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Explanatory notes on the maps of the Quaternary base and the limnic and limnic-fluvial deposits of the Holsteinian interglacial and the Lower Saalian in Brandenburg and Berlin: Part 1 – Klüß-Gartow and Gorleben channels
[...] Die vorliegende Arbeit bietet eine detaillierte Erläuterung zu den Karten der Quartärbasis sowie der limnischen und limnisch-fluviatilen Ablagerungen der Holstein-Warmzeit und der Unter-Saale in Brandenburg und Berlin. Der Fokus liegt auf der Klüß-Gartow- und der Gorlebener Rinne, die als prägende elsterzeitliche Rinnenstrukturen in NW-Brandenburg untersucht werden. Die Studie basiert auf einer umfangreichen Datenbasis, darunter palynostratigraphische Analysen und geophysikalische Untersuchungen. Die Ergebnisse zeigen die komplexe Genese und Verbreitung der Rinnenstrukturen sowie die charakteristischen Sedimentationsprozesse, die von limnischen, limnisch-fluviatilen und brackisch-marinen Ablagerungen geprägt sind. Die Arbeit beleuchtet zudem die geologische Entwicklung und die Bedeutung der Rinnen für die regionale Geologie und Rohstofferkundung.FID GEO, SUB Goettinge
Stabilität thermochemischer Strukturen und Plumes unter dem Einfluss rheologischer Parameter
In unserer Studie haben wir den Einfluss von rheologischen Parametern auf die zeitliche und räumliche Stabilität von thermochemischen Strukturen an der Kern-Mantelgrenze untersucht.researc
DFG Final Report: Late Quaternary climate and environmental reconstruction based on lake and peat sediments from the central southern Cape region of South Africa
The aim of this project was to substantially improve our understanding of Late Quaternary paleoenvironmental dynamics in southern Africa, particularly in the southern Cape region. To achieve this, a high-resolution multi-proxy approach was applied to sediment sequences from Vankervelsvlei (a fen) and Voёlvlei (a coastal lake), covering the Holocene and parts of Ma-rine Isotope Stage (MIS) 3. These archives represent rare but highly valuable records in a region where natural sedimentary archives are scarce and often discontinuous.
Within this project, a previously recovered 14.6 m core from Vankervelsvlei and a 13 m core from Voёlvlei were analysed using a consistent methodological framework. This included el-emental and grain-size analyses, as well as compound-specific stable isotope analyses of leaf wax-derived n-alkanes (δ²H) and hemicellulose-derived sugars (δ¹⁸O). This dual-isotope “paleohygrometer” approach enables quantitative reconstructions of precipitation sources, relative humidity, and evapotranspiration, key climatic parameters that have previously been overlooked or unresolved in the region.
At Vankervelsvlei, Holocene fire and hydroclimate dynamics were reconstructed using mac-ro-charcoal and PAH data alongside isotopic records. The results indicate complex shifts in rainfall seasonality, with alternating dominance of Westerly-derived winter and Easterly/local summer rainfall over the past 7200 years, linked to regional moisture balance and fire activity. Large-scale climate modes, such as El Niño, likely played a role in modulating short-term hy-droclimate variability.
The long-term Vankervelsvlei record additionally provided insight into the last ~250 ka. The driest conditions occurred during MIS 6–5e and 2, whereas MIS 5a and parts of MIS 3 were relatively moist. Glacial–interglacial shifts in precipitation source and sea-level-induced changes in continentality strongly influenced hydrological balance and sedimentation.
The Voëlvlei core, covering 8500 years, complements these findings. It documents a marine phase during the early Holocene and subsequent transitions from Westerly- to Easterly-dominated rainfall, with several abrupt hydroclimatic shifts. These trends are consistent with other regional studies and highlight the dynamic interplay between precipitation source, sea-sonality, and moisture availability through the Holocene.
In addition, surface soil studies across modern environmental gradients tested the reliability of the paleohygrometer approach. While δ²H of n-alkanes correlated well with precipitation iso-topes, δ¹⁸O of sugars was strongly influenced by evapotranspiration. In ecosystems dominat-ed by non-CAM plants, reconstructed δ²H, δ¹⁸O, and relative humidity showed good agree-ment with observed values.
