Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation
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Conceptual and practical problems of evaluation of international R&I policies
In diesem Artikel werden wichtige konzeptionelle und praktische Probleme bei der Bewertung international ausgerichteter F&I-Strategien und -Politiken einer Reihe von europäischen Mitgliedstaaten erörtert. Der Artikel basiert jedoch nicht auf einer ursprünglich durchgeführten Evaluierungsstudie, sondern systematisiert und fasst die Ergebnisse einer so genannten "Mutual Learning Exercise" zusammen, die im Rahmen der "Horizont 2020 Policy Support Facility" durchgeführt wurde. Die Ergebnisse befassen sich mit der Komplexität von F&I-Internationalisierungsstrategien und ihren spezifischen Politiken und Fördersystemen und insbesondere mit der durch verschiedene Faktoren bedingten Schwierigkeit, diese konzeptionell evaluierend anzugehen. Dazu gehören Mängel in der Logik und Gestaltung der F&I-Internationalisierungsstrategien, die festgestellte Lücke zwischen den hochrangigen Internationalisierungszielen und den spezifischen Politiken sowie praktische Fragen zu Daten und Indikatoren
Evaluierung des Förderprogramms „Forschungskompetenzen für die Wirtschaft“
In diesem Bericht präsentieren wir die Ergebnisse unserer Evaluierung des Programms „Forschungskompetenzen für die Wirtschaft“, die wir zwischen Oktober 2019 und Jänner 2020 durchgeführt haben. Ziele der Studie waren (i) eine Ex-post-Bewertung des Programms, wobei wir auch überprüft haben, ob und inwieweit die Empfehlungen der ersten Evaluierung des Programms im Jahr 2015 umgesetzt worden sind, (ii) eine Analyse der Wirkungen sowie (iii) ein Ausblick mit Empfehlungen für die Programmgestaltung nach dem Jahr 2020
Evaluierung des Programms Forschungspartnerschaften – industrienahe Dissertationen
Diese vom Bundeministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Tech-
nologie (BMK) in Auftrag gegebene Evaluierung untersucht das Programm Forschungspartnerschaften – industrienahe Dissertationen in Hinblick auf sein Konzept, seine Umsetzung, Zielerreichung und Wirkungen, um auf Basis der Analyseergebnisse Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des Programms ziehen zu können. Die Evaluierung untersucht den Zeitraum 2014 bis Mitte 2020. Methodische Basis der Evaluierung bildet eine Dokumentenanalyse, eine Sekundärdatenanalyse der FFG Projektmonitoringdaten, ExpertInneninterviews, eine Onlinebefragung der FördernehmerInnen sowie ein Workshop
fteval JOURNAL for Research and Technology Policy Evaluation (50)
Themenoffene Ausgabe Nummer 50 des fteval JOURNAL for Research and Technology Policy Evaluation
Die digitale Transformation in österreichischen Wertschöpfungsnetzwerken
Ziel der vorliegenden Studie ist es, einen besseren Einblick in diese Veränderungsdynamik und die betrieblichen Transformationsprozesse zu bekommen und anhand von explorativen empirischen Methoden den digitalen Wandel der industriellen Wertschöpfung in Österreich "praxisnah" nachzuzeichnen. Dabei soll Digitalisierung nicht "anonym im Raum stehen bleiben", sondern versucht werden, diesen Wandel und das Potenzial von neuen Technologien und der Digitalisierung von Produkten und Prozessen anschaulich zu machen. Im Kern steht weiterhin die Frage, inwieweit sich diese interne und externe digitale Transformation auf die Wettbewerbsstrukturen der Unternehmen und ihrer Kooperationspartner auswirkt
Mission-Oriented Innovation Policies in Austria – a case study for the OECD
In den letzten Jahren haben missionsorientierte Ansätze vor dem Hintergrund zweier Entwicklungen ein wachsendes Interesse an der Politik im Bereich Wissenschaft, Technologie und Innovation (STI) erfahren. Erstens waren sogenannte "horizontale" oder "generische" Ansätze in der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik zwar weitgehend erfolgreich bei der Verbesserung der allgemeinen Innovationsleistung oder der Innovationsrate, es gibt jedoch wahrgenommene Einschränkungen hinsichtlich der unzureichenden Berücksichtigung der Richtung des technologischen Wandels und der Innovation. Zweitens tauchten "große gesellschaftliche Herausforderungen" auf den politischen Tagesordnungen auf, wie z.B. Klimawandel, Sicherheit, Nahrungsmittel- und Energieversorgung oder Bevölkerungsalterung, die eine thematische Orientierung und die Ausrichtung der Forschungs- und Innovationsanstrengungen erfordern. Darüber hinaus trug der offensichtliche Erfolg einiger missionsorientierter Initiativen in Ländern wie China, Südkorea und den Vereinigten Staaten bei der Förderung der technologischen Entwicklung zum Zwecke der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit dazu bei, das Interesse an gezielten und zielgerichteten staatlichen Interventionen in STI zu steigern.
