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Gender balance and inclusivity lie in the organizers’ hands: Insights from Organizing the 7th International Induced Polarization Workshop
In this article we highlight the challenges faced by women in the Induced Polarization (IP) community (and elsewhere), particularly the persistent gender imbalance in scientific workshops.researc
The curious case of Philonyx Richter & Richter, 1952 (Trilobita, Acastidae) and its allies from the Lower Devonian
The asteropygine trilobite Philonyx was described on the basis of a single specimen
from the Emsian (late Lower Devonian) in the Harz Mountains (Germany). Philonyx belongs
to a group of asteropygines that centres around taxa originally described from Emsian strata
in the Rhenish Mountains (Germany) and southern Morocco. These include Comura Richter &
Richter, 1926, Delocare Struve, 1958, Walliserops Morzadec, 2001 and Quadrops Morzadec,
2001. Philonyx and Quadrops form a clade with Comura and it is proposed here to provisionally
treat them as subgenera of the latter. The function of the unique trident-like anterior
projection of Walliserops is briefly elaborated on. Delocare diadema grimbiemontense ssp.
nov. is described from the Emsian in the Ardennes (Belgium).Der asteropygine Trilobit Philonyx wurde auf der Grundlage eines einzelnen Exemplars
aus dem Emsium (spätes Unterdevon) im Harz (Deutschland) beschrieben. Philonyx gehört
zu einer Gruppe von Asteropyginen, die sich auf Taxa konzentriert, die ursprünglich aus Schichten
des Emsiums im Rheinischen Schiefergebirge (Deutschland) und Südmarokko beschrieben
wurden. Dazu gehören Comura Richter & Richter, 1926, Delocare Struve, 1958, Walliserops
Morzadec, 2001, und Quadrops Morzadec, 2001. Philonyx und Quadrops bilden mit Comura
eine monophyletische Gruppe, und es wird hier vorgeschlagen, sie vorläufig als Untergattungen
von Comura zu behandeln. Die Funktion der einzigartigen, dreizackartigen vorderen Projektion
von Walliserops wird kurz erläutert. Delocare diadema grimbiemontense ssp. nov. wird aus dem
Emsium in den Ardennen (Belgien) beschrieben.researc
Pleistozäne Ablagerungen
Der quartärgeologische Untergrund des Stadtgebiets von Mainz ist aufgrund der
langen Siedlungsgeschichte, der anthropogenen Überprägung und Umlagerung von Sedimenten
und der fehlenden Aufschlüsse bislang nur unzureichend untersucht und dokumentiert.
Wegen der Lage der Stadt Mainz zwischen Oberrheingraben und Mittelrheintal sowie im Mündungsgebiet
des Mains in den Rhein, stellen die quartären Ablagerungen den Schlüssel für das
Verständnis regionaler tektonischer und klimatischer Veränderungen während des Pleistozän,
insbesondere für die Entwicklung des Rhein-Main-Systems, dar. Ziel dieser Arbeit ist es, basierend
auf mehreren Bohrungen, temporären Baugrubenaufschlüssen sowie einer systematischen
Literaturzusammenfassung, eine umfassende stratigraphische Übersicht der pleistozänen Ablagerungen
in Mainz zu geben. Dabei werden die fluviatilen Schotterkörper sowie die äolischen
Ablagerungen hinsichtlich ihrer lithostratigraphischen Gliederung, Alterseinstufung und paläoklimatischen
Bedeutung diskutiert. Es wird gezeigt, dass tektonische Prozesse, gekoppelt mit
Erosions- und Sedimentationsphasen, sowie anthropogene Umlagerungen die stratigraphische
Abfolge und Mächtigkeit der Ablagerungen maßgeblich beeinflusst haben.Abstract: The Quaternary geological basement of the Mainz urban area has been insufficiently
studied so far due to the long settlement history, anthropogenic overprinting, sediment
reworking, and the lack of exposures. Due to the city’s location between the Upper Rhine Graben
and the Middle Rhine Valley, as well as at the confluence of the Main and Rhine rivers, the
Quaternary deposits are key to understanding regional tectonics and climatic changes during the
Pleistocene, particularly for the development of the Rhine-Main river system. The aim of this
study is to provide a comprehensive stratigraphic overview of the Pleistocene deposits in Mainz
based on several boreholes, temporary construction pit exposures, and a systematic literature
review. The fluvial gravel bodies and aeolian deposits are discussed in terms of their lithostratigraphic
classification, age determination, and paleoclimatic significance. It is shown that
tectonic processes, coupled with phases of erosion and sedimentation, as well as anthropogenic
reworking, have significantly influenced the stratigraphic sequence and thickness of the deposits.researc
Bergordnung König Maximilian I. für Schwaz 1500
Im Anschluss an die in unregelmäßigen Abständen in Innsbruck stattfindenden Bergsynoden wurden die dort gefassten Beschlüsse in Bergordnungen niedergeschrieben. Diese Bergordnung, erlassen am 30. November 1500, regelt die Einteilung der Schichten, die Vergabe von Gedingen, die Kosten der Erzteilung sowie die gegenseitigen Rechte zwischen jüngeren und älteren Gruben.sourc
KIMoDIs: an AI-based monitoring, data management and information system for predicting and providing early warnings of low groundwater levels and salinisation.
