Osnabrück University

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    Umsetzung von Hautschutzverhalten im beruflichen und privaten Alltag mithilfe der MiA-App: Evaluation der User Experience (UX) in einem mehrstufigen formativen Evaluationsprozess

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    Ein wichtiger Aspekt in der Versorgung von berufsbedingten Hauterkrankungen ist die Umsetzung von Hautschutzmaßnahmen, z. B. durch das Tragen von Schutzhandschuhen oder die Verwendung verschiedener Cremes. In gesundheitspädagogischen Interventionen als Teil der 3-wöchigen, interdisziplinären stationären berufsdermatologischen Rehabilitation erwerben Betroffene Wissen über die Notwendigkeit dieser Schutzmaßnahmen. Ferner werden einzelne Verhaltensaspekte demonstriert und praktisch erprobt, z. B. das kontaminationsarme An- und Ausziehen von Schutzhandschuhen, die korrekte Anwendung von Cremes und der Umgang mit Schutzhandschuhen. Inwieweit eine nachhaltige Umsetzung dieser Maßnahmen auf lange Sicht gelingt, stellt sich jedoch erst im Anschluss nach Wiederaufnahme der Berufstätigkeit unter arbeitspraktischen Bedingungen heraus. Um Betroffene in dem Prozess der Verhaltensumsetzung zu unterstützen, wurde in dem BGW-geförderten Forschungsprojekt „TecNaP“ (Technologiebasierte Nachbetreuung in der berufsdermatologischen Prävention) ein innovatives Angebot für eine systematische Nachbetreuung entwickelt [1]. Die MiA-App (Mein Hautschutz im Alltag) bietet im Rahmen dieser Nachbetreuung einen niederschwelligen Zugang, um das Selbstmanagement zur Umsetzung der Hautschutzmaßnahmen zu unterstützen, individuelle Ziele nicht aus den Augen zu verlieren sowie krankheitsbezogene Inhalte aus den Seminaren wieder abrufen zu können. Im forschungsbezogenen Kontext ist die User Experience (UX) ein entscheidender Prädiktor für eine zufriedenstellende und langfristige App-Nutzung. Die UX ist ein übergeordnetes und multidimensionales Konstrukt, das Erfahrungen während der Nutzung mit einer digitalen Applikation zusammenfasst. Die Nachbetreuung wurde in einem mehrstufigen, iterativen Prozess konzipiert und begleitend in zwei Phasen formativ evaluiert. Qualitative Ergebnisse der Phase 1 wurden bereits im Rahmen der 17. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie 2023 präsentiert [2]. Im Rahmen des Dermatologischen Alpenseminars werden Evaluationsergebnisse der 2. Studienphase mit besonderem Fokus auf die UX vorgestellt. [1] Ristow N, Wilke A, John SM, Ludewig M (2022): Development of an app-based maintenance programme to promote skin protection behaviour for patients with work-related skin diseases. Health Education Journal 81 (6): 731-744. [2] Ristow N, Wilke A, John SM, Ludewig M (2023): Hautschutzverhalten App-basiert unterstützen: Erste Ergebnisse zur Pilotierung der MiA-App. Dermatologie in Beruf und Umwelt 71 (3): 113

    Die Produktionsentwicklung von indirekten Anaphern, Komplexanaphern und Pluralanaphern in schriftlichen Texten von Grundschulkindern

