Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation
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Evaluierung der Austrian Cooperative Research (ACR) 2020-2022
Die ACR ist ein Netzwerk von privaten, gemeinnützigen Forschungsinstituten, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei ihren Innovations- und Digitalisierungsbestrebungen direkt und über ein besseres Verständnis der ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützen. Durch einen intensiven Technologie- und Wissensaustausch mit den KMU und der aktiven Unterstützung von Start-ups soll die Innovationsposition Österreichs verbessert werden.
Dafür unterstützen und begleiten die Institute kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Vertretung durch den Innovationsprozess. Die gegenständliche Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) bezieht sich auf die Wirkung der ACR-Förderung für die Durchführungsjahre 2020-2022 und formuliert auf Basis dieser Analysen Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung der Förderung. Eine ausführliche Auswertung von Monitoringdaten, differenziert nach vier Gruppen von ACR-Instituten, Fallvignetten zu Wirkungspfaden, die auf einer schriftlichen Befragung der Institutsleiter:innen, auf Stakeholder-Interviews, auf zwei Fokusgruppen sowie auf Dokumentenanalysen beruhen, sowie eine Fallstudie über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen in Deutschland (AiF) sind die wesentlichen Pfeiler dieser Evaluierung
Study supporting the assessment of EU Missions and the review of mission areas. Mission areas review report
Konzeptvorschlag für ein wirkungsorientiertes FTI-Monitoring
Ende 2022 wurde das Team von Technopolis und KMU Forschung Austria von der Sektion III – Innovation und Technologie – des BMK mit der Bedarfserhebung und Konzeptentwicklung für ein wirkungsorientiertes Forschungs- Technologie- und Innovations(FTI)-Monitoring beauftragt.
Dieses Projekt fand vor dem Hintergrund eines umfassenden Wandels in der FTI-Politik1 statt: Während sich die Forschungspolitik nach dem 2. Weltkrieg auf die Grundlagenforschung konzentrierte und deren Governance der Wissenschaft selbst überließ, folgte ab den 1960er Jahren eine stärkere Ausrichtung auf einen unmittelbaren gesellschaftlichen Mehrwert durch die Nutzung von Wissen für Innovation und wirtschaftliches Wachstum. Heute konzentriert sich die transformative Innovationspolitik (TIP) „auf die Mobilisierung der Innovationskraft, um ein breites Spektrum gesellschaftlicher Herausforderungen wie Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel anzugehen“, mit dem Ziel, sozio-technische Systeme dort zu verändern, wo sie Probleme verursachen bzw. einen sozio-technischen Systemwandel herbeizuführen.
Im Gegensatz zur Innovationspolitik der 1. und 2. Generation benötigt sie in erhöhtem Maße steuerungsrelevante Informationen, die über Fortschritte in der Forschung sowie über Gelingensbedingungen für den Transfer in die Praxis und Veränderungen der systemischen Kontextbedingungen informieren (Wise und Arnold, 2022). Damit steigen die Anforderungen an ein zeitnahes Monitoring durch Förderagenturen und externe Begleitprozesse deutlich.
Gleichzeitig eröffnen die Möglichkeiten der Online-Erfassung von Projektinformationen sowie der Einsatz von Software zur Analyse großer Datenmengen und künstlicher Intelligenz (KI) ein breiteres Spektrum für zeitnahe Analysen. Das BMK hat daher ein umfassendes Projekt zur Weiterentwicklung der wirkungsorientierten Monitoring- und Evaluierungsaktivitäten von FTI-politischen Maßnahmen gestartet. Das mit diesem Bericht abgeschlossene Begleitprojekt soll die Sektion III bei ihren Vorhaben unter Berücksichtigung von drei langfristigen Zielen und Maßnahmen unterstützen:
1. Etablierung eines transformativen FTI-Ansatzes, mit Monitoring und Evaluierung als integralen Bestandteilen,
2. bessere Kenntnis von FTI-Ergebnissen und damit verbunden, die verbesserte Verfügbarkeit und Nutzung von Forschungsdaten (insbesondere aus den Forschungsförderungsorganisationen, aber auch aus Beteiligungen),
3. aussagekräftige Indikatoren, die den Beitrag von FTI zu (inter-)nationalen Energie- und Klimazielen abbilden
Begleitevaluation der BMWK-Förderung im 7. Energieforschungsprogramm. Erster Zwischenbericht
Dem 7. Energieforschungsprogramm (7. EFP) kommt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende Deutschlands zu, indem es eine Verbindung zwischen den langfristigen Zielen der Bundesregierung und den Zeithorizonten der angewandten Forschung herstellt.Die Begleitevaluation des 7. EFP wird unter der Leitung des AIT Austrian Institute of Technology (Center for Innovation Systems and Policy in Kooperation mit dem Center for Energy), der KMU Forschung Austria sowie Kerlen Evaluation durchgeführt. Sie liefert Analysen, Reflexionen und fortlaufend Empfehlungen zur Steuerung und kontinuierlichen Verbesserung des Programms. Die Studie empfiehlt eine stärkere Anpassung der Projektförderung an die Anforderungen der Energiewende, eine Beschleunigung von Verfahren, die Fortführung der Reallabore und eine verstärkte Ausrichtung der Begleitmaßnahmen auf die Transformation des Energiesystems. Eine mögliche missionsorientierte Ausrichtung des 8. EFP wird als vielversprechende Chance betrachtet, erfordert jedoch neue Methoden der Programmsteuerung
Evaluierung der Projektergebnisse der 5G-Playground Forschungsprojekte
Die vorliegende Evaluierung befasst sich mit den Use Cases innerhalb des "5G-Playground", einem Testlabor für die Forschung und Entwicklung von 5G-Anwendungen, Produkten, Prozessen und Applikationen. Die 5G-Playgrounds Carinthia wurden im Jahr 2019 gestartet und werden von der BABEG betrieben, deren Eigentümer der Bund und das Land Kärnten sind. Die Finanzierung erfolgte durch Mittel des Bundesministeriums und des Landes Kärnten. In Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkanbieter A1 wurde die erforderliche Infrastruktur aufgebaut.