[…] Das Forschungsprojekt KIMoDIs entwickelt ein KI-gestütztes Monitoring-, Datenmanagement- und Informationssystem zur Vorhersage und Frühwarnung vor Grundwasserniedrigständen und -versalzung in Brandenburg, einer Region mit besonderen Herausforderungen durch den Klimawandel. Ziel ist eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung durch die Integration von Monitoringdaten, Klimaszenarien und neuen Datenprodukten. Das Projekt wird von neun Partnerinstitutionen unter der Förderung des BMBF durchgeführt und läuft von März 2023 bis Februar 2026. Neben der Analyse von geogenen und anthropogenen Einflussfaktoren auf die Grundwasserqualität liegt ein Fokus auf der Erweiterung des Salinarmessnetzes und der Entwicklung eines Entscheidungshilfe-Tools für Behörden, Wasserversorger sowie die Land- und Forstwirtschaft. FID GEO, SUB Goettinge
Thermometamorphosen an den Erzgängen im Siegerland-Wieder Spateisenstein-Bezirk
In der Geologie versteht man unter einer Thermometamorphose eine Veränderung
von Gesteinen und der darin enthaltenen Minerale durch Temperaturerhöhung, meist im
Kontaktbereich magmatischer Schmelzen. Diese das Nebengestein intrudierenden magmatische
Schmelzen sind oft Plutone, basaltische Gänge oder -Lagergänge. Thermometamorphosen
im Bereich von hydrothermal gebildeten Ganglagerstätten können die ursprünglichen Erz-Paragenesen
unter Bildung neuer Minerale am Kontakt überprägen.
Thermometamorphosen an den hydrothermalen Erzgängen in den ehemaligen deutschen Bergbau-
Bezirken im Siegerland und an der Wied sind seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt und
in der älteren Literatur teils ausführlich gewürdigt. In der neueren Literatur zu den Mineralisationen
im Siegerland-Wieder Spateisenstein-Bezirk werden auch bisher nicht bekannte Thermometamorphosen
an den hydrothermalen Gangvererzungen beschrieben. Die vorliegende Arbeit
hat zum Ziel, bisherige Angaben zu den Thermometamorphosen an Erzgängen in diesem Revier
neu zu beleuchten und auch zu überprüfen und neue Funde, Befunde, und aktuelle Interpretationen
hinzuzufügen.In geology, thermometamorphism refers to the alteration of rocks and the minerals
contained within them due to an increase in temperature, typically in the contact area of magmatic
melts. These magmatic melts, which intrude into the surrounding rock, are often plutons,
basaltic dikes, or sills. Thermometamorphism in areas of hydrothermally formed vein deposits
can overprint the original ore parageneses by forming new minerals at the contact zone.
