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Bergordnung König Maximilian I. für Schwaz 1507
In der am 22. Mai 1507 von König Maximilian I. erlassene Bergordnung wird der Kauf und Transport von Bleierz vom Schneeberg (Südtirol) geregelt, sowie Klagen über die Preistreiberei der Handwerkszünfte behandelt. Themen sind auch die schlechte Arbeit der Verweser und die Verleihung von Lehenschaften.sourc
Bergordnungen König Maximilian I. für Schwaz 1505
Am 1. Januar 1505 wurden zwei Bergordnungen erlassen. Die Bergordnung I beinhaltet Anweisungen König Maximilian I. bezüglich der Kontrolle und Bezahlung der Erzscheider. Die Bergordnung II beruht auf den in einer Synode getroffenen Regelungen zur Arbeitszeit und der Bezahlung der Arbeiter.sourc
(Mollusca Gastropoda: Cerithioidea: Turritellidae; Oligozän: Rupelium)
Der erste Nachweis einer Gastropode der Familie Turritellidae aus der Alzey-Formation
(Rupelium) einer Fundstelle bei Offenheim im Kreis Alzey wird beschrieben. Die Art wird
vorläufig als Haustator cf. asperulus (Brongniart 1823) bestimmt, einer aus dem Rupelium des
Pariser Beckens und Norditaliens bekannten Art. Zu oligozänen Arten des Nordseebeckens bestehen
keinerlei Beziehungen. Nomenklatur und Systematik von Turritella planispira Nyst 1845
aus dem Latdorfium werden diskutiert, einer bisher mit H. asperulus verwechselten Art. Das Vorkommen
von H. cf. asperulus lässt eine paläogeographische Verbindung zum Pariser Becken
vermuten.The first record of a gastropod of the family Turritellidae in the Rupelian Alzey formation
of the Mainz Basin is described. The species is provisionally identified as Haustator cf. asperulus
(Brongniart 1823), a species mentioned from the Rupelian of the Paris Basin. There are
no relationships to Oligocene species of the North Sea Basin. Nomenclature and systematics of
Turritella planispira Nyst 1845 from the Latdorfian with which is was confused, are discussed.
The occurrence of H. cf. asperulus suggests a possible paleogeographic connection with the Paris
Basin.researc
Kartierung der Massenbewegungen sowie der Lockergesteinsdecken
Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 führte zu erheblichen Geländeveränderungen
sowie zu katastrophalen Schäden an Infrastruktur und in Siedlungsgebieten. Neben den unmittelbaren
Folgen des Hochwassers traten auch gravitative Massenbewegungen und Prozesse wie
Ufererosion und Verklausungen in unerwarteter Stärke auf. Am Landesamt für Geologie und
Bergbau (LGB) wurden in Kooperation mit dem Institut für Geowissenschaften der Johannes
Gutenberg-Universität im Rahmen des Starkregenprojekts sowohl eine Kartierung der infolge des
Starkregens und der Flut aufgetretenen Massenbewegungen als auch eine Deckschichtenkartierung
für ein Pilotgebiet an der Mittelahr durchgeführt. Die Deckschichtkartierung zeigte insbesondere
in Hanglagen und entlang der Tiefenlinien häufig mehrere Meter mächtige Lockergesteinsdecken.
Der bei Starkregen enstehende hohe Oberflächenabfluss bewirkte zumeist gravitative
Massenbewegungen innerhalb dieser Lockergesteinsdecken. Typisch hierbei sind Muren sowie
Hangmuren bzw. flachgründige Rutschungen. Daneben kam es im Zuge des Sturzflutereignisses
zu weiteren Massenbewegungen, wie Prallhangerosionen, Ausspülungen, Aufschotterungen
und Verklausungen. Sowohl die Kartierung der Massenbewegungen als auch der Deckschichten
werden in der Folge für die Modellierung von Massenbewegungen genutzt. Hieraus sollen dann
Gefahrenhinweiskarten für sämtliche Mittelgebirge von Rheinland-Pfalz entwickelt werden.researc
Die DGG-Tagung 1924 in Innsbruck
Das Archiv der DGG sammelt und bewahrt das Schriftgut der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft sowie weitere
ausgewählte schriftliche und gegenständliche Sachzeugnisse der historischen Entwicklung der Geophysik in Deutschland. Es bietet gleichzeitig die Möglichkeit zur Aufbewahrung von historisch wertvollen geophysikalischen Geräten und
Karten sowie von Ergebnisberichten, Patentschriften und persönlichen Nachlässen. Vor 100 Jahren fand in Innsbruck eine besondere
Tagung unserer Gesellschaft statt, deshalb besonders,
weil sie hier zwei Jahre nach ihrer Gründung in Leipzig
als Deutsche Seismologische Gesellschaft den heutigen
