Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation
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Begleitevaluierung der Pilotausschreibung Ideen Lab 4.0. Zusammenfassung.
Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat im Jahr 2018 das Pilotprogramm Ideen Lab 4.0 gestartet. Im Bericht von Anton Geyer und Barbara Good sind die Ergebnisse der Begleitevaluierung zusammengefasst, die eine Beurteilung des Erfolgs in Bezug zu den Programmindikatoren und den von der FFG aufgestellten Hypothesen zur Sandpit-Methode beinhaltet. Die FFG eröffnete durch den Einsatz der Methode, die bislang in Europa vor allem im Bereich der problembezogenen, akademischen Forschung eingesetzt wurde, einen Experimentierraum für eine neue Herangehensweise für die anwendungsorientierte Forschungsförderung. Der Einsatz der „Sandpit“-Methode ermöglicht der FFG neue Projektpartner bereits in der Phase der Ideen-, und Antragsentwicklung zusammen zu bringen und die Co-Entwicklung anwendungsorientierter, hoch interdisziplinärer Vorhaben zu stimulieren. Der Fokus der Begleitevaluierung lag auf der fünftägigen Sandpit-Veranstaltung und den daraus resultierenden Projekten sowie auf damit zusammenhängende Fragen der Auswahl der Teilnehmer/innen und Mentor/innen. Basierend auf Interviews und Aufbereitung von Daten, dokumentiert der Bericht die wichtigsten Lernerfahrungen aus der Ausschreibungs- und Auswahlphase und daraus abgeleitete Empfehlungen
EXTERNE EVALUATION ALS WESENTLICHER BEITRAG ZUR QUALITÄTSSICHERUNG AN PÄDAGOGISCHEN HOCHSCHULEN
Pädagogische Hochschulen sind im Kreis der tertiären bzw. postsekundären Bildungseinrichtungen Österreichs die jüngsten Institutionen. Mit dem Hochschulgesetz 2005 erhielten neben den öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen und privaten Universitäten auch Pädagogische Hochschulen den Hochschulstatus, sodass 2007 aus drei Vorgängerinstitutionen – den Pädagogischen Akademien, den Pädagogischen Instituten und den Berufsbildenden Akademien – neun öffentliche Pädagogische Hochschulen und darüber hinaus fünf private Pädagogische Hochschulen entstanden. Letztere befinden sich meist in kirchlicher Trägerschaft
IÖB Wirkungsanalyse. Tiefergehende, wirkungsorientierte Analyse von innovationsfördernden öffentlichen Beschaffungsprojekten in unterschiedlichen Anwendungsfeldern
Nachfrageseitige Innovationspolitik und insbesondere innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) sind in Österreich seit mehr als einem Jahrzehnt in Diskussion und seit 2012 mit dem beschlossenen und seit damals schrittweise umgesetzte „IÖB Leitkonzept“ auch politisch verankert. Obwohl öffentliche Beschaffung aus guten Gründen inhärent konservativ und risikoavers ist, wird mit IÖB ein neuer Weg beschritten, der beträchtliche Herausforderungen enthält (Innovationsrisiko, Mehraufwand im Vergleich zu Routinebeschaffung, Spannung zwischen langfristigem Nutzen und kurzfristigen Budgetzyklen etc.). Deren Bewältigung entscheidet über Erfolg und Wirkung. Dabei sind die vielfältigen Wirkungen von IÖB für den außenstehenden Betrachter aber auch für die Politik und die Beschaffer selbst oft nur schwer erfassbar, weil das Wirkungsgefüge komplex (direkte und indirekte Wirkungen, manche zeitlich versetzt) und häufig auch nur unzureichend dokumentiert ist. Im Rahmen der gegenständlichen Studie wurde daher das komplexe IÖB Wirkungsgefüge anhand ausgewählter Beispiele untersucht
Bericht zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs 2018.
Der österreichische Ministerrat hat dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung die Aufgabe übertragen, einen jährlichen „Bericht zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs“ zu erstellen. Der Bericht fokussiert auf die Erreichung der Ziele der Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie), die auch im aktuellen Regierungsprogramm weiterhin als wesentlicher Orientierungsrahmen für die FTI-Politik der Bundesregierung geführt wird. Im Mittelpunkt der Analyse stehen ein strategisches Monitoring der Umsetzung der FTI-Strategie und die Bewertung der Zielorientierung der getroffenen Maßnahmen. Die Ergebnisse dieses Umsetzungsmonitorings bilden eine wesentliche Grundlage für die Bewertung der Performance des österreichischen FTI-Systems
How to achieve, assess and advance impact and societal value of health research from a funders' perspective.