Thermometamorphisms in hydrothermal ore veins in the former German mining districts
in the Siegerland and Wied regions have been known since the early 19th century and have
been extensively discussed in older literature. In more recent literature on the mineralizations
in the Siegerland-Wied Iron Ore district, previously unknown thermometamorphisms
on the hydrothermal vein deposits are also described. The present work aims to
reexamine and verify the previous information on thermometamorphisms in ore veins in
this region, as well as to add new discoveries, observations, and current interpretationsresearc
Bergordnung König Maximilian I. für Schwaz 1496
Diese Bergordnung, erlassen im Jahr 1496, war eine Ergänzung zur gültigen Bergordnung von 1490. Der Fokus lag dabei auf den Kontrollpflichten der Bergwerksbeamten und der besseren Zusammenarbeit zwischen ihnen.sourc
Bergordnung Sponheim 1490
Am 4. Dezember 1490 erließen Johann I. Graf von Pfalz-Simmern und Markgraf Christof I. von Baden eine Bergordnung für die Bergwerke in der Grafschaft Sponheim mit 32 Artikeln. Grundlage dieser Bergordnung war der Schladminger Bergbrief von 1408, Einzelne Passagen wurden auch aus der Schwazer Bergordnung von 1449 sowie der Rattenberger Bergordnung von 1463 übernommen. Der Bergrichter als höchster Beamter im Revier wurde vom Landesherrn eingesetzt. Er war für die Organisation und die Abwicklung des Grubenbetriebes verantwortlich.sourc
Praxisversuch zur elektronischen Risswerksbeurkundung
Die Markscheiderei der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) hat im Jahr 2024 für ihre Risswerke des Braunkohlensanierungsbereichs Lausitz einen Praxisversuch zur „elektronischen Beurkundung“ mit den Bergbehörden von Sachsen und Brandenburg gestartet. Den rechtlichen Rahmen dazu hat der Verordnungsgeber mit dem 2020 novellierten § 9 Abs. 1 Satz 4 MarkschBergV zur elektronischen Vorhaltung des Risswerks i. V. m. § 371a Abs. 3 ZPO zur Beweiskraft öffentlicher elektronischer Dokumente geschaffen. An Stelle der bisherigen Papierrisse tritt nun die vom Markscheider qualifiziert elektronisch signierte PDF-Version der Risswerksausfertigung. Diese Herangehensweise ist zwar keine High-End-Innovation, aber ein erster pragmatischer Ansatz. Mit der rechtlichen Aufwertung der ohnehin als Plotvorstufe entstehenden Risswerks-PDF und dem Ersparnis der Papierlogistik, wird eine zufriedenstellende betriebliche Entlastung erreicht, die sicherlich auch durch andere Unternehmen adaptiert werden kann. Im Beitrag werden dazu insbesondere die technische und rechtliche Umsetzung des betrieblichen Pilotbeispiels, gepaart mit begleitenden Hintergrundüberlegungen vorgestellt.researc
2D seismic exploration in Lower Lusatia: an opportunity for deep geological mapping and the exploitation of deep geothermal energy.
[…] Der Beitrag stellt ein Pilotprojekt des LBGR vor, das erstmals 2D-seismische Untersuchungen in der Niederlausitz zur tiefengeologischen Landesaufnahme und zur Bewertung geothermischer Potenziale einsetzt. Im Fokus stehen Planung, Durchführung und Auswertung einer seismischen Messkampagne, deren Profiltrassen überwiegend entlang bestehender Verkehrswege verlaufen. Rechtliche Grundlagen im BBergG und GeolDG ermöglichen eine systematische Erhebung, Verarbeitung und öffentliche Bereitstellung der Daten. Das Untersuchungsgebiet im Raum Peitz–Guben–Cottbus ist sowohl geologisch als auch bergbaugeschichtlich bedeutsam. Die Seismik soll bis etwa 4000 m Tiefe neue Erkenntnisse über mesozoische Nutzhorizonte, die Struktur von Rotliegend und Zechstein sowie die Lage des Grundgebirges liefern. Die Ergebnisse sind besonders relevant für die Einschätzung geothermisch nutzbarer Reservoire und können langfristig das Fündigkeitsrisiko reduzieren. Die Messkampagne 2025 wird mit PMO-Mitteln finanziert; die Datenverarbeitung erfolgt 2025, die geologische Interpretation voraussichtlich 2026.FID GEO, SUB Goettinge