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Bergordnung Schlaggenwald 1548
Im Jahr 1547 wurde Capar Pflug, der Besitzer des im Elbogener Kreis liegenden Bergbaugeländes um Schlaggenwald, aufgrund seiner führenden Rolle im Prager Ständeaufstand durch den böhmischen König Ferdinand I., enteignet. Der König erlies daraufhin am 1. Januar 1548 eine neue Bergordnung für das Bergbaugebiet. Die 32 Artikel der Bergordnung basieren auf der Bergordnung von Joachimsthal vom 1. Januar 1548.sourc
Bergordnung Kurköln 1533
Mit dem Aufkommen des Bergbaus am Erbenstein erließ Hermann V. von Wied, Erzbischof und Kurfürst von Köln, am 4. September 1533 eine Bergordnung für das Kurfürstentum Köln. Die 32 kurzgehaltenen Artikel der Bergordnung folgten dabei keiner Systematik und vermitteln den Eindruck einer schnellen bzw. überhasteten Verabschiedung. Einige Artikel wurden fast wortwörtlich aus anderen Bergordnungen übernommen. Schon am 31. Januar 1534 wurde sie durch eine neue Bergordnung abgelöst.sourc
Geo-/referencing of 3D underwater structures using photogrammetry by scientific divers
Die Georeferenzierung von 3D-Unterwasserstrukturen mittels Photogrammetrie stellt aufgrund der besonderen Unterwasserbedingungen eine erhebliche Herausforderung dar. Die Studienarbeit untersucht die Anwendung der Photogrammetrie in Unterwas- serumgebungen, beschreibt die dabei auftretenden Herausforderungen und zeigt Lö-sungsansätze zur Datenerhebung auf. Durch Genauigkeitsuntersuchungen und Feh-leranalysen mithilfe eigens entwickelter Python-Codes sowie der Auswertung in Agis-oft Metashape wird die Leistungsfähigkeit der Methode der Datenerhebung unter Was-ser mittels Photogrammetrie bewertet.Georeferencing 3D underwater structures using photogrammetry is a major challenge due to underwater conditions. This study investigates the application of photogrammetry in underwater environments, describing the challenges encountered and proposing solu-tions. The performance of the underwater data collection method using photogrammetry is evaluated through accuracy investigations and error analyses using custom-developed Python codes and assessment in Agisoft Metashape.researc
Examination of the Effectiveness of Cluster Methods for Analyzing Spatially Distributed Time Series from InSAR Measurements
In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Datensegmentierung von Zeitreihen in der Kavernenspeicheranlage Etzel. Die Oberflächenbewegungen in dieser Anlage werden über einen bestimmten Zeitraum hinweg mithilfe der Radarinterferometrie (InSAR) von Satelliten erfasst. Das Hauptziel besteht darin, die horizontalen Verschiebungen und vertikalen Senkungen zu segmentieren, wobei Cluster-Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens, insbesondere K-Shape und Gaußsche Mischmodelle (GMM), eingesetzt werden.
Die Studie beginnt mit der Anwendung der K-Shape-Methode, einer modifizierten Version des bekannten K-Means-Algorithmus. Zusätzlich kommt die GMM-Methode zum Einsatz. Die Anzahl der Cluster wird mithilfe geeigneter Schätzmethoden ermittelt, und die Datensätze werden mit unterschiedlichen Cluster-Anzahlen (von n=2 bis 6) segmentiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl K-Shape als auch GMM ähnliche Trends, Ausreißer und Charakteristiken der Datensätze erkennen. Allerdings gibt es Unterschiede in Bezug auf die optimale Anzahl von Clustern. Während beide Methoden für die horizontalen Daten zwei Cluster als optimal einstufen, tendieren die GMM bei den vertikalen Daten zu drei bis vier Clustern, während K-Shape hier wiederum zwei als ausreichend bewertet. Dieser Unterschied resultiert aus der schiefen Verteilung der vertikalen Datensätze und der Anwendbarkeit von GMM bei Normalverteilungen.
Die visuellen Ergebnisse zeigen, dass die Cluster-Verteilung in beiden Methoden ähnlich ist, und saisonale Komponenten in den Plots beider Methoden erkennbar sind. Zusätzlich erfolgt ein Vergleich der Ergebnisse mit älteren Daten und einem Prognosemodell, um die Anpassung und Verifizierung beider Clustermethoden zu ermöglichen.