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    Im schulischen Kontext stehen Kinder vor der anspruchsvollen Aufgabe, ihre Texte sorgfältig zu planen und kohärent zu gestalten (vgl. Becker-Mrotzek et al. 2014). Beim Schreiben von Texten ist es unvermeidlich, dass Kinder Referenten in den Diskurs einführen und diese nachvollziehbar wiederaufnehmen. Zudem können unterschiedliche Arten von Bündelungen und zusätzliche Spezifizierungen vorgenommen werden. Bei der Auswahl angemessener Referenzausdrücke müssen die Kinder wiederum lernen, den Wissensstand eines unbeteiligten Lesers zu berücksichtigen und so zu schreiben, dass Bezüge für Lesende klar werden. Die Umsetzung dieser vielfältigen Anforderungen stellt für Kinder bereits bei der Produktion direkter Bezüge eine anspruchsvolle Aufgabe mit hoher Komplexität dar (vgl. z. B. Lehmkuhle 2022, Musan/Noack 2014). Welche Entwicklungstendenzen sich hingegen bei der Betrachtung von kognitiv anspruchsvolleren Anapherntypen und damit definitionsgemäß deutlich komplexeren Formen der Wiederaufnahme zeigen, ist bislang kaum erforscht. Dieses Dissertationsprojekt zielt darauf ab, die Produktionsentwicklung von indirekten Anaphern, Komplexanaphern und Pluralanaphern in schriftlichen Texten von deutschsprachigen Grundschulkindern zu beschreiben. Von zentralem Interesse ist dabei, wie sich die Produktion der komplexen Anapherntypen im Laufe der Grundschulzeit entwickelt und wann die komplexen Textphänomene erstmals in den Kindertexten nachweisbar sind. Darüber hinaus werden die Realisierungsformen der komplexen Anapherntypen und der Antezedens- bzw. Ankerausdrücke erfasst, d. h. in welcher Satzgliedfunktion, Wortart und syntaktischen Positionierung die Ausdrücke präferiert auftreten. Außerdem wird dokumentiert, in welcher Textsorte (Erlebnis- oder Fantasieerzählung) die jeweiligen komplexen Anapherntypen vermehrt identifizierbar sind. Die Ergebnisse zeigen, dass indirekte Anaphern bereits sehr früh, d. h. im Verlauf des ersten Schuljahres, zu finden sind, sich aber zu Beginn der Schreibentwicklung nicht immer eindeutig von Referenteneinführungen abgrenzen lassen und mutmaßlich auch darauf zurückzuführen sind, dass Kinder zu Beginn der Entwicklung den Wissensstand eines Lesers noch nicht umfassend berücksichtigen können (vgl. Kapitel 4). Weiterhin konnten überwiegend schemabasierte indirekte Anaphern identifiziert werden und auch bei der Verankerung konzeptueller Mischtypen spielen Schemata eine zentrale Rolle. Komplexanaphern sind in den Kindertexten im Vergleich am seltensten identifizierbar (vgl. Kapitel 5). Die Kinder verwenden zwar in Erlebniserzählungen sehr früh und auch häufig formelartige Komplexanaphern wie „Das war toll“, aber Verwendungen, die über dieses Grundmuster hinausgehen, sind nicht nur deutlich seltener, sondern auch erst deutlich später in den Kindertexten zu entdecken. Grundsätzlich werden Komplexanaphern, formelartig oder nicht-formelartig, von den Kindern größtenteils pronominal realisiert, wohingegen lexikalische Bündelungsprozesse vielen Kindern Schwierigkeiten bereiten. Letzteres ist in ähnlicher Weise auch bei der Produktionsentwicklung von Pluralanaphern zu beobachten (vgl. Kapitel 6). Die Kinder verwenden zwar mehr Pluralanaphern als Komplexanaphern und nutzen pluralische Formen auch einige Monate früher, allerdings finden sich in den Kindertexten überwiegend pronominale Realisierungen, und zwar mit den Pronomina „wir“ und „sie“. Dabei treten deiktische Formen (z. B. „wir“) sehr früh und sehr frequent in Erlebniserzählungen (z. B. „sie“) dagegen später. Lexikalische Pluralanaphern sind erstmals vermehrt in den letzten beiden Klassenstufen zu finden und damit ähnlich spät wie lexikalische Komplexanaphern. Bei allen drei komplexen Anapherntypen zeigen sich die folgenden zwei Tendenzen: Zum einen erhöht sich die Distanz zwischen den komplexen Anapherntypen und ihren Bezugsausdrücken sukzessive von der ersten bis zur vierten Klasse. Zum anderen wird das grammatische Inventar an Ausdrucksmöglichkeiten z. B. hinsichtlich Wortartenkategorien und Satzgliedfunktionen im Laufe der Grundschulzeit zunehmend variabel. Insgesamt deutet die vorliegende Korpusstudie darauf hin, dass Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren immer besser dazu in Lage sind, kognitiv anspruchsvolle Anapherntypen und damit komplexe Wiederaufnahmephänomene verständlich in ihren Texten einzusetzen. Die Entwicklung hin zur Erwachsenensprache ist aber am Ende der Grundschulzeit noch nicht abgeschlossen

    Europäische Integration, Machtressourcen und soziale Klassen. Eine politökonomische Erweiterung des Europäisierungsansatzes

