OPUS - Publikationenserver der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Not a member yet
2332 research outputs found
Sort by
„Wer hier auszieht, verliert den Kiez!“
Der Artikel widmet sich der Frage, wie sich städtische Verdrängungsprozesse im Kontext psychiatriekritischer Sozialer Arbeit auswirken. Nach einer kurzen Darstellung der historischen Bezüge zwischen Psychiatriekritik, Stadt(rand) und Sozialer Arbeit wird aufgezeigt, wie psychiatrieerfahrene Nutzer:innen Sozialer Arbeit von Verdrängungsprozessen betroffen sind. Zudem wird beleuchtet, wie Verdrängung den Arbeitsalltag der Sozialen Arbeit in diesem Feld verändert. Die empirische Grundlage bilden Interviews eines ethnographischen Forschungsprojektes zur Verschränkung von psychiatriekritischer Praxis, sozialen Bewegungen und städtischen Räumen
Berichterstattung entbürokratisieren
In der Debatte um die Nachhaltigkeitsberichterstattung geht es immer wieder auch um die Frage, wie künftig Standards im Reporting effizienter gestaltet und Synergien besser genutzt werden können. Dieser Beitrag vergleicht das Regelwerk der CSRD bzw. der ESRS mit dem des EMAS und stellt praxisnah dar, wie beide Standards in der Umsetzung sinnvoll verknüpft werden könnten, um letztlich bürokratischen Aufwand bei der Berichterstattung zu verringern und redundante Prüfprozesse zu vermeiden
Herausforderungen der künstlichen Intelligenz in der Sozialwirtschaft
Im vorliegenden Beitrag werden zunächst die technischen Grundlagen aktueller Anwendungen aus dem Feld der Künstlichen Intelligenz für das Feld der Sozialwirtschaft aufbereitet. Insbesondere wird die Unterscheidung zwischen starker und schwacher KI herausgearbeitet und die Grundprinzipien des maschinellen Lernens erläutert. Anschließend werden die Chancen und Risiken dieser Technologie bei der Risikodiagnostik in der Sozialen Arbeit dargestellt. Eine Betrachtung der Potenziale, die Chatbots für Sozialwirtschaft bereithalten, schließt den Beitrag
KI: Innovation oder alter Wein in neuen Schläuchen?
In diesem Beitrag liegt der Schwerpunkt auf der Frage, wie wir die Integration neuer Technologien in der Sozialen Arbeit aktiv gestalten können. Dabei werden praxisnahe Fallbeispiele aus Lehre und Praxis herangezogen, um theoretische Überlegungen zu veranschaulichen. Zunächst erfolgt eine Darstellung aktueller technologischer Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und deren Relevanz für die Soziale Arbeit. Darauf aufbauend wird die Frage diskutiert, welche Auswirkungen diese Technologien auf die professionelle Beziehungsgestaltung haben. Abschließend werden ethische Fragestellungen auf verschiedenen Ebenen – der Organisation, der Fachkräfte sowie der Adressat*innen – beleuchte
Generative KI in der beraterischen Ausbildung
Der Beitrag beleuchtet das Projekt "Virtuelle*r Klient*in (ViKl)" am Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, das sich mit der Nutzung eines KI-basierten Chatbots für die Simulation von Klient*innen in der Lehrveranstaltung "Querschnitt Onlineberatung" im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit befasst. Ziel ist es, praxisnahe Erfahrungen zu vermitteln und die Fähigkeiten der Studierenden im digitalen Beratungsgespräch zu verbessern. Durch den Einsatz verschiedener maschineller Lernarchitekturen werden passende Antworten generiert, die zum Gesprächsverlauf und zur psychosozialen Problemstellung passen. Die Nutzung einer umfangreichen Datenbasis aus dem Zertifikatskurs "Onlineberatung" sowie ein zielgruppenadäquates didaktisches Konzept tragen zur Qualität des*der ViKl bei. Die Diskussion umfasst auch zukünftige Entwicklungen in der Onlineberatung, die didaktische Gestaltung von KI-basierten Lehr-Lern-Formaten, sowie Herausforderungen und Vorteile dieser Ansätze
Zuhause alt werden können
Wie lassen sich die Strukturen des sozialen Zusammenhalts in ländlichen Räumen beschreiben? Diese Frage wird in einem groß angelegten Forschungsprojekt untersucht, das drei bayernweite Bürgerbefragungen und vier Vertiefungsprojekte zu verschiedenen Aspekten des Zusammenhalts beinhaltet. Der vorliegende Bericht präsentiert die Ergebnisse des ersten Vertiefungsprojekts zu Nachbarschaftshilfen in ländlichen Räumen
