Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Andrä Wolter/Ulf Banscherus/Caroline Kamm (Hrsg.) (2016): Zielgruppen Lebenslangen Lernens an Hochschulen. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs Aufstieg durch Bildung: offene Hochschule. Band 1.
Ein Blick auf und in die Magdeburger Weiterbildungsforschung. Forschungsbasierte Projektarchitekturen
Das Projekt „Weiterbildungscampus Magdeburg“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, bedarfsgerechte und nachfrageorientierte wissenschaftliche Weiterbildungsstudiengänge anhand der fünf forschungsleitenden Fragestellungen Studierfähigkeit, Teilnehmergewinnung, Curriculaübertragung, Formatentwicklung und Organisationsentwicklung zu er- und beforschen sowie die Erkenntnisse für die (Weiter-)Entwicklung dieser wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote zu nutzen. Der Artikel beschreibt die Projektarchitektur unter Einbezug der aktuellen Forschungsarbeiten im Projekt
Flüchtlinge als Zielgruppe wissenschaftlicher Weiterbildung?
Der Beitrag geht der Frage nach, ob Flüchtlinge eine Zielgruppe wissenschaftlicher Weiterbildung darstellen. Nach einer Eingrenzung dieser Gruppe und einem Überblick über die zurzeit verfügbaren Datenquellen beschreibt er zunächst die Qualifikationsstruktur dieser Gruppe. Die Analysen zeigen eine deutliche Polarisierung: Während es eine große Gruppe von Flüchtlingen ohne Schul- und Berufsabschluss gibt, besteht auf der anderen Seite eine Gruppe von 20-25 %, die grundsätzlich ein Studium aufnehmen könnte, und von um die 10 %, die bereits studiert oder einen tertiären Bildungsabschluss erworben hat. Zugleich zeigt sich bei der Arbeitsmarktintegration akademisch qualifizierter Flüchtlinge, dass lediglich eine kleine Teilgruppe tatsächlich in hochqualifizierten Berufen tätig ist, während der Großteil Hilfstätigkeiten nachgeht. Auf dieser Grundlage werden zunächst die aktuellen Angebote der Hochschulen im Flücht-lingsbereich kurz zusammengefasst, um dann Möglichkeiten und Chancen der wissenschaftlichen Weiterbildung zu diskutieren, eine adäquate Arbeitsmarktintegration für akademisch qualifizierte Flüchtlinge zu fördern
Zielgruppenspezifische didaktische Gestaltung von Weiterbildungsmodulen. Eine Befragung von Fachkräften und Alumni
Im Sommer 2015 wurde im Rahmen des Projekts „OTH mind: modulares innovatives Netzwerk für Durchlässigkeit“ eine onlinebasierte Befragung der Zielgruppen technische Fachkräfte, beruflich Qualifizierte mit Studieninteresse sowie Ingenieur_innen an den beiden Ostbayerischen Technischen Hochschulen (OTH) Amberg-Weiden und Regensburg durchgeführt. Anhand standardisierter Erhebungen wurde versucht, zielgruppenspezifische didaktische Gestaltungswünsche abzuleiten. Die Resultate ergaben, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zielgruppen marginal sind. Über alle Zielgruppen hinweg zeigt sich in Hinblick auf eine Weiterbildungsteilnahme ein starker Wunsch nach Praxisnähe der Weiterbildungsinhalte sowie der Dozent_innen. Der Theoriegedanke und wissenschaftliche Aspekte werden dagegen eher in den Hintergrund gerückt. Der Einsatz von virtuellen Lehrelementen scheint bisher nicht sehr verbreitet zu sein
Therese E. Zimmermann, Wolfgang Jütte & Franz Horváth (Hrsg.). (2016). Arenen der Weiterbildung.
Studierbarkeit. Wesen und Bedeutung für die Akteure im berufsbegleitenden Fernstudium
Studierbarkeit – das (un)bekannte Wesen – Ist das wirklich so? Ist der Begriff der Studierbarkeit tatsächlich (un)bekannt? Wie lässt sich dieser Begriff im Bereich der wissendschaftlichen Weiterbildung verstehen und welchen Einfluss hat Studierbarkeit auf die Gestaltung der Angebote im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung im Kontext von Fernstudium? Gerade die Zielgruppe der beruflich begleitend Studierenden im Fernstudium ist eine besondere Gruppe im Bereich der nicht-traditionellen Studierenden und damit der wissenschaftlichen Weiterbildung. Welchen Einfluss hat diese besondere Zielgruppe auf Gestaltungsmöglichkeiten der Studierbarkeit und welche Handlungsempfehlungen lassen sich für Anbieter, Lehrende und Lernende ableiten? Ein Forschungsprojekt an der Wilhelm Büchner Hochschule befasst sich mit diesen Fragen, um Studierbarkeit nicht mehr nur als Begriff sondern als Qualitätskriterium im berufsbegleiten den Fernstudium zu etablieren
Reflexion in der Hochschulweiterbildung. Verbindungsglied zwischen unterschiedlichen Erfahrungswelten
Dieser Beitrag legt den Fokus auf Reflexion in der Hochschulweiterbildung. Untersucht wird die Rolle von Reflexion als Verbindungsglied zwischen unterschiedlichen Erfahrungswelten der Studierenden. Zunächst erfolgt (1) eine erste Annäherung an den Begriff der Reflexion, danach werden (2) ausgewählte theoretische Ansätze der Verbindung von Reflexion und Lernen dargestellt und dann (3) mit Blick auf ein mögliches Modell von Reflexion in der Hochschulweiterbildung diskutiert. In einem weiteren Schritt werden (4) ausgewählte Ergebnisse einer explorativen Studie mit Weiterbildungsstudierenden dargestellt und (5) in einer Zusammenschau der theoretischen Ansätze und der Erkenntnisse der empirischen Studie erste Eckpfeiler solch eines Modells skizziert