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    Die Europäisierungsforschung konzentriert sich auf die Rückwirkungen der europäischen Integration auf die EU-Mitgliedstaaten. Trotz der Bedeutung von Kapital und Arbeit für die politische Ökonomie der EU-Mitgliedstaaten hat die Europäisierungsforschung den Auswirkungen der europäischen Integration auf soziale Klassen bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Habilitationsschrift schließt diese Leerstelle und fragt, wie die europäische Integration die Machtverhältnisse zwischen Kapital und Arbeit beeinflusst. Zu diesem Zweck schlägt die Habilitationsschrift vor, die Europäisierungsforschung um eine Machtressourcenperspektive zu erweitern. Die vorgelegte Arbeit untersucht dazu die Auswirkungen der "Europäisierung durch Richterrecht" und der "Europäisierung durch Währungsintegration" auf die Verteilung von Machtressourcen zwischen Arbeitgebern, Lohnabhängigen und ihren Organisationen. Die Analyse zeigt, dass die europäische Integration in den ausgewählten Bereichen asymmetrisch auf die Machtressourcen von Kapital und Arbeit einwirkt: Strukturelle, organisatorische und institutionelle Machtressourcen der Lohnabhängigen werden geschwächt. Aus den Befunden lassen sich vier Lehren für die Europäisierungsforschung ziehen: Die Europäisierungsforschung sollte erstens der Asymmetrie zwischen marktkorrigierender positiver und marktschaffender negativer Integration mehr Aufmerksamkeit widmen; zweitens den Interaktionen von europäischem Richterrecht und innerstaatlicher Politik mehr Beachtung schenken und drittens den asymmetrischen Effekten der Währungsintegration auf Länder und soziale Klassen stärker Rechnung tragen. Viertens hat sich das Konzept der Machtressourcen als fruchtbarer Ansatz zur Untersuchung der Auswirkungen der europäischen Integration auf soziale Klassen erwiesen. Zudem würde die Übernahme einer Machtressourcenperspektive besser sichtbar machen, wie sich die europäische Integration auf Macht- und Herrschaftsverhältnisse auswirkt

    Influence of matrix structures in spin systems

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    Within this thesis the effect of structures of quantum systems and their impact on the dynamics of these systems are investigated. At first, the focus will be on the properties of elements of specific observables in the energy eigenbasis. In this approach, a framework already exists with the Eigenstate Thermalization Hypothesis (ETH), which makes certain assumptions about those elements. The assumptions were investigated within the work for different spin-1/21/2 models. These results have been published in Ref.\ P1 and contradict assumptions made by ETH in a strict sense. Furthermore, the results from Ref.\ P2 will be presented, which investigates a new type of perturbation theory based on similar assumptions to those of ETH. It is shown that the perturbation theory can yield good results in spite of non-satisfied assumptions, but those cases can either be explained otherwise and/or it is questionable whether these results are transferable to mesoscopic systems. Cases in which all assumptions are strictly fulfilled were not found. In addition, further investigations were carried out based on the fact that autocorrelation functions can be described as 1-dimensional transport dynamics. Thereby possibilities were investigated, which allow a substantial reduction of the complicity of the transport

    About the integration of Technical and Vocational Education and Training (TVET) in systems of innovation: a critical discourse analysis and comparative study across Brazil and Germany

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    This dissertation explores the integration of Technical and Vocational Education and Training (TVET) within systems of innovation in Brazil and Germany. In the context of the 21st-century emphasis on innovation-led economic growth, the study critically examines global, national, and local discourses on TVET modernization. While acknowledging the economic potential, it reveals the associated economic and social challenges, including shifts in political legitimization strategies and transformations in vocational education cultures. Using a critical discourse analysis and a comparative approach, the research challenges traditional views of TVET as a mere mechanism for skills formation and diffusion. The Cultural Political Economy (CPE) framework guides the analysis, investigating policy discourses, economic imaginaries, and their institutionalization. Key questions focus on how discourses represent the roles of modern TVET systems and TVET graduates in systems of innovation, and why these representations vary between Brazil and Germany. The study delves into the TVET landscapes of both countries, emphasizing the complexity of their systems. In Germany, the focus is on the dual system and the unique role of inter-company vocational training centers. In Brazil, attention is given to diverse TVET systems, including the National Federal Network, state-funded schools, and the S system (e.g., SENAI and SENAC). Ultimately, this research contributes to the academic discourse by providing a nuanced understanding of the integration of TVET in systems of innovation. It uncovers variations and complexities across different global and national contexts, shedding light on the multifaceted relationships between education, innovation, and economic development

    Mechanism and Function of the Spatiotemporal Distribution of the Small GTPase Rho5 in the Oxidative Stress Response of Saccharomyces cerevisiae

