Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Vom „eLearning“ zum „Hybrid Learning“: Adaptionsprozesse in der Studiengangsentwicklung
Wie entwickelt sich ein Studienangebot über einen längeren Zeitraum? Wie verändert es sich in seinen konzeptionellen und didaktischen Komponenten? Wie kann dieser Prozess beschrieben werden? Der Beitrag versucht die didaktische Konzeption von Weiterbildungsprogrammen aus einer längeren zeitlichen Perspektive zu betrachten. Hierzu werden zunächst generelle Modelle der Studiengangsentwicklung im Kontext von digitaler Transformationen dargelegt und anschließend an einem Fallbeispiel illustriert. Mit Blick darauf und aus einer längerfristigen Perspektive wird deutlich, dass der in den klassischen Modellen unterstellte kontinuierliche Wandel immer wieder von markanten Umgestaltungen durchsetzt ist und sich so unterschiedliche Entwicklungsphasen zeigen
Zur Produktivität des Alters: Ein persönlicher Rückblick auf die Entwicklung der universitären Erwachsenenbildung
Planungskulturen in der wissenschaftlichen Weiterbildung.: Überlegungen zur Weiterentwicklung eines Konzepts zur Analyse von Angebotsplanungen
Die wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen hat in den vergangenen Jahren einen Bedeutungszuwachs erfahren. Es sind hochschulische Weiterbildungsorganisationen entstanden oder weiterentwickelt worden, die explizit für die Planung und Umsetzung von wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten zuständig sind. Der Forschung wird es damit auch zur Aufgabe, das empirische Wissen darüber zu erweitern, wie sich die Planung vollzieht, mit welchen Angebotsspektren der wissenschaftlichen Weiterbildung gegenwärtig und zukünftig zu rechnen ist – dies insbesondere im Zuge fortschreitender Transformationsprozesse im Hochschulbereich. Im vorliegenden Beitrag wird vorgeschlagen, das ursprünglich für die Analyse von Angebotsplanungen in öffentlichen Erwachsenen- und Weiterbildungsorganisationen entwickelte Konzept der Planungskulturen für entsprechende Analysen in der wissenschaftlichen Weiterbildung fruchtbar zu machen
Wissenschaftliche Weiterbildung und Zukunft: Bericht zur 9. Forschungswerkstatt wissenschaftliche Weiterbildung der AG Forschung in der DGWF
Feministische Perspektiven auf das SeniorInnenstudium: Reflexionen zu meinem beruflichen Engagement in der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA)
Interdisziplinäres Arbeiten in Hochschulweiterbildungen im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung
Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, globale Ungleichheiten und Verknappung natürlicher Ressourcen erfordern einen interdisziplinären Blick: Um sie verstehen und bearbeiten zu können, sind vielfältige Perspektiven und methodische Herangehensweisen notwendig. Daher ist interdisziplinäres Arbeiten ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Bildungsansatz soll Lernende dazu befähigen, verantwortungsbewusst zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung der Welt beizutragen. BNE muss auch an Hochschulen einen Platz haben, da diese als wichtige Ausbildungsstätten für zukünftige Fachkräfte und Entscheidungsträger*innen über eine große Strahlkraft in die Gesellschaft verfügen. Damit Hochschullehrende BNE umsetzen können, benötigen sie entsprechende hochschuldidaktische Angebote – diese stellen eine besondere Form wissenschaftlicher Weiterbildungen dar. In diesem Artikel wird anhand von Beispielen aus mehreren BNE-Weiterbildungen mit Teilnehmenden unterschiedlicher Disziplinen erörtert, welche Rahmenbedingungen für eine fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig sind, welche Erträge aus dieser erwachsen und welche Herausforderungen und Chancen dabei entstehen können
Programmplanung aus pädagogischer Perspektive: Ein Modellierungsansatz wissenschaftlicher Weiterbildung
Das Spannungsfeld von Markt und Wissenschaft provoziert eine Ökonomisierung der wissenschaftlichen Weiterbildung. Der vorliegende Beitrag untersucht indes kontrastiv die pädagogische Perspektive der Programmplanung, die ihrerseits wiederum durch das Spannungsfeld von Wirtschaft und Wissenschaft sowie Hochschule mit Bildungsauftrag gekennzeichnet ist. Es wird ein Modell entwickelt, das Dimensionen akademischer Bildung unter Einbezug der konstitutiven Wissenschaftlichkeit von wissenschaftlicher Weiterbildung mit einem Modell der beruflichen Handlungskompetenz verzahnt. Das Modell akzentuiert den pädagogischen Qualitätsanspruch wissenschaftlicher Weiterbildung, der bereits in der Programmplanung zum Tragen kommt. Abschließend wird das pädagogische Modell in Relation zu ökonomisch orientierten Ansprüchen der Programmplanung gesetzt. Ökonomische und pädagogische Aspekte sind bei der Programmplanung gleichermaßen zu berücksichtigen und stehen in einem reziproken Verhältnis
Wissenschaftliche Weiterbildung und ihre besondere Positionierung.: Entwurf einer transdisziplinären Orientierung
Wissenschaftliche Weiterbildung konstituiert sich als ein Verhältnis und Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Akteur*innen, Wissens- und Wissenschaftsbereichen, institutionellen Ebenen oder auch diskursiven Zugängen. Ihre besondere Positionierung befähigt sie dazu, eine Perspektive im Sinne eines rezenten Wissenschaftsverständnisses und einer transdisziplinären Orientierung einzunehmen. Wird wissenschaftliche Weiterbildung in ihrer Verhältnishaftigkeit anerkannt, wird sichtbar, dass sie sich nahezu spiegelbildlich zu gesellschaftsstrukturellen Dynamiken auf der Ebene gesellschaftlicher Funktionssysteme verhält und sich je kontextabhängig konstituiert. Als eine spezifische Form der Weiterbildungsorganisation bewegt sie sich im Sinne einer intermediären Struktur zwischen der systemischen Funktionslogik von Wissenschaft sowie einer lebensweltlichen Funktionslogik. Als solche befindet sie sich in dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Lebenswelt, welches sie in die Lage versetzt, Erkenntnisprozesse einzuleiten, die auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse reagieren, diese sogar mitgestalten