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Sehen Sie – überall: Studien zu den frühen Aktionen von Wolf Vostell
Wolf Vostell (1932–1998), der als zentraler Protagonist der Fluxus-Konzerte und Begründer des europäischen Happenings die Aktionskunst mitbegründet hat, Pionier der Videokunst und der plastischen Theorie der Objektkunst war, zählt zu den einflussreichsten deutschen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Aktionskunst sprengte er die klassischen ästhetischen Kategorien und schuf sinnliche Ereignis- und Erfahrungsräume, in denen er immer wieder die kategoriale Distanz zwischen Kunstwerk und Betrachter verletzte: Kunst wurde gefährlich, die aktive Teilnahme an den performativen Situationen zwingend und ein distanziertes Rezipieren unmöglich. Dieser Band stellt Vostells frühe Aktionen der 1950er und 1960er Jahre in den Kontext eines erweiterten Bildbegriffs, der über das Visuelle hinausgeht und an kunstphilosophische Diskurse zur Wechselwirkung zwischen Bild und Performativität anknüpft. Mit Beiträgen von Klaus Gereon Beuckers, Nick Böhnke, Lea Corves, Sarah Schmid, Lea Schöning und Thekla Zell.Wolf Vostell (1932-1998), who as the central protagonist of the Fluxus concerts and founder of European happenings, co-founded action art, a pioneer of video art and the plastic theory of and the sculptural theory of object art, is one of the most influential German artists of the second half of the 20th century. With his action art he exploded the classical aesthetic categories and created sensual spaces for events and experiences in which he repeatedly the categorical distance between artwork and viewer: Art became dangerous, active participation in the performative situations and distanced reception became impossible. This Vostell's early actions of the 1950s and 1960s in the context of an expanded concept of the image that goes beyond the visual and ties in with art philosophical discourses on the interaction between image and performativity. With contributions by Klaus Gereon Beuckers, Nick Böhnke, Lea Corves, Sarah Schmid, Lea Schöning and Thekla Zell
Functional Analysis of Human Genetic Variants Using Zebrafish
Utilizing zebrafish as a model organism, this study investigates the genetic factors con- tributing to congenital heart defects (CHD) and cardiomyopathy (CM). Zebrafish offer unique advantages in cardiovascular research, such as optical transparency and rapid development, making them well-suited for studying developmental processes and disease pathogenesis. Molecular cytogenetic techniques identified novel variants in the PRDM16 gene associated with ARVC. Additionally, ES (Exome sequencing) identified variants in the CAPZβ gene linked to patients with CHD. Functional analysis in zebrafish embryos revealed phenotypic similarities to human disease, implicating CAPZβ as a candidate gene for CHD and PRDM16 in ARVC. Specifically molecular cytogenetic techniques identified four novel variants in the PRDM16 gene in patients with ARVC and ES led to the identification of four novel variants in the CAPZβ gene among patients with CHD. Functional analysis in zebrafish embryos revealed that the CAPZβ-Ser192Asn variant led to impaired cardiac contractility and morphological defects resembling aspects of human CHD phenotypes
Validierung potenzieller neuer Zielgene der kardialen Hypertrophie nach integrierter Analyse der gesamtgenomischen Methylierung und Transkription im Calcineurin- transgenen Mausmodell
