken in den Blick. Auf allen Profilen wird ein zentraler Fokus auf Umgangssprache und die Sprechfähigkeit gelegt. Die Beiträge sind mehrsprachig konzipiert, wobei Englisch als primäre Referenzsprache dient. Eine bemerkenswerte Menge an Beiträgen ist der Alltagskultur gewidmet. Die qualitative Analyse widmet sich daher auch der Darstellung kultureller Aspekte, exemplarisch der Esskultur. Darstellungen von französischen Desserts und Gebäck wie Croissants und Pain au Chocolat sowie alltäglichen Routinen in der Küche und während der Mahlzeiten werden häufig in den Reels geteilt. Die Untersuchung bietet Einblicke in die breite Palette von Bildungsressourcen, die Sprachlernenden zur Verfügung stehen, sowie in die Darstellung der französischen (Alltags-)Kultur in den sozialen Medien.The article examines the educational offerings provided by ten French teachers on Instagram, focusing on their linguistic practices and content. All profiles emphasize colloquial language and speaking proficiency. The posts are multilingual, with English as the primary reference language. A significant portion of the content highlights everyday culture. Therefore, the qualitative analysis also examines the portrayal of cultural aspects, exemplified by food culture. Reels frequently showcase French desserts and pastries, such as croissants and pain au chocolat, alongside typical kitchen and mealtime routines. The investigation provides insights into the wide array of educational resources available to language learners, as well as the representation of (everyday) French culture on social media
Faire co-exister le culturel et l’interculturel dans un dispositif d’enseignement et de recherche DBR du FLE en ligne
Der Beitrag analysiert die Verknüpfung (inter-)kultureller Dimensionen in einem Online-EFL-Lehrprojekt, das Teil der European University Alliance EPICUR ist. Die Daten wurden in einem an neun europäischen Universitäten durchgeführten Online-Kurs, der auf einen Auslandsaufenthalt an einer französischen Universität vorbereitet, gesammelt. Datenerhebung und -analyse orientieren sich am Design-Based-Research-Ansatz. Die pädagogisch- didaktische Herausforderung ist zweifach: Studierenden aus verschiedenen Ländern soll die französische Kultur (akademisch, universitär, alltäglich) nahegebracht werden. Zudem ist die multikulturelle Zusammensetzung der Lerngruppe (individuell und durch die Universitätssozialisation) zu berücksichtigen. Hierbei muss ein didaktischer modus vivendi geschaffen werden, der das Lehren über Kultur (Hoch-/Popkultur) mit inter- und transkulturellem Lernen verbindet.The paper analyzes the articulation between cultural and intercultural aspects within an online EFL teaching project, which is part of the European University Alliance EPICUR. The research is based on data collected in an online course from nine European universities. It prepares students for a mobility period at a French university. The data collection and analysis follow the design-based research approach. The pedagogical and didactic challenge is twofold: It is a question of introducing students from different countries to French culture (academic, university, everyday) while considering the multicultural composition of the learners (individually speaking but also through university socialization). The project’s challenge is to provide a didactic modus vivendi that relates teaching about culture (high culture/pop culture) with inter- and transcultural online learning
Anteilsbezogene Optionen in der Fusionskontrolle
Die Arbeit bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur Beurteilung von Optionen in der Fusionskontrolle nach deutschem und europäischem Recht. Sie untersucht umfassend, ob und wann Optionen als Kontrollinstrument genutzt werden können und wie sie Marktstrukturen durch faktische Abhängigkeiten beeinflussen. Die Arbeit analysiert detailliert rechtliche Kriterien und konkrete praxisnahe Beispiele, um die Bedeutung von Optionen für die formelle und materielle Zusammenschlusskontrolle zu beleuchten. Der Autor zeigt dadurch auf, wie Optionen Anmeldepflichten auslösen, welche wirtschaftlichen Effekte von Optionen ausgehen und wie diese quantifiziert werden können. So werden die Grenzen und Möglichkeiten der Fusionskontrolle dargestellt.This work offers a practice-oriented guide to the assessment of options in merger control under German and European law. It comprehensively examines whether and when options can be used as a control instrument and how they influence market structures through de facto dependencies. The work analyzes in detail legal criteria and concrete practical examples in order to shed light on the significance of options for both merger control regimes. The author shows how options can trigger notification obligations, the economic effects of options and how these can be quantified. This provides a comprehensive view of the limits and possibilities of merger control
Genomics reveal population structure and intergeneric hybridization in an endangered South American bird
Genomics is an invaluable tool for conservation, particularly for endangered species impacted by wildlife trafficking. This study uses genomic data to provide new insights to aid conservation and management of endangered species, using as a case study the Yellow cardinal (Gubernatrix cristata), a bird endemic to southern South America severely affected by illegal trade and the transformation of its natural habitat. We explore population structure within the Yellow cardinal, delimiting management units and describing connectivity among them. Additionally, we develop and assess the accuracy of a panel of 189 informative SNPs, and demonstrate how these can reliably assign confiscated individuals to one of the management units established. Lastly, we assess hybridization between the Yellow cardinal and the Diuca finch (Diuca diuca), which is reported to occur in regions of sympatry. We confirm that hybridization occurs, although it is not as common as previously thought, and that hybrids might be fertile, as we found evidence of backcrossing with Yellow cardinals. We discuss the implications of this introgression for the evolution and conservation of Yellow cardinals. Our study provides new, valuable information that can guide conservation efforts, comprising a test case for the use of genomics in combating illegal trafficking, with potential application beyond the case of the Yellow cardinal