In summary, the project generated new high-resolution records and methodological innova-tions, confirming that Late Quaternary climate in the southern Cape was markedly more vari-able than previously assumed.Ziel des Projekts war es, das Verständnis der spätquartären Paläoumweltentwicklung im süd-lichen Afrika, insbesondere der südlichen Kapregion, wesentlich zu verbessern. Dies wurde durch einen multi-proxy Ansatz erreicht, der Moor- und Seesedimente aus den Zeiträumen des Holozäns und Marinen Isotopenstadiums (MIS) 3 analysierte. Aufgrund der bislang gerin-gen Anzahl natürlicher Klimaarchive und methodischer Limitationen war der spätquartäre Klimaverlauf der Region bislang unzureichend geklärt.
Im Rahmen des Projekts wurden aus den beiden vor dem Projekt erbohrten Geoarchiven Vankervelsvlei und Voëlvlei umfangreiche Proben entnommen und mit identischen, hochauf-lösenden Methoden untersucht. Neben klassischen Element- und Korngrößenanalysen wur-den erstmals in der Region die stabilen Wasserstoffisotope von Blattwachsen (δ²Hn-alkane) und Sauerstoffisotope von hemicellulosebasierten Zuckern (δ¹⁸OZucker) gekoppelt, um Nieder-schlag, Evapotranspiration und relative Luftfeuchtigkeit quantitativ zu rekonstruieren.
Die Analyse des Vankervelsvlei lieferte erstmals eine hochauflösende Hydroklimarekonstruk-tion der letzten 7,2 ka. Sie zeigt eine komplexe Entwicklung mit wechselnden Einflüssen westlicher Winter- und östlicher Sommerregenquellen sowie variabler Feueraktivität, die eng mit Niederschlagsdynamik und Großklimaphänomenen wie El Niño verknüpft ist. Die länger-fristigen Daten aus dem Vankervelsvlei weisen auf Phasen mit trockeneren Bedingungen im späten Pleistozän (MIS 6 bis 5e und MIS 2) sowie wechselnd feuchtere Intervalle im Holozän hin.
Die Voëlvlei-Sequenz ergänzte die regionale Paläoumweltrekonstruktion um Erkenntnisse zu Meeresspiegelschwankungen und deren Einfluss auf das hydroklimatische System. Sie zeigt marine Einbrüche im frühen Holozän, gefolgt von einem Wechsel zwischen Westerly- und Easterly-dominierten Regenereignissen mit mehreren kurzen, intensiven Variabilitätsphasen, die sich mit anderen regionalen Datensätzen decken.
Ein methodischer Schwerpunkt lag auf der Evaluation des kombinierten Einsatzes von δ²Hn alkane und δ¹⁸OZucker als „Paleohygrometer“. Analysen rezenter Oberböden zeigten, dass diese Methode in Gebieten ohne dominierende CAM-Pflanzen verlässliche quantitative Rück-schlüsse auf Niederschlagssignal und relative Luftfeuchtigkeit ermöglicht. Dies erlaubt robus-te Interpretationen klimatischer Veränderungen.
Insgesamt lieferte das Projekt neue, hochauflösende Daten und Methoden für das Spätquar-tär, die zeigen, dass die hydroklimatische Variabilität entlang der südlichen Kapküste Südafri-kas komplexer und dynamischer war als bisher angenommen. Die Wechselwirkung zwischen atmosphärischen Zirkulationssystemen, Meeresspiegelschwankungen und lokalen Umwelt-faktoren ist entscheidend für das Verständnis des Klimasystems dieser Region. Die Ergebnis-se schaffen damit eine wichtige Grundlage für zukünftige, integrative Studien zum Klima der südlichen Hemisphäre im Spätquartär.Deutsche Forschungsgemeinschafthttps://doi.org/10.1594/PANGAEA.935616https://doi.org/10.1594/PANGAEA.935599https://doi.org/10.1594/PANGAEA.956477https://doi.org/10.1594/PANGAEA.940148https://doi.org/10.1594/PANGAEA.935613https://doi.org/10.1594/PANGAEA.935609https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935615https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935614https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.956453https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935610https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935628https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.956464https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935608https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.935612https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940143https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940144https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940142https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940147https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940141https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940138https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940146https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.940145https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.956470repor
Assessment of soil fertility and carbon supply in Brandenburg soils.