Durch systematische Analyse der differentiellen Expression und der DNA-Methylierung von Herzen aus Calcineurin-transgenen Mäusen- als einem klassischen Modell der kardialen Hypertrophie- sowie Wildtypmäusen sollten neue Zielgene in der Modulation der kardialen Hypertrophie identifiziert werden.. Wir konnten in Modellen der kardialen Hypertrophie in vitro und in vivo auf mRNA- Ebene sowie Proteinebene die potentiellen neuen Zielgene Ror2, Leprel1, Vash2, APol6 und Barx2 validieren. Nach der grundlegenden Validierung der fünf potentiellen Kandidaten intensivierten wir unsere Versuche mit dem receptor tyrosine kinase like oprhan receptor 2 (Ror2), einem Typ I Transmembranrezeptor der Ror Subfamlie von Zelloberflächenrezeptoren. Nachdem sich Ror2 in verschiedenen in vitro und in vivo Hypertrophiemodellen als hochreguliert präsentierte, generierten wir einen adenoviralen Knockdownvirus. Wir konnten zeigen, dass ein Knockdown von Ror2 in vitro einen antihypertrophen Effekt auf die NRVCMs hat. Es wurde nicht nur das zelluläre hypertrophe Genprogramm in Ror2 Knockdownproben runterreguliert, auch die relative Zellgrößenzunahme konnte reduziert werden. Dies wurde nicht nur in Ror2 Knockdownproben gezeigt, sondern auch in Zellen, welche mechanischen und chemischen hypertrophen Stimuli ausgesetzt waren. Es darf angenommen werden, dass ein Ror2 Knockdown den Kardiomyozyten Schutz gegenüber hypertrophieinduzierenden Einflüssen bietet. Außerdem konnten wir aufzeigen, dass ein Ror2 Knockdown eine reflektorische Hochregulation seiner Isoform Ror1 hervorruft. Des Weiteren zeigten wir, dass die Regulation der Expression von Ror2 auch durch die epigenetische Modifikation der Methylierung erreicht werden kann. Eine Demethylierung führte zu einer vermehrten RNA- Expression von Ror2 und Hochregulation des hypertrophen Genprogramms
Poésie et lyrisme dans la poésie française contemporaine: anonymat, universalité, résistance
The French notion of lyrisme comes with a bad reputation because it has sometimes been confused with a flood of figurative language or an outpouring of the self, disqualified as complaint and platitude. Hence, the polemics have repeatedly divided the field of contemporary French poetry, resulting in the distinction between nouveau lyrisme and littéralité. This article attempts to go beyond these outdated stereotypes and focuses on poetic lyricism, meaning that all poetry is a form of lyricism in the strongest sense, i.e. a chant archétypal (›archetypal song‹) that creates a community around shared emotions and resists dominant words. Lyricism constitutes a dialogue, a tension, an in-between between impersonality, depersonalisation and anchoring in reality, the anecdote, the concrete circumstance, acquiring through the text a lasting and shareable value. It is a reference to the common place, to the place of the common, in the sense of what is ›common‹ to all, that is to say what makes a ›community‹ thanks to a song that can be shared through themes understood by all, such as love, finitude, precariousness, the human condition, life, death and transmission.Der französische Begriff ›lyrisme‹ hat einen schlechten Ruf, da er mitunter mit einer Überflutung an bildhafter Sprache oder einem Ausgießen des Selbst gleichgesetzt wurde – disqualifiziert als Klage oder Banalität. Daher haben polemische Auseinandersetzungen das Feld der zeitgenössischen französischen Lyrik immer wieder gespalten, was zur Unterscheidung zwischen ›nouveau lyrisme‹ und ›littéralité‹ führte. Dieser Artikel versucht, über diese überholten Stereotype hinauszugehen, und richtet den Fokus auf den poetischen Lyrismus – verstanden als die Auffassung, dass jede Poesie eine Form von Lyrismus im stärksten Sinne ist, nämlich ein ›chant archétypal‹ (›archetypischer Gesang‹), der eine Gemeinschaft rund um geteilte Emotionen stiftet und sich gegen dominante Sprachmuster stellt. Lyrismus bildet einen Dialog, eine Spannung, ein Dazwischen – zwischen Unpersönlichkeit, Entpersonalisierung und einer Verankerung in der Realität, im Anekdotischen, in der konkreten Situation. Durch den Text gewinnt dies eine bleibende, mitteilbare Bedeutung. Lyrismus verweist auf einen gemeinsamen Ort, auf den Ort des Gemeinsamen – im Sinne dessen, was allen gemeinsam ist, was also eine Gemeinschaft bildet durch einen Gesang, der sich über allgemein verständliche