The Georgian parliamentary election
This report analyses the 2024 Georgian Parliamentary election as the ninth paper in the series ‘Global Democracy in the Age of Disruption’, focusing on the impact of digital technologies on democratic processes in the year of elections. The qualitative analysis of this report focuses on three key areas. First, the state of the nation section addresses the events leading up to and directly following the election, including the impact of social media and platform politics, and the interaction of these technologies on the historically constructed Georgian national identity. Next, the second section provides an overview of the key players in the path to power, detailing the lead candidates, their political platforms, and the ideological distinctions between Georgia's major political coalitions. Finally, the report concludes with a reflection of the role of digital technologies within the protest movement following the election and the expansion of Georgian Dream’s restrictive control in the country, including the impact of extra-legal violence on stifling freedom of speech, and the use of digital platforms for computational propaganda - marking an authoritarian turn in the country. The significant resistance shown by Georgia’s robust and engaged civil society indicates, however, that democratic values, for a broad section of society at least, continue to define hopes for the country’s future. As such, we describe the deferral of Georgia’s European dream through the ruling party, rather than its outright denial. Dieser Bericht analysiert die georgischen Parlamentswahlen 2024 als neunte Studie der Reihe „Globale Demokratie im Zeitalter der Disruption“ und untersucht den Einfluss digitaler Technologien auf demokratische Prozesse in einem von Wahlen geprägten Jahr. Der Fokus liegt auf drei Kernbereichen: Erstens beleuchtet die Analyse die Lage der Nation, einschließlich der Rolle sozialer Medien und Plattformpolitik sowie deren Wechselwirkung mit der historisch verankerten georgischen Identität. Zweitens werden die Schlüsselakteure – darunter die Spitzenkandidat:innen des regierenden Georgischen Traums und der oppositionellen Vereinten Nationalen Bewegung – mit ihren Programmen und ideologischen Differenzen dargestellt. Drittens zeigt der Bericht auf, wie digitale Tools einerseits die Protestbewegung nach der Wahl prägten, andererseits vom Georgischen Traum zur Ausweitung restriktiver Kontrolle genutzt wurden, etwa durch außergesetzliche Gewalt gegen Meinungsfreiheit und computergestützte Propaganda, was eine autoritäre Wende markiert. Trotz dieser Entwicklungen verdeutlicht der Widerstand der engagierten Zivilgesellschaft, dass demokratische Werte für viele Georgier:innen weiterhin die Hoffnung auf eine europäische Zukunft bestimmen – ein Traum, der durch die Regierungspartei verzögert, aber nicht gänzlich aufgegeben wurde
“More Prussian than the Prussian”?
Many historians continue to regard the killing of prisoners and potential prisoners on the battlefield as having been an absolute exception during the Great War, something that was ‘episodic’ and happened only ‘in isolated cases’. One reason for this assessment might be the fact that the subject has rarely been examined empirically. This article is the first study directly to compare the actions of the British and the Canadians, the Empire’s two largest armies on the western front. Drawing on a wide range of primary source material, including, for the first time, unit war diaries and after-action reports, this article reveals that documentary evidence exists for scores of separate instances of prisoner killing by British and Canadian troops deployed against German forces between August 1914 and November 1918, with the number of dead ranging from individual enemy soldiers to several hundred victims at once. Examples are recorded of prisoner killing by enlisted men, NCOs and officers, acting either in groups or alone, and furthermore of officers at platoon, battalion, regimental and even corps level either encouraging prisoner killing or issuing explicit ‘take no prisoners’ orders. The level of acceptance that commanders showed for these practices, the openness with which soldiers discussed them in their letters home to mothers, sisters and wives, and the almost complete absence of any disciplinary action against the perpetrators indicate that – on some level – they were regarded as legitimate
Drechseln eines Kugelschreibers
Die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für technische Bildung in Fachräumen ist zeitintensiv, denn sie kann nicht ausschließlich theoretisch durchgeführt werden, sondern beinhaltet auch die modellhafte Fertigung des anvisierten Produktes. Handreichungen, in denen die Fertigung praxiserprobte Produkte beschrieben werden, unterstützen Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung ihres Unterrichts.
Die vorliegende Publikation beschreibt anhand der Fertigung eines Kugelschreibers den Einsatz einer Mini-Drechselmaschine und bietet damit eine praxisorientierte Einführung in deren Anwendung in der technischen Bildung. Sie vermittelt grundlegende technische sowie sicherheitsrelevante Kenntnisse und schafft so die Grundlage für eine sichere und motivierende Umsetzung im Unterricht.
Die Handreichung umfasst neben den sicherheitsbezogenen Hinweisen und Informationen zu den Anschaffungskosten eine kleinschrittige, bebilderte Anleitung, die ggf. auch von Schüler:innen genutzt werden kann