Das übergeordnete Ziel der verschiedenen Use Cases bestand darin, Anwendungen im 5G-Netz auf ihre Funktionalität zu testen und vor allem die Effizienz des Netzes bis an seine Grenzen auszuloten. Die Wahl der verschiedenen Use Cases führte zu einem Dreieck-Konstrukt an (Grundlagen)Forschungsarbeiten, das die verschiedenen Herausforderungen der 5G-Technologien behandelte. Die drei Dimensionen sind die Verringerung der Latenzzeiten, die Bewältigung der Netzüberlastung durch eine hohe Anzahl von Endgeräten und die Unterstützung hoher Übertragungsraten.
Diese Forschungsprojekte wurden im Jahr 2022 abgeschlossen, die Ergebnisse wurden nun einer Evaluierung unterzogen
Finanzierung von Universitäten - mit Fokus auf die Finanzierungsstruktur von Forschung und deren makroökonomische Effekte
Ein Literaturreview zeigt, dass volkswirtschaftliche Effekte von Universitäten in unterschiedlichen Dimensionen immer wieder im Fokus empirischer Arbeiten stehen. Dabei werden vor allem Grundfragen adressiert. Angesichts knapper werdender Haushaltbudgets und auch zunehmend komplexer werdender Rahmenbedingungen ist es Ziel der Studie, die Wirkungen von öffentlich finanzierten Universitäten und im Speziellen die Wirkungen von Forschung und Lehre an den Universitäten auf Innovation, Humankapitalbildung und
Wachstum zu quantifizieren. Es ist dies eine Analyse, die erstmalig mittels Einsatzes eines eigens an der Universität St. Gallen, für die Studie entwickelten DSGE-Modells durchgeführt wird. Es ist eine Basis-Analyse, die für jedes innovationsführende Land durchgeführt werden kann. Für die Modellierung dieser Effekte wurden idealisierte Annahmen getroffen, um die Wechselwirkung
zwischen Universitäten und Wirtschaft abbilden zu können. Eine wesentliche Annahme ist, dass Universitäten im Sinne der Ressourcenallokation optimale Entscheidungen treffen
Evaluierung des LBG OIS Centers und des LGB Career Centers
Die vorliegende Studie wurde von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) beauftragt und im Zeitraum zwischen 1. September 2022 und 31. März 2023 durchgeführt. Ziel der Studie ist es, das Open Innovation in Science (OIS) Center und das Career Center (CC) der LBG zu evaluieren und mögliche Szenarien für ihre Weiterentwicklung aufzuzeigen. Der empirische Teil der Evaluierungsstudie fußt auf einem Mixed Methods-Forschungsdesign, bestehend aus qualitativen und quantitativen Erhebungs- und Auswertungsinstrumenten, welche u.a. eine standardisierte Online-Befragung, insgesamt 111 leitfadengestützte qualitative Interviews, eine komparative und eine kontrafaktische Analyse sowie die Reflexion mit einem eigens für jedes Center eingerichteten Sounding Board beinhalten
Wirkungsanalyse des Härtefall-Fonds
Der COVID-19-Härtefall-Fonds wurde als Fördermaßnahme zum Ausgleich bzw. zur Abschwächung von Einkommensentgängen bei Selbständigen als Folge der Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 (COVID-19) konzipiert. Die gegenständliche Analyse widmet sich der Dimensionierung und Verortung der mikro- und makroökonomischen Wirkungen des Härtefall-Fonds in der vorab skizzierten Ausgangslage. Im Blickpunkt des Erkenntnisinteresses stehen auch Hinweise auf Treffsicherheit oder Fehleranfälligkeit des Instruments in Hinblick auf potentielle Mitnahmeeffekte und Überförderung.
Hinweis: Diese Studie wird im fteval Repositorium aufgenommen um als Referenz für andere COVID-19-bezogene Förderschienen im FTI-Bereich zu dienen und so sektorübergreifendes Lernen zu ermöglichen
Evaluation of WWTF COVID-19 Rapid Response Call
Der Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF) hat Technopolis Austria beauftragt, den den COVID-19 Rapid Response Call zu evaluieren. Die Evaluierung befasst sich mit dem Prozess, Umsetzung, die Ergebnisse und die Auswirkungen des Aufrufs und formuliert formative Schlussfolgerungen und Empfehlungen, insbesondere in Bezug auf die Frage, inwieweit Lehren aus den Erfahrungen mit dem COVID-19 Rapid Response Call für andere Programme und Prozesse des des WWTF oder anderer Förderorganisationen gezogen werden können. Die Evaluierung wurde zwischen April 2023 und November 2023 durchgeführt und stützt sich auf die Analyse von Dokumenten, insbesondere von kodierten Projektabschlussberichte, einen Selbstbewertungsbericht des WWTF, eine Netzwerkanalyse von Kooperationen, eine Fokus Fokusgruppe mit Vertretern der geförderten Projekte sowie Interviews mit Antragstellern, Jurymitgliedern Jurymitgliedern und verschiedenen Stakeholdern. Wir geben auch einen Überblick über internationale Erfahrungen mit vergleichbaren Programmen.
Die deutsche Originalfassung dieses Reports ist hier verfügbar: https://www.wwtf.at/epaper/RRC_eval_de/index.html#page=