Open-Access-Journals @ Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
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MOLEKULARE NETZWERKE: HERAUSFORDERUNG FÜR BIOLOGIE UND PHARMAFORSCHUNG
Nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms ist die Entschlüsselung der molekularen Netzwerke der Zelle, die den Funktionsplan – den biologischen Code – aller Zellfunktionen beinhalten, die nächste große Herausforderung in der humanen Biotechnologie. Die genaue Kenntnis dieses Funktionsplans, den wir als das Toponom bezeichnen, wird es erlauben, die zelluläre Funktion der Proteine als Elemente räumlich determinierter molekularer Netzwerke zu verstehen und gezielt molekulare Therapieformen zu entwickeln. Grundlegende Verfahren der direkten Analyse auf der Einzelzellebene wurden in Magdeburg entwickelt. Erste Erfolge der Vorhersage krankheitsrelevanter Proteine aus partiellen Toponom-Analysen sind Grundlage für die Entwicklung neuer Wirkstoffe
TECHNISCHE MECHANIK
The journal Technische Mechanik publishes refereed original articles on Engineering Mechanics for a rapid transfer of research results to industry and science. In that sense contributions are encouraged which demonstrate the practical application of new results and scientific findings
Comparison of the dynamics of a Duffing equation model and experimental results for a bistable cantilever beam in magnetoelastic energy harvesting
Nonlinear energy harvesting systems, consisting of a piezo cantilever beam with two additional magnets placed nearthe beam’s free end, have received a lot of attention in the past decade. The most common approach to model this system isto discretize the beam in space with one modal ansatz function and to assume a cubic restoring force caused by the magneticfield. The magnets are positioned so that two stable equilibrium positions exist in addition to the unstable undeflected beam tipdisplacement, i.e. the system is bistable. This modeling procedure results in a Duffing equation with a negative linear and apositive cubic restoring term, which is capable to represent the bistability. However, its sufficiency is often just assumed withoutthorough experimental validation of the mentioned presumptions.In this paper the authors present the results of broad experimental investigations into the sufficiency of the Duffing equation as theunderlying model of the mechanical subsystem (beam and magnets, but for the sake of simplicity without piezos). Therefore, amodel is developed accordingly, following the approach of most publications, where a heuristic method is used to determine thecubic restoring force of the system. The theoretical predictions of the Duffing like model concerning the dynamical responseto different harmonic base excitations are compared to experimental measurements done on a physical setup of the investigatedsystem. The results are generally in good agreement, however particular limitations regarding the model are observed, as there is ashift of the occurring solutions to higher frequencies in the theoretical model compared to the experiments
DIE ERFORSCHUNG DES MENSCHLICHEN GEHIRNS: HERAUSFORDERUNG FÜR DAS NÄCHSTE JAHRHUNDERT
Das menschliche Gehirn ist das komplexeste System im bekannten Universum und steht heute an der Schwelle sich selbst zu ergründen. Es werden Wege aufgezeigt, die Probleme der Subjektivität (Leib-Seele-Problem) und der Bedeutungsgenerierung als wesentliche Unterscheidungsmerkmale zu technischen Systemen der Informationsverarbeitung wissenschaftlich anzugehen. Der heute mit modernen Methoden mögliche Blick in die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns wird nicht nur erkenntnistheoretische Fortschritte bringen, sondern auch neue Wege der Behandlung in Neurologie und Psychiatrie eröffnen. Es ist wahrscheinlich, daß die Ergebnisse der Hirnforschung im kommenden Jahrhundert zu einem neuen Menschenbild führen
MUSIKMACHEN IM 20. JAHRHUNDERT: AUF DEM WEG ZUM VIRTUELLEN TONSTUDIO IM INTERNET