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    The proper response to changing environmental conditions is an essential feature of all living cells acquired in the course of evolution. It frequently involves the sensing of extracellular cues and their conversion into metabolic and transcriptional adaptations mediated by signal transduction cascades. These frequently employ molecular switches in the form of small GTPases, for example of the subfamily of Ras-homologous (Rho) proteins. This thesis focused on one of its members in the yeast Saccharomyces cerevisiae, namely Rho5. Based primarily on genetic and cell biological data, Rho5 was suggested to act as a central hub in the coordination of several signal transduction pathways in yeast. Of special interest for this thesis is its role in the response to oxidative stress, when it translocates rapidly to the mitochondrial surface, together with its dimeric GDP/GTP exchange factor (GEF), composed of Dck1 and Lmo1. The association with mitochondria has been suggested to trigger mitophagy and apoptosis of the yeast cells under oxidative stress, which explains the increased resistance of rho5, dck1 and lmo1 deletions towards the addition of hydrogen peroxide. Consequently, the spatiotemporal distribution of Rho5 and its GEF appeared to be important and was further investigated in this thesis. For this, the three proteins were equipped with different tags (the green fluorescent protein GFP or the small ALFA peptide) and the respective nanobodies fusions were used to trap them at specific cellular membranes. These studies revealed that the GEF subunits can assemble in vivo at any intracellular site where one of them is recruited to, i.e. Lmo1 and Dck1 can auto-assemble. With regard to the oxidative stress response, growth curves in the presence of hydrogen peroxide were used as a read-out. Although occasionally contradictory results were obtained depending on the fusion proteins employed, this led to a working hypothesis in which Lmo1 needs to be activated at the plasma membrane to catalyze, in the complex with Dck1, the activation of Rho5. The latter must be recruited to the mitochondria to fulfill its role in the oxidative stress response. Efficient recruitment of Rho5 to the mitochondria, but not that of the two GEF subunits, was further shown to depend on three proteins in the mitochondrial outer membrane, encoded by ALO1, FUN14 and MSP1. Additionally, genetic interaction between RHO5 and POR1, a voltage-dependent anion channel (VDAC) of the outer mitochondrial membrane was also presented. Finally, transcriptome and proteome analyses comparing a rho5 deletion to its isogenic wild-type strain supported the role of the GTPase in the different signal transduction pathways reported in the literature, including the oxidative stress response and the reaction to glucose starvation. The latter relations were investigated in more detail by epistasis analyses of rho5 mutants with deletions in several components of the three known glucose signaling pathways in S. cerevisiae. Rho5 was thus suggested to activate the cAMP/PKA pathway through its upstream GTPase Ras2, providing another link to the oxidative stress response and TORC1-mediated nutrient signaling, as the downstream transcription factors Msn2/Msn4 trigger gene expression under all these conditions in the yeast’s general stress response

    The role of Rho5 in glucose signalling in Saccharomyces cerevisiae

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    Rho GTPases are essential proteins, which act as molecular switches and regulate a variety of signal transduction pathways in all eukaryotic cells. This is also true for the six Rho-type GTPases in the model organism Saccharomyces cerevisiae where they are involved in the control of many regulatory networks. Amongst them, the small GTPase Rho5 has been suggested to be a central hub that coordinates the responses to different kinds of stress, such as cell wall perturbations, high medium osmolarity, oxidative stress and nutrient starvation. This work focussed on investigations of the requirements for the rapid translocation of Rho5 from the plasma membrane towards mitochondria in response to oxidative stress and glucose starvation, and the underlying regulatory networks related to the latter. While Rho5 depends on both subunits of its heterodimeric guanine nucleotide exchange factor (GEF) Dck1/Lmo1 for the mitochondrial translocation, each subunit apparently can migrate independently. Moreover, the stress-dependent recruitment of Rho5 to mitochondria is affected by the four mitochondrial outer membrane proteins Alo1, Fun14, Msp1 and Por1. In order to study the effect of Rho5 on global regulatory networks, transcriptome and proteome analyses were performed, comparing rho5 deletions with their isogenic wild-type strains. These analyses identified the different glucose signalling pathways as major effectors of the GTPase. Epistasis analyses prompted by these data revealed that Rho5 works as a positive regulator upstream of Ras2 in the cAMP/PKA pathway. Taken together, the results of this thesis contribute to a better understanding of the mechanistic principles underlying the translocation of Rho5 to the mitochondria under oxidative stress and glucose starvation, as well as positioning Rho5 in the complex glucose signalling network