Themen teilen lässt: Liebe, Endlichkeit, Unsicherheit, die menschliche Bedingung, Leben, Tod und Weitergabe.Le lyrisme, cette notion a pâti de ce qu’elle a été parfois confondue avec une prolifération d’images ou l’épanchement du moi, disqualifiés en plaintes et mièvreries. D’où les polémiques qui ont divisé de façon récurrente le domaine de la poésie contemporaine française, clivant ce dernier entre « nouveau lyrisme » et « littéralité ». Cet article tente de dépasser ces stéréotypes qui paraissent désormais datés et insiste sur le lyrisme poétique, toute poésie étant une forme de lyrisme au sens fort, c’est-à-dire de « chant archétypal » permettant de créer une communauté autour d’émotions partagées et faisant résistance aux paroles dominantes. Le lyrisme constitue un dialogue, une tension, un entre-deux entre impersonnel, dépersonnalisation et ancrage dans la réalité, l’anecdote, la circonstance concrète, acquérant par le texte valeur durable et partageable. Il est recours au lieu commun, au lieu du commun, dans le sens de ce qui est « commun » à tous, c’est-à-dire de ce qui fait « communauté » grâce à un chant partageable à travers des thèmes compris par tous comme l’amour, la finitude, la précarité, la condition humaine, la vie, la mort, la transmission
On TIME – The Incremental Compositionality of TEMPORALITY and Aspectuality
Der Beitrag will eine explizite modellsemantische Beschreibung tempofähiger bzw. zeitlicher Kategorien im Russischen, Tschechischen und Polnischen geben. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Das Minimalistische Modell oder der Radikale Minimalismus sind nur eine der Möglichkeiten, das Thema in seiner ganzen Nachhaltigkeit und Vielfalt zu umreißen. In einer neuen akademischen Grammatik des Russischen wäre es dagegen die Aufgabe, die Kategorie des grammatischen Aspekts in Kontexten und Texten in Korpora unter Berücksichtigung ihrer herausragenden lexikalischen oder grammatischen Restriktionen darzustellen, was hier aus verschiedenen Blickwinkeln geschieht: Genutzt wird die Analyse der formalen kompositionellen Semantik, um die Lücken in der Realisierung dieser Kategorien und die umgekehrt proportionale Beziehung zwischen Aspekt und Zeitform im Englischen und Russischen aufzuzeigen.The article intends to give an explicit model-semantic description of tempo-capable or temporal categories in Russian, Czech, and Polish. Various methods were used: the Minimalist Model or Radical Minimalism are just one of the possibilities to outline the topic in all its sustainability and diversity. In a new academic grammar of Russian, on the other hand, the task would be to represent the category of grammatical aspect in contexts and texts in corpora with all due regard to its outstanding lexical or grammatical restrictions, which is done here from different perspectives: The analysis of formal compositional semantics is used to show the gaps in the realisation of these categories and the inversely proportional relationship between aspect and tense in English and Russian
Das Kieler Institut für Slavistik – Bestandsaufnahme 2024
Im vorliegenden Beitrag wird die Geschichte des Instituts für Slavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel skizziert. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung des aktuellen didaktischen Angebots der Kieler Slavistik, mit besonderer Berücksichtigung der interdisziplinären Master-Studiengänge unter dem Dachbegriff »Interkulturelle Studien«, und zwar »Polen und Deutsche in Europa« (EuPoD) und »Russland und Deutschland transregional« (RDT), sowie die wissenschaftliche und außercurriculare Tätigkeit des Instituts. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur Weiterentwicklung des wissenschaftlichen und didaktischen Profils der Kieler Slavistik formuliert.This article outlines the history of the Department of Slavonic Studies at Kiel University. The focus is on the presentation of the current didactic offer of Kiel Slavic Studies, with special consideration of the interdisciplinary Master's programmes under the umbrella term »Intercultural Studies«, namely »Poland and Germans in Europe« (EuPoD) and »Russia and Germany transregionally« (RDT), as well as the academic and extracurricular activities of the Institute. In addition, recommendations for the further development of the academic and didactic profile of Kiel Slavic Studies are formulated