Vor dem Hintergrund dieses wiedererwachten Interesses an einer auftragsorientierten STI-Politik hat die OECD die wachsende Bedeutung dieses Themas aufgegriffen und ein Projekt gestartet, das die aktuellen Erfahrungen mit der auftragsorientierten Innovationspolitik (MOIP) untersucht. Die vorliegende Studie zu MOIP in Österreich wurde im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Energie, Mobilität, Umwelt, Innovation und Technologie (BMK) erstellt und umfasst die österreichischen Beiträge zu diesem OECD-Projekt. Ziel der Studie ist es, österreichische Erfahrungen in die internationale Debatte einzubringen und eine nationale Debatte über MOIP anzuregen
Neues wagen – Mit der Sandpit-Methode zu neuen Konstellationen & interdisziplinären Ideen. Sandpit-Erfahrungen aus Sicht einer Förderungsagentur für Anwendungsorientierte Forschung und Innovation
Mit der Pilot-Ausschreibung „Ideen Lab 4.0“ ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Jahr 2018 neue Wege gegangen, um bereits in der Phase der Ideen- und Antragsentwicklung neue ProjektpartnerInnen zusammen zu bringen und die Co-Entwicklung anwendungsorientierter Vorhaben zu stimulieren. Die FFG eröffnete damit einen Experimentierraum für eine neue Herangehensweise, um kooperative interdisziplinäre Projekte durch die „Sandpit“-Methode zu fördern. Eine externe Evaluierung wurde begleitend durchgeführt. Der vorliegende Artikel gibt, ergänzend zu der im Herbst 2019 fertig gestellten Evaluierung, Einblicke in die Programmentwicklung und Implementierung durch die FFG
Fair projects - bad data? Evaluating the gender balance in science projects
Forscherinnen und Forscher müssen immer häufiger über das Geschlechterverhältnis ihrer Teams berichten, um Mittel für ihre Forschungsprojekte zu erhalten. In Europa zum Beispiel legen die Leitlinien von "Horizont 2020" fest, dass Anträge mit einer ausgewogenen 50/50-Repräsentation von Frauen und Männern bevorzugt werden, und jedes Projekt muss mindestens die Zusammensetzung ihrer Teams und Führungspositionen begründen. In wissenschaftlichen Bereichen, in denen Frauen noch in der Minderheit sind, wie z.B. in der Robotik oder der künstlichen Intelligenz, oder in vielen STEMM-Bereichen im Allgemeinen, hat dieser Ansatz den Antragstellern die Frage hinterlassen, wie sie das Verhältnis von Frauen in ihren Teams rechtfertigen können. Für einzelne Projekte und Projektleiter sind realistische Ziele erforderlich, die die spezifischen Rahmenbedingungen in den verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen berücksichtigen. In diesem Beitrag werden Ansätze zur Messung des disziplinären Hintergrunds und der Karriereentwicklung von Frauen und Männern in der Wissenschaft untersucht, indem eine Reihe von verfügbaren Datenquellen ausgewertet wird. Es gibt Einblicke, wie man Zahlen ableiten kann, die es Wissenschaftsprojekten ermöglichen, ihr Geschlechterverhältnis im Vergleich zu einer möglichen Unterrepräsentation von Frauen zu bewerten
Wie können Widersprüche zwischen Marktdurchdringung und Rebound-Vermeidung gelöst werden? Systemanalyse konvergenter und divergenter Einflussfaktoren an den Beispielen E-Auto und Gebäudesanierung
Politikstrategien zur kohlenstoffarmen Transformation treiben die breite Markteinführung energieeffizienter Technologien voran, übersehen aber oft die damit verbundenen Reboundeffekte. Der Beitrag illustriert grundlegende Konflikte zwischen Technologieadoption und –nutzung an den Beispielen E-Autos und Gebäudesanierung. Systemmodelle führen die Ergebnisse von drei komplementären Forschungsmethoden zusammen: fuzzy cognitive mapping von Expertenwissen, Haushaltsbefragung und makroökonomische Analyse. Indem Politikimpulse durch das Wirkungsgeflecht verschiedener Einflussfaktoren verfolgt werden, können Hebelelemente für gezielte politische Maßnahmen
bestimmt werden. Konvergente Einflussfaktoren (z.B. Umweltwerte) begünstigen den Markteintritt der Technologie und schwächen gleichzeitig Reboundeffekte ab. Divergente Einflussfaktoren (z.B. Einkommen) beschleunigen die Technologieadoption, ermöglichen aber auch späteren Rebound. Die Vermeidung von indirektem Rebound ist kritisch für die Realisierung von CO2-Einsparungen. Anstelle von Einzelmaßnahmen sind Maßnahmenbündel zu empfehlen, die mehrere Wirkungskanäle ansprechen, etwa durch eine Kombination von fiskalpolitischen Instrumenten, bewusstseinsbildenden Kampagnen und Schulungen von Marktakteuren
EU research & innovation funding schemes: Using project-level data for monitoring & evaluation
Dieser nicht-technische Artikel fördert die Verwendung von Daten auf Projektebene zur Überwachung und Bewertung der Forschungs- und Innovationspolitik der EU. Zunächst wird ein neuer Datensatz von F&I-bezogenen Projekten eingeführt, die vom EFRE während des mehrjährigen Finanzrahmens 2014-2020 kofinanziert wurden. Zweitens werden diese Daten zusammen mit den Projektinformationen von Horizont 2020 verwendet, um die Verknüpfungen zwischen den Förderprogrammen in Bezug auf thematische Prioritäten sowie die Begünstigten zu untersuchen. Im Durchschnitt konnten 15 % der EFRE-Projekte identifiziert werden, die von einem Begünstigten durchgeführt werden, der auch Mittel aus dem Programm Horizont 2020 erhält