Obwohl das Clustering von Zeitreihen für Bodenbewegungen vielversprechende Ergebnisse liefert, bleibt die Validierung aufgrund der Black-Box-Problematik durch Prognosemodelle und konventionelle Ergebnisse von entscheidender Bedeutung. Statistische Kennzahlen eignen sich für weniger komplexe Fälle, bieten jedoch begrenzte Möglichkeiten zur Datenbewertung und Interpretation.In this work, the possibilities of data segmentation (clustering) of time series using algorithms of unobserved learning (machine learning) are examined.
The caverns used for storing fossil fuels in the Etzel cavern storage facility cause surface movements. These were measured over a specific period using Radar interferometry methods by satellites, specifically InSAR. The aim of this work was to segment the observed horizontal and vertical displacements. Specific cluster algorithms from the field of machine learning, known as cluster algorithms in Pandas, were used to cluster (segment) the existing datasets based on certain features and properties of the time series. First, the K-Shape method, an adapted version of the well-known KMeans algorithm, was applied. Second, the Gaussian Mixture Models (GMM) method was used, whereby the time series were separated based on statistical metrics. The number of possible clusters was estimated using the Ellbow method and the datasets were segmented with different cluster numbers ranging from n=2-6
Both K-Shape and GMM provided similar results in terms of trends, outliers, and characterization of the datasets. However, differences were observed in terms of quality and numerical results Thus, the two methods deliver a different “optimal” number of clusters. While both methods classify two clusters as optimal for the horizontal data, the GMM tends towards three to four clusters for the vertical data, while K-Shape again rates two as sufficient. This difference is due to the skewed distribution of the vertical data sets. GMM are used in normal distributions, resulting in a difference to the K-shape results. The distribution of the time series clusters is also similar in the visual results, and seasonal components are evident and similar in the plots of both methods.
Through additionally comparing of the results with older data and a forecast model, these two clustering methods can be adapted and verified. Clustering using statistical metrics is helpful for less complex cases as it provides an initial insight, but it offers limited possibilities in terms of evaluating and interpreting the data itself. Clustering of time series in the field of ground movements proves to be a promising approach to attribute characteristics to the datasets. However, the respective results need to be verified with forecasting models and conventional results given the black-box problem.researc
Gestern, heute und morgen
Die Vermessung des Erdmagnetfeldes und seiner zeitlichen Variationen hat in den vergangenen 100 Jahren einen beeindruckenden Wandel erlebt. Deutlich verbesserte Messtechnik, boden- und satellitengestützt, gesteinsmagnetische Untersuchungsmethoden und numerische Simulationen führten zu unserem heutigen sehr fundierten Verständnis der Entstehung, Struktur und Dynamik des Erdmagnetfeldes. Den erzielten Fortschritt zu skizzieren ist Anliegen dieses kurzen Beitrages.researc
Rewetting of peatlands – planning and implementation. Report of the meeting of section „nature protection and regional planning“, in Wilhelmsdorf, Ravensburg district, 7-9 November 2024
Tagungsbericht.SUB Göttingen, DGMTconferenc
Peatland protection is adder protection! The year-round habitat of a population of adder snake (Vipera berus [Linnaeus, 1758]) in the “Radeburg-Laußnitzer Heide” / Radeburg-Laußnitz-Heath (district of Bautzen, Saxony)
Die Ergebnisse der langjährigen Erfassung von Kreuzottern in der Radeburg-Laußnitzer Heide werden unter hydroklimatischen und hydrogeologischen Gesichtspunkten ausgewertet. Unter den sich verändernden Klimabedingungen lassen die Langzeitbeobachtungen den Schluss zu, dass im ostsächsischen Tiefland der Fortbestand der Kreuzotter untrennbar mit dem Flächenmosaik trockenwarmer und grundwasserferner Standorte im engen Kontakt zu feucht-kühlen Mooren, Sümpfen und Teichgebieten verknüpft ist. Am Südwestrand der Radeburg-Laußnitzer Heide bilden die Kiesrücken und die aus ihnen mit Grund-, Quell- und Bodenwasser gespeisten Waldmoore einen in sich geschlossenen und harmonischen Jahreslebensraum. Der aktuell geplante „Kiessandtagebau Würschnitz-West“ würde durch den Abbau und die Verkleinerung der Kiesrücken unwiederbringlich Sonn-, Paarungs- und Brutplätze einer Kreuzotterpopulation in einem etwa zehn Quadratkilometer großen Waldgebiet zerstören und infolge der erheblichen Verringerung der Wasserzufuhr in die Waldmoore die kühl-feuchten, boreal-montan geprägten lokalklimatischen Standortsverhältnisse im Sommergebiet irreversibel schädigen. Die Kiesrücken haben somit aus hydrogeologischer und hydroklimatischer Sicht eine Schlüsselfunktion für den Fortbestand des Jahreslebensraumes der Kreuzotter.