Influence of biodegradable Mg-based implants on bone nanoadaptation
Identifying the ideal material for bone fracture treatment is challenging due to mechanical, medical, and financial factors. Traditional implants like titanium or stainless steel often require costly removal surgeries. Biodegradable implants allow to avaid the secondary surgery, as, with time, it fully dissolves in a body. Magnesium (Mg) -based implants show good degradation behavior and bone integration, but their effects on bone ultrastructure and mechanical properties are not fully understood. This dissertation investigates bone nanoadaptation around Mg-based implants—Mg-5Gd, Mg-10Gd, Mg-Ca-Zn (ZX00), Mg- rare earth elements (WE43), and pure Mg—compared to titanium, using synchrotron techniques (XRD, SAXS, XRF, XRD-CT), along with histology and mechanical testing. ZX00 altered the hydroxyapatite lattice, reducing crystallite size and platelet thickness near the implant, likely due to magnesium ion incorporation. These changes were linked to lower bone maturity and mechanical strength. Mg-10Gd caused no significant structural changes, while Mg-5Gd led to decreased d-spacing over time. Although Ca/P ratios at the implant surface remained stable, bone near blood vessels showed a decrease, suggesting magnesium accumulation in vessel walls. WE43 caused no early changes in bone structure, while pure Mg altered bone only after 28 days. Titanium consistently reduced d-spacing and increased crystallite size, likely reflecting early healing responses like woven bone formation. This research sheds light on nanoscale bone healing over 3 days to 8 months. Mg-10Gd stands out as the most promising implant, showing minimal impact on bone and no gadolinium accumulation. Other alloys, like Mg-5Gd, WE43, and ZX00, affected crystallite structure and, as shown with ZX00, may influence bone mechanics
Zwischenfrüchte für eine nachhaltige Silomaisproduktion: Erhöhung der Ressourcennutzungseffizienz durch Modellierung und Fernerkundung
Silomais (Zea mays L.) ist eine zentrale Kulturpflanze in Europa, angebaut zur Tierfütterung und für Biogasanlagen. Die Gemeinsamen Agrarpolitik (2023–2027) fordert nachhaltige Maßnahmen wie die Diversifizierung von Fruchtfolgen und den Einsatz von Zwischenfrüchten. Diese verbessern Bodenstruktur, Erosionsschutz und Stickstoffnutzung. Diese Dissertation untersucht nachhaltige Strategien im Silomaisanbau mit Fokus auf Zwischenfruchtmischungen. Das Pflanzenwachstumsmodell HUME-Mais wurde für nordeuropäische Bedingungen neu kalibriert und liefert realistische Ertragsprognosen unter variierenden Klima- und Bodenverhältnissen. Ergänzend wurden Algorithmen zur Stickstoffaufnahme entwickelt. In einem dreijährigen Feldversuch wurden zugleich die Effekte unterschiedlicher Zwischenfruchtmischungen (Gräser, Leguminosen, Kreuzblütler) auf das Maiswachstum. Grashaltige Mischungen erzielten hohe Erträge, während andere Kombinationen zu Ertragsminderungen führten. Alle Mischungen verbesserten jedoch den Zugang zu tiefem Bodenwasser und steigerten so die Trockenstresstoleranz. Zur Ergänzung der feldbasierten Daten ermöglichte drohnenbasierte Fernerkundung die Erfassung von Biomasse, Blattentwicklung und Stickstoffaufnahme der Zwischenfrüchte in den Wintermonaten. Die Kombination aus Feldstudien, Modellierung und Fernerkundung liefert ein umfassendes Bild des Anbausystems. Zukünftig sollen die durch Zwischenfrüchte geschaffenen Bedingungen, insbesondere der verbesserte Zugang zu Wasserressourcen der Hauptfrucht und die Stickstoffaufnahme der Zwischenfrüchte im Winter, im HUME-Mais-Modell abgebildet werden. Dies wird die standortspezifische Vorhersage von Maiserträgen nach Zwischenfrüchten ermöglichen und zu einem ressourceneffizienteren und stabileren Maisanbau beitragen
