Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen
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OPRA: Akustische Analyse musikalischer Aufführungsräume im Browser
Der Aufführungsraum leistet einen substantiellen Beitrag zum Erleben von Musikdarbietungen. Zur Beschreibung der Akustik von Aufführungsräumen haben sich dabei zahlreiche Messgrößen etabliert, welche bestimmte Wahrnehmungsqualitäten, wie z. B. die Halligkeit, abbilden sollen. Dem stellt jüngere Forschung rein perzeptive Messinventare gegenüber, die den Wahrnehmungseindruck als solchen, losgelöst vom physikalischen Ursprung, beschreiben. Dieser Artikel beschreibt einen Versuch, diese beiden Forschungsrichtungen zusammenzuführen, indem Bewertungen von Aufführungsräumen nach dem perzeptiven Room Acoustical Quality Index (RAQI) durch physikalische Messgrößen modelliert wurden, welche aus einfachen Impulsantwortmessungen ermittelt werden. Dazu wurde eine Auswahl raumakustischer Messgrößen auf fünf Dimensionen reduziert und diese als Prädiktoren für die einzelnen Wahrnehmungsgrößen des RAQI getestet. Die Berechnung dieser Prädiktionsmodelle wird vorgestellt und deren Präzision diskutiert. Anschließend wird die OPRA-Webanwendung vorgestellt, die sowohl die Berechnung der raumakustischen Messgrößen als auch die Prädiktion von RAQI-Wahrnehmungsgrößen für die drei Quellsignale Sprache, Orchester und Solotrompete im Browser ermöglicht. Auch wenn die Präzision der Prädiktionsmodelle noch nicht für alle RAQI-Faktoren zuverlässige Ergebnisse liefert, erlaubt OPRA eine umfangreiche akustische Analyse und eine erste Einschätzung der perzeptiven Wirkung von Aufführungsräumen.Performance spaces have a substantial influence on the experience of musical performances, and numerous physical measures have been proposed to describe different aspects of the perceptual impact singular of a performance space. Recent research complements these physical measures with purely perceptual inventories that describe the auditory impression as such, and somewhat detached from its physical origin. This article describes an attempt to bring these two research directions together by modelling evaluations of performance spaces according to the subject-centered Room Acoustical Quality Index (RAQI) based on physical measures obtained from simple impulse response measurements. A selection of room acoustical parameters was reduced to five dimensions which were tested then as predictors for the perceptual qualities of the RAQI. The calculation of these prediction models is presented and the models’ prediction performance discussed. Then, the OPRA-online-tool is presented that enables both the calculation of the physical measures and the prediction of RAQI factors for the three source signals speech, orchestra and solo trumpet within the web browser. Even though the precision of the prediction models does not yet provide reliable estimates of all RAQI factors, OPRA allows a first assessment of the perceptual effect of performance spaces on speech and music
Day-to-day loudness assessments of indoor soundscapes: Exploring the impact of loudness indicators, person, and situation
This study investigates loudness perception in real-world contexts using predictors related to the sound, situation, or person. In the study, 105 participants recorded 6594 sound environments in their homes, which were then evaluated based on the Experience Sampling Method. Hierarchical linear regressions using a loudness level based on ISO 532-1 allowed for obtaining the best model fits for predicting perceived loudness and explaining the highest variance. LAeq and LAF5 provided comparable results and may require less computational effort. However, the analysis shows that only one-third of the variance explained by fixed effects was attributable to the loudness level. Sixteen percent stemmed from perceived properties of the soundscape; 1% were attributable to relatively temporally stable, person-related predictors like participants' age; non-auditory situational predictors made no additional contribution. The results thus did not confirm previous findings on loudness perception under laboratory conditions, emphasizing the importance of the situational context. Along with the current paper, a comprehensive dataset, including the assessed person-related, situational, and sound-related measures as well as LAeq time-series and third-octave spectrograms, is provided to enable further research on sound perception, indoor soundscapes, and emotion
884 - Neubekanntmachung der Grundordnung der Hochschule Düsseldorf vom 09.05.2023
Nachstehend wird der Wortlaut der Grundordnung an der Hochschule Düsseldorf vom 08.10.2015 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 414) neu bekannt gemacht. Die Neubekanntmachung berücksichtigt die Satzung vom 14.03.2018 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 595), die Satzung vom 18.09.2020 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 703), die Satzung vom 18.08.2022 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 849) sowie die Satzung vom 09.05.2023 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 883)
Datenlebenszyklus
Ein Datenlebenszyklus dient als Rahmen für das strukturierte Datenmanagement. Er umfasst den gesamten Datenfluss von der Planung über die Erzeugung bis hin zur Aufbewahrung und Bereitstellung. An allen Stationen des Datenlebenszyklus können Maßnahmen für ein strukturiertes Datenmanagement getroffen werden, um Daten effizient zu nutzen, ihre Qualität sicherzustellen und ihre Langzeitverfügbarkeit zu gewährleisten.