Zu Fuß in der Menge
Um die Akzeptanz des Zufußgehens bei den Menschen zu erhöhen, sind neben den rein funktional-objektiven Einflussfaktoren, die von der Stadtplanung beeinflussbar sind, ebenso die vom Individuum empfundenen sensitiv-emotionalen Einflüsse zu berücksichtigen, die hier mit dem Begriff des Wohlbefindens umschrieben werden. Unter der Annahme, dass das persönliche Wohlbefinden in unterschiedlichen Umgebungssituationen eine wichtige Rolle für die subjektive Entscheidungsfindung für das Zufußgehen spielt, wurden leitfadengestützte Interviews in realen als auch virtuellen Umgebungen durchgeführt, um die Wahrnehmung und das Wohlbefinden der Befragten zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer Unterschreitung eines spezifischen Flächenangebots von 6 m2/Person bereits Anzeichen von
Agoraphobie festzustellen sind, dass aber auch die Interpretation von Umgebungsreizen das Wohlbefinden beeinflussen kann. Dabei fühlten sich Frauen unter gleichen Umgebungsbedingungen im Durchschnitt unwohler als Männer, was weiteren Forschungsbedarf aufwirft. Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass die deutschen Regelwerke zur Bemessung von Straßen den Aspekt des Wohlbefindens als Qualitätsmerkmal im Fußverkehr nicht ausreichend spiegeln. Einschränkungen zur Validität der Studienergebnisse liegen im Rahmen der Durchführung der Interviews in virtuellen und realen Umgebungen sowie in der Stichprobenzusammensetzung vor
Ventilation concepts in classrooms: First insights of a long-term monitoring in schools as part of a randomized controlled trial
In the course of the COVID-19 pandemic, indoor ventilation came into focus. In Germany, some schools were retrofitted with decentralized ventilation systems. This monitoring study compares the influence of mechanical and natural ventilation in classroom settings on indoor air quality (IAQ). Three different concepts are investigated: exclusively natural ventilation in combination with carbon dioxide (CO2) measuring devices and mechanical ventilation with decentralized air handling units (AHUs) and with a central ventilation system. This study examines eight classrooms across three elementary schools, continuously measuring CO2 concentrations and various other parameters. The evaluation of the monitoring data shows that the correct setting of ventilation systems is not a matter of course and is an important factor
REnuka – Reduktion von Emmisionen durch nachhaltige Binder für Hochleistungskeramiken
In diesem Vorhaben wurden verschiedene Bindemittel für die Herstellung von Hochleistungskeramiken analysiert. Ziel war es, biobasierte Binder zu identifizieren, die konventionelle auf fossilen Ressourcen basierende Systeme in Zukunft ersetzen können. Es wurden drei erdölbasierte Referenz-Bindersysteme und sieben biobasierte Alternativen bezüglich ihrer thermischen Stabilität unter Sauerstoffatmosphäre, der Viskosität ihrer wässrigen Lösungen oder Dispersionen sowie daraus hergestellter Schlicker und ihrer Haftung auf Aluminiumoxid-basierter Keramik untersucht. Im Rahmen des Vorhabens konnte ein biobasiertes Bindersystem mit Eigenschaften, vergleichbar zum besten Referenzmaterial gefunden werden. Unter Einsatz des biobasierten Binders sowie zweier ausgewählter Referenz-Bindersysteme
wurden Grünkörper hergestellt und deren Festigkeit ermittelt. Die Grünkörperfestigkeit ist in der keramischen Industrie ein entscheidender Faktor und stark vom gewählten Bindersystem abhängig. Die
erhaltenen Resultate deuten darauf hin, dass der Bio-Binder auch hinsichtlich der Festigkeitswerte den konventionellen Referenz-Bindersystemen als gleichwertig anzusehen ist. Die in diesem Vorlauf-
forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse können als Ausgangslage für die Beantragung weiterer Fördermittel und die Akquise direkter Drittmittel aus der Industrie dienen