[...] Die Studie demonstriert das Potenzial hyperspektraler Fernerkundungsdaten der EnMAP-Mission zur großräumigen Ableitung zentraler Bodenparameter auf Ackerflächen Brandenburgs. Durch die Kombination hochauflösender spektraler Daten (420–2450 nm, > 240FID GEO, SUB Goettinge
Update zur Paragenese der hydrothermalen Rejuvenation im Rheinischen Schiefergebirge
Die sogenannte hydrothermale Rejuvenation ist eine spätvariszische, eigenständige
Hydrothermalaktivität, die im Rheinischen Schiefergebirge vom Kerngebiet des Siegerländer
Bergbaureviers um die Stadt Siegen bis in den SW angrenzenden Westerwald bzw. den Erzbezirk
an der Wied und zuletzt auch im SW der Eifel nachgewiesen wurde. Aktuell wurde das Auftreten
der hydrothermalen Rejuvenation im Remscheider Sattel vermutet und nun auch mikroskopisch
bestätigt. Dieser Aufsatz versteht sich als Erweiterung und Ergänzung einer Übersichtsarbeit
zur hydrothermalen Rejuvenation, die einer der Verfasser vor nicht allzu langer Zeit publiziert
hat. In der vorliegenden Arbeit werden weitere Vorkommen der Rejuvenations-Paragenese im
Rheinischen Schiefergebirge vorgestellt und diskutiert, und darunter auch solche, für die eine
hydrothermale Rejuvenation zwar anzunehmen ist, das paragenetische Bild jedoch vom bisher
beschriebenen Archetyp abweicht. Es wird eine paragenetische Definition dieser Mineralisationsphase
vorgeschlagen, welche eine bessere Einordnung und auch Abgrenzung der Rejuvenation
zu anderen Mineralisationen ermöglicht, die auf den ersten Blick verwandt erscheinen
mögen.Abstract: The so-called hydrothermal rejuvenation is a late Hercynian, independent hydrothermal
activity that has been previously documented in the Rhenish massif from the central area
in the Siegerland mining district around the city of Siegen to the southwestern bordering Westerwald
area, the Wied ore district, and a few years ago in the southwest Eifel region as well.
Most recently, the occurrence of the hydrothermal rejuvenation was suspected in the Remscheid
anticline where it has now been confirmed with ore microscopy. This article is intended
as an extension and supplement to a review article on the hydrothermal rejuvenation published
recently by one of the authors. The current study presents and discusses further occurrences of
the rejuvenation paragenesis in the Rhenish Slate Mountains, including those for which the hydrothermal
rejuvenation was suspected, but the paragenetic pictures deviate from the previously
described archetype. A distinct paragenetic definition of this mineralization phase is proposed,
which allows a better classification and differentiation of the hydrothermal rejuvenation
from other mineralizations that may appear related at first glance.researc
Geological 3D model of the Lausitz – development of a transnational model of the Cenozoic sequences
[…] Am 12.06.2024 trafen sich Geologische Dienste Norddeutschlands und Forschungspartner im Bohrkern- und Probenarchiv des LBGR (Wünsdorf) zum „Salinarworkshop“, um Status, Methoden und Bedarfe zur Untersuchung des Zechsteinsalinars im Norddeutschen BeckeFID GEO, SUB Goettinge
Dolomite and sponges – an organic interrelationship – (Lower Kimmeridgian, Swabian Alb, Balingen area, SW-Germany)
Im ehemaligen Gemeindesteinbruch von Tieringen (westliche Schwäbische Alb) ist im Unteren Kimmeridgium eine ca. 17 m mächtige Folge von Bankkalken (Wohlgeschichtete-Kalke-Formation) aufgeschlossen, in die ein Schwamm-Mikroben-Mound (Lochen-Formation) von etwa 7 m Mächtigkeit und etwa 20 m lateraler Ausdehnung eingebettet ist. Der dolomitisierte Mound liegt heute als grobkristalliner Dedolomit mit Karst-Hohlräumen vor, deren Böden mit braun/rötlichem Kristallsand aus Dedolomit bedeckt sind.
Der Mounds weist lokal Reliktstrukturen von Schwämmen, mikrobielle Lagen und stromatolithische Strukturen auf. Aufgrund der Einbettung in hangende und liegende Matrix-reiche Bankkalke (Mudstones, Wackestones) haben die Sedimente des Mounds keine wesentlichen diagenetischen Veränderungen erfahren, was durch die Ergebnisse der geochemischen Analysen (Isotope, Sr-Gehalte) unterstrichen wird. Der ehemalige Dolomit bildete sich etwa zeitgleich mit den dichten Kalksedimenten der Bankfazies.