Die vorliegende Grafik visualisiert den Datenlebenszyklus, der sich aus drei Hauptbereichen zusammensetzt: Planung und Nachnutzung, Erzeugung und Bearbeitung sowie Aufbewahrung und Bereitstellung. Jeder Bereich umfasst spezifische Aufgaben und Prozesse im Umgang mit Daten.
Die erste Phase „Planung und Nachnutzung“ beinhaltet zwei wesentliche Elemente. Als Erstes erfolgt die Planung des Forschungsvorhabens, bei der die Ziele, Methoden und Ressourcen definiert werden. Als Zweites umfasst sie die Recherche und Wiederverwendung bereits vorhandener Daten, um deren Nutzen und Potenzial für das vorliegende Projekt einzuschätzen.
Die zweite Phase „Erzeugung und Bearbeitung“ besteht aus drei Elementen, die in einem eigenen zirkulären Ablauf abgebildet sind. Als Erstes werden Daten erhoben und erfasst, entweder durch experimentelle Studien, Umfragen oder andere Methoden. Der Übergang von der ersten Phase zur zweiten Phase erfolgt über dieses Element, da hier die grundlegende Generierung eigener Daten innerhalb der Forschung beginnt. Als Zweites werden die gesammelten Daten gespeichert und organisiert, um ihre Integrität und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Als Drittes erfolgt die Verarbeitung, Analyse und Auswahl der relevanten Informationen. Der Übergang von der zweiten Phase zur dritten Phase erfolgt aus diesem Element, da die gewonnenen Erkenntnisse für die weitere Aufbewahrung und Bereitstellung vorbereitet werden. Insgesamt bildet die zweite Phase einen kontinuierlichen Kreislauf.
Die dritte Phase „Aufbewahrung und Bereitstellung“ besteht aus drei Elementen. Als Erstes erfolgt die Publikation der Forschungsergebnisse, sei es in wissenschaftlichen Zeitschriften, Repositorien oder anderen relevanten Publikationsorten. Als Zweites werden die Daten archiviert, um ihre Langzeitverfügbarkeit und -integrität zu gewährleisten. Als Drittes wird Zugang zu den Forschungsergebnissen geschaffen, beispielsweise über eine gezielte Freigabe für bestimmte Nutzergruppen oder Erhöhung der Sichtbarkeit
897 - Zweite Satzung zur Änderung der Fachbereichsordnung für den Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf vom 07.08.2023
Aufgrund der §§ 2 Abs. 4 S. 1, 26 Abs. 3 S. 2 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 16.09.2014 (GV. NRW. S. 547) in der aktuell gültigen Fassung und der Grundordnung der Hochschule Düsseldorf vom 08.10.2015 (Verkündungsblatt der Hochschule Düsseldorf, Amtliche Mitteilung Nr. 414) in der aktuell gültigen Fassung hat die Hochschule Düsseldorf die folgende Ordnung als Satzung erlassen
Abschlussbericht: Informelles zivilgesellschaftliches Engagement im Sozialraum (IZESO)
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt IZESO untersucht vielschichtige Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements im Alltag, Zugänge zu Engagement und institutionelle Blockierungen und Barrieren. Im Zuge einer ethnografischen Feldforschung wurde ein paradigmatisches Modell sozialräumlichen Engagements entwickelt. Es stellt Engagementprofile dar und bezieht intervenierende Bedingungen auf der Mikro-, Meso- und Makroeben ein. Hierdurch lassen sich Zugänge zu und Ausschlüsse von spezifischen Engagementformen identifizieren.The IZESO research project funded by Federal Ministry of Education and Research investigates multi-layered forms of civic engagement in everyday life, access to engagement, and institutional blockages and barriers. In the course of ethnographic field research, a paradigmatic model of socio-spatial engagement was developed. It depicts engagement profiles and includes intervening conditions on the micro, meso and macro levels. This makes it possible to identify access to and exclusion from specific forms of engagement