Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation
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Funding Research Data Infrastructures: Funding Criteria in Grant Peer Review
Forscher erkennen zunehmend, dass die gemeinsame Nutzung von Daten, ein verbessertes Datenmanagement und die Verfügbarkeit von Forschungsdateninfrastrukturen der Effektivität des Wissenschaftssystems dienen. Die Förderorganisationen unterstützen dieses Anliegen und reagieren darauf. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Förderprogramm "Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten" konzipiert, um diesem Bedarf gerecht zu werden. Das Programm wurde 2019 im Hinblick auf den langfristigen Erfolg und die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte evaluiert. Die Vollstudie enthält neben einer Förderstatistik und einer deskriptiven Inhaltsanalyse von Gutachterprotokollen auch qualitative Fallstudien. Für die inhaltliche Analyse hat ein DFG-internes Team für 158 Programmanträge die Inhalte der Fachgruppenprotokolle kodiert. Eine Expertenkommission begleitete die ursprüngliche Evaluation und gab Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Programms ab. Der vorliegende Beitrag baut auf dieser Studie auf und ergänzt sie um eine statistische Analyse der programmspezifischen Förderentscheidung auf der Basis der Originaldaten der inhaltlichen Analyse von Gutachtergruppenprotokollen. Welche Kriterien sind für die Auswahl der Finanzierung entscheidend? Die multivariate Analyse der Förderentscheidung modelliert das Ergebnis der Förderungsbegutachtung unter Berücksichtigung der Argumente und Bewertungen der Gutachtergremien. Die Ergebnisse zeigen, dass die bewertete Qualität des Forschungsplans die stärkste Auswirkung auf die Förderentscheidung hat. Dies steht im Einklang mit anderen Studien zu den Peer-Review-Kriterien. Programmspezifischer ist die Schlussfolgerung, dass auch die wissenschaftliche Nachfrage nach den geplanten Forschungsdateninfrastrukturen einen deutlichen Einfluss auf die Förderentscheidung hat. Ein unerwartetes Ergebnis ist die geringe Bedeutung des institutionellen Umfelds für die endgültige Förderentscheidung
Durchführung eines begleitenden Monitorings für den NCP.IP
Das vorliegende Dokument ist der Endbericht zur Evaluierung des NCP.IP, der nationalen Kontaktstelle für Wissenstransfer und Geistiges Eigentum (National Contact Point for Knowledge Transfer and Intellectual Property). Für die Evaluierung wurde seitens der austria wirtschaftsservice Gesellschaft mbh (aws) die Technopolis Group Austria beauftragt.
Der NCP.IP wurde auf Grund einer Empfehlung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2008 zur Förderung des Wissenstransfers zwischen dem Wissenschafts- und Wirtschaftssystem ins Leben gerufen. Operativ umfasst der NCP.IP drei Maßnahmenpakete: die Bereitstellung von Vertragsmustern (Intellectual Property Agreement Guide, IPAG), die maßgeblich die Zusammenarbeit zwischen F&E-Einrichtungen und Unternehmen (sowie die Aufteilung / Zugänge zu geistigen Eigentumsrechten wie Patenten und Geschäftsgeheimnissen) regeln sollen; die Durchführung von Events und die Erstellung von Publikationen zum Wissenstransfer; sowie seit Herbst 2019 ein „Open Innovation Toolkit“, welches als Webtool Informationen zu fairen Vergütungsregeln für ausgewählte OI-Kooperationsprozesse bereit hält. Die Institutionalisierung des NCP.IP erfolgte durch die damals wie heute drei zuständigen Ministerien (BMWF = BMBWF, BMWFJ = BMDW und BMVIT = BMK). Die austria wirtschaftsserive Gesmbh (aws) ist seit 2010, und die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) seit 2016, beauftragt mit fachlicher Expertise unterstützend tätig zu sein.
Für die Evaluierung kam ein Methodenmix bestehend aus Dokumentenanalyse, Analyse von während der Laufzeit gesammelten Monitoringdaten, leitfadengestützten Interviews mit Nutzer/innen des NCP.IP, IP- und Wissenstransferexpert/innen und Stakeholder/innen (39 Interviews), zwei Fokusgruppen, sowie ein internationaler Vergleich (drei Fallstudien für Deutschland, Irland und dem Vereinigten Königreich und eine kleinere Fallvignette für Spanien) zum Einsatz
Assessment des FFG-Programms „F&E-Infrastrukturförderung“
Die FFG hat in den Jahren 2016 und 2018 zwei Ausschreibungen des Programms „F&E-Infrastrukturförderung“ durchgeführt. Das Programm wurde entwickelt, um der zentralen Rolle der F&E-Infrastruktur für die Generierung neuen Wissens und neuer Technologien Rechnung zu tragen.
