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Bergordnung Herzog Moritz von Sachsen für Berggießhübel
Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Bergverwaltung fand auch in Berggießhübel eine Besichtigung der Bergwerke statt. Aufgrund der festgestellten Unregelmäßigkeiten wurde eine neue Bergordnung erlassen. In 11 Paragrafen wurde eine ordentliche Rechnungslegung festgelegt, die Hammerherren zur pünktlichen Bezahlung des Eisensteins aufgefordert und eine strenge Kontrolle der Arbeitszeit angeordnet. Weiterhin erhielten Gewerken eine Steuererleichterung beim Stollnvortrieb.sourc
1200 Years of the Great Collapse of Lake Arendsee (822–2022) – Historical and Current Insights into Lake Genesis
[…] Der Beitrag stellt die geologische Entwicklung und Forschungsgeschichte des Arendsees in Sachsen-Anhalt dar, der als größter Erdfall Deutschlands gilt. Der See entstand im Jahr 822 durch den Zusammenbruch von Hohlräumen im Salzstock Arendsee, was zu einem der tiefsten Seen Norddeutschlands führte. Auf Grundlage geophysikalischer, geologischer und archäologischer Untersuchungen werden die mehrphasige Seeentstehung, spätere Senkungsereignisse und die laufenden Forschungsarbeiten beschrieben. Neben historischen Quellen werden aktuelle Messungen, 3D-Modelle und gravimetrische Analysen vorgestellt, die neue Erkenntnisse zur Struktur und Dynamik des Salzstocks liefern. Der Arendsee gilt als bedeutendes geowissenschaftliches Naturphänomen und zugleich als Beispiel für interdisziplinäre Forschung zwischen Geologie, Denkmalpflege und Umweltüberwachung.FID GEO, SUB Goettinge
The Energy Transition Needs Mineral Resources
[...] Aufgrund der hohen Stückzahlen und der Vielzahl unterschiedlichster Bauwerke zur Erreichung der klimapolitischen Ziele ergeben sich zunehmend hohe Bedarfe an mineralischen Baustoffen. Das Poster zeigt am Beispiel einer Windenergieanlage, welche Mengen an mineralischen Rohstoffen dafür benötigt werden. Die marktgerechte Versorgung des Landes Niedersachsen mit Rohstoffen ist von grundlegender Bedeutung. Dabei nehmen die im Tagebau gewinnbaren mineralischen Massenrohstoffe eine herausragende Stellung ein, da sie zu fast 95% als Baurohstoffe in der Bauindustrie benötigt werden. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erfasst und bewertet diese heimischen Bodenschätze systematisch. Die jährliche Produktion an Steinen, Erden und Industriemineralen wurde zuletzt auf circa 60 Mio. Tonnen ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren jährlichen Bedarf von 7,5 Tonnen mineralischer Rohstoffe pro Kopf der Bewohner Niedersachsens. Die politischen Veränderungen und der Gestaltungswille der Bundesregierung (z. B. Kohleausstieg, 1,5-Grad-Pfad) haben massiven Einfluss auf die Rohstoffwirtschaft in Niedersachsen und entfalten hohen Druck auf landesweite Planungen. Ein in vielfacher Hinsicht bemerkenswerter Aspekt ist der Bedarf an mineralischen Rohstoffen, der für das Erreichen der hochgesteckten Ziele der Energiewende gedeckt werden muss. Für den Neubau von Windenergieanlagen (Turm, Fundament, Zuwegung, Leitungen) und den Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik sowie den Bau von Ladesäulen für E-Autos werden erhebliche Mengen an mineralischen Rohstoffen benötigt.FID GEO, SUB Goettinge
Development of the chemical and physical properties of agriculturally reclaimed regosols from tip sands covered by humic sediments from the White Schöps in the Reichwalde opencast mine.
[…] Die Studie untersucht die Entwicklung chemischer und physikalischer Eigenschaften landwirtschaftlich rekultivierter Regosole aus Kippsanden mit einer humosen Deckschicht im Tagebau Reichwalde. Ziel der landwirtschaftlichen Rekultivierung ist die nachhaltige Bodenfruchtbarkeit und langfristige Nutzbarkeit als Agrarflächen. Im Rahmen eines Monitorings von 2017 bis 2023 wurden Bodenuntersuchungen durchgeführt, um die Entwicklung des Nährstoffhaushalts, Humusgehalts, der Bodendichte, Durchlüftung und des Wasserhaushalts zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen eine Verbesserung der Bodenstruktur und -fruchtbarkeit, insbesondere durch den Auftrag humosen Oberbodenmaterials. Trotz anfänglicher Herausforderungen durch Trockenphasen wurde ein gutes Ertragspotenzial festgestellt. Die Studie hebt die Bedeutung der Deckschicht aus humosem Auenbodenmaterial für die erfolgreiche Rekultivierung hervor. FID GEO, SUB Goettinge
Automated scanning electron microscope analysis of fluvial and glaciofluvial sands.