Wer nur etwas von Musik versteht, der versteht auch von Musik nichts, soll Hanns Eisler einmal im Gespräch mit Hans Bunge angemerkt haben. Und, so könnte man ergänzen, wer nur etwas vom Musikmachen mit Stimme und Instrument versteht, wird auch kaum etwas von der Wirkung verstehen können, die heute Musik mit ihrer Darbietung im öffentlichen Raum erzielt. Nicht nur, dass wir jegliche Musik mit Hilfe der Massenmedien CD, Rundfunk bzw. Internet zu jeder Zeit, an jedem Ort hören können (Technik als Medium der Distribution von musikalischer Kultur), nicht nur, dass die Neuen Musiktechnologien heute den Jugendlichen nahezu voraussetzungslos die faszinierende Chance bieten, Musik nach eigenen Ideen und Bedürfnissen selbst zu erfinden und nach professionellen Maßstäben technisch zu produzieren (Technik als Medium der kulturellen Selbst-Sozialisation1) – Wirkung und Funktion von Musik, selbst wenn ihre Darbietung in einem Konzert jeglichen Gebrauchs von ‚Technik‘ zu entraten scheint, sind implizit präformiert durch ‚Technik‘, also dem Einfluss von Verfahren der Produktion, Distribution und Reproduktion von Musik auf das musikalische Verständnis, das sich bei MusikerInnen wie auch HörerInnen im Umgang mit Musik einstellt und sich in Erwartungen an Klangästhetik, Interpretationsgehalt und künstlerischer Authentizität, aber auch in der Ausprägung des eigenen Hörverhaltens realisiert. So gesehen ist die Kulturgeschichte des Menschen und hier die des Umgangs mit Musik immer auch eine Geschichte der zu ihrer Erzeugung benötigten technischen Mittel. /2/ In besonderer Weise gilt dies für das Verhältnis von Musikmachen und musiktechnologischer Entwicklung im 20. Jahrhundert. In den folgenden Abschnitten werden diese technologisch geprägten Entwicklungslinien des Musikmachens vom live Musikmachen zum Zeitpunkt des beginnenden 20. Jahrhunderts bis hin zum interaktiven Musikmachen im Virtuellen Tonstudio des Internets im Jahre 2000 anhand typischer Erscheinungsformen dargestellt und in ihren Auswirkungen auf das musikalische Selbstverständnis des Musikmachens diskutiert
RECHT, TUGEND UND DEMOKRATIE
Das politische Leben der Bundesrepublik ist in den letzten Jahren durch eine Reihe von Skandalen mitbestimmt gewesen, die, wie insbesondere die Spenden- und Finanzskandale der CDU, das Vertrauen der Bürger in den demokratischen, von Parteien mitgestalteten Rechtsstaat zu erschüttern scheinen. Aber nicht nur der „Parteienstaat“ ist in die Kritik geraten, Politik als solche erscheint vielen als „schmutziges Geschäft“, in dem Geld- und Machterwerb, Privilegien und Ehrerhalt über Recht und Gesetz gestellt werden. Kontrastierend dazu ist eine Remoralisierung der Politik zu beobachten, so die jüngsten Forderungen nach einem tugendhaften Lebenswandel von Politikern, und die Aufforderung, für vergangene Untaten öffentlich Buße zu tun. Das alles hat keineswegs zur „Krise des demokratischen Staates“ geführt, doch zeigen die vielen Artikel und Talkshows in den Medien, daß hier grundlegende Fragen aufgeworfen werden. Was dabei immer wieder neu austariert wird, ist das Verständnis des Verhältnisses von Tugend und Recht im demokratischen Rechts- und Verfassungsstaat. Welche Funktionen erfüllt das Recht und welche Bedeutung kommt den Tugenden im Rechtsstaat zu
KONFRONTATION, KONKURRENZ ODER KOOPERATION? ZUM VERHÄLTNIS VON GEISTES- UND NATURWISSENSCHAFTEN
Es vergeht derzeit kaum eine Woche, ohne daß wir mit mehr oder minder spektakulären Behauptungen über bevorstehende Veränderungen unseres Selbst- oder Menschenbildes konfrontiert würden, die angesichts neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse oder technischer Entwicklungen unumgänglich seien: Das Ich sei ein bloßes Konstrukt, die Willensfreiheit eine blanke Illusion, und früher oder später müßten wir damit rechnen, daß Computer alle die Leistungen vollbringen, auf die wir als Menschen so stolz sind – nur etwas schneller, mit weniger Fehlern und selbstredend auch umweltfreundlicher
MODERNE PROZESS- UND PRODUKTGESTALTUNG AM BEISPIEL DER TROCKNUNG
Von Lebensmitteln bis hin zu Kunststoffgranulaten, von Mineralien bis hin zu Baustoffen, von Katalysatoren bis hin zu Pillen sind die meisten und wertvollsten materiellen Güter der heutigen Gesellschaft Feststoffe, die während ihrer Herstellung oder Handhabung in aller Regel getrocknet werden müssen. Dabei muß der Prozeß auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, das Produkt auf Qualität und Mehrwert gestaltet werden. Welche immateriellen Güter – also welche wissenschaftlichen und technischen Herangehensweisen – hierzu beitragen können bzw. notwendig sind, versucht der Artikel anzudeuten