    Geschlechtsspezifische Selektionsmechanismen non-formaler beruflicher Weiterbildung

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    Unterscheiden sich Männer und Frauen in ihrem Weiterbildungsverhalten und wenn ja, wie kommen diese Unterschiede zustande? Welche Rolle spielen dabei (ungleiche) geschlechts-spezifische Arbeitsteilungsmuster, selektive Arbeitsmarktzugänge und betriebliche Positio-nierungen? Diesen Fragen widmet sich die vorliegende Dissertation, um mögliche ge-schlechtsspezifische Selektionsmechanismen non-formaler beruflicher Weiterbildung zu identifizieren. Grundsätzlich gewinnt non-formale berufliche Weiterbildung unter dem Ein-fluss gesellschaftlicher Transformationsprozesse (wie dem klimatischen, demographischen und technologischen Wandel) zunehmend an Relevanz, um u.a. die Kompetenzen von Be-schäftigten an sich wandelnde Arbeits- und Qualifikationsanforderungen anzupassen. Die theoretische Grundlage beruht auf sozialen Mechanismen als Erklärungsansatz für die Gene-se sozialer Ungleichheiten und ist geschlechtssensibel ausgerichtet. Entlang einer mechanis-tischen Argumentationskette bildet die geschlechtliche Differenzierung und Organisation von Erwerbs- und Sorgearbeit den Ausgangspunkt und das geschlechtsspezifische Weiter-bildungsverhalten als Dimension sozialer Ungleichheit den Endpunkt einer mechanistischen Wirkungskette. Mit den Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) werden zero-inflated negative binominal regression models verwendet, um im Rahmen von seriellen Mediations-analysen die Teilnahmewahrscheinlichkeiten (grundsätzliche Teilnahme, Anzahl und Dauer der Maßnahmen) von Männern und Frauen zu schätzen. Die deskriptiven Ergebnisse zeigen, dass Männer insgesamt länger und Frauen (grundsätzlich) häufiger an non-formaler berufli-cher Weiterbildung teilnehmen (gender training gap). Die multivariaten Ergebnisse legen nahe, dass Frauen mit zunehmendem Umfang an Kindersorgearbeit seltener und in geringe-rem Umfang an non-formaler beruflicher Weiterbildung teilnehmen (motherhood training penalty), während dies bei Männern nicht der Fall ist. Zudem verdeutlichen die Ergebnisse der Mediationsanalysen, dass vor allem der selektive Arbeitsmarktzugang und die niedrigere Positionierung im betrieblichen Lohngefüge den motherhood penalty mediieren. Zusam-mengefasst wirkt sich der selektive Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt aufgrund von Sorgeverantwortung auf die betriebliche Positionierung aus, was den Zugang zu non-formaler beruflicher Weiterbildung negativ beeinflusst und somit zu geschlechtsspezifi-schen Selektionsmechanismen der non-formalen beruflichen Weiterbildung führt

    Destruction of the brush border by Salmonella enterica sv. Typhimurium subverts resorption by polarized epithelial cells

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    Salmonella enterica serovar Typhimurium is an invasive, facultative intracellular gastrointestinal pathogen that destroys the brush border of polarized epithelial cells (PEC). The brush border is critical for the functions of PEC because it resorbs nutrients from the intestinal lumen and builds a physical barrier to infecting pathogens. The manipuation of PEC during infection by Salmonella was investigated by live-cell imaging and ultrastructural analysed of the brush border. We demonstrate that the destruction of the brush border by Salmonella significantly reduces the resorption surface of PEC along with the abrogation of endocytosis at the apical side of PEC. Both these changes in the physiology of PEC were associated with the translocation of type III secretion system effector protein SopE. Additionally, the F-actin polymerization rate at the apical side of PEC was highly altered by SopE, indicating that reduced endocytosis observed in infected PEC is related to the manipulation of F-actin polymerization mediated by SopE and, to a lesser extent, by effectors SopE2 or SipA. We further observed that in the absence of SopE, Salmonella effaced microvilli and induced reticular F-actin by bacterial accumulation during prolonged infection periods. In contrast to strains translocating SopE, strains lacking SopE did not alter resorption by PEC. Finally, we observed that after engulfment of Salmonella, ezrin was lost from the apical side of PEC and found later in early endosomes containing Salmonella. Our observations suggest that the destruction of the brush border by Salmonella may contribute to the pathogenesis of diarrhea

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