[…] Das Forschungsteam präsentiert den Einsatz von Fernerkundungs- und GIS-gestützten Methoden zur Überwachung geogener Gefahren in ehemaligen Bergbaugebieten Niederschlesiens. Basierend auf Luftbilddaten, Drohnenbefliegungen und Satellitenaufnahmen wurdeFID GEO, SUB Goettinge
Excursions E3 and E5: Lignite Opencast Mine Nochten
[…] Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die geologischen Verhältnisse, die montan-technischen Abläufe und die stratigraphischen Besonderheiten des Braunkohlentagebaus Nochten im Lausitzer Revier. Vorgestellt werden die relevanten geologischen Einheiten, darunter die Rauno-, Brieske- und Meuro-Formation, sowie die Faziesvariabilität der 1. und 2. Braunkohlenflöze des Miozäns. Tektonische Strukturen wie der Nochtener und der Weißwasserer Graben werden anhand geologischer Profile erläutert. Zudem beschreibt der Beitrag die technischen Prozesse der Abraumgewinnung, der Kohleförderung und der Grundwassersteuerung, unterstützt durch Beispiele großtechnischer Geräte wie Schaufelradbagger und Abraumförderbrücke 33 F 60. Abschließend werden Rekultivierungsstrategien dargestellt, die Maßnahmen zur Substratgestaltung, hydrologischen Wiederherstellung und landschaftsökologischen Entwicklung umfassen. Der Exkursionsbericht verbindet damit geologische, bergbauliche und ökologische Aspekte zu einem integrativen Gesamtbild des Tagebaus Nochten.FID GEO, SUB Goettinge
Photogrammetric imaging and 3D-pointcloud-processing of a tunnelface in mechanized tunnelling and its comparison to a laser scan
In diesem Artikel wird die Masterarbeit von Frau Dipl.Ing. Simone Schachner behandelt, die die Anwendung und Analyse eines photogrammetrischen Messsystems zur digitalen geologischen Dokumentation einer Ortsbrust im maschinellen Tunnelvortrieb beinhaltet. Das innovative Kamerasystem, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität und der Firma Geodata MT GmbH, ermöglicht trotz beschränkter Zugänglichkeit eine vollflächige digitale Kartierung der Ortsbrust. Aus den abgebildeten ringförmigen Teilabschnitten wurde mit der Software Agisoft-Metashape eine Punktewolke erzeugt, die anschließend mit Laserscandaten verglichen wurde. Der Laserscan wurde als fehlerfreie Referenz angenommen und konnte so als Referenz zur Betrachtung der Richtigkeit der photogrammetrischen Punktewolke dienen. Neben einem qualitativ hochwertigen Bildverband und hoher Präzision zeigte die photogrammetrisch prozessierte Punktewolke in den Randbereichen der Teilabschnitte eine Abweichung gegenüber den Laserscandaten. Dies ist mit der Nichterfüllung der empfohlenen Mindestüberlappung der Aufnahmen zu begründen, die auf sich auf das geringe Zeitfenster zur Ortsbrustaufnahme und der daraus resultierenden minimalen Anzahl an Kameras zurückführen lässt. Zur Abhilfe und Verbesserung der Richtigkeit der photogrammetrisch prozessierten Ortsbrust wird eine Erhöhung der Anzahl der Kameras und eine Verlängerung des Zeitfensters für die Bildaufnahme empfohlen.This article deals with the master thesis of Dipl.Ing. Simone Schachner, which includes the application and analysis of a photogrammetric measuring system for the digital geological documentation of a tunnel face in mechanized tunnelling. The innovative camera system, developed in cooperation with the Montanuniversität and the company Geodata MT GmbH, enables full-surface digital mapping of the tunnel face despite limited accessibility. A point cloud was generated from the mapped ring-shaped sections using Agisoft Metashape software, which was then compared with laser scan data. The laser scan was assumed to be an error-free reference and could therefore be used as a reference for observing the accuracy of the photogrammetric point cloud. In addition to a high-quality image composite and high precision, the photogrammetrically processed point cloud showed a deviation from the laser scan data in the edge areas of the subsections. This can be explained by the failure to meet the recommended minimum overlap of the images, which can be attributed to the small time window for the local breast recording and the resulting minimum number of cameras. To remedy this and improve the accuracy of the photogrammetrically processed face, an increase in the number of cameras and an extension of the time window for image acquisition is recommended.researc
Euzonosoma petaloides (Simonowitsch, 1871) und verwandte Taxa im deutschen Unter-Devon (Encrinasteridae, Emsium, Rheinisches Schiefergebirge)
Von Euzonosoma petaloides (Simonowitsch, 1871), Typus-Art der Gattung Euzonosoma
Spencer, 1930, werden neue Funde vorgestellt. Das Vorkommen dieser Art ist auf
das deutsche Ober-Emsium beschränkt. Unteremsiche Taxa aus dem Formenkreis von Euzonosoma
tischbeinianum (Roemer, 1863) und Euzonosoma goldfussi (Schöndorf, 1910) unterscheiden
sich hauptsächlich durch den abweichenden Bau ihrer Begrenzungsplatten. Euzonosoma
goldfussi wird erstmals fotografisch dokumentiert sowie ein Lectotypus vorgeschlagen.