Schlüsselwörter: hydroklimatische und hydrogeologische Aspekte des Habitatschutzes, Klimawandel, Kiesabbau, MoorrevitalisierungThe results of the long-term survey of adders in the Radeburg-Laußnitz Heath were evaluated from a hydroclimatic and hydrogeological point of view. Under the changing climatic conditions, the long-term observations show that in the East Saxon lowlands the survival of the adder is inextricably linked to the area constellation of dry, warm and groundwater distant locations in close contact with moist, cool peatlands, swamps and ponds. On the south-western edge of the Radeburg-Laußnitz Heath, the gravel ridges and the forested peatlands fed by ground-, spring- and soil water, form a self-contained and harmonious year-round habitat. The construction of the currently planned ‘Würschnitz-West gravel-sand open-cast mine’ would irretrievably destroy the sunbathing, mating and breeding grounds of an adder population. Mining would alter a forest area of around ten square kilometres by reducing the size of the gravel ridges. Additionally, the mine would result in reducing the water supply to the forested peatlands, irreversibly damage the cool, moist, boreal-montane local climatic conditions in the summer hunting area. From a hydrogeological and hydroclimatic perspective, the gravel ridges therefore have a key function for the continued existence of the year-round habitat of the adder.
Keywords: climate change, gravel extraction, hydroclimatic and hydrogeological aspects of habitat protection, restoration of peatlandsSUB Göttingen, DGMTresearc
VOLKMAR ROWINSKY – Honorary member of the DGMT
Laudatio anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT) an Volkmar Rowinsky.SUB Göttingen, DGMTeditoria
Chancengleichheit in der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft
Im Frühling 2017 trafen sich 15 Geophysikerinnen mit dem damaligen DGG-Präsidenten Michael Weber, um über Chancengleichheit und die Situation von weiblichen Mitgliedern innerhalb der DGG zu diskutieren. Vorausgegangen waren Diskussionen innerhalb des DGG-Vorstandes, um die männliche Namensgebung einer neuen Medaille sowie eine allgemeine Unzufriedenheit über die ungleiche Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen in der DGG. Das Thema Chancengleichheit war natürlich zu dem Zeitpunkt nicht neu, jedoch fehlte die Initialzündung, um sich dieser Problematik anzunehmen und allen Mitgliedern bewusst werden zu lassen.
Seit dieser Zeit ist viel passiert. Das Komitee Chancengleichheit wurde gegründet. Das Thema Gleichstellung ist viel präsenter und es gibt dazu ein klares Bekenntnis der DGG in ihrem Strategie-Papier „2020+“ (Kopp, 2021). Zum ersten Mal in der nun 100-jährigen DGG-Geschichte wurde 2019 eine Frau zur Präsidentin gekürt und auch im Vorstand sind zunehmend mehr Frauen vertreten.repor
Schriftenreihe zum 100. Jubiläum der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft
Vorwort
Die in diesem Sammelband veröffentlichten Beiträge der Schriftenreihe „Geophysik im
Wandel“ wurden aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Deutschen Geophysikalischen
Gesellschaft im Zeitraum 01/2022 bis 03/2024 zusammengetragen und standen in diesem
Zeitraum auf der Homepage der DGG zum freien Download zur Verfügung. Die Artikel
erscheinen in diesem Sammelband in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung auf der Webseite
der DGG und sind nicht thematisch sortiert.
Sie wurden nach Eingang von Thomas Hertweck (KIT) mit Hilfe von LATEX gesetzt sowie
sprachlich und inhaltlich korrigiert. Eine weitere redaktionelle Korrektur erfolgte durch die
Redaktion der Roten Blätter. Die Hinweise und Korrekturanregungen wurden abschließend
von den Autoren eingearbeitet.
Das Themenspektrum reicht von neuen Entwicklungen in Forschung und Lehre bis hin zu
gesellschaftlich relevanten Themen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der „Geophysik
im Wandel“, d.h. den bisherigen Entwicklungen, dem aktuellen Stand und den sich daraus
ergebenden Zukunftsperspektiven. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!
Ihr Präsidium der DGGresearc