Namen „Deutsche Geophysikalische Gesellschaft“
erhielt. Sowohl 1922 wie auch 1924 fand die Tagung im
Rahmen einer Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) statt.[...]DFG, SUB Göttingenresearc
Awardee of the C.A. Weber-Medal: Prof. Dr. Vera Luthardt
Laudatio anlässlich der Verleigung der C.A. Weber-Medaille an Prof. Dr. Vera Luthardt.SUB Göttingen, DGMTeditoria
Guidelines for the determination of soil organic carbon stocks of deep-ploughed organic soils as a basis for the evaluation of their climate impact
Zur Verbesserung ihrer landwirtschaftlichen Nutzbarkeit wurden im 20. Jahrhundert in Deutschland rund 125.000 ha organischer Böden tiefgepflügt. Da derzeit keine Messdaten zu Kohlenstoffflüssen oder zur Veränderung der Bodenkohlenstoffvorräte im gesamten Profil vorliegen, wird die Klimawirksamkeit dieser Böden kontrovers diskutiert. Hier fassen wir den Kenntnisstand zum Kohlenstoffhaushalt von Sandmisch- und Tiefpflugdeckkulturen zusammen und nehmen eine kritische Auseinandersetzung mit einem in TELMA 53 erschienen Artikel (Ahl & GernAndt 2023) vor. Darauf aufbauend schlagen wir ein Methodenprotokoll zur belastbaren Bestimmung von Kohlenstoffvorräten in Moor-Treposolen vor. Erste Ergebnisse zweier exemplarischer Standorte (Sandmischkultur im Klostermoor und Tiefpflugdeckkultur im Großen Bruch) zeigen, dass Moor-Treposole erhebliche Mengen an potenziell vulnerablem Bodenkohlenstoff speichern (491 ± 8 bzw. 676 ± 49 t Corg ha-1) und dass mit der vorgeschlagenen Methodik eine robuste Vorratsabschätzung möglich ist. Auch wird deutlich, dass Bodeneigenschaften einer hohen räumlichen Variabilität unterliegen und dass eine alleinige Beprobung des Oberbodens für die Bewertung der Klimawirksamkeit nicht ausreichend ist.
Schlüsselwörter: Großes Bruch, Bodenkohlenstoff, Sandmischkultur, Tiefpflugsanddeckkultur, TreposolIn Germany, around 125,000 hectares of organic soils were deep-ploughed in the 20th century to improve their agricultural usability. As there is currently no measured data on carbon fluxes or the change of soil organic carbon (SOC) stocks encompassing the entire profile, the climate impact of these soils is controversially discussed. Here, we summarise the state of knowledge on the carbon budget of deep-ploughed organic soils and critically discuss an article published in TELMA 53 (Ahl & GernAndt 2023). Based on this, we propose a protocol for the reliable determination of SOC stocks of deep-ploughed organic soils. Results from two exemplary sites show that such deep-ploughed soils store large amounts of potentially vulnerable SOC (491 ± 8 and 676 ± 49 t SOC ha-1) and that the proposed methodology is adequate for robust stock estimation. Further, soil properties are spatially highly variable and sampling topsoils only is insufficient for evaluating the climate impact.
Keywords: deep ploughing, großes Bruch, sand mixing, sand cover, soil organic carbonSUB Göttingen, DGMTmanua
Together for mud and moor – The Peatlands Education Network
Bekanntlich geht gemeinsam „Moor“. Als Lösungsbeitrag zu den globalen Herausforderungen wie Klima- und Biodiversitätskrise arbeiten die Sektion „Landeskunde und Umweltbildung“ der DGMT e.V. und das Emsland Moormuseum daher als koordinierende Stelle mit und für ein aktives Netzwerk Moorpädagogik; ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsziels/Sustainable Development Goal (SDG) 17 der Vereinten Nationen „Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele“. Das Netzwerk Moorpädagogik knüpft Kontakte zwischen Moor-Wissenschaft und der Gesellschaft. Mit dem gemeinsamen Ziel, das Bewusstsein für den Schutz von Mooren in der Gesellschaft zu fördern, leisten alle im Netzwerk Aktiven einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung von Moorlandschaften. Ein Praxisbeispiel für die Moorpädagogik ist der neue Forscherwagen für Moorentdeckende am Emsland Moormuseum. Er ist für Moor-Forschungsprojekte und Exkursionen ausgerüstet und ermöglicht ein erfahrungsbasiertes Moorerlebnis. Das Ökosystem Moor kann selbst erforscht werden. Diese Selbstwirksamkeitserfahrungen fördern das Umweltbewusstsein der Lernenden, die Artenkenntnis im Moor und lassen Verknüpfungen zwischen menschlichem Handeln, Vielfalt und Klima erkennen.