Sichtweise von ZonMw zur Stärkung der Wirkung von verantwortungsvoller Forschungsprogrammierung
From measuring impacts to mapping impact systems: Lessons for the impact assessment of research infrastructures from a study on the European Social Survey ERIC
Gemeinsam vereinbarte Standards und Methoden für die Folgenabschätzung der Forschungsinfrastruktur (Research Infrastructure, RI) sind trotz der Bemühungen mehrerer Expertengruppen auf der ganzen Welt weiterhin schwer fassbar. Vor diesem Hintergrund führte Technopolis 2016/17 eine umfassende Folgenabschätzung des ERIC European Social Survey durch. Ein Ansatz mit gemischten Methoden lieferte eine breite Palette wertvoller Erkenntnisse zu den akademischen, nichtakademischen Auswirkungen und Auswirkungen auf die Lehre des ESS. Die Studie kam auch zu dem Begriff „Wirkungssysteme“: Zusammenstellungen von RI-, Länder- und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, die gleichzeitig Wirkungspfade aufzeigen, Wege für die zukünftige Wirkungsoptimierung aufzeigen und einen aussagekräftigen Vergleich und ein Benchmarking zwischen den teilnehmenden Ländern ermöglichen. In diesem Papier wird dargelegt, dass die Kartierung von Wirkungssystemen eine wertvolle Komponente für jede künftige RI-Wirkungsanalyse darstellt und zu den laufenden Debatten über RI-Wirkungsanalyse-Standards beiträgt
Impact Pathways: Tracking and communicating the impact of the European Framework Programme for research and innovation.
Seit 1984 haben die EU-Investitionen in die aufeinanderfolgenden Rahmenprogramme zu wichtigen wissenschaftlichen Fortschritten und Erkenntnissen zum Wohle der Gesellschaft und der Wirtschaft beigetragen. Diese Auswirkungen wurden in mehreren Evaluierungsübungen und speziellen Studien dokumentiert. Dennoch sehen sich solche Bewertungen mit allgemeinen methodischen Herausforderungen und Einschränkungen konfrontiert. Eine große Schwierigkeit besteht darin, die direkten und indirekten Auswirkungen dieser riskanten Investitionen in komplexe und offene Forschungs- und Innovationssysteme über einen langen Zeitraum zu identifizieren und zu erfassen. Für das Post-2020-Programm Horizon Europe schlug die Europäische Kommission einen überarbeiteten Indikatorrahmen vor, der sich auf eine Reihe von zentralen Auswirkungspfaden stützt. Das Papier zeigt, wie dieser neue Ansatz entwickelt wurde und wie die Überwachung und Bewertung des Rahmenprogramms auf der Grundlage der neuesten technologischen Entwicklungen verbessert werden soll
The Shape of Things to Come: Ex-Ante Assessment of the Economic Impact of Horizon Europe
Dieses Papier bietet eine Ex-ante-Bewertung der erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation nach 2020, Horizon Europe. Eine wesentliche Neuerung in diesem Ansatz ist die Verwendung von drei verschiedenen makroökonomischen Modellen für die Bewertung der Fortführung des laufenden Programms „Horizont 2020“: NEMESIS, QUEST und RHOMOLO. Darüber hinaus werden mit NEMESIS verschiedene politische Optionen im Zusammenhang mit dem Budget, der Verwaltung und dem Design von Horizon Europe bewertet. Das Papier hebt auch wichtige Aspekte und Annahmen hervor, die von politischen Entscheidungsträgern und Forschern für diese Art der Analyse berücksichtigt werden müssen, z. B. Budgetallokation, Leistung, Hebelwirkung und Finanzierungsmodi
Researchers’ perspectives on impact of Research & Innovation: a Structural Topic Model approach to COST Action participants
Das Konzept der „gesellschaftlichen Auswirkungen“ hat in den letzten Jahrzehnten eine entscheidende Rolle in der (politischen) Debatte über die Position von FuI und Wissenschaftsfinanzierung gespielt. In diesem Artikel ergänzen wir diese Debatte, indem wir die Perspektiven der Forscher auf die Auswirkungen ihrer Teilnahme an Forschungsnetzwerken untersuchen. Wir stellen fest, dass sich diese Perspektiven zwischen Forschern in verschiedenen Rollen und Karrierestufen unterscheiden können und dass diese Perspektiven nicht immer mit „linearen“ Perspektiven auf gesellschaftliche Auswirkungen korrespondieren. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Folgenabschätzung von einer umfassenderen Ausrichtung profitieren könnte, wobei der Schwerpunkt ebenso auf der Definition von Projektelementen liegt
The political context of Research Infrastructures: Consequences for impact and evaluation
Forschungsinfrastrukturen (RIs) haben große Erwartungen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen. Infolgedessen sind Methoden zur Überwachung und Bewertung der Auswirkungen erforderlich. Die Erwartungen unterscheiden sich jedoch zwischen Geldgebern, Organisationen und Ländern, sie ändern sich über die Zeit und sie sind nicht immer klar. Darüber hinaus beziehen sich die Erwartungen oft auf andere Funktionen, Rollen oder Ideen einer Infrastruktur als die einer Organisation, die exzellente Forschung ermöglicht. Es ist klar, dass eine Reihe von Auswirkungen und Indikatoren diesen Unterschieden nicht gerecht wird. Gleichzeitig ist jedoch ein harmonisierter Ansatz für die Überwachung der Auswirkungen erforderlich. In diesem Artikel beschreiben wir die Entwicklung eines solchen Ansatzes für ein Konsortium von RIs im Rahmen des Projekts H2020 ACCELERATE