Mit dem Assessment des FFG-Programms „F&E-Infrastrukturförderung“ sollen die zentralen Punkte des Programmformats überprüft und die FFG dabei unterstützt werden, Verbesserungen und Nachschärfungen im Programmdesign vorzunehmen. Im Zentrum des Assessments steht die Frage, inwieweit es dem Programm in seiner derzeitigen Ausformung und Umsetzung gelingt, die angestrebten Ziele zu erreichen. Dabei werden sowohl die Ausschreibungsmodalitäten als auch die formalen Förderungsbedingungen bzw. Bewertungskriterien für die Anträge überprüft
Evaluierung neu denken. Zusammenfassung der Ergebnisse internationaler Beispiele
Der Bericht geht der Frage nach, in welcher Form öffentliche Unterstützungsmaßnahmen getroffen werden können, um im Feld der FTI-Politik-Evaluierung in Österreich die Kapazitäten für die Entwicklung, Aneignung und Anwendung von avancierten Methoden zu erhöhen. Den Hintergrund dafür bilden zunehmend komplexe Konzepte und Interventionsformen in vielen FTI-Systemen. Daher drohen bestehende Routinen, Methoden, Indikatoren und Datensätze sowie Auftragsformen für Evaluierungen ihre Grenzen zu erreichen und die Konkurrenzfähigkeit von Akteuren jedenfalls auf internationalen Märkten einzuschränken.
Diese Grenzen des Herkömmlichen sind das Aufkommen neuer thematischer Aspekte (z.B. Digitalisierung, open Innovation, public sector innovation, neue Forschungsinfrastrukturen), neue regulative Herausforderungen (z.B. DSGVO, open data, Registerdaten sowie Daten der amtlichen Statistik) sowie neue Entwicklungen auf methodisch-analytischer Ebene (z.B. data science, big data, neue Indikatoren, Verknüpfung von Datenbeständen).
Internationale Beispiele zeigen jedoch, dass breitere Ansätze möglich sind und sowohl von Auftragnehmer*innen als auch von Wissenschaftler*innen/Evaluator*innen befolgt werden: In anderen Ländern finden wir größere Bewertungen mit ehrgeizigen Konzepten, um umfassendere politische Fragen und größere politische Interventionen zu erfassen, z.B. in
Bezug auf missionsorientierte Ansätze und Instrumente. Darüber hinaus können wir ernsthafte und strukturierte Ansätze und Unterstützungsmassnahmen identifizieren, um neue FTI-politische Realitäten mit neuen oder verbesserten Indikatoren und Methoden zu erfassen.
Die im Bericht recherchierten Beispiele inkludieren:
1. Ein Förderprogramm des BMBF (Deutschland)
2. Transformative Innovation Policy Consortium (UK / The Netherlands /world-wide)
3. Eine große Evaluierung aus Schweden
4. International Research on Research Institute (RoRI)
5. European Research Infrastructure for Science and Innovation Policy Studies (RISIS)
6. Die Ankunft von Big Data (global
Instrumentenevaluierung BMVIT-Stiftungsprofessur. Endbericht
Das Ziel der vorliegenden Evaluierung war es, zu überprüfen, wie wirksam das Instrument „BMVIT-Stiftungsprofessur“ mit Bezug zu den expliziten und impliziten, strategischen und operativen Zielen ist, d.h. ob es gelingt, mit seiner Hilfe nachhaltige Strukturen an österreichischen Universitäten in für das Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) relevanten Themen aufzubauen. Darüber hinaus war es Ziel, zu untersuchen, wie gut es gelungen ist, die Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen zu stärken, um für letztere strategisch wichtige Forschungsthemen in der akademischen Forschung zu verankern und ihre Bedarfe an hochqualifizierten Nachwuchskräften zu adressieren. Daher wurden auch die Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Implementierung an den Universitäten identifiziert. Für die Einordnung der entsprechenden Ergebnisse wurden die Analysen um die Erfahrungen mit anderen Stiftungsprofessuren in Österreich bzw. Stiftungsprofessuren in Deutschland und der Schweiz ergänzt
The concept of innovative capacity and its impact on innovation outcomes. Illustrated by the Example of the German Aerospace Industry
Dieses Papier untersucht den Einfluss der Innovationskapazität auf innovationsbezogene Ergebnisse, wie Publikationen, Patente, Prozess- und Produktinnovationen sowie auf den Grad der Technologiebereitschaft (TRL). Die Innovationsfähigkeit wird aus drei Indikatoren abgeleitet, nämlich Humankapital, Beziehungskapital und Strukturkapital. Für unser Schätzmodell verwenden wir einen einzigartigen Datensatz zur Innovationsfähigkeit und zu den Innovationsaktivitäten von Unternehmen der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Wir stellen fest, dass das Konzept der Innovationsfähigkeit einen starken Einfluss auf die analysierten Innovationsdimensionen hat. Es kann Innovationsergebnisse in frühen Stadien erklären, indem es Patente und Veröffentlichungen als innovationsbezogene Ergebnisse verwendet. Die stärkste