Schlüsselwörter: Bildung und Ziele für nachhaltige Entwicklung, Moorbewusstsein, Umweltbildung, Vermittlungsarbeit in MoorenAs is well known, we “achieve moor together”. The “Regional Studies and Environmental Education” section of the DGMT e.V. and the Emsland Moormuseum work as a coordinating body with and for an active network of peatland educators. The goal of this body is to contribute to solving global challenges, such as the climate and biodiversity crisis, while integrating concepts from the United Nations Sustainable Development Goal (SDG) 17 “Partnerships to achieve the Sustainable Development Goals”. The Peatlands Education Network establishes contacts between peatlands science and society. With the common goal of promoting awareness of the protection of mires in society, everyone active in the network contributes to the sustainable development of peatlands. A practical example of peatland education is the new research vehicle for peatland explorers at the Emsland Moormuseum. It is equipped for moor research projects and excursions and enables an experience-based moor adventure. You can explore the peatland and mire ecosystems yourself. These do-it-yourself experiences promote the learners‘ environmental awareness, knowledge of species in the peatland and reveal connections between human actions, diversity and climate.
Keywords: education for sustainable development, educational work in peatlands, environmental education, peatland awareness, sustainable development goalsSUB Göttingen, DGMTrepor
Bergordnung Herzog Georg von Sachsen für Berggießhübel
Obwohl die Wettiner das Gebiet um Berggießhübel und Gottleuba schon 1405 übernommen haben, wurde erst 1516 eine Bergordnung für den dortigen Eisenerzbergbau erlassen. In den vier Paragrafen geht es um Zustand der Bergwerke, das ordentliche Vermessen der Gruben und die Zahlung des Zehnten. Weiterhin soll der offensichtlich dauerhafte Streit zwischen den Gewerken und den Hammermeistern um Menge und Qualität des Eisensteins beendet werden.sourc
Inherited Grain‐Size Distributions: Effect on Heavy‐Mineral Assemblages in Modern and Ancient Sediments
AbstractHeavy‐mineral suites are used widely in sandstone provenance and are key when connecting source and sink. When characterizing provenance related signatures, it is essential to understand the different factors that may influence a particular heavy‐mineral assemblage for example, chemical weathering or diagenetic processes. Hydrodynamics, causing size‐density sorting, exert major control on the distribution of heavy minerals. Here, we highlight the effect of grain‐size inheritance, essentially the absence of certain grain sizes within a specific heavy‐mineral species, on two distinct types of sediments. Modern deposits from a high‐energy beach in NW Denmark give an analog for heavily reworked sediment, primarily controlled by hydrodynamic processes. In contrast, three Palaeogene turbidite successions in the Eastern Alps were sampled, presenting a more complex history that includes diagenesis. All samples were processed for their heavy‐mineral compositions using Raman spectroscopy, and several techniques applied to determine the effect of grain‐size inheritance. Results show that (a) even within the hydrodynamically well‐sorted beach and placer deposits, evidence of grain‐size inheritance is apparent, and (b) turbidites of variable heavy‐mineral composition show strong effects of grain‐size inheritance for several mineral species. Moreover, considerable intersample contrasts within single turbidite beds are observed. We enforce the importance of understanding grain‐size inheritance, as well as other processes effecting size‐density relations in clastic sediment that go well beyond purely hydrodynamic control of intrasample heavy‐mineral variability.Plain Language Summary: Heavy minerals are commonly found within sediments and sedimentary rocks and can tell us from which source regions the sediment may have originated. However, it is important to understand that the type, size, and abundance of particular heavy minerals can change depending on factors such as environmental conditions. The size, shape, and density of the heavy minerals also limits when and where they will settle and/or stay. A lack of big or small grains of a particular heavy mineral in the source rocks dictates the size of the minerals deposited; this is known as grain‐size inheritance. Using both ancient and modern sediment, we are looking for traces of grain‐size inheritance. Surprisingly, in all samples investigated we noted effects of grain‐size inheritance, for different heavy‐mineral types. The modern beach sediments, as expected, show more impact of hydraulic processes, but inherited grain sizes are still apparent. Within the ancient examples, grain‐size inheritance is more obvious, with further variations even observed between samples collected from the same area. Having identified this control on grain size, we can highlight the importance of understanding this effect when analyzing clastic sediments.Key Points:
Understanding factors that can modify a heavy‐mineral assemblage is fundamental in provenance analysis
Heavy minerals of two distinct sedimentary environments were analyzed and compared to their “ideal” hydrodynamically sorted compositions
Several heavy‐mineral species of modern and ancient settings were identified to be influenced by grain‐size inheritance from the source
https://doi.org/10.25625/MVUIJ