Weiter werden alle verfügbaren deutschen Euzonosoma-Nachweise außerhalb der Hunsrückschiefer-
Fazies behandelt. Zusätzlich kann die stratigrafische Reichweite von Salteraster acuminatus
(Simonowitsch, 1871) bis in die Flaserschiefer-Formation (Untere Kondel-Gruppe,
Ober-Emsium) erweitert werden.Abstract: New findings of Euzonosoma petaloides (Simonowitsch, 1871), type species of the
genus Euzonosoma Spencer, 1930, are documented. The occurrence of this species is restricted
to the German Upper Emsian. Lower Emsian taxa similar to Euzonosoma tischbeinianum (Roemer,
1863) and Euzonosoma goldfussi (Schöndorf, 1910) differ mainly in the different construction
of their ambital framework. Euzonosoma goldfussi is documented photographically
for the first time and a lectotype is proposed. Furthermore, all available German records of
Euzonosoma outside the Hunsrück slate facies are discussed. In addition, the stratigraphic
range of Salteraster acuminatus (Simonowitsch, 1871) is extended to the Flaserschiefer Formation
(Lower Kondel Group, Upper Emsian).researc
Zukunftsforschung in den Geowissenschaften - Entdeckungen, Diagnose, Lösungen
[...]In diesem White Paper präsentieren wir Zukunftsperspektiven für die geowissenschaftliche
Forschung. Sie soll in großen, interdisziplinären Verbundprojekten umgesetzt werden.
Mit diesen Vorschlägen wollen wir der Verantwortung der Geowissenschaften gerecht
werden, einen Beitrag zu den großen und drängenden Fragen unserer Zeit zu leisten.
Diese Zukunftsperspektiven umfassen vor allem Lösungsvorschläge zur Abmilderung
der großen Krise des Erdsystems und damit der Menschheit – des menschengemachten
Klimawandels. Wir zeigen beispielhaft auf, wie der Wandel, dem die Erde ausgesetzt ist,
mittels moderner Methoden gemessen und mit innovativen IT-Verfahren quantifiziert werden
kann und wie daraus Strategien zum Umgang mit diesem Wandel entwickelt werden können.
To the English versionlectur
Sedimentologische und stratigrafische Neuerkenntnisse zur Odernheim-Subformation (Meisenheim-Formation, Rotliegend-Gruppe; Asselium, Unterperm; Saar-Nahe-Becken, SW-Deutschland)
Zwei Infrastrukturprojekte in Rheinland-Pfalz erlaubten durch umfangreiche Aufschlüsse
die Dokumentation langer Profilstrecken in der Odernheim-Subformation der Meisenheim-
Formation. Hierbei wurde eine neue stratigrafische Einheit erkannt (Imsweiler-Bank nov.),
die früher mit der Odernheim-Bank gleichgesetzt wurde. Weiterhin wurden mehrere lokale Hochstandsphasen
im Niveau der Odernheim-Bank festgestellt, die durch Prodelta-Fazies getrennt
sind. Sie erschweren die Identifizierung der Odernheim-Bank (im engeren Sinn). Das Odernheim-
Seesystem mit der Odernheim-Bank wird deshalb neu definiert und von der Imsweiler-Bank abgegrenzt.
Die Genese der Odernheim-Subformation im Saar-Nahe-Becken wird diskutiert.Abstract: Two infrastructure projects in Rhineland-Palatinate made it possible to document
long sections in the Odernheim Subformation of the Meisenheim Formation through extensive
exposures. A new stratigraphic unit was recognized (Imsweiler Bed nov.), which was previously
equated with the Odernheim Bed. Furthermore, several local maximum flooding levels were
identified at the level of the Odernheim Bed, which are separated by prodelta facies. They make
it more difficult to identify the Odernheim Bed (in the narrower sense). The Odernheim lake
system with the Odernheim Bed is therefore redefined and delimited from the Imsweiler Bed.
The genesis of the Odernheim Subformation is discussed.researc