Daher kann eine frühdiagenetische Dolomitisierung etwa im Zusammenhang mit evaporitischen oder Mischwasser-Bedingungen ausgeschlossen werden. Die Dolomitisierung kann nur im Zusammenhang mit der frühen Zersetzung von organischem Material der Schwämme und der mikrobiellen Lagen interpretiert werden. Dabei führten Sulfat-reduzierende Bakterien zu einer Erhöhung der Alkalinität und zu günstigen Bedingungen für die Bildung von Dolomit. Der Dolomit des Schwamm-Mikroben-Mounds liegt heute als Dedolomit (Recalcit) vor, der subrezent durch Oberflächeneinflüsse gebildet wurde.
Der Schwamm-Mikroben-Mound im Steinbruch von Tieringen stellt ein besonderes Zeugnis einer frühen Dolomitbildung unter Beteilung von organischem Material in den wohlbankten Kalken der der westlichen Schwäbischen Alb dar. Es sollte untersucht werden, ob dieses Modell der Bildung von Dolomit für mehrere Dolomit-Vorkommen im Weißjura Süddeutschlands ebenfalls zutrifft.researc
Bergordnung Erbendorf 1521
Am 8. Februar 1521 erließen die Brüder Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz und Pfalzgraf Ludwig II. eine Bergordnung für Erbendorf. Vorbild dieser Bergordnung war die Annaberger Bergordnung von 1509. Es wurden aber auch Paragrafen aus der Rattenberger Bergordnung von 1463 und aus der Bergordnung für Österreich von 1517 übernommen. In 116 Paragrafen wurden die Rechte und Pflichten des Bergmeisters, der Schichtmeister, der Amtleute und Geschworenen, der Steiger, der Gegenschreiber, der Arbeiter sowie der Markscheider niedergeschrieben. Geregelt wurde der gesamte Bergwerks- sowie der Hüttenbetrieb. Am Ende wurden die Eide der Bergwerksbeamten aufgeführt.sourc
Paläoböden im Senkungsbereich der Südostalb
eukirchen-Hemau liegen Kalkstein-Rotlehm, Braunlehm und lehmige Albüberdeckung als Bodensedimente aus der Dekomposition des Malm und der Kreide. Es wird erörtert, wieweit mit den vorliegenden Bodensedimenten verschieden alte Flächen bestimmt werden können. In die Hochfläche sind Relikte der Kreide eingesenkt, auf denen Profile von autochthonen Rotlehmen (Plastosole) erhalten sind. Ebenso sind im unteren Regental auf tektonisch verstellter Oberkreide derartige Profile überliefert.
Im Periglazial des Donau- und des unteren Regentales waren in Ziegeleigruben und in weiteren Aufschlüssen zwischen äolischen Deckschichten örtlich bis zu acht interglaziale Böden aufgeschlossen; in ihrem Liegenden warmzeitliche Böden als marmorierte Pseudogleye. Am Top der warmzeitlichen Böden lag die Matuyama/Brunhes Grenze, d. h. sie waren älter als 0,9–1,2 Mio a. Einen Überblick über die Lage der jeweiligen Böden gibt Abb. 1.Upon the Malm etch plain near Ratisbon limestone red loams and limestone brown loams cover the planation. It will be discussed, whether one can distinguish the age of the etchplains especially by means of such paleosoils.
Likewise, Cretaceous relics, locked up by up faults, appear upon the Malm and in the Regen valley. They showed decomposition with profiles, containing paleosoils.
In brick pits near Ratisbon and in the Regen valley sequences of quarternary profiles were discovered, which comprise up to eight interglacial soils between glacial löss-lössloams. Beneath them lie three marbled Pseudogleys. On their top the Matuyama/Brunhes boundary was found. Therefore, they are older than 0,9–1,2 mio a.
Picture 1 serves as a survey about the situation of the paleosoils.researc
Geophysical survey using the tTEM method in the Hangelsberg area
[…] Sehr geehrte Damen und Herren,
gemeinsam freuen wir uns, Ihnen auch in 2025 unsere Brandenburgischen
Geowissenschaftlichen Beiträge präsentieren
zu können und zu dürfen. Wir kommen dabei weiterhin einer
Verpflichtung aus unserem Errichtungserlass ausFID GEO, SUB Goettinge