Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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Pamela Barmash, The Oxford handbook of biblical law, New York, NY: Oxford University Press 2019,
„Es ist so Vieles in der Kirche anders gekommen, als ich es mir vor 20–30 Jahren gedacht und rosenfarbig ausgemahlt hatte“: Ignaz von Döllinger (1799–1890) im Spiegel seiner französischen und englischen Korrespondenz
Ignaz von Döllinger war nicht nur ein brillanter Kirchenhistoriker und der bedeutendste Kopf der Theologischen Fakultät der Universität München im 19. Jahrhundert. Wie kein anderer katholischer Gelehrter seiner Zeit war er auch ein Mann des geistigen Brückenschlags zu anderen europäischen Nationen hin. Im Mittelpunkt standen Frankreich und England. Der Beitrag zeigt, wie Döllinger es verstand, über Jahrzehnte hinweg eine akademische Korrespondenz mit einer Elite des europäischen Katholizismus zu pflegen, deren Radius sich ab den 1840er Jahren über die Konfessionsgrenzen hinaus auf Anglikaner und Protestanten erweiterte. Dabei spiegeln sich in seiner französischen und englischen Korrespondenz, die vom Verfasser für den Druck vorbereitet wird, wie in einem Brennglas die kirchlichen und politischen Ereignisse der Zeit und die eigene Entwicklung Döllingers
Gnadenhafte Verborgenheit: Meister Eckharts psychologische und Friedrich Hölderlins geschichtsphilosophische Begründung des Gottesentzugs
Bernhard Emunds; Stephan Goertz, unter Mitarbeit von Julian Degan und Prisca Patenge, Kirchliches Vermögen unter christlichem Anspruch (Katholizismus im Umbruch 11), Freiburg - Basel - Wien: Herder 2020
Progress and Pluralism in Philosophy
The methods of Philosophy deliver a certain sort of philosophical understanding. But those methods are not able – not all on their own – to reveal the truth-value of substantive philosophical claims. This inability plays a key role in this paper’s argument for the conclusion that Philosophy has made a lot of progress despite persisting disagreement among philosophers about substantive philosophical claims. Moreover – so this paper maintains – this disagreement constitutes a welcome intellectual pluralism, allowing those with a wide variety of philosophical views to fully participate in the discipline of Philosophy. This paper then applies the above points to the relation of metaphysics to theology
Gibt es eine bevorzugte Konzeption von Metaphysik für die Theologie?
Um die Frage zu beantworten, ob es eine bevorzugte Konzeption von Metaphysik für die Theologie gibt, wird zunächst aus der Perspektive der Philosophie darauf hingewiesen, dass die Metaphysik trotz des gemeinsamen Vorhabens, begründete Aussagen auch über transempirische Momente der Wirklichkeit machen zu wollen, in unterschiedlichen Ausprägungen auftritt. Diese Vielfalt ist Ausdruck der Einsicht, dass die Wirklichkeit als solche dem menschlichen Erkennen nicht zugänglich ist. Metaphysik zu betreiben heißt deshalb, sie ergebnisoffen und kritisch zu betreiben. Das gilt bereits für die vorkantische Metaphysik. Vor diesem Hintergrund werden drei Thesen vertreten, die die Ausgangsfrage abschlägig beantworten
Athen und Jerusalem: Zum Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie
Welcher Art ist das Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie? Die Frage scheint einfach, doch der Schein trügt. Eine Antwort auf diese Frage ist nicht ohne die Beantwortung zweier weiterer noch grundlegenderer Fragen möglich: Was ist Philosophie, und was ist Theologie? Eine Beantwortung dieser beiden Fragen wiederum ist nicht ohne eine Beantwortung kontroverser methodologischer Fragen möglich. Der vorliegende Aufsatz befasst sich mit diesen methodologischen Fragen, um dann von dort den Weg zu einer Antwort nicht etwa auf die zu Beginn gestellte Frage – was ist das Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie? –, sondern auf eine sehr viel leichter beantwortbare Frage zu geben: Welcher Art sollte das Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie sein
Realismus: Ein schillernder Begriff zwischen Common Sense, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Theologie
Dieser Beitrag geht von der großen Bedeutungsvielfalt aus, in der philosophisch von „Realismus“ die Rede ist. Ausgehend von Poppers Common-Sense-Realismus werden Realismusbegriffe der Erkenntnistheorie, der Wissenschaftstheorie und der Religionsphilosophie näher untersucht. Im Hintergrund steht dabei die Frage, wie weit sich eine gemeinsame realistische „Basisintuition“ ausbuchstabieren lässt. Als besonders prekär zeigen sich jeweils epistem(olog)ische Teilthesen. Es wird dafür argumentiert, diese nicht mit zur Formulierung des Realismus zu rechnen, auch wenn sich im Fall des wissenschaftlichen Realismus dafür ein Ersatz anbieten lässt