Erklärungskraft des Modells finden wir, wenn wir den Einfluss der Innovationsfähigkeit auf Produktinnovationen betrachten. Wir finden auch einige Belege, wenn wir den Einfluss der Innovationskapazität auf Prozessinnovationen untersuchen. Anders verhält es sich bei den Veränderungen der TRL. Hier finden wir keine Hinweise darauf, dass die Innovationsfähigkeit die Geschwindigkeit der Technologieentwicklung beeinflusst. Insgesamt sind die Ergebnisse jedoch vielversprechend: Die Innovationsfähigkeit ist ein relevantes Konzept zur Erklärung der Innovationsergebnisse von Unternehmen innerhalb von Hochtechnologiesektoren, wie z.B. der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland. Ein zweites grundlegendes Ergebnis unserer Analyse ist, dass Selbstberichte von Experten, die für Innovationsprozesse zuständig sind, zumindest teilweise verlässliche Daten liefern. Aus diesem Grund können wir unsere theoretischen Annahmen statistisch bestätigen, dass die Innovationsfähigkeit relevant ist für Innovationsergebnisse
Measuring National Innovation Performance: The Case of Austria
In diesem Kapitel wird der Rahmen skizziert, den der Rat für Forschung und Technologieentwicklung - das zentrale Beratungsgremium der österreichischen Bundesregierung für bildungs-, wissenschafts-, forschungs- und innovationspolitische Angelegenheiten - zur Messung und Bewertung der Leistungsfähigkeit des nationalen Innovationssystems Österreichs im internationalen Vergleich anwendet. Ziel des Kapitels ist es, einen Überblick über die Entwicklung des Rahmens in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung und in Abstimmung mit den zuständigen Ministerien zu geben. Weiters soll die Anwendung des Rahmens im Rahmen der jährlichen Gutachten des Rates zur wissenschaftlich-technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs beschrieben werden
Monitoring national innovation performance: going beyond standardized rankings
Die Innovationsleistung ist für Regierungen bei der Suche nach Möglichkeiten zur Stimulierung der Wirtschaft und zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen immer wichtiger geworden. Daher wurden in den letzten Jahren verschiedene Rankings für die Innovationsleistung entwickelt, um das Leistungsniveau zu messen und mit anderen Ländern zu vergleichen. Diese werden daher von den politischen Entscheidungsträgern genau beobachtet und werden häufig als neutraler Maßstab für die Innovationsleistung eines Landes angesehen. Grupp und Schubert (2010) haben darauf hingewiesen, dass unterschiedliche Gewichtungsschemata zu sehr unterschiedlichen Länderrankings führen können. Sie empfehlen, zusammengesetzte Indikatoren durch mehrdimensionale Darstellungen der Themen zu ergänzen, die zu der Leistung im aggregierten Indikator führen, d.h. den politischen Entscheidungsträgern zu erklären, warum die Leistung entsteht. In diesem Artikel skizzieren wir einen solchen mehrdimensionalen Rahmen
Big Data, Algorithmen und AI: Datengetriebene Forschung in der Wissenschaft 2030
Welche Herausforderungen ergeben sich aus den raschen technologischen, organisatorischen und inhaltlichen Entwicklungen im Bereich datengetriebener Wissenschaft für österreichische Forschungseinrichtungen? Wie kann das österreichische Wissenschaftssystem, insbesondere Hochschulen und außerhochschulische Forschungseinrichtungen, nicht nur auf die digitale Datenrevolution vorbereitet werden, sondern auch international wettbewerbsfähig bleiben? Diese Fragen sind von großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort, wurden jedoch bisher wenig konkret untersucht. Sie stehen im Fokus einer Studie, die der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) im Jahr 2020 beauftragte. Durch die Anwendung von Open-Innovation-Methoden, die die Beteiligung von Experten und Betroffenen ermöglichen, hat das Projektteam von winnovation sieben große internationale Trends und Anforderungen datengetriebener Forschung erarbeitet, die in der folgenden Grafik zusammengefasst sind
Potentiale und Dynamiken privater Angebote und Beteiligungen im österreichischen Bildungswesen mit speziellem Fokus auf die Privatuniversitäten
Ziel der vorliegenden Studie war es, einen Überblick über den Stand der Forschung zu Privatisierung im Bildungsbereich zu erstellen, Daten zur privaten Hochschulbildung in Österreich aufzubereiten und Einschätzungen von ExpertInnen einzuholen, welche Entwicklungen sich für die private Hochschulbildung in Österreich abzeichnen und was dabei berücksichtigt werden sollte.
Insgesamt zeigt sich sowohl in der österreichischen Empirie als auch in den Interviews eine große Übereinstimmung mit den im internationalen Literaturreview aufgefunden Trends