Frequenz und Klinik häufiger, erregerbedingter Erkrankungen des ZNS in einer krankenhausbasierten Fallserie in Norddeutschland
Die infektiösen Meningitiden und Meningoenzephalitiden sind lebensbedrohliche Erkrankungen. Die Kenntnis der ursächlichen Erreger hat einen entscheidenden Einfluss auf die Einleitung einer spezifischen Therapie und dem Patienten - Outcome. Das Spektrum der Erreger in ihrer Häufigkeit so wie demographische, klinische und labordiagnostische Unterschiede zwischen den untersuchten Erregergruppen lagen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Von 6892, zwischen Dezember 2016 und März 2019 durchgeführten Filmarray Meningitis/Enzephalitis Panels ließen sich bei 131 Patienten (1,9%) Erreger nachweisen. Bei 126 Patienten (96%) lagen ausreichend klinische Informationen vor. Die weitere Rekrutierung erfolgte anhand der vordefinierten Einschlusskriterien und ergab die aus 115 Patienten bestehende primäre Studienkohorte. Am häufigsten traten Enterovirus- (30%), Varizella-Zoster-Infektionen (28%) und Pneumokokken-Meningitiden (11%) auf. HSV-1-Enzephalitiden, Meningokokken-Meningitiden sowie Listerien- und HHV6-Meningitiden zeigten ähnliche Häufigkeiten (5%, 6%, 3%, 4%). Zu den selten diagnostizierten Erreger gehörten Kryptokokkus neoformans/gattii, HSV-2, E. coli und Human Parechovirus. Es wurden keine Liquornachweise für CMV, H. influenzae und S. agalactiae in der Studienkohorte dokumentiert. Multiplex-NAT Verfahren aus dem Liquor ermöglichen eine deutlich höhere ätiologische Diagnosehäufigkeit als Standardverfahren. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass immer eine kritische Beurteilung der Multiplex - NAT- Liquor- Ergebnisse in Zusammenhang mit demographischen Merkmalen, klinischen Symptomen und den Ergebnissen der kulturellen und ggfs. Einzel-NAT-Bestätigungstesten für virale Pathogene angestrebt werden sollte
Nitric Oxide in the Ocean: Discrete Measurements of Dissolved NO Concentration in the Lower Elbe Estuary and Port of Hamburg Area, Ria Formosa Lagoon, and Tropical North Atlantic Ocean
Nitric oxide (NO) is a short-lived atmospheric trace gas rapidly oxidized to nitrogen dioxide (NO₂), forming NOₓ (NO + NO₂), which contributes to photochemical smog, acid rain, and influences tropospheric ozone. Measuring dissolved NO in seawater is challenging due to its reactivity and short lifetime. Knowledge of its marine distribution and cycling remains limited. Known sources include nitrite photolysis and biological production by phytoplankton, macroalgae, and microbes. Consumption pathways are still largely unresolved. This study presents NO measurements from the lower Elbe Estuary and Port of Hamburg (July 2021), Ria Formosa Lagoon (April 2021), and the tropical North Atlantic Ocean (Dec 2021–Jan 2022), using a chemiluminescence NO analyzer with a stripping unit (Lutterbeck & Bange, 2015). These are among the few global datasets on oceanic NO. Reported concentrations from past studies vary (5.9–260 pM), with supersaturation from 100% to 10,000%. Early work (Zafiriou & McFarland, 1981) even recorded supersaturation up to 10⁴ in the Pacific. In this study, average concentrations ranged from 11.1 to 13.9 pM, with supersaturation from 172 to 12,016% and flux densities from 0.05 to 3.47 × 10⁻¹⁷ mol cm⁻² s⁻¹, reinforcing the view that oceans may act as a NO source. However, high spatial and temporal variability highlights the need for further research using high-resolution sampling, isotope tracers, and molecular tools to better define the ocean's role in atmospheric NOₓ budgets