1007 research outputs found
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Perspectives on Natural Language Processing and Artificial Intelligence
Softcover, 17x24Artificial intelligence is considered to be one of the most decisive topics in the 21st century. Deep learning algorithms, which are the basis of many artificial intelligence applications, are of central interest for researchers but also for students that strive to build up academic knowledge and practical competencies in this field.
The Deep Learning Seminar at the University of Göttingen follows the central notion of the Humboldtian model of higher education and offers graduate students of applied statistics the opportunity to conduct their own research. The quality of the results motivated us to publish the most promising seminar papers in this volume. For the selected papers a review process was conducted by the lecturers.
The presented contributions focus on applications of deep learning algorithms for text data. Natural language processing methods are for example applied to analyse data from Twitter, Telegram and Newspapers. The research applications allow the reader to gain deep insights into some of the latest developments in the field of artificial intelligence and natural language processing from the perspective of students of whom many will take part in shaping the future research in this field
Zur Verrechtlichung des Kirchenasyls in Folge der Flüchtlingskrise
Softcover, 17x24Gegenstand der Arbeit ist das Kirchenasyl unter der Vereinbarung zwischen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den christlichen Kirchen von 2015. Die wesentlichen rechtlichen und tatsächlichen Unterschiede zur Gewährung von Kirchenasyl seit Ende der 1980er Jahre werden herausgearbeitet und die Auswirkungen der BAMF-Kirchen-Vereinbarung und des daraufhin implementierten Dossierverfahrens auf die „Rechtsprobleme“ des Kirchenasyls analysiert. Damit kann beantwortet werden, ob es zu einer – bereits vor 30 Jahren befürchteten – Verrechtlichung des Kirchenasyls gekommen ist. Im Ergebnis lässt sich keine Verrechtlichung erkennen, wohl aber ein bisher unbekannter Grad an Formalisierung. Das staatlich zur Verfügung gestellte Härtefallverfahren für Flüchtlinge im Kirchenasyl schränkt die Legitimation etwaiger Sanktionen ein oder lässt sie ganz entfallen und verschiebt auch sonst die Begründungslasten. Dadurch kommt es zu neuen bzw. veränderten einfachrechtlichen Konsequenzen des Kirchenasyls.The subject of the dissertation is church asylum under the 2015 agreement of the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF) and the Christian churches. The main legal, as well as actual differences to the granting of church asylum since the end of the 1980s are elaborated. The effects of the BAMF-church agreement and the subsequently implemented dossier procedure on the "legal problems" of church asylum are analyzed. This makes it possible to answer whether a legalization of church asylum - already feared 30 years ago - has occurred. In the result no legalization can be recognized, but a so far unknown degree of formalization. The state-provided hardship procedure for refugees in church asylum restricts the legitimacy of any sanctions or eliminates them altogether and shifts the burden of justification in other ways as well. This leads to new or changed consequences of church asylum under simple law
Միջքրիստոնեական գիտաժողովի վավերագրեր, 9 հունիսի 2021 թ
Softcover, 17x24Der für Armenien schlechte Ausgang des Krieges in Arzach/Berg-Karabach 2020 hat in seiner Folge auch deutsche Theologinnen und Theologen zu einer Initiative veranlasst, die auf das kulturelle Erbe der Region aufmerksam macht. Damit knüpften sie an die historisch gewachsene Verbindung zwischen deutscher Wissenschaft und Armenien an, die mit dem Interesse am Reichtum und der Schönheit dieser Kultur zusammenhängt, dessen Erbe durch Kriege und Fremdherrschaft immer wieder gefährdet war. Im Schatten des Krieges
von 2020 wirft diese Dokumentation einen ersten Blick auf die geretteten Schätze aus Arzach/Berg-Karabach und stellt Initiativen und Persönlichkeiten vor, die sich für das Land und seine Menschen engagierten und engagieren.In its aftermath, the bad outcome of the 2020 Arzakh/Mountain Karabakh war for Armenia also prompted German theologians to launch an initiative to draw attention to the cultural heritage of the region. In doing so, they tied in with the histo
rically grown connection between German science and Armenia, which is related to the interest in the richness and beauty of this culture, whose heritage has been repeatedly endangered by wars and foreign rule. In the shadow of the war
of 2020, this documentary takes a first look at the rescued treasures from Arzakh/Mountain Karabakh and introduces initiatives and personalities who were and are committed to the country and its people.
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)2020 թ․ Արցախյան պատերազմը ծանր ելք ունեցավ հայերի համար, ինչն առիթ հանդիսացավ
գերմանացի աստվածաբանների մի նախաձեռնության՝ ուշադրություն հրավիրելու
տարածաշրջանի մշակութային ժառանգությանը։ Դրանով վերահաստատվեց գերմանացի
գիտնականների և Հայաստանի ու հայերի միջև պատմականորեն ձևավորված սերտ
կապը, ինչը պայմանավորված է հայկական մշակույթի հարստությամբ ու գեղեցկությամբ,
որի ժառանգությունը մշտապես վտանգում են պատերազմներն ու օտարի լուծը։ 2020
թ․ արհավիրքների ներքո սույն փաստագրական ժողովածուն ծանոթացնում է Արցախի
փրկված գանձերին և ներկայացնում այն անձնավորությունների գործունեությունը, որոնք
օժանդակել են հայերի
Eine Bilanz
Softcover, 17x24Obgleich die Debatten um die Integration von geflüchteten Menschen in den Hintergrund getreten sind, bleibt doch die Herausforderung, geeignete Sprachkonzepte für Geflüchtete wie auch andere Zugewanderte zu entwickeln. Schließlich ist der Erwerb des Deutschen einer der wichtigsten Schlüssel für eine erfolgreiche Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben. Dieser Herausforderung stellt sich der vorliegende Sammelband, der im Anschluss an den 2017 erschienen MatDaF-Band „Wie schaffen wir das? Beiträge zur sprachlichen Integration geflüchteter Menschen“ nun Bilanz ziehen möchte und Ansätze zur sprachlichen Integration in den Kontexten Schule, Hochschule und Beruf kritisch zwischen Theorie und Praxis beleuchtet
Politische Kultur und linksradikales Engagement in der niedersächsischen Landeshauptstadt
Softcover, DIN A4Welche Rolle kommt linksradikalen Gruppen bei der Artikulation und Bündelung von Protestimpulsen in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu? Stellen diese gar einen Prägefaktor der politischen Kultur Hannovers dar? Und welche lokalkulturellen Kontextbedingungen finden politische Akteure hier grundsätzlich vor?
Diesen Fragen geht die vorliegende FoDEx-Kurzstudie nach. Sie skizziert die zentralen Charakteristika und langfristigen Entwicklungstendenzen der linksradikalen bzw. linken Szene vor Ort und setzt diese in Bezug zum stadtpolitisch dominanten pragmatischen Politikstil, der maßgeblich durch die jahrzehntelange sozialdemokratische Hegemonie geprägt worden ist.What role do radical left-wing groups play in articulating and bundling protest impulses in Lower Saxony's state capital? Do they even represent a formative factor in Hannover's political culture? And what local cultural contextual conditions do political actors find here? These are the questions that this short FoDEx study explores. It outlines the central characteristics and long-term development trends of the local left-wing radical scene and relates them to the dominant pragmatic political style in the city, which has been decisively shaped by decades of social democratic hegemony.
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Strukturen und Widersprüche polizeilicher Arbeit
Softcover, 17x24In öffentlichen Diskursen wird die Polizei sowohl als „Freund und Helfer“ und Garant von Ordnung und Gesetz präsentiert, als auch als Institution eines Gewaltmonopols verhandelt, das (illegitim) Gewalt ausübt. Polizist*innen werden korrespondierend als Akteure im Bereich Sicherheit und Gewaltprävention sowie als Opfer oder Täter*innen von illegitimer Gewalt präsentiert. Jenseits der Reflexion über diese komplementären Bilder richtet die vorliegende soziologische Studie den Blick auf den schutzpolizeilichen Alltag und rekonstruiert diesen als komplex strukturiertes Handlungsfeld. Die empirische Untersuchung des Einsatz- und Streifendienstes in Niedersachsen zeigt auf Basis einer Verknüpfung von biographietheoretischen, sozialkonstruktivistischen und figurationssoziologischen Perspektiven, wie polizeiliches Handeln im Kontext von spezifischen Organisationsbedingungen und den lebensgeschichtlichen Erfahrungen von Polizist*innen prozessiert wird. Strukturmerkmale polizeilichen Handelns und Deutens zeigen sich genau an der Schnittstelle von Organisation und Biographie: Organisationale Handlungsorientierungen und deren interaktive Durchsetzung in polizeilichen Einsatzsituationen und innerhalb des Organisationsalltags sind eng verwoben mit den lebensgeschichtlichen Verläufen von Polizist*innen. Die Studie zeigt, dass die konkrete Berufsausübung nicht nur von der beruflichen Sozialisation in der Organisation geprägt wird, sondern wesentlich an biographische Erfahrungen und Wissensbestände anknüpft.
Diese Untersuchung trägt damit zum Verstehen von Berufskarrieren, polizeilicher Arbeit und Alltagspraxis bei. Sie liefert darüber hinaus generelle Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Organisationen und Biographien.In public discourses in Germany, the police as an institution is presented on the one hand as our “friend and helper” and the guarantor of law and order, and on the other hand as an organization with a monopoly on violence that (illegally) practices violence. Police officers are presented correspondingly as actors in the sphere of security and prevention of violence, and as victims or perpetrators of illegitimate violence. Beyond reflecting on these complementary images, this sociological study looks at the everyday work of the police and reconstructs this complex field of action. Using a combination of theoretical approaches from biographical research, social constructivism and figurational sociology, this empirical study of the work of uniformed police officers in Lower Saxony shows how their actions are processed in the context of specific organizational conditions and the biographical experiences of the individuals concerned. It is found that the structural features of police actions and interpretations are located at the interface between organization and biography: organizational orientations for police action and their interactive implementation in concrete situations and in the daily routines of the organization are closely intertwined with the biographies of the police officers concerned. The study shows that concrete police practices are not only influenced by socialization within the organization, but are also linked to biographical experiences and stocks of knowledge. This study thus contributes to our understanding of careers in the police, police work and everyday practice. Beyond this it provides general insights into the interrelationship between organizations and biographies
Entwicklungen und Tendenzen
Softcover, 17x242022-09-23Lateinamerika und die deutschsprachigen Länder Mitteleuropas stehen seit langem in vielseitigen und dynamischen Beziehungen. Dieses enge Miteinander hat sich maßgeblich auch auf Geschichte und Gegenwart der institutionellen Germanistik in Lateinamerika ausgewirkt. Dabei gibt es allerdings länderspezifische Unterschiede: während man im Falle einiger Standorte nur ansatzweise von einer etablierten Germanistik sprechen kann, ist sie in anderen durchaus breit aufgestellt. Die bestehende Vielfalt nachzuzeichnen ist Hauptanliegen dieses Sammelbandes.
Die Idee für die Publikation entstand während des 16. Kongresses des Lateinamerikanischen Germanistenverbandes (ALEG) in Buenos Aires im Dezember 2017. Im Rahmen der Sektion „Geschichte der Germanistik“ wurde das Desiderat eines Sammelbandes mit Beiträgen in deutscher Sprache deutlich, in denen die Entwicklungen und Perspektiven germanistischer Studiengänge in den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern und Regionen aufgearbeitet und diskutiert werden. AkademikerInnen aus ganz Lateinamerika erklärten sich bereit, Einblicke und Erkenntnisse zu den Aufgaben und Schwerpunkten germanistischer Studien für das Buchprojekt zu teilen. Da die institutionellen Rahmenbedingungen des Fachs in Lateinamerika sehr unterschiedlich sind, gehen die InitiatorInnen von einem weiten Begriff der Germanistik aus, der die Lehre und Erforschung sowohl literatur- und kulturwissenschaftlicher Themen als auch sprach- und übersetzungswissenschaftliche Studien sowie die LehrerInnenausbildung und den Unterricht der deutschen Sprache an sich umfasst.
Der Sammelband vereint insgesamt 22 Artikel aus elf Ländern, erstellt von 39 AutorInnen, und ermöglicht damit eine breite und differenzierte Sicht auf die Lage der Germanistik in Lateinamerika. Vertreten sind Porträts und Analysen aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Uruguay und Venezuela.Latin America and the German-speaking countries of Central Europe have for a long time maintained multifaceted and dynamic relations. This close interaction has also had a significant impact on the history and present of institutional Germanic studies in Latin America. There are, however, country-specific differences: while in the case of some locations there is only a rudimentary area of Germanic Studies, in others it is quite broadly established. The main purpose of this volume is to trace the existing diversity.
The idea for the publication emerged during the 16th Congress of the Latin American Association of Germanists (ALEG) in Buenos Aires in December 2017. Within the framework of the section "History of Germanic Studies", the need for an anthology with contributions in German became evident, in which the developments and perspectives of Germanic studies in the various Latin American countries and regions are reviewed and discussed. Academics from across Latin America agreed to share insights and findings on the aims and foci of Germanic studies for the book project to be realized. Since the institutional framework of the discipline varies widely in Latin America, the initiators assume a broad concept of Germanic studies that encompasses the teaching and research of literary and cultural studies, as well as linguistic and translation studies, teacher training and the teaching of the German language itself.
The anthology combines a total of 22 articles from eleven countries, written by 39 authors, and thus provides a broad and diverse view of the situation of Germanistic studies in Latin America. It includes overviews and analyses from Argentina, Bolivia, Brazil, Chile, the Dominican Republic, Ecuador, Colombia, Mexico, Paraguay, Uruguay and Venezuela
Politische Einstellungen in Niedersachsen während der Corona-Pandemie
Softcover, DIN A4Der „Niedersächsische Demokratiemonitor“ (NDM) hat als Längsschnittstudie die Aufgabe, mehrheitskulturelle politische Mentalitätstrends in Niedersachsen zu identifizieren und zu dokumentieren. Dafür werden turnusmäßig repräsentative Umfragen in der niedersächsischen deutschsprachigen Wohnbevölkerung durchgeführt (erstmals 2019)
und daran anschließend in qualitativen Vertiefungsstudien die unterhalb der Einstellungsebene
liegenden politisch-kulturellen Sinnbezüge und Ordnungsideen, also konkret: Mentalitäten und Gesinnungen, erforscht. Für die vorliegende Studie wurden von April bis Juni 2021 nun zum zweiten Mal Umfragedaten erhoben, die im Folgenden präsentiert und mit den Daten von 2019 in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise können Veränderungen und Konstanten in den Einstellungen der Niedersachsen sowie zentrale Fragen nach dem Vertrauen der Bevölkerung in Demokratie, Politik und Institutionen, aber auch Ängste und Hoffnungen – hier vor allem im Zusammenhang mit der aktuellen
Corona-Pandemie – eruiert werden.Abb. 52 auf Seite 47 wurde ausgetausch
Die Göttinger Theologische Fakultät in der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit
Hardcover, 17x24„Unsere Theologische Fakultät ist wirklich und wahrhaftig die einzige Theologische Fakultät, aus der sich bei entschlossenem Neubauwillen des Ministeriums wirklich etwas Großes und Wirksames im Sinne des neuen Staates machen lässt. Wir allein haben dazu hinreichende Ansätze im vorhandenen Bestande.“
Dekan Emanuel Hirsch an Rektor Friedrich Neumann am 16. Juni 1934
Auf breiter Quellenbasis setzt sich Hansjörg Buss mit der Theologischen Fakultät der Landesuniversität Göttingen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Untersucht werden Bedeutung und Einfluss der neuen theologischen Ansätze der Zwischenkriegszeit sowie der gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen auf institutionelles Handeln, Forschung, Lehre, Verwaltung und Publizistik, wobei erstmals auch die Lage der Studierendenschaft in den Blick genommen wird.
Gezeigt wird, dass die Fakultät zu keiner Zeit ein positives Verhältnis zur Weimarer Republik fand. Während der nationalsozialistischen Diktatur engten der ‚Kirchenkampf‘ und weltanschaulicher Konkurrenzdruck durch den NS-Staat ihre Spielräume ein. Pläne zur Schaffung einer deutschchristlichen Vorzeigefakultät zerschlugen sich, Hoffnungen und Desillusionierungen, staatspolitische Loyalität und kirchenpolitische Gegensätze, akademische Kontinuität und institutioneller Existenzkampf bestimmten ihren weiteren Weg. Der Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai 1945 leitete eine weitaus größere Zäsur ein: Die personelle Neuaufstellung war mit einer theologischen Neuausrichtung verbunden, die die Fakultät nachhaltig prägte.
Der Autor:
Dr. Hansjörg Buss, geb. 1971, studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Jura (öffentliches Recht). Die vorliegende Arbeit ermöglichte ein dreijähriges Forschungsstipendium der Göttinger Theologischen Fakultät."Our Faculty of Theology is really and truly the only Faculty of Theology from which something great and effective in the sense of the new state can be made if the Ministry is determined to rebuild. Dean Emanuel Hirsch to Rector Friedrich Neumann on June 16, 1934On a broad source basis, Hansjörg Buss deals with the theological faculty of the State University of Göttingen in the first half of the 20th century. The significance and influence of the new theological approaches of the interwar period as well as the social and political challenges on institutional action, research, teaching, administration, and journalism are examined, with the situation of the student body also being considered for the first time. It is shown that the faculty at no time found a positive relationship to the Weimar Republic. During the National Socialist dictatorship, the 'church struggle' and ideological competitive pressure from the Nazi state narrowed its scope. Plans to create a German-Christian flagship faculty fell through, hopes and disillusionment, loyalty to the state and opposition to church policy, academic continuity and institutional struggle for existence determined its further path. The collapse of the German Reich in May 1945 ushered in a far greater caesura: The personnel reorganization was connected with a theological reorientation that left a lasting mark on the faculty. The author: Dr. Hansjörg Buss, born in 1971, studied history, political science and law (public law). The present work was made possible by a three-year research fellowship from the Göttingen Faculty of Theology.
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Publikation zur gleichnamigen Ausstellung: 2021 11.01-2022 02.13 Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen
Softcover, 20x24Johann Friedrich von Uffenbach war wohlhabender Spross einer Frankfurter Patrizierfamilie, von erblichem Adel und der jüngere Bruder Zacharias Conrads (1683–1734), eines der größten Büchersammler und Handschriftenspezialisten seiner Zeit. Er studierte zunächst bei dem mathematisch-rationalistischen Aufklärer Christian Wolff (1679–1754) in Halle, bevor er 1714 einen Abschluss in Rechtswissenschaften an der Universität Straßburg erwarb. Als Europareisender führte er ausführliche Reisetagebücher und lebte als Privatgelehrter mit technisch-naturkundlichen und künstlerischen Interessen, als Sammler von Büchern, Instrumenten, Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphik in Frankfurt. Seine Begeisterung für alles Technische, Messbare und neu Erfundene führten zu experimentierendem Lernen auf unterschiedlichsten Gebieten, doch – da kein Zwang zu Broterwerb vorlag – selten zu langfristiger Beschäftigung. Praktisch umgesetzte Zeugnisse Uffenbachscher Tätigkeiten sind beispielsweise eine erneuerte Mainbrücke, verschiedene Großfeuerwerke, diverse Musiken und eine Oper sowie einige Kupferstiche. Seine wissenschaftliche Betätigung belegen handschriftliche Aufzeichnungen, so über 8.000 Seiten Reisetagebücher, fünf Bände mit Sitzungsprotokollen seiner in Frankfurt ge-
gründeten gelehrten Gesellschaft, zahlreiche Briefe und Manuskripte unveröffentlichter Schriften: Uffenbach reiste, lernte, las und erprobte gern, doch war ihm die Breite seiner Studien wichtiger als deren Tiefe. Uffenbachs eigenhändige Kataloge und Verzeichnisse der Sammlungen setzten Handschriftliches mit gedruckten Büchern der Bibliothek, Instrumenten, Modellen, Zeichnungen und Kupferstichen in Beziehung. So entstand ein komplexes, vielteiliges Arbeitsinstrument, das er 1736 der neugegründeten Göttinger Universität vermachte, die es nach dessen Tod 1770 erhielt.Johann Friedrich von Uffenbach was a wealthy scion of a Frankfurt patrician family, of hereditary nobility, and the younger brother of Zacharias Conrad (1683-1734), one of the greatest book collectors and manuscript specialists of his time. He first studied under the mathematical rationalist Enlightenment philosopher Christian Wolff (1679-1754) in Halle before earning a law degree from the University of Strasbourg in 1714. As a European traveler, he kept detailed travel diaries and lived in Frankfurt as a private scholar with technical, natural history and artistic interests, a collector of books, instruments, paintings, drawings and prints. His enthusiasm for everything technical, measurable and newly invented led to experimental learning in a wide variety of fields, but - since there was no compulsion to earn a living - rarely to long-term employment. Practical evidence of Uffenbach's activities are, for example, a renovated bridge over the Main, various large fireworks, diverse music and an opera as well as some copperplate engravings. His scientific activities are documented in handwritten records, such as more than 8,000 pages of travel diaries, five volumes of minutes of meetings of his learned society founded in Frankfurt, numerous letters and manuscripts of unpublished writings: Uffenbach enjoyed traveling, learning, reading and testing, but the breadth of his studies was more important to him than their depth. Uffenbach's own handwritten catalogs and inventories of the collections correlated manuscripts with printed books in the library, instruments, models, drawings, and copper engravings. The result was a complex, multi-part working tool that he bequeathed in 1736 to the newly founded University of Göttingen